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Steuerfreibetrag nutzen - Teil der Aktien verkaufen?

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Hallo, 

durch den Beitrag von SuperKnuffel "Steuerfreibetrag nutzen - passive Anlage in thesaurierende ETFs - zum Jahresende Verkaufen und gleich wieder Kaufen?" hab ich grad mal über den Sachverhalt nachgedacht und auf meine Aktien übertragen.

 

Macht es Sinn einen Teil seiner Aktien vor Jahresende zu verkaufen um den bis dahin nicht ausgeschäpften Freibetrag zu nutzen und anschließend gleich wieder zu kaufen? Der Verkauf sollte natürlich nicht auf den letzten Drücker passieren sondern zu einem gut kalkulierten Zeitpunkt (abhängig von der Kurssituation).

Ich rede hier auch eher von liquiden Aktien die innerhalb kurzer Zeitspanne keiner so großen Kursvolatilität unterliegen (sollten).

 

Ich weiß, das kann man sich ja theoretisch ausrechen. Wollte nur mal in die Runde fragen, ob ich hierbei einen wesentlichen Punkt übersehe.

 

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
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Rechne einfach mal mit den Nettowerten e.g. ohne Aufstockung und du wirst erstaunt sein...trust your numbers 😉
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
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Ah ok, ich glaube ich weiß was du meinst.
Das hat bereits jemand im Sheet angepasst (evtl. Du?).
Jetzt dürfte es deinen Anmerkungen entsprechend passen.

Sind ja dennoch rund 200 EUR Ersparnis im Jahr 1-2 bzw. 400 EUR im Jahr 1-3.
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
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Ich habe das mal ausgerechnet und stelle den Screenshot hier rein. Musst halt nur warten bis die Grafik geprüft wurde.

B&H-KV bedeutet den Nettogewinn von Buy&Hold minus Nettogewinn aus Kaufen und Verkaufen.

Steuerrel = die steuerrelevante Summe

steuervergleich-buyundholdvskaufverkauf.PNG

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
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Ich sag mal so!

Wenn man im Jahr der St.- Erklärung keine  Einnahmen aus Kapitalerträgen hat oder sie nicht realisiert, dann verfällt der Freibetrag. Das heißt m.E. wenn man Gewinne in dieser Höhe realisieren kann und es nicht tut, verschenkt man ( die  Order Gebühren, sowie die KiSt. und den Soli jetzt nicht berücksichtigt ) 25 % seines Kapitalertrages.

Die Hochrechnungen über Jahre an der Börse kann man getrost vergessen. Vielleicht kann man den selben Wert am nächsten Tag für € 10,80 wieder kaufen.

Falls ich nicht Richtig liege, lasst es mich bitte Wissen.

Gruß aldebaran


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Stimmt das so?

 

bnh    
DatumAktienanzahlAktienkursAktienkapitalKostenKapitalG/V vor StSteuernG/V n St
01.01.17200102000     
31.12.19200408000-107.990,005.990,001.297,254.692,75
         
Kurs steigt, Aktien werden jedes Jahr verkauft    
DatumAktienanzahlAktienkursAktienkapitalKostenKapitalG/V vor StSteuernG/V n St
01.01.17200102000     
31.12.17200204000-203.980,001.980,00294,751.685,25
01.01.18199203980     
31.12.18199305970-205.950,001.970,00292,251.677,75
01.01.19198,3333305949,999     
31.12.19198,3333407933,332-107.923,331.973,33293,081.680,25
      5.923,33880,085.043,25
         
Kurs sinkt, Aktien werden gehalten    
DatumAktienanzahlAktienkursAktienkapitalKostenKapitalG/V vor StSteuernG/V n St
01.01.17200102000     
31.12.17200204000-203.980,001.980,00294,751.685,25
01.01.18199203980     
31.12.18199152985     
01.01.19199152985     
31.12.19199407960-107.950,004.965,001.041,003.924,00
      6.945,001.335,755.609,25
Kurs sinkt, Aktien werden verkauft    
DatumAktienanzahlAktienkursAktienkapitalKostenKapitalG/V vor StSteuernG/V n St
01.01.17200102000     
31.12.17200204000-203.980,001.980,00294,751.685,25
01.01.18199203980     
31.12.18199152985-202.965,00-1.015,000,00-1.015,00
01.01.19197,6666666667152965     
31.12.19197,6666666667407906,6666666667-107.896,674.931,67778,924.152,75
      5.896,671.073,674.823,00

 

 

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Bei erfahrenen Börsianern gilt der Grundsatz:

Aktienhandel zwecks Steuerersparnis bringt Verluste.

Mit Steuersparmodellen wurden und werden immer wieder Kunden geködert und aufs Kreuz gelegt.

 

Hier geht es ja nicht um ein solches Modell, hier will man ja nur einen Steuerfreibetrag ausnützen , der sonst verfällt.

Wer so etwas überlegt, dessen Anlagevermögen kann bei einem Freibetrag von 801€ nicht besonders hoch sein.

Da ist die Frage erlaubt: Lohnt in diesem Fall Investieren in Einzelaktien?

 

Aktien sind Risikopapiere und somit ist eine ausreichende Diversifikation oberste Aktionärspflicht.

Wie der Aktienmarkt und die einzelnen Aktien sich innerhalb eines Jahres entwickeln, weiß keiner , sicherlich kein Anfänger.

 

Jeder Kauf bzw. Verkauf kostet Gebühren und bei Gewinnen Abgeltungssteuer.

"Sandkastenspiele" , auch wenn sie ernsthaft betrieben werden, bringen nichts, denn sie können nicht die psychologische Verfassung des Anlegers berücksichtigen.

 

Wie reagiert ein unerfahrener Anleger auf steigende und vor allem auf sinkende Kurse?

Die meisten reagieren absolut falsch. Bei Anstieg packt sie die Gier, bei Kursverfall die Angst.

Wer diese urmenschlichen Triebe im Griff hat, kann sich auch mit Steuern sparen beschäftigen.

Dann geht es aber nicht mehr darum, wie man den Steuerfreibetrag voll ausnützen kann.

 

"Hin und Her macht Taschen leer. "

Nur eine Langfristanlage mit guten Dividendenwerten bietet die beste Chance für einen erfolgreichen Vermögensaufbau.

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Habe dazu noch etwas gefunden:

 

https://www.finanzwesir.com/blog/steuern-optimieren-aufwand

 

Die Kommentare zu dem Beitrag finde ich auch nicht ganz uninteressant.

 

Grüße

SuperKnuffel Smiley (fröhlich)

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Deine Rechnung stimmt so nicht.

Beim Kauf fallen gebühren an, die den Einstiegskurs bestimmen. Du kaufst 200 Stück für 10 Euro . Dabei fallen nach Consors Gebühren von ungefähr 10 € an. Du hättest somit Aktien für 2010 € gekauft.

Du verkaufst die Aktien zu einem Kurs von 20 €. Ergibt 4000€ - 20€ Gebühr = 3980€.

Der brutto GuV wäre somit 3980-2010=1970€.

Durch deinen Freibetrag stehen dir diese 3980 € wieder zur Verfügung, Hierfür bekommst du aber nur noch 198 Stück zu 20 €, da du ja auch fast 20€ Gebühren hast.

 

Diese ganze steuerliche Betrachtung ist aber nur wirklich erfolgreich, wenn du zu einem niedriegeren Einstiegskurs die neuen Anteile kaufen kannst und so vom erwirtschafteten Betrag wieder alle Kosten decken kannst ohne die Stückzahl zu minimieren. Da niemand garantieren kann den Neukauf zu einem günstigeren Kurs zu bekommen ist es aus der Sicht den Freibetrag ausnutzen zu wollen eher nur ein Glückspiel.

Das ganze aus Sicht eines Investors oder Traders kann wiederum erfolgreich sein. HIer reagiert man auf Nachrichten oder den Chart und kann zumindest theoretisch mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit die kurz- oder mittelfristiege Entwicklung erahnen.

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"Bei erfahrenen Börsianern gilt der Grundsatz:
Aktienhandel zwecks Steuerersparnis bringt Verluste."

Ein paar Dutzend **bleep**-Ex-Investoren in New York lachen sich nach dem Lesen des Satzes krumm 😉
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@urvater

 

hab die ersten Kaufkosten außer acht gelassen...

aber darum geht es ja hier nicht. Ich habe das online gestellt weil es mich selber interessiert hat und man kann erkennen, es hängt start davon ab wie sich die Kurse entwickeln (oh welche Erkenntnis).

 

Jeder investiert doch um seinen Kapitalstock größer werden zu lassen und nicht um möglichst viel Steuern zu sparen. Denke da gibt es andere Möglichkeiten wenn der Kapitalstock dann groß genug ist.

 

 

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