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Aufsteiger
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Hallo Zusammen,

 

nachdem ich schon viele Jahre in Aktien, Fonds und Co. investiere, habe ich vor einem halben Jahr etwas (für mich) Neues entdeckt. Ich investiere seit dem einen Teil meines Geldes nach der Levermann Strategie (aus dem Buch "Der entspannte Weg zum Reichtum" von Susan Levermann). Da es das Buch schon etwas länger gibt, wollte ich wissen, ob andere schon länger die Strategie anwenden? Wie ist eure Erfahrung damit? Fährt man mit der Stratgie besser als mit dem jeweiligen Index?

 

Ich freue mich auf euer Feedback!

 

Grüße

Heinz

26 ANTWORTEN 26
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Aufsteiger
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Hallo Butzen,
Dein Excel-Sheet ist ja vom Feinsten!
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
Gelegentlicher Autor
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Die Analyse nach Kennzahlen ist ja an sich keine neu erfundene Sache die Levermann da beschreibt. Im Grunde genommen sind das einfach basiskentnisse und die sind einfach essentiell.  So finden wir heraus welches Unternehmen unter vergangenen wirtschaftlichen Gegebenheiten gut und effektiv gewirtschaftet hat . Das ist dann aber auch erst einmal alles! Jetzt habe ich mir die Tabelle meines Vorredners angesehen und weise hier auf folgendes hin: Kennzahlen gibt es viele , und jede versucht den Markt zu "durchschauen". Nur gibt es an der Börse einfach kein Systeme. Eher eine Herangehensweise. Das system schaffen die Großaktionäre . Sehen wir uns in der Tabelle einmal Gilead Sciences an. Hat eine solide Bilanz , gute Kennzahlen und ist ein stark kapitalisiertes unternehmen. Nun gibt es aber immer folgende Probleme:

 

wer er sich einmal ausführlicher mit bilanzanalyse beschäftigt hat weiß wie einfach es ist Die Bücher "optisch" aufzuhübschen. Versteht mich nicht falsch , einfach ist es nicht aber für einen gut bezahlten Profi der sein Fach kennt kein Problem. 

Hat man sichergestellt dass dies nicht der Fall ist und das Unternehmen trotzdem gut dasteht kann ein Privatanleger Bewertungen trotzdem nicht so deuten wie er es immer will. Es ist ein gutes Beispiel das ich genannt habe denn was sehen wir bei Gilead? Der Umsatz schrumpft , die Angst vor generika überwiegt . Was entsteht ? Eine optisch sehr niedrige "verlockende" Bewertung . Großinvestoren haben diese Firma damit offiziell erst einmal abgeschrieben. Ein Paradebeispiel für (meiner Meinung nach) wahnwitzige Blasenbildung die dem analysekonzept völlig wiederspricht ist Amazon. 

 

Wie also gehen wir am besten vor? Mein Tipp : ihr müsst Statistiken deuten können, nie zuvor hatten wir Privatanleger einen solch einfachen Zugang zu Informationen . Schaut euch Statistiken Dr letzten Jahre an, vergleicht mehrere analystenhäuser und betrachtet Vergangenheit und Zukunft . Ein wirtschaftstrend entsteht nämlich nicht von heute auf morgen, nein er bahnt sich an. Und so langsam und stetig wie er sich anbahnt so lange und länger "kann" er auch anhalten! Beispiele : ECommerce, cloud, niedrigzinsfinanzierung a la Autobranche / Immobilien ,  oder steigender Wasser und Nahrungsmittelbedarf.  Contra Beispiel : Mode , fossile Brennstoffe , oder Einzelhandel 

 

Ich hoffe ich konnte den ein oder anderen etwas motivieren bzw anregen sich nicht an einer "Methode" zu orientieren sondern das Gesamtbild zu analysieren. 


Gelegentlicher Autor
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Die Levermann Strategie ist nicht schlecht.

Wenn man 10-15 Aktien als Berufstätiger, oder  15 - 30 Aktien bei freier Zeiteinteilung hält, ist die notwendige Überwachung der Handelssignale überschaubar und nicht zu zeitaufwändig.

Für fast alle deutschen Aktien findet man die Zahlen in der Datenbank hier bei Consors.

Um nicht alle in Frage kommenden Aktien analysieren zu müssen kann man sich auf die Aktien die aktuell von seriosen Quellen, zB. Finanzzeitschriften, favorisiert werden beschränken.

Die Levermann Auf- und Absteiger werden zB auch im "Euro am Sonntag" und sicherlich auch bei anderen Quellen aufgelistet.

 

Bei eigener Analyse und eigenem Trading kommt es bei 15 Titeln etwa 12 Mal im Jahr zu einem Wechsel. Um den Kostenanteil der Trades zu minimieren sollten die Positionen schon 2250€ oder mehr betragen, wobei man auf ein Levermann Portfolio von mindestens 25 000€ kommt.

 

Es gibt auch mindestens zwei interessante Wikifolio-Zertifikate, die sich an der Levermann Strategie orientieren. Natürlich fallen da auch Kosten an, die die Rendite schmälern, andererseits kann man nicht nur die Analysearbeit, sondern auch entfallene Tradingkosten im eigenen Depot sparen.

Das Wikifolio LS9AJF wird sehr arbeitsintensiv betrieben, trotzdem fehlen dem Betreiber manchmal wichtige kursbewegende Infos, die Performance kosten.

Das zweite mir bekannte Wickifolio LS9BFX wird nur in bestimmten Intervallen neu abgestimmt, trotzdem ist die Performance beachtlich gut.

Die Verwalter der Wickifolios haben den Vorteil, dass Sie bei Transaktionen innerhalb ihrer Wickifolios keine Kosten haben, dadurch können sie kleine Teil-Ver- und Ankäufe tätigen, um die gleichmäßige Kapitalverteilung einzuhalten.

Da die Wickifolios recht viel Fremdkapital verwalten, besteht natürlich für den Manager ein gewisser Druck, hoch investiert zu sein. Deshalb sind zwischenzeitlich auch schon Kursrückschläge von 20%, bzw 27% eingetreten. Insgesamt können die beiden genannten Wickis aber eine gute Rendite aufweisen.

 

Die Levermann-Auswahl hat aber einen Schwachpunkt, den ich nicht ausblenden möchte. Sie sucht nach unterbewerteten Aktien. Unternehmen können aber auch zu Recht schwach bewertet sein, wenn sich die Marktsituation verschlechtert hat oder andere Probleme vorliegen. Nur nach Levermann-Kennzahlen investiert man dann eventuell in ein stagnierendes Unternehmen. 

 

Trotz guter Levermann-Kennzahlen sollte man im eigenen Depot nur ich Unternehmen investieren, die man kennt, und zu welchen man Vertrauen hat. Es ist besser, mal ein Geschäft auszuschlagen, als ein zu großes Risiko einzugehen.

 

Letztendlich kann man mit der Levermann Strategie aus einem Bärenmarkt auch keinen Bullenmarkt machen.

Im Levermann Depot fallen die Kurse der Kursraketen von gestern schneller als der Markt, und die konservativen Papiere fallen nur leicht schwächer als der Markt.

Deshalb sollte man auch Stopkurse setzen und beachten sowie in schwachen Marktphasen freies Kapital nicht sofort wieder investieren.

hsg

 

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Hi,

könntest du deine Excel Datei fürs Levermann Screening posten?

DAnke

gatowman

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Hallo zusammen,

 

ich habe das Buch ebenfalls gelesen und es hat mich begeistert. Als Informatiker hat mich die Automatisierung gereizt. Daher habe ich eine kleine kostenlose Webseite, names aktien.guide geschrieben, welche die Levermann Analyse einmal wöchentlich (immer Freitag nach Börsenschluss) anhand öffentlich zugänglicher Kennzahlen automatisiert durchführt. Momentan werden DAX, MDAX, SDAX, TecDAX, SMI, SMIM und ATX analysiert. Weitere Indizes werden demnächst dazu kommen. 

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Vielen, vielen Dank für deinen Service und deiner Levermann Seite, danke.

Gruß Gatowman
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Wow, super, sowas habe ich gesucht,
wie oft wird die Seite aktualisiert? Monatlich?
Wann kommen die US Indexe dazu?
Danke Gatowman
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Hallo Gatowman,

 

Freut mich, dass dir aktien.guide gefällt. Die Berechnungen finden wöchentlich statt, jeweils zum Ende der Woche. US Indexe sind auch geplant, aber gib mir etwas Zeit 😉 

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Grüß dich! 

 

Es gibt bereits eine Excel Tabelle zum kostenlosen herunterladen im Blog von Frau Petra Wolff. 

 

Ich finde ihre und auch deine Arbeti absolut spitzenmäßig. Wäre nur Toll wenn alle deutschen börsennotierten Unternehmen dabei wären. Oder man könnte es so handhaben wir in Frau Wolffs Excel Tabelle (also manueller Input)

 

Beste Grüße

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Ah super, hast du evtl. den Link dazu? Daaanke
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