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Etf Portfolio (Altersversorgung)

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Gelegentlicher Autor
Beiträge: 13
Registriert: 12.07.2015

Hallo,

ich bin derzeit dabei mir ein langfristiges Portfolio für die Altersvorsorge zu erstellen.
Laufzeit 30 Jahre monatliche Sparbeiträge 150 - 250 Euro.

 

Ich würde mich gerne auf "ausschüttende" ETF´s beschränken.
Derzeit würde ich wie folgt verteilen.

MSCI World 40%
MSCI Emerging Markets 15%
iShares European Property Yield UCITS ETF 15% (od. iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF)

 


Euro Government Bond 15%
iShares $ Corporate Bond UCITS ETF 15%

Was denkt ihr darüber? Sollte was ergänzt oder gestrichen werden?

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
Enthusiast
Beiträge: 180
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Kein Ausgabeaufschlag aber doch nur bei FondStars und nur im Aktionszeitraum. Oder liege ich da falsch?

 

MfG Iceman1981

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
Gelegentlicher Autor
Beiträge: 13
Registriert: 12.07.2015

Es gibt verschiedene Vermittler, die einen Rabatt von 100% auf alle  Fonds bei der Consors anbieten. Findet man über "google". Weiß nicht ob man Namen nennen darf 🙂

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
Enthusiast
Beiträge: 180
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Raus mit der Sprache, mucki 🙂

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
Gelegentlicher Autor
Beiträge: 13
Registriert: 12.07.2015

Mein Depot bei Consors läuft z.B: über den Finanzvermittler AVL. Aber es gibt mehrere.

 

LG


Gelegentlicher Autor
Beiträge: 13
Registriert: 12.07.2015

Was das andere Thema betrifft aktive oder passive Fonds:

 

Meiner Meinung nach sind Etfs für lange Laufzeiten eher geeingnet als die aktiven Fonds.

Das von mir im ersten Beitag beschriebene Depot soll rein für die Altersvorsorge sein und ist auf etwa 30+ Jahre ausgelegt. Glaubt man den Statistiken, würden über diesen Zeitraum aktive Fonds kaum besser abschneiden.

 

Der MSCI World passt sich automatisch an, daher muss man selbst bis auf das rebalance der Gewichtung keine Depotpositionen tauschen. (wer weiß schon ob in 15 Jahren die USA dort noch mit 50% gewichtet sind oder China)

Bei aktiven Fonds müsste man das ggf. schon. Allgemein ist der Aufwand deutlich höher.

Den irgendwas will man ja im Idealfall nachbilden um das Risiko zu streuen.

 

Für kurzfristigere Anlagen ( -10 Jahre ) mit der Bereitschaft sich selbst mehrmals die Woche mit den Märkten zu befassen sowie häufigeres Umschichten in Kauf zu nehmen können die aktiven Fonds besser sein.

 

Ich persönlich habe in meinem zweiten Depot welches deutlich kürzer laufen wird.

Als ETF die USA (S&P) , Europa (Stoxx600) sowie Japan (Nikkei) drin.

Alles andere sind aktive Fonds wie z.B. First State Asia Pacific, Threadneedle European Smaller Companies, Comgest Growth Emerging Markets EUR Dis, Threadneedle China Opportunities Fund, Frontier Markets usw..

Hier kann und möchte ich ggf. auch aussteigen.

 

Das möchte ich bei dem AV Depot eben nicht.

Ob das die richtige Strategie war sehe ich dann in 30 Jahren 😛

 

LG

 

 

 

 

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
Routinierter Autor
Beiträge: 119
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Hallo mucki, Ja es ist durchaus verständlich dich langfristig der Vorzüge von ETFs anzunehmen. Auf der anderen Seite bevorzugst du aktiv gemanagte Fonds...Warum langfristig so...mittelfristig aber anders? Ich splitte da nicht und konzentriere mich darauf, Manager zu finden, die in der Lage sind Benchmarks zu übertreffen...Hier telefoniere ich auch desöfteren mit Fondsmanagern selber. Nur so kann ich mir ein Bild über Anlageerfolg, Strategien etc. machen.....Es ist idR.kein Problem an die jeweiligen Manager ranzukommen. Auch Eckardt Sauren beweist in seinen Dachfonds regelmäßig, das aktives Investment zu Überrenditen führen kann.

Gelegentlicher Autor
Beiträge: 14
Registriert: 08.04.2015

Die Diskussion ob man nun in aktiv oder passive Fondsinvestments investiert ist wohl so alt, wie beide Produktkategorien nebeneinander exisiteren. Und besonders bei vielen Banken und Versicherungen hört man das Wort "ETF" meist nicht besonders gern, da damit für das vermittelnde Institut eben so gut wie kein Geld zu verdienen ist. Anders verhält es sich bei Fondsgesellschaften mit aktiv gemanagten Fonds, wo die vermittelnde Bank oft den kompletten Ausgabeaufschlag zzgl. eines nicht unerheblichen Teils der Verwaltungsvergütung ausgezahlt bekommt. Hinzu kommen bei einigen Verbandsinstituten noch individuelle Zielvereinbarungen, also Bank X soll im Jahr 2016 X-EUR-Volumen des X-Fonds verkaufen, dann erhält sie dafür eine weitere Sondergratifikation meist in großer Millionenhöhe der jeweiligen Fondsgesellschaft.

 

Irgendjemand muss das Ganze natürlich bezahlen und sie dürfen jetzt einmal raten, wer das ist...?

 

Für den Fall, dass dies jemand als ausschließliches Plädoyer für ETF-Lösungen sieht, der irrt, denn wie Fondstar ja bereits beschrieben hat, gibt es

 

a.) auch Depot-Modelle wo Kosten rückerstattet werden und

b.) es gerade bei kleineren Fondsboutiquen sehr interessante Angebote von talentierten Fondsmanagern gibt.

 

Wie ebenfalls von Fondstar bereits erwähnt kommen hier bsp. auch die Dachfonds von Eckehard Sauren in Frage.

 

Er hat dazu auch ein tollens Buch "Das Sauren Fonds Konzept" geschrieben, welches sehr eindrucksvoll erläutert, worin die Vorteile liegen den Fokus auf den Fondsmanager zu legen und nicht auf den Fonds.

 

Bei Dachfonds sind leider die internen Gebühren oft sehr hoch, nicht selten bei runden 3% p.a. was man natürlich evtl. mit zusätzlichem Ausgabeaufschlag erstmal verdienen muss. Trotzdem und gerade bei Nebenwerten ist ein vernünftiges Stockpicking unerlässlich und das kann ein Indexfonds nun einmal nicht leisten. Dafür sind sie auch nicht konzipiert.

 

Man sollte bei Indexfonds auch genau wissen in welche Form eines ETF man gerade investiert. Ist es ein physischer oder ein synthetischer ETF? Meiner Meinung nach ist das von ganz erheblicher Bedeutung, denn die synthetischen ETFs tragen ein gewaltiges zusätzliches Risikopotential in sich, nämlich den Ausfall des sog. Swap-Kontrahenten. Lt. aktueller Gesetzeslage soll dieses Risiko wohl auf max. 10% des Fondsvolumens beschränkt, was an sich ja schon erheblich und vor allem zweistellig ist, jedoch ist auch nicht garantiert, dass sich das vor allem in Krisenzeiten nicht ändern kann.

 

Bei physischen ETFs sollte man sich vielleicht auch mit dem Thema Wertpapierleihe auseinandersetzen und sich erkundigen ob im aktuellen Produkt solche Geschäfte gemacht werden.

Oftmals machen Anbietern von ETFs diese Geschäfte um die Underperformance zum Index aufgrund der internen Kosten zu verkleinern oder im optimalen Fall auszunullen. Das gelingt in letzterem Fall allerdings recht selten.

 

Trotzdem finde ich sollte man bei individuellen Anlageentscheidungen immer beide Fondskonzepte mit in die Entscheidung einbeziehen und für sich das Beste herausziehen.

 

Ein gutes Depot kann durchaus gemischt sein mit ETFs und aktiv gemanagten Fonds(mache ich auch selbst so) und ggf. um weitere Produktkategorien ergänzt.

 

Ist ja bei der Consorsbank alles ohne weiteres möglich, sogar mit Sparplänen mit durchaus respektablen Konditionen.

 

Ich könnte jetzt noch einen ergänzenden Roman zum Thema "Risiken und Nebenwirkungen" bei aktiv gemanagten Fonds schreiben, aber dazu vielleicht an einem anderen Punkt mehr.


Routinierter Autor
Beiträge: 144
Registriert: 11.05.2014

 @immermalanders

 

ich würde bei diesem langen Anlagezeitraum auf den VaR keinen Wert legen. Dieser wurde ursprünglich entwickelt, um das Risiko für einen Zeitraum von ca. 10-12 Tagen messbar zu machen.

 

Über einen Zeitraum von 30 Jahren (und auch wesentlich kürzer) ist er IMHO nichtsaussagend, da das Modell eine statistische Normalverteilung voraussetzt. Unvorhergesehene und die Finanzmärkte aufwirbelnde Ereignisse kommen aber in der Realität häufiger vor, als es in der Kennzahl modelliert wird.

Außerdem ist er mit doppelter Vorsicht zu genießen, da die Höhe des Worst Case unbestimmt bleibt...

 

Für mich bleibt da ein gewisser negativer Touch, der den Privatanleger in falscher Sicherheit wiegt.

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