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So helfen Gold und Immobilien

Erinnern Sie sich an das Kapitel über Diversifizierung? Über eine Analyse der Korrelation lässt sich messen, ob sich Wertpapiere in einem bestimmten Zeitraum in die gleiche Richtung bewegen. Mit einer Korrelation von minus 0,011 im Zeitraum von April 2015 bis April 2021 hat Gold offenbar wenig mit der Wertentwicklung der Aktien im Euro Stoxx 50 zu tun. Und so wundert es kaum, wenn viele Anleger Gold zum Ausgleich und zur Stabilisierung ihrem Depot beimischen.

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Wussten Sie eigentlich, ...

... wer das meiste Gold nachfragt?

Im Jahr 2020 entfielen 1.773,2 Tonnen Gold auf den Sektor Investment (47,2 %), 1.411,6 Tonnen auf die Schmuckbranche (37,5 %), 301,9 Tonnen auf die Industrie (8,0 %) und 272,9 Tonnen auf Zentralbanken (7,3 %).

(Quelle: World Gold Council)

Börsengehandelt statt physisch

Neben dem direkten Erwerb von physischem Gold gibt es viele Wege, um sich das Edelmetall ins Depot zu holen. Ein Weg führt über ETCs (Exchange Traded Commodities). Sie sind börsengehandelt wie ETFs, allerdings anders als diese keine Fonds, sondern Schuldverschreibungen. So gibt es zwar ein Emittentenrisiko, doch viele ETCs auf Gold sind physisch besichert. Manche Produkte bieten gegen Gebühr auch einen Auslieferungsanspruch. Ein Vorteil von ETCs gegenüber einem Direktinvestment kann sein, dass ETCs auch währungsbesichert zu haben sind. Das kann für deutsche Investoren deshalb interessant sein, weil Gold in US-Dollar notiert wird – und ein Investment damit ein Währungsrisiko birgt.

Aus dem Lexikon
  • In Gemeinschaftsarbeit haben das Unternehmen Dow Jones, die Deutsche Börse, die Schweizer Börse und die Pariser Börse eine Reihe von Indizes konzipiert, die als Benchmark für Europas Aktienmärkte dienen.Mehr lesen

  • Als Emittentenrisiko oder Bonitätsrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass der Emittent eines Wertpapiers seine fälligen Zahlungen nicht mehr begleicht.Mehr lesen

  • Als ETC (Exchange Traded Commodities) bezeichnet man börsengehandelte Wertpapiere, die eine direkte Partizipation an der Wertentwicklung von Rohstoffe an der Börse ermöglichen.Mehr lesen

  • der Korrelationskoeffizient - eine technische Aktienkennzahl. Die Korrelation misst den Zusammenhang zwischen 2 Variablen, beispielsweise zwischen zwei Aktien oder einer Aktie und einem Index (bzw. zur Branche/Sektor).Mehr lesen

Betongold gibt weiteres Gewicht

Auch Immobilien-Investments können dem Depot als Beimischung etwas mehr Stabilität verleihen. Immobilien zu erwerben und zu erhalten, kostet aber viel Geld und bindet lange das Kapital. Sie lassen sich jedenfalls nicht so einfach per Mausklick kaufen und verkaufen. Der indirekte Weg kann auch bei dieser Anlagekategorie praktisch sein. Neben offenen Immobilienfonds, die selbst in Immobilien investieren, gehören REITs (Real Estate Investment Trusts) zu den Alternativen. Dahinter stehen börsengehandelte Immobiliengesellschaften, die einen großen Teil der Erträge ausschütten müssen, in Deutschland und den USA mindestens 90 Prozent. Dafür genießen sie steuerliche Vorteile. Es gibt auch Fonds, die in Aktien von Immobiliengesellschaften und REITs investieren.

 

Wer die Vorteile von Sparplänen für ein solches Investment nutzen will: In unserem Sparplanangebot finden sich auch ETCs auf Gold oder Immobilien-REITs.

 

Im nächsten Kapitel erfahren Sie, wie Sie mit Reißleine investieren.

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