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Wie sich die Konjunktur bewegt

Der Singular führt eigentlich in die Irre: Die Wirtschaft – das sind in Deutschland über 83 Millionen Konsumenten und rund 3,6 Millionen Unternehmen mit circa 35 Millionen Beschäftigten. Deren wirtschaftliche Leistung wird zum Beispiel mithilfe des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gemessen. Das BIP spiegelt den Wert der im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen nach Abzug aller Vorleistungen.

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Wussten Sie eigentlich, ...

... wie viele Unternehmen weltweit an Börsen gelistet sind?

Nach Zahlen der World Federation of Exchanges waren 2020 insgesamt rund 48.000 Unternehmen an Aktienbörsen gelistet.

Tempowechsel der Wirtschaft

Im Jahr 2020 lag das Bruttoinlandsprodukt bei rund 3,3 Billionen Euro. Im Jahr 1991 war es mit rund 1,6 Billionen Euro nicht einmal die Hälfte. Selbst wenn sich aber die wirtschaftliche Leistung in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt hat: Der Weg dorthin verlief nicht gradlinig. Kaufen Verbraucher oder halten sie sich zurück? Steigen die Löhne oder sinken sie? Investieren Unternehmen oder bauen sie Kapazitäten ab? Weil Faktoren wie diese sich immer wieder verändern, bewegt sich die Konjunktur mal nach oben und mal nach unten. So ging im Jahr 2020 das Bruttoinlandsprodukt um 4,9 Prozent zurück, denn die Corona-Pandemie reduzierte die Wirtschaftsleistung erheblich.

 
Bruttoinlandsprodukt, preisbereinigt
Veränderungen gegenüber dem Vorjahr in %

Wo stehen wir gerade?

Das BIP zeigt die Entwicklung im Rückspiegel. Um zu beschreiben, wo die Wirtschaft aktuell gerade steht und in welche Richtung sie sich bewegt, greifen Ökonomen häufig auf ein Vier-Phasen-Schema zurück: Aufschwung, Boom, Abschwung, Rezession. Die bildet unter anderem die „Konjunktur-Uhr“ des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung ab. Dieser Indikator orientiert sich am sogenannten Auslastungsgrad der Volkswirtschaft. Der misst die Abweichung des Bruttoinlandsprodukts von seinem langfristigen Produktionspotenzial, in gewissem Sinne seiner Kapazität.

 
Vier-Phasen-Schema

Konjunktur und Märkte

Für den Blick nach vorn liefert das Institut auch regelmäßig den ifo Geschäftsklimaindex, einen der bedeutendsten Konjunkturindikatoren für die deutsche Wirtschaft. Die teilnehmenden Unternehmen beurteilen dafür ihre gegenwärtige Geschäftslage und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate. Solche Kennzahlen zur Konjunktur beobachten auch viele Investoren ganz genau. Allerdings lässt sich an Konjunkturdaten nicht ablesen, in welche Richtung sich die Aktienmärkte bewegen. So sank zum Beispiel 2020 zwar das BIP, doch der Börsenindex DAX schloss auf Jahressicht mit einem Plus von immerhin noch 3,5 Prozent. Ein Grund für solche Abweichungen ist unter anderem, dass nicht alle Unternehmen an der Börse gelistet sind und diese nicht die ganze Wirtschaft spiegelt. Außerdem ist der Blick der Investoren in die Zukunft gerichtet.

 

Im nächsten Kapitel erfahren Sie, was ein Bullen- und was ein Bärenmarkt ist.

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