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Beiträge: 925
Registriert: 06.01.2017

@chaostrader  Danke, super Beitrag. Frau (fröhlich) ich gehe einfach antizyklisch vor und kaufe fast nur Blue Chips, die momentan keiner haben will. Lief bei mir bestens, vor allem lese ich kaum ana*lzysten. Viel Erfolg.


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Beiträge: 1364
Registriert: 12.12.2016

Der Thread ist erst ein Jahr alt und wieder sehr aktuell.

Vor einem Jahr standen viele Indices und Kurse auf AZH , dann fielen sie bis zu 50%.

Auch jetzt haben Dax und Dow und viele Kurse wieder ein AZH erreicht. 

Hätte man das Wissen von damals, hätte man sicher einiges anders gemacht.

Die Technologiewerte haben sich anfangs toll entwickelt , schwächelten aber im letzten Monat deutlich. 

Hätte man Microsoft also bei Höchsstand verkaufen sollen oder teilweise?

Hätte man nicht Ende Oktober verstärkt auf Öl-und Grundstoffwerte setzen sollen, die fantastisch performt haben?

Und was tut man jetzt mit Aktien , die auf AZH stehen? Verkaufen, teilweise oder ganz?

Jeder hat so seine Strategie. Viele setzen auf Trend, einige investieren in Valuewerte, die z.Z. keiner will.

Nach einem Jahr wissen wir alle wieder mehr. 

 


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Registriert: 21.07.2017

Hallo, @chaostrader ,

wenn Du Trost suchst, bist Du bei mir genau am richtigen. Ich schreibe Dir mal auf, wie man stand alone - Entscheidungen richtig trifft, und zwar anhand zweier Beispiele aus den Anfangsjahren meiner untrüglichen inhabergeführten Excel-Datenbank:

 

ADOBE INC.

Realität:

01.09.05: EK 100 Stück für € 2.214.-

26.10.05: VK 100 Stück für € 2.734.-

Gewinn:  € 520.- bzw. 23,5%

==> nicht schlecht für 8 Wochen; steuerpflichtig.

Hypothese "liegen lassen":

01.09.05: EK 100 Stück für € 2.214.-

04.03.21: VK 100 Stück für € 36.902.-, Gewinn € 34.688.- bzw. 1.566,7%

==> nicht schlecht für 15 Jahre; steuerfrei.

MuM, Mensch und Maschine SE

Realität:

("Trading-Variante": 11 Trades zwischen 2005 und 2017, mittlerer Kapitaleinsatz ca. € 2.000.-)

11.03.05: EK 500 Stück für € 1.961.-

Gewinn:  € 3.003.- bzw. 153,1% ==> nicht schlecht für 12 Jahre; z.gr.T. steuerpflichtig.

Hypothese "liegen lassen":

11.03.05: EK 500 Stück für € 1.961.-

04.03.21: VK 500 Stück für € 27.127.-€,

Gewinn 25.166.- bzw. 1.283,4%

==> nicht schlecht für 16 Jahre; steuerfrei.

18.01.21: VK 500 Stück für € 33.810.-, Annahme: VK am AZH bei € 67,80.-.

Gewinn € 34.688.- bzw. 1.566,7%

==> nicht schlecht für 16 Jahre; steuerfrei.

 

Zum Umgang mit der Realität BMF a.D. P. Steinbrück einst: "Hätte, hätte, Fahrradkette."

 

Oder, wie es auf gepflegt bayrisch heißt:

"Wenn da Hund ned g'schiß'n hätt, hätt' er den Hos daloffa!"

("Hätte der Hund nicht gerade einem dringenden Bedürfnis nachgegeben, hätte er den Hasen erlaufen/erwischt.")


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Beiträge: 1306
Registriert: 12.01.2019

Hallo @stocksour ,

...ja, Zahlenwerke sind immer aussagekräftig!!!!!!!!!

Der clevere und orakelige Anleger kauft natürlich immer antizyklisch im relativen Tief und verkauft immer auf dem relativen Allzeithoch.

Nur,....diese Art Anlegertyp ist mir wissentlich noch nie über den Weg gelaufen.

Es mag sein, dass es diese  in sich wiederholenden Wellen handelnden "Min/Max-Jeti-Anleger" geben könnte, aber ich vermute mal, dass das nur Vergangenheitsbetrachtungs-Analysten sein könnten, die das rein mathematisch Zacken für Zacken mit Methoden der Differenzialrechnung als Min/Max-Aufgabenstellungen konjunktivisch haarklein ausrechnen können...., womit wir wieder den Bogen zu Peer Steinbrück und der Fahrradkette spannen können. Arbeite noch an der rheinischen Variante mit dem Hund und dem Hasen.......:).

Immerhin habe ich schon einmal etwas Amüsantes dazu ausgegraben.....:)

 

https://www.youtube.com/watch?v=TbRilwZd_6A

 

LG + noch viele AZH's for the future, die AZT's sollen uns weitestgehend erspart bleiben, damit wir besser schlafen können......

onra

 

 


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Registriert: 06.01.2017

@stocksour Lachende Frau Genau mein Ding, so macht man das, billig einkaufen, teuer verkaufen; vor allem früh anfangen Herz!! Kannste immer tief und fest bei schlafen - ich jedenfalls als bottom-line-fisher.

Irgendwann bekommt man dann Probleme - und wenn, dann sind`s Erbprobleme. Und das wichtigste: S*c*h*n*a*u*z*e  halten, der Neidfaktor lauert an jeder Ecke.

Weiter so, avanti, avanti, es gibt noch viel einzutüten, gebremst wird nicht.

Allerdings geschieht manchmal das Gegenteil. So what!? Bange machen git nicht - never!  Hugh.


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Beiträge: 1364
Registriert: 12.12.2016

@stocksour 

Deine Beispiele sprechen ja immer für die These :

tief einsteigen und dann liegen lassen.

Ich Herz auch diese Strategie.

@all

Immer funktioniert das aber auch nicht, da Börse sich an keine Regeln hält. 

Ich wundere mich immer wieder, welche Aktien steigen und welche fallen. 

Mit Qualität hat das nichts zu tun, wenigstens kurzfristig nicht. 

 

Wenn man Performance misst, ist das immer ein aktuelles Momentum.

Ich mache das mal an meinen Depotwerten deutlich:

Topgewinnner für 1 Jahr:  Rio tInto 69%, BHP 62%, 60%

Verlierer: Eon 23%, Glaxo 24%, AT&T 28%

Bei Rio Und BHP ist die Performance noch besser, da heute die Dividende abgeschlagen wurde und die Kurse um 7 bzw. 5 % niedriger notierten. 

 

Bei 6 Monaten sah einiges schon anders aus.

Top waren GE mit 109%, Anglo mit  71% und  K+S mit 70%.

Verlierer waren General Mills und Glaxo  ,minus 14,  Eon18%.

Microsoft , Dt. Post, RWE und Gilead , die zwischenzeitlich top waren landeten im Mittelfeld.

 

Und wie sehen die Tops und Flops in 3 Monaten, 6 Monaten , in einem Jahr aus? 

Wenn ich das wüsste, würde ich natürlich die zukünftigen Gewinner kaufen , vielleicht auch gehebelt, und würde die "Loser" natürlich verkaufen.

Aber ich weiß es immer noch nicht.

Deshalb verkaufe ich nur selten und nur dann , wenn ich meinem Investment keine oder weniger Chancen als einem anderen zutraue. Im Nachhinein weiß ich , ob die Entscheidung richtig oder falsch war. 

Eine Verkaufsbremse habe ich auch bei den Aktien eingerichtet, die Altbestand sind und die eine hohe Dividende haben und zu den Dividendenaristokraten zählen.

Viele Aktien zahlen auf das Investment allein eine Rendite von über 8%.

So bleibt Ko weiterhin im Depot, auch wenn sie schon lange nicht mehr gut performt.

Und soll ich jetzt GE  auf Jahreshoch verkaufen, die jetzt absolut im Trend liegt? 

Für mich war die Aktie zu höheren Kursen ein Kauf.

 

Wenn das Gesamtdepot steigt, bin ich zufrieden. In meinem Alter muss ich keinen Benckmark schlagen.

Wenn der Druck weg ist, gelingts meist viel besser.Smiley (überglücklich)Smiley (zwinkernd)

 

 


Routinierter Autor
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Registriert: 30.11.2016

Hallo @chaostrader ,

 

danke für den interessanten Beitrag.

 

Ich habe mir schon lange abgewöhnt, mich über Verluste oder entgangene Gewinne zu ärgern.

Mir brachte das keinen Mehrwert, im Gegenteil. Es vermiest einem nur die Freude über die schönen, echten (Buch-)Gewinne. An diesen sehe ich nämlich, dass ich noch einiges hätte falsch machen können....

 

Gruß, glückspilz

 


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Hallo @chaostrader  [...] Ich hab vor knapp 20 Jahren mal Apple "mit Gewinn" verkauft. Dümmste Entscheidung ever, [...] Solche Erfahrungen haben schon Viele vor dir gemacht. Ich schätze dich als Langfristanleger ein. Wenn man sich als solcher eine Aktie ins Depot legt hat man Gründe dafür gehabt. Die Erfahrung zeigt, dass dann ein Hin und Her, die Performance verdirbt und Chancen vergeben werden. Ich selber verschiebe meine Langfristinvests immer mehr in Richtung MSCI-ETFs. Ich glaube immer fester daran, dass die Weltwirtschaft noch lange wachsen wird, Wenn es nicht mehr durch Güterproduktion geht, dann bleibt noch das Dienstleistungswachstum. Investoren  und Börse werden sich noch lange nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Die werden "Wachstum" erfinden damit das lukrative Spiel weiter gehen kann.


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Hallo @erich12 [...] Der Thread ist erst ein Jahr alt und wieder sehr aktuell.[...] Da das Thema Corona ziemlich ausgelutscht ist, werden neue Säue durchs Dorf getrieben: Inflation, Rezession usw. Nicht zu vergessen, die Crashpropheten. Die haben immer Recht wenn der Faktor Zeit nicht beachtet wird.

Propheten gab es schon seit der Antike. Cassandra, Tochter des Priamos, König von Troja und seiner Frau der Hukabe hat schon als kleines Kind davon geträumt, die Zukunft voraussagen zu können. Kaum erwachsen bat sie Apollon, ihr die Kunst des Orakelns beizubringen. "Ja, wenn du dich mir für eine Nacht hingibts". "Klar doch! So soll es geschehen" sagte Cassandra keck. So geschah es auch. Aber als es ans Bezahlen ging: "Wie? Hast du wirklich geglaubt, das ich mich dir hingeben werde?". Der Lohn für diese Frechheit: "Das Orakeln kann ich dir nicht mehr nehmen, aber sooft du auch die Zukunft verkünden wirst, niemand wir dir glauben und danach wird sich niemand mehr daran erinnern, was du geweissagt hast". Und als sie vor dem hölzernen Pferd des Odyseus warnte und den Niedergang Trojas voraus sah, glaubte ihr niemand. Man verspottete sie. Und als in der Nacht, die Stadt Troja lichterloh brannte erinnerte sich niemand mehr, dass sie gewarnt hatte.

Quelle: Homer, Die Illias

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Hallo @vibou ,

....dann hör dir doch aus der Neuzeit mal Cassandra Wilson an, dann wirst du sehen und vor allen Dingen hören, ob ihr niemand glauben kann.....;).

Gut, der Gig stammt aus 1995, Montreal, aber die Frau ist heute noch viel besser, dir den Blues/Jazz einzuhauchen....:).....

 

https://www.youtube.com/watch?v=L7yuxmUbFRQ

 

LG+ + unterhaltsame Gehörprobe für starken Glauben.....

onra

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