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
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Registriert: 03.10.2020

Hallo @onra ,
im Zweifel wird Deutschland immer den dicksten Happen in der EU stemmen müssen.

Die Niederlande sind nett- nur Vermögenssteuer (max 1.4%)- keine Steuern auf Aktiengewinne.
Luxemburg ist auch schön- 6 Monate Spekulationsfrist, keine Vermögenssteuer
Malta- 15% Steuern auf Zinsen/Dividenden ,0% Steuern auf Kursgewinne
Andorra - 0% Steuern

Mit etwas mehr Moneten nach Monaco- also Plätze finden sich genug.
Anschließend kann man den deutschen Privatsendern sein Leben gegen Entgelt als Doku-Soap anbieten.
Die Welt muss ja schließlich erfahren, das man es sich sich was leisten kann, wenn man der deutschen Steuer eine lange Nase dreht.Smiley (überglücklich)

 

Deregulierung funktioniert ja auch perfekt, wie man an privatisierten Krankenhäusern sieht oder an Verkehrsprojekten. Langfristig ist das für die öffentliche Hand immer ein Zuschussgeschäft- die Schulden werden ja nur ausgelagert (Autobahn GmbH) oder in die Zukunft verlegt (wenn so ein Laden mal nicht gleich wegen Fehl-Kalkulation an Steuergelder will).

 

Ich bin gelassen- ich weiss, das ich von der Politik nicht viel erwarten darf.

Kommt dann sowas, wie die Derivatesteuer- dann fühlt man sich auch nur wieder mal bestätigt.

Daran hat man sich in den letzten 20-30 Jahren doch schon gewöhnt.

 

Liebe Grüße


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Hallo @MonoPolly ,

...die Lebenszeit beinhaltet wohl wesentlch mehr, als sich mit Steuererparnismöglichkeiten zu beschäftigen. Immerhin hast du wohl mal ein Schulsystem durchlaufen, das andere für dich über Steuermittel ermöglicht haben; wenn dann noch ein Studium dazu käme, dito.

Die Infrastruktur, Gesundheitsystem, Staatsordnung, Energieversorgung usw........mal außen vor; gut, jeder wie er es mag......

 

Steuersatz der Niederlanden

Darüber wird es teuer: Wer mehr als 66.422 € pro Jahr verdient, muss 52% Einkommensteuer in den Niederlande zahlen. Für Rentner betragen die Steuersätze 18,65% für zu versteuernde Einkommen bis 19.922 €. Bis 33.715 € ergibt sich ein Steuersatz von 22,5%, bis 66.421 € ein Satz von 40,4%.

 

Wieviel macht ein Stundengehalt von 25.75 € pro Jahr? Wenn Sie 50,000 € pro Jahr in Luxemburg verdienen, werden Sie mit 15,968 € besteuert. Das bedeutet, dass Ihr Nettogehalt 34,032 € pro Jahr oder 2,836 € pro Monat beträgt. Ihr durchschnittlicher Steuersatz ist 31.94% und Ihr Grenzsteuersatz ist 54.17%.

 

Malta, schau mal Link.....

https://www.kresse-law.com/malta-residence-programmes/

 

Andorra, viel Spaß hier mit Job und Infrastruktur.....

https://www.bpb.de/apuz/246418/infrastruktur

 

Monaco, viel Spaß beim Immobilienerwerb vor Ort.....

https://www.family-office-advisory.com/de/family-office-services/umzug/umzug-nach-monaco.html

 

Also, ich denke, dass das alles nur Phantasien sind; mit Realismus hat das wenig zu tun.....und wie gesagt, Lebensinhalt ist für mich anders definiert als über Steuerersparnis-Ausreise-Gedanken zu senieren.......

Hier macht man ein wahnsinniges Spektakel über Steuergeheimnisse und Tralala, während  z.B. in Schweden die Steuererklärung eines jeden Bürgers öffentlich ist; dort gibt es einen telefonbuchartigen "Taxeringskalender". Hier bei uns unmöglich, allein schon wegen Datenschutzgedöns und besonderer Geheimniskrämerei-Mentalität und Steuersparmodellen in den verschiedensten Nuancen für bestimmte Bürger, die sich steuermäßig ungerecht behandelt fühlen........

 

Na ja, mache hier mal einen Schlussstrich,......"das ist ein weites Feld, Luise".....:).

 

Liebe Grüße

onra

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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Beiträge: 48
Registriert: 03.10.2020

Hallo @onra ,

Niederlande- es sagt ja niemand, das man in den Niederlanden arbeiten soll.

Ich habe schon mal einige Jahre dort gelebt und in D gearbeitet.

 

Ob mir meine Bildung, das Gesundheitssystem (Krankenhäuser, die im Gegensatz zu anderen Ländern MRSA nicht in den Griff bekommen, akuter Personalmangel, monatelange Wartezeiten beim Facharzt, Mangel bei der Altenpflege...), Energieversorgung mit so ziemlich den höchsten Energiepreisen in der Welt, eine Infrastruktur, bei der man ÖPNV über Jahrzehnte vernachlässigt hat -über marode Brücken etc. rede ich ja nicht mal) jedes Jahr einen grösseren sechsstelligen Betrag ans Finanzamt wert sind? Ich denke, ich habe das, was andere für mich an Steuermitteln aufgewendet haben, schon sehr lange mit Zins und Zinsenzins zurückgezahlt. Bisher war es mir das Wert, aber wenn die Steuer-Phantasien des Gesetzgebers so weitergehen.....

 

Wenn man nur 50.000 Euro Brutto pro Jahr in Luxemburg verdient, tut man gut daran, sich eine sehr günstige Bleibe zu suchen.

Der Mietspiegel/Immopreise entsprechen in etwa denen der Schweiz.

Ja- ich kenne Deine Links alle.Smiley (fröhlich)

Es ist alles machbar- für mich und auch für andere.

Wozu Infrastruktur vor Ort, wenn man den Heli rufen kann?Smiley (zwinkernd)

 

Schaun mer mal, was der Bundestag draus machen wird.

 

Viele Grüße


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Wer jedes Jahr einen größeren 6-stelligen Betrag ans Finanzamt abführt, hat im popeligen KESt-Satz von 25% ein glattes Steuersparmodell.


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Hallo @MonoPolly ,

.....wollte eigentlich mit dem Schlussstrich wirklich den selbigen ziehen, aber dein dokumentierter Negativismus in fast allen berührten Bereichen hat mich etwas davon abgebracht.....

Mir scheint, dass du irgendwie parallel in einer Bananenrepublik zu leben scheinst, in der es wohl nichts zu geben scheint, das einen erfreuen könnte. Würde mich zur Abwechslung einmal über etwas Konstruktiv-Positivistisches hier im Lande freuen, wenn dir dazu irgendetwas einfallen sollte. Oder anders gefragt, was hält dich eigentlich noch hier in D, wenn doch alles nur so mies ist......????? Wo zieht es dich denn hin, wo alles besser läuft als hier.....????

By the way: 6-stellige Beträge p.a. für Steuern an den Staat fangen bei 100.000 Euronen an und hören bei 999.999 Euronen auf. Wenn man das an Steuern zahlt, dann sollte ja p.a.  noch genug für dich übrig geblieben sein......., ganz normale Besteuerungskriterien nach dem Prinzip der Leistungsfähigkeit und gut ist.....

 

Liebe Grüße

onra


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Ich sehe die deutsche Steuer nicht unbedingt als Sparmodell. Ich habe ja auch nichts dagegen, Steuern zu zahlen.

Aber man ist ja in der Politik redlich bemüht, die KESt irgendwann abzuschaffen und die Vermögenssteuer wiederaufleben zu lassen.

Wobei -naja- sich sowas wohl alle 4 Jahre ändert, wie man an der SPD sieht.

2012 - SPD ist für Vermögensteuer ab 1 Million.

2017 - SPD ist gegen Vermögensteuer

2020 -SPD ist für Vermögenssteuer ab 2 Millionen

 

Also alles so, wie es schon mal war vor langer Zeit- bis auf all die Sachen, die einem Aktionär damals zu Gute kamen.

Halbeinkünfteverfahren

Hoher Sparfreibetrag

Spekulationsfrist

Wie heist es so schön- eine Kuh, die man melken will, darf man nicht schlachten. 

 

Ich habe vielleicht andere Erfahrungen aus nächster Nähe gemacht, wie es im Gesundheits- und Pflegewesen zugeht.

Mag sein, das es hier in der Pampa schlimmer ist- 3Monate aufs Röntgen warten, in Krankenhäuser akuter Personalmangel, das man als Besucher um Mithilfe gebeten wird und ähnliche Scherze. Kein Wunder, das es Mediziner in Länder, wie die Schweiz, Niederlande  oder Norwegen zieht. Aber das gehört nicht hierher.

Ich hatte das auch abgeschlossen mit den Worten- mal gucken, was der Bundestag beschliessen wird.

 

Etwas konstruktiv-positives- in einem Steuer-Thread?

Ok- ich bezahle keine Tabak-Steuer. Smiley (fröhlich)

 

Viele Grüße


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Hallo @all,

.....Verlustbegrenzung bei Einkünften aus Kapitalvermögen jetzt auf 20.000€ p.a.; Link von Haufe.....Punkt 19.

Jahressteuergesetz 2020: Das ändert sich | Steuern | Haufe

LG+

onra


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Dann wird Herr Hlouschek im Januar doch eine Verfassungsklage einreichen müssen.

 

Der Witz ist ja, das Optionsscheine und Zertifikate jetzt ausgenommen sind.

Ausgerechnet das Zeugs, das noch weitaus gefährlicher ist- Lehman lässt grüssen.

 

Oder kann mir einer erklären, warum ein Short-Put ein Termingeschäft ist- ein Discount-Zertifikat jedoch nicht?

 

Was mag da im Bundesrat passiert sein, das man einen Teil des Gesetzes, den man im Oktober noch als potentiell verfassungswidrig eingestuft hat, nun mal eben so durchwinkt?

 

Erinnert mich etwas an "Ein Münchener im Himmel", wo die göttlichen Ratschläge auch unterwegs auf der Strecke blieben und die Regierung nicht erreichten.

 

LG


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Hallo @MonoPolly ,

...die Verfassungsklagen kommen sowieso, davon ist auszugehen; aber das dauert und dauert und dauert......In der Zwischenzeit sind die Depotbanken leider angehalten, nach der aktuellen Gesetzeslage zu verfahren....

Das wiederum bedeutet Widersprüche gegen die Steuerbescheide Jahr für Jahr für Jahr und um das Ruhen des Verfahrens bitten (vorausgesetzt man hat eine Klagequelle am Start, auf die man sich beziehen kann, aber das sollte wohl schnell gehen....), bis die höchstrichterliche Rechtsprechung dann objektiv Recht spricht und den Anlegern zu ihrem Recht verhilft und das alles noch zu Corona- und Post-Corona-Zeiten, wobei man hier davon ausgehen kann, dass es keine nennenswerte Verfahrensbeschleunigung geben wird, eher das Gegenteil.....:).

 

LG+

onra

 

 


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Bis die entsprechenden Durchführungsbestimmungen und Verfahrensanweisungen bei den Finanzämtern und Depotbanken vorliegen und umgesetzt werden, empfiehlt sich jedenfalls eine akribische private Buchführung/Dokumentation über einschlägige Geschäftsvorfälle.

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