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Das sind die Renditebringer

Aktien haben Aussicht auf höhere Erträge als Zinsprodukte. Viele Anleger investieren dabei über ETFs oder aktive Fonds.

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Wussten Sie eigentlich, ...

... wie häufig in Deutschland mit ETF-Sparplänen gespart wird?

Rund 1,9 Millionen ETF-Sparpläne wurden allein im August 2020 ausgeführt.

(Quelle: extraETF Research; Stand: 10.09.2020)

Die Wählerischen

Ein Fonds investiert in viele verschiedene Wertpapiere und ermöglicht damit eine große Risikostreuung. Bei einem aktiven Fonds bestimmen Portfoliostrategen nach eigenen Kriterien, welche Werte sie in den Fonds aufnehmen. Das können zum Beispiel Aktien sein.

 

Vorteile

Gezielte Auswahl: Fondsmanager können durch eine überlegte Auswahl an Aktien zum Beispiel Wert auf eine besonders gute Performance oder besonders geringe Schwankungen legen.

 

Hohe Flexibilität: Anlageprofis überwachen die Wertentwicklung und können das Portfolio anpassen. Sie müssen sich nicht an einen Börsenindex halten.

Nachteile

Kosten: Bei aktiven Fonds gibt es in der Regel einen Ausgabeaufschlag, der beim Kauf fällig wird. Dafür ist der Verkauf über die Fondsgesellschaft meist kostenfrei. Es fallen außerdem Verwaltungsgebühren an, um das aktive Management zu bezahlen..

 

Schwankende Kurse: Das Auf und Ab der Kurse ist bei aktiven Fonds vom Markt abhängig, aber auch vom Geschick des Fondsmanagements. Das wählt schließlich die Titel aus und entscheidet gegebenenfalls über Käufe und Verkäufe.

Die Trend-Folger

Exchange Traded Funds (ETFs) werden an der Börse gehandelt. Sie halten sich streng an einen Index. Diesen bilden sie ab, spiegeln also die Wertentwicklung eines ganzen Bündels von Wertpapieren. Zum Beispiel eines Bündels von Aktien.

 

Vorteile

Breite Streuung: Weil ETFs verschiedene Wertpapiere zugrunde liegen, fallen Kursschwankungen häufig geringer aus als bei den einzelnen Werten. Denn die Schwankungen gleichen sich gegenseitig aus.

 

Geringe Kosten: ETFs sind vergleichsweise günstig. Es gibt keinen Ausgabeaufschlag, weil ETFs über die Börse gehandelt werden. Die Verwaltungskosten sind sehr gering, denn es muss schließlich niemand z.B. für Analyse und Auswahl der Aktien bezahlt werden. Ein ETF folgt einfach seinem Index.

Nachteile

Mangelnde Flexibilität: ETFs folgen den Kursen des zugrunde liegenden Index nach oben wie nach unten. Ein ETF wird sich kaum je besser entwickeln als der dazugehörige Index.

 

Schwankende Kurse: Trotz Streuung kann natürlich auch einmal ein ganzer Index in die Knie gehen.

Der direkte Weg

Mit dem Kauf einer Aktie werden Sie Miteigentümer einer Aktiengesellschaft. Damit sind Sie auch an deren Erfolg oder Misserfolg beteiligt.

 

Vorteile

Transparenz: Sie profitieren direkt vom Wachstum und Gewinn eines Unternehmens und haben – je nach Aktie – sogar ein Stimmrecht auf der Hauptversammlung.

 

Chance auf regelmäßige Auszahlungen: Viele Unternehmen beteiligen ihre Aktionäre mit Dividenden an der Gewinnentwicklung. Das kann zu regelmäßigen Einnahmen führen.

Nachteile

Hohe Risiken: Die Kurse schwanken nicht nur im Takt der Gewinne in der Bilanz, sondern auch mit der Konjunktur und der allgemeinen Börsenentwicklung. Im schlimmsten Fall: Geht ein Unternehmen pleite, ist das Geld der Anleger weg.

 

Hoher Zeitaufwand: Eine sorgfältige Auswahl und die nötige Streuung machen die Direktanlage aufwändiger. Schließlich sollten Sie auch als Direktanleger nicht alles auf eine Karte setzen. Bei der Auswahl einzelner Wertpapiere sind Erfahrung und Knowhow besonders wichtig.

Aus dem Lexikon
  • Aktien sind Wertpapiere, die dem Inhaber dokumentieren, dass er einen Anteil an einem Unternehmen, einer sogenannten Aktiengesellschaft, besitzt. Mehr lesen

  • Einmaliges Entgelt für Beratung und Vertrieb, das beim Fondskauf erhoben und an den Vermittler weitergereicht wird. Er beträgt für Aktienfonds im Schnitt fünf, für Rentenfonds drei Prozent.

  • Als Dividende wird der Anteil am Gewinn eines Unternehmens bezeichnet, der an den Inhaber einer Aktie ausgezahlt wird. Mehr lesen

  • Exchange Traded Funds (ETFs) sind Indexabbildende Investmentfonds, die der Anleger fortlaufend über die Börse handeln kann. Mehr lesen

  • Fonds sammeln Gelder von Anlegern ein und legen es entsprechend bestimmter Richtlinien für diese an. Mehr lesen

  • Plural: Indizes. Von der Statistik geliefertes Instrument, um Preis- und Mengenbewegungen von Gütern und Wertpapieren (Aktienindex) im Zeitablauf anschaulicher darzustellen. Mehr lesen

  • Jährliches Entgelt für die Leistungen des Fondsmanagements und die technische Abwicklung sowie die Kosten für Rechenschaftsberichte und Verkaufsprospekte. Mehr lesen

Welche Vorteile überzeugen Sie besonders, welche Nachteile schrecken Sie ab? Die Antwort kann Ihnen die Richtung für Ihre Wertpapierauswahl vorgeben.

Im nächsten Kapitel erfahren Sie, wie Sie in Gold oder Rohstoffe investieren.

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