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Enthusiast
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Hallo, 

durch den Beitrag von SuperKnuffel "Steuerfreibetrag nutzen - passive Anlage in thesaurierende ETFs - zum Jahresende Verkaufen und gleich wieder Kaufen?" hab ich grad mal über den Sachverhalt nachgedacht und auf meine Aktien übertragen.

 

Macht es Sinn einen Teil seiner Aktien vor Jahresende zu verkaufen um den bis dahin nicht ausgeschäpften Freibetrag zu nutzen und anschließend gleich wieder zu kaufen? Der Verkauf sollte natürlich nicht auf den letzten Drücker passieren sondern zu einem gut kalkulierten Zeitpunkt (abhängig von der Kurssituation).

Ich rede hier auch eher von liquiden Aktien die innerhalb kurzer Zeitspanne keiner so großen Kursvolatilität unterliegen (sollten).

 

Ich weiß, das kann man sich ja theoretisch ausrechen. Wollte nur mal in die Runde fragen, ob ich hierbei einen wesentlichen Punkt übersehe.

 

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
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Ich hab mal eine Beispielrechnung aufgestellt (Freistellungsauftrag 1.601 €):

 

Kauf: 800 Stk.  /  Kurs = 10,00 €  /  Gesamt (inkl. 30€ Geb.) = 8.030 €

Verkauf: 800 Stk.  /  Kurs = 12,00 €  /  Gesamt (inkl. 30€ Geb.) = 9.630 €

Gewinn = 1.600 €  --> daraus theoretisch gesparte KapESt = 400 €

Neukauf: 800 Stk.  /  Kurs = 12,20 €  /  Gesamt (inkl. 30€ Geb.) = 9.790 €

Daraus resultierender Kursverlust = 160 € + Geb. 30 € = 190 €

 

 

Vorteil der ganzen Akteion wären nach meiner Rechnung 210 €. Kann das sein oder übersehe ich hier etwas?

 

Des weiteren noch die Frage, ob man nicht zeitgleich verkaufen und kaufen könnte bzw. zumindest innerhalb einiger Stunden (z.B. früh und mittag)? Dann würde man eventuellen Kursschwankungen etwas entgegenwirken können. Beispielsweise ist der Spread bei der von mir anvisierten Aktie 1 Cent.

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Milchmädchenrechnung.
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und sogar noch eine falsch gerechnete MIlchmädchenrechnung 😉
"Verkauf: 800 Stk. / Kurs = 12,00 € / Gesamt (inkl. 30€ Geb.) = 9.630 €" - Verkauf mindert die Summe e.g. 9600 EUR - 30 EUR = 9570 EUR
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Im Prinzip stimmt deine Rechnung, aber nur wenn du sonst keine Kapitalerträge, z. B aus Dividenden etc., hast. Dein Vorteil wird noch größer, wenn du beim Spread von 1 ct für 12,21€ kaufst und es müssen künftig nur Gewinne über 12,21 versteuert werden.

Wenn nicht alle Aktien gleichzeitig gekauft wurden, ist noch das first in -first out Prinzip zu beachten.

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Da war ich wohl etwas zu schnell Smiley (Zunge)

 

Aber auch dann würde es doch noch von Vorteil sein, den Freibetrag auszunutzen.

 

Wieso Milchmädchenrechnung? Ich stehe genau vor so einer Situation. Ich könnte heute quasi verkaufen und zum gleichen Kurs kaufen und könnte dadurch meinen Freibetrag ausnutzen.

 

Mir geht es ja nur um die prinzipielle Möglichkeit. Dass man das dann individuell für sich rechnen muss ist klar. Aber das obige Beispiel ist gar nicht so weit von meinem "echten" Fall entfernt. Wollte nur mal wissen, ob ich einen Denkfehler habe (z.B. Gebühren falsch berechnet ;))

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Ok, du hast KapSt "ausgeschöpft", aber real Geld verloren. Du kannst nicht die "theoretisch" eingesparte KapSt. gegen die realen Verluste aufrechnen. Real bist du jetzt 220 EUR ärmer...
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Mh.. irgendwie nicht ganz so einfach das Thema wenn man mal genauer drüber nachdenkt.
Man hat doch aber einen Gewinn realisiert und dafür keine Steuern gezahlt. Wenn man die Aktien dann im beispielsweise 3. Jahr verkauft zahlt man ja dafür auch weniger Steuer, da man ja einen "höheren" Einstand hatte (durch Ver- und Wiederkauf im 2. Jahr).
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Bei einem Spread von 1 cent hat er einen Aufwand von 2 mal 30€ Kauf- und Verkaufsgebühren und 8 € für den Spread. Durch diese 68€ hat er 400€ an Steuern gespart, die jedoch erst bei einem späteren Verkauf zum tragen kommen, wenn der Kurs weiter steigt.

Wenn der Kurs gleich bleibt, war es natürlich ein VerlustgeschäftSmiley (fröhlich)

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Ich glaube das ist der springende Punkt: Der Kurs muss natürlich weiter steigen. Dann führt das auch zu einem finanziellen Vorteil dieser Aktion.
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