Hallo @vibou , danke für die Weitergabe dieses Artikels. Unabhängig vom zeitlichen Anlagehorizont schadet es nicht, sich ein paar Gedanken darüber machen. Für mich gibt es tatsächlich auch einige Anzeichen, dass Korrekturbedarf ansteht. Es scheint unheimlich viel „Spiel“geld unterwegs zu sein, Geld das in dividenden- und gewinnlose Unternehmen fließt und wohl verschmerzt werden kann, wenn's schiefgeht. Hier im Forum kann man das an den zahlreichen Posts zu Pennystocks erkennen. Auffällig ist auch das große Interesse für/bei IPOs, Goldgräberstimmung, wie zu Zeiten des Neuen Markt-Booms. Oder der Wahnsinn mit Gamestop. Hat sich jemand mal die Umsatzzahlen in DE angesehen? Bei Tradegate wurden mehrheitlich einstellige Stückzahlen geordert. Früher nannte man eine solche Phase M*beeeeeeep*hausse (nicht deutlicher, um etwaigen Beschwerden wegen Diskriminierung zuvorzukommen ). Was mich weiterhin etwas beunruhigt, ist die Tatsache, dass das Thema Inflation für alle Zeiten abgehakt erscheint und am Aktienmarkt auch (noch) ist. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann erwartet aber zum Jahresende hin in DE Inflationsraten von bis zu 3%! (Quelle: https://news.guidants.com/#!Artikel?id=9198449). In den USA sind die Anleiherenditen in Erwartung höherer Inflationsraten seit Q4/2020 deutlich gestiegen, die Kurse entsprechend gefallen. Wenn sich der Corona-bedingte Konsumstau löst, könnte sich die Inflation zusätzlich beschleunigen. Früher oder später wird das die Aktienkurse tangieren. Eine weitere Meldung hat mich heute nachdenklich gemacht, nämlich die wiederaufflammende Debatte um einen europäischen Schuldenschnitt (Quelle: https://www.godmode-trader.de/artikel/fx-mittagsbericht-diskussion-um-europaeischen-schuldenschnitt-kommt-zur-unzeit,9203939). Meiner Meinung kommt der früher oder später, die Versuchung, damit einen Teil der lästigen Staatsschulden auf „elegante“ Weise loszuwerden, ist einfach zu groß. Was ein solcher Schritt für die Inflation, die Zinssätze und die Devisenwechselkurse bedeuten würde, ist mir noch nicht ganz klar, aber Unruhe an den Aktienmärkten würde das sicher zur Folge haben. Fazit (voll subjektiv, persönlich): An Gewinnmitnahmen ist noch niemand gestorben. Gier frisst Hirn. What goes up must come down. Euch allen viel Erfolg! Gruß, glückspilz
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