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So tickt das Gehirn bei der Geldanlage

„Ruhe bewahren“ - Sie kennen die Schilder: In Aufzügen zum Beispiel lautet so der Rat für den Fall, dass diese steckenbleiben. Wenn es dann tatsächlich dazu kommt, sicher leichter gesagt als getan. Unser Gehirn ist für die Vernunft zuständig. Aber es besteht physiologisch auch aus Teilen, die aus frühen Zeiten der Evolution stammen. In unsicheren Situationen schrillen deshalb die Alarmglocken und die Panik setzt ein. Das lässt sich nicht so einfach ausschalten.

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Wussten Sie eigentlich, ...

... warum Sie beim Ordern nicht nur das Smartphone nutzen sollten?

Schnelle Verfügbarkeit verleitet offenbar zu impulsiverem Handeln. Nach Auswertungen der Consorsbank erzielten Anleger, die ausschließlich über Apps gehandelt haben, 2020 im Schnitt rund 4,5 Prozent weniger Rendite als Anleger, die dazu auch mal den Browser im Laptop benutzten.

Zwischen Gier und Panik

Die Märkte spiegeln nicht nur Bilanzen oder mathematische Modelle zur Prognose künftiger Entwicklung, sondern auch Emotionen. Ein ganz vernünftiger Optimismus kann bei stark steigenden Kursen allzu schnell in irrationale Gier umschlagen – und umgekehrt eine gesunde Skepsis in schiere Panik. So kommt es immer wieder zu Übertreibungen in die eine oder andere Richtung.

Aus dem Lexikon
  • Zeitraum, während dem eine bestimmte Summe nicht benötigt wird und daher investiert werden kann. Der Anlagehorizont sollte auch auf die Risikobereitschaft des Anlegers abgestimmt sein. Das Spektrum reicht von Geldmarktfonds mit einigen Monaten Anlagehorizont über Anleihefonds mit etwa drei Jahren bis hin zu Aktienfonds mit möglichst fünf Jahren oder mehr als Anlagehorizont.

  • Unter einer Anlagestrategie versteht man die systematische Auswahl und Mischung von Kapitalanlagen. Die Anlagestrategie eines Investors wird durch diverse Umstände und Risiken, wie Konjunkturlage oder Zinsentwicklung sowie durch die persönliche Einstellung des Anlegers beeinflusst.Mehr lesen

  • Wertpapiere kann man bestimmten Risikoklassen zuordnen. Diese Risikoklassen sollen Ihnen dabei helfen, die Wertpapiere zu finden, die zu Ihren Anlagezielen passen. Folgende Einteilung ist allgemein zu betrachten, da eine Risikoklasse viele Faktoren berücksichtigt, welche sich theoretisch jederzeit ändern können.Mehr lesen

Typisches Verhalten von Anlegern am Aktienmarkt

Nach einer Idee vom VZ VermögensZentrum Grafik: DIA

Bleiben Sie beim Plan

Um sich nicht durch spontane Impulse leiten zu lassen, sondern von den vernünftigeren Regionen des Gehirns: Legen Sie sich dann einen Plan zurecht, wenn sie weder von zu großer Euphorie noch von Panik beherrscht sind. Dazu gehören vor allem Ihr Anlagehorizont und Ihr Risikoprofil: Wie lange wollen Sie das Geld anlegen? Welche Kursschwankungen nehmen Sie in Kauf? Führen Sie sich vor Augen: Selbst wenn unsicher bleibt, wann genau die Auf- und Abschwünge jeweils einsetzen und wie lange sie dauern: Gewiss ist, dass sie sich abwechseln. Wie Sie Ihr Depot „wetterfester“ machen können, erfahren Sie in der zweiten Lerneinheit.

 

Im nächsten Kapitel lernen Sie einige Signale kennen, die Ihnen bei der Orientierung helfen.

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