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Dieser Faktor stabilisiert das Depot

Im Jahr 1952 veröffentlichte der amerikanische Ökonom Harry Max Markowitz seine „Modern Portfolio Theory“. Erst viele Jahre später, nämlich 1990, erhielt er dafür den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Seiner Theorie liegen komplexere mathematische Berechnungen zugrunde. Aber die Kernaussage wird oft in Merksätzen zusammengefasst, etwa der Aufforderung, „nicht alle Eier in einen Korb zu legen“ oder „nicht alles auf eine zu Karte setzen“.

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Wussten Sie eigentlich, ...

... wie viel Rendite mangelnde Streuung kostet?

Studien von Prof. Dr. Andreas Hackethal (Goethe-Universität Frankfurt) im Zeitraum zwischen 2005 und 2015 zeigten, dass vor allem die mangelnde Streuung in Depots von Privatanlegern zu Renditeeinbußen von im Schnitt rund vier Prozent pro Jahr führte.

Sonnencreme, Regenschirm – oder beides?

Vom Prinzip her ist das recht intuitiv nachvollziehbar. Habe ich Sonnencreme und Regenschirm, bin ich für mehrere Wetterlagen gerüstet. Habe ich nur Sonnencreme, ist das Risiko größer, dass ich nass werde. Die Portfoliotheorie nennt so etwas Risikodiversifizierung. Der Gedanke: Je weniger stark sich Wertpapiere in die gleiche Richtung bewegen, desto besser können sich deren Schwankungen gegenseitig ausgleichen und die Werte sich also in einem Portfolio ergänzen. In der Statistik spricht man dabei von Korrelation. Der sogenannte Korrelationsfaktor kann sich zwischen -1 und +1 bewegen. Im Extremfall bewegen sich die Werte genau gegensätzlich (-1) oder genau im Gleichklang (+1).

Einfache Streuung

In der Theorie ist ein Portfolio erst so richtig effizient, wenn es kein anderes Portfolio gibt, das bei gleicher Renditeerwartung ein geringeres Risiko hat. Ob Summe des eingesetzten Kapitals oder individuelle Risikobereitschaft – nicht für jeden gilt das gleiche Optimum. Keine Sorge: Sie müssen nun keine aufwändigen Korrelationsanalysen betreiben, um Ihr Risiko zu streuen und sich so ein Stück weit von der Performance einzelner Werte unabhängiger zu machen. Ein ETF zum Beispiel ist breiter gestreut als ein Investment in eine einzelne Aktie. Auch wenn Sie Aktien mit anderen Anlageformen wie etwa Immobilien oder Gold mischen, steht das Depot auf einer breiteren Basis.

Schrittweise investieren

Zur Risikosteuerung trägt auch ein langfristiger Anlagehorizont bei. Und ein schrittweises Investieren – sei es, dass Sie ein Einzelinvestment über mehrere Tranchen strecken, oder einen Sparplan einrichten. Wer mehrere Börsenphasen mitnimmt, streut so sein Investment quasi über die Zeit. Gerade Sparpläne eignen sich deshalb für jede Marktlage.

 

Im nächsten Kapitel erfahren Sie, in welcher Wirtschaftsphase welche Branche angesagt ist.

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