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Green2017
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Betreff: Alternative Energien, bspw- Wasserstoffaktien, keine Windrad- und Solarzellenfabrikanten

Find ich ebenfalls bemerkenswert und wertig !
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KaHa
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Registriert: 29.04.2019
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Betreff: Alternative Energien, bspw- Wasserstoffaktien, keine Windrad- und Solarzellenfabrikanten

Weniger spontan fällt mir noch "Ballard Power Systems" ein.

WKN: A0RENB

 

Hab ich schon seit 2006. Damals noch eher eine "Ideenschmiede" für alternative Treibstoffe in KFZ's in Zusammenarbeit mit Daimler u. Ford.

 

Haben aber auch kein ausgesprochenes Alleinstellungsmerkmal, denn die Mitbewerber sind u.a.:
FuelCell, USA
Plug Power, USA
PowerCell, Schweden

 

Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Ballard_Power_Systems

 

Grüsse
KaHa

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vibou
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Nachricht 13 von 15 (206 Ansichten)

Betreff: Alternative Energien, bspw- Wasserstoffaktien, keine Windrad- und Solarzellenfabrikanten

Warum denn überhaupt Wasserstoff? Um den Temperaturanstieg zu begrenzen, ist die Abkehr von der Kohle unausweichlich. In einer Studie der Fondsgesellschaft Union Investment heißt es dazu: „Die vermehrte Nutzung von Wasserstoff – gerade in der industriellen Produktion – stellt dafür eine aussichtsreiche Alternative dar.“ Diese Aussage wird von vielen geteilt, doch klar ist auch, dass die Entwicklungen in Sachen Wasserstoff ganz am Anfang stehen. Als Gründe dafür macht Union Investment die Tatsache aus, dass Wasserstoff als Energiequelle in der Produktion noch immer sehr viel teuerer ist als fossile Brennstoffe wie Kohle und Gas. Bisher habe es wenig Interesse der Privatwirtschaft gegeben, weil die Rentabilität schlichtweg fraglich war. Gleichzeitig fehle es an einer ausreichenden, finanziellen Unterstützung von öffentlicher Seite zur Förderung der Wasserstofftechnologie. Zudem werde auch immer noch über die richtige Produktionstechnologie für Wasserstoff gestritten.

Technologie ist erst am Anfang
Allein diese wenigen Aussagen zeigen, dass die Wasserstofftechnologie noch nicht ausgereift ist und Investments in diesem Bereich alles andere als risikolos sind. Der Kapitalmarkt, so schreibt Union Investment in der Studie, „wittert aber eine neue Chance“. Wasserstoff habe schon in der Vergangenheit Chancen auch am Kapitalmarkt geboten. Doch die nun verkündeten Pläne zur Förderung von Wasserstoff und den damit verbundenen Industrien erhöhen die Attraktivität für Investitionen. Dabei seien die Investitionsmöglichkeiten vielfältig. Die wichtigsten Bereiche, die von einer verstärkten Förderung und von steigenden Investitionen profitierten und sich deshalb besonders für eine Anlage anböten, lassen sich laut der Studie grob in folgende Segmente einteilen: Brennstoffzelle, Anlagenbau, Vorsorgeunternehmen und Gasproduzenten.

„Es ist eine ganze Bandbreite, die sich dem Anleger bietet“, sagt Patrick Jahnke, Fondsmanager von der Deka. Auch in den professionellen Anlegerkreisen werde das Thema Wasserstoff derzeit hoch gehandelt. „Wichtig ist, dass man sich der Risiken bewusst ist“, sagt Jahnke. Der Schlüsselbegriff: „Proof of concept“. Es mache schließlich einen Unterschied, ob ein Unternehmen schon ein echtes Produkt vorzuweisen habe oder nur ein, wenn auch vielversprechender, Hoffnungswert ist. „Der Markt schaut bei Unternehmen in der Regel nur auf einen Zeithorizont von bis zu fünf Jahren“, sagt der Fondsmanager. Spätestens dann sollte ein Unternehmen ein marktreifes Produkt vorweisen können. Wichtig sei es, auch genau in die Bilanzen zu schauen, um zu prüfen, wie viel finanzielle Reserven eine Gesellschaft in der Kasse habe.

Es lohnt sich also durchaus genauer auf die Einzelaktien zu blicken, die sich in diesem Fall tummeln. Und nicht erst seit Wirecard ist klar, dass Anleger ihre Investmententscheidung nicht nur von einer Mehrheitsmeinung abhängig machen sollten. Nur einem Trend hinterherzulaufen, ist ganz sicher keine gute Anlagestrategie.

Es gibt große Konzerne wie das deutsche Unternehmen Linde oder auch die französische Air Liquide, die Wasserstoff vorantreiben. Die Wasserstofftechnologie ist bei diesen Unternehmen ein Zukunftsthema, die Risiken dabei aber überschaubar. Denn das Hauptgeschäft machen sie mit Industriegasen aller Art.

Heiß gehandelt werden derzeit zudem die Unternehmen Powercell aus Schweden, Cerex Power aus Großbritannien oder Ballard Power aus Kanada. Auch Nel ASA, der norwegische Brennstoffzellenhersteller, wird immer wieder genannt. Der Kursverlauf dieser Aktie ist durchaus eindrucksvoll. An der Börse in Oslo hat sich der Wert des Papiers seit Mitte März praktisch verdoppelt.

Auch in Deutschland gibt es schon Unternehmen wie 2G Energy oder auch SFC Energy, die sich an Wasserstoff als Geschäftsmodell wagen. Die Aktien des Unternehmens 2G Energy, das im Jahr 2007 an die Börse ging, dümpelte nach anfänglicher Euphorie so vor sich hin. Dann machte die Gesellschaft mit einem Wasserkraftstoffwerk von sich reden – und seither sind Anleger schwer begeistert. Vom üblichen Corona-Kursrutsch abgesehen, verdoppelte sich der Aktienkurs der Gesellschaft innerhalb weniger Monate und steht nun bei knapp 70 Euro. An der Börse wird das Unternehmen mit rund 300 Millionen Euro bewertet. Das grundsätzliche Geschäftsmodell basiert auf Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen.

Wie breit das Thema „Investment in Wasserstoff“ gefasst ist, zeigt das Unternehmen Plug Power. Das Unternehmen fertigt Brennstoffzellen-Gabelstapler. Unternehmen wie Wal-Mart und Amazon sind schon an Bord. Die Gabelstapler haben den Vorteil, nicht betankt werden zu müssen und keine Abgase zu verursachen. Seit März hat sich der Plug-Power- Aktienkurs an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq fast verdreifacht und befindet sich derzeit auf knapp 9 Dollar. Die Marktkapitalisierung des amerikanischen Unternehmens beträgt damit 2,89 Milliarden Dollar.

Reine Fonds gibt es noch nicht
Wer sich beim Thema Wasserstoff nicht dem großen Risiko aussetzen möchte, auf das eine Pferd zu setzen, der dürfte sich einen Fonds wünschen. Dieser könnte mehrere Werte vereinen und so das Risiko streuen. Einen klassischen, reinen Wasserstofffonds gibt es derzeit aber noch nicht – zumindest nicht von den großen Fondsanbietern. Die Hypo-Vereinsbank bietet ein Indexzertifikat, das 17 Unternehmen beinhaltet. Hier heißt es aber erklärend: „Zu beachten ist, dass es sich bei dem Produkt um eine Schuldverschreibung der Unicredit Bank AG handelt. Man erwirbt also keine Anteile an den Unternehmen, die von dem Zertifikat abgebildet sind.

Wer Wasserstoff in seinem Depot haben will, kann den Weg über die Nachhaltigkeits- oder Umweltfonds wählen, die zuhauf aufgelegt werden. Dort ist auch das eine oder andere Wasserstoffunternehmen zu finden. Damit kann man dem Wasserstoff-Trend folgen, kann aber nachts auch gut schlafen, wenn sich dieser Hype als Blase herausstellen sollte.

Quelle: F.A.Z.
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onra
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Betreff: Alternative Energien, bspw- Wasserstoffaktien, keine Windrad- und Solarzellenfabrikanten

[ Bearbeitet ]

Hallo @hydrogens,

....zur Ergänzung zum FAZ-Artikel, zitiert von @vibou, vielleicht noch ein Hinweis auf ein 1:1 Zertifikat von Morgan Stanley, das den Index E-Mobilität Wasserstoff ( SLA8F8 ) abbildet. WKN: MC2G7Q....

Klar, natürlich auch eine Inhaberschuldverschreibung des Emittenten wie das Zertifikat der Hypo-Vereinsbank/Unicredit Bank, aber ein interessantes H2-Vehikel....Smiley (fröhlich).

 

Grüße

onra

 

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DerBietigheimer
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Betreff: Alternative Energien, bspw- Wasserstoffaktien, keine Windrad- und Solarzellenfabrikanten

Wer baut eigentlich die Radio und TV Geräte mit Handantrieb ?

 

Ich sah sowas in Afrika.   Das Radio hat eine Kurbel, die treibt einen Dynamo und der erzeugt Strom. Sehr preiswert.

 

Und dann gibt es ein halbes Fahrrad, Sitz, Triebel, Kette und Hinterrad, fest montiert mit Dynamo am Hinterrad. Erzeugt den Strom für das moderne Farb-TV Gerät.

 

Sowas nennt man Eigenenergieerzeugung bzw. akademisch Humanenergie.

 

Und fürs home-office kann man sich eine Tretanlage unter dem Schreibtisch zur Computer- und Tischlampen-Stromerzeugung einbauen lassen.

Das ist gesunde Beinarbeit, ersetzt den Arbeitsweg und ist dabei produktiv.

 

Leute, das ist ein alter Thread.

Bringt hier wieder Leben rein.  Welche Start-ups gibt es für die alternativen Energien und deren Anwendungen ?