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Immobilien: Warum und wie investieren?

Für viele ist ein Investment in Immobilien gleichbedeutend mit dem Kauf einer Wohnung oder dem Hausbau. Wenn es aber um die Geldanlage geht, nicht um das eigene Wohnen, ist das nur eine von mehreren Alternativen.

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Erst Burgen und Schlösser, dann Bürger- und Handelshäuser: Über Jahrhunderte war Grundbesitz der Gradmesser für Reichtum. Mit der Entwicklung der Finanzmärkte haben sich die Möglichkeiten für den Vermögensaufbau erweitert. Als klassische Anlageinstrumente gelten nun Aktien und Anleihen. Ein Schattendasein fristen Immobilien bei Anlegern dennoch nicht: Sie gehören weiter zu den gefragtesten Formen der Vermögensbildung und der Geldanlage.

Wussten Sie eigentlich, ...

... welchen Wert der globale Immobilienbestand hat?

Auf rund 217 Billionen US-Dollar hat die Immobilienberatung Savills den Wert des globalen Immobilienbestands im Jahr 2018 geschätzt, davon 81 Billionen handelbar. Den Berechnungen der Experten zufolge lag der Wert aller Aktien zu dem Zeitpunkt bei rund 55 Billionen US-Dollar und der von Anleihen bei rund 94 Billionen US-Dollar.

Immobilieninvestments haben beim Verhältnis von Rendite und Risiko ein besonderes Profil. Das zeigt unter anderem eine Langfrist-Studie mehrerer Wissenschaftler („The Rate of Return on Everything, 1870 – 2015“). Der zufolge haben Wohnimmobilien und Aktien im historischen Durchschnitt sehr ähnliche und hohe reale Gesamtgewinne erzielt. In der jüngeren Geschichte lagen Aktien bei der Rendite zwar etwas weiter vorne, allerdings nur auf Kosten höherer Wertschwankungen.

Wertstabilität gefragt

Stabilität ist das Stichwort, das bei vielen Privatanlegern eng mit der Geldanlage in Immobilien verbunden ist. Die Spannbreite der Möglichkeiten, an Immobilien als Anlageklasse zu partizipieren, ist inzwischen sehr groß. Sie reicht von Eigentumswohnungen über offene Immobilienfonds und spezielle Aktien bis zum Crowdinvesting.

Welcher Weg für die eigenen Mittel und Zwecke geeignet ist, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Um sich der Antwort systematisch zu nähern, kann man sich an den Aspekten Rendite, Risiko und Flexibilität orientieren.

1) Rendite:

Zwei potenzielle Ertragsquellen können Immobilieninvestments attraktiv machen: laufende Mieteinnahmen und Wertsteigerungen. In den vergangenen Jahren sind die Immobilienwerte besonders in größeren Städten stark gestiegen.

 

Entwicklung der Kaufpreise für Eigentumswohnungen in Deutschland

2) Risiko:

Wie alle Vermögenswerte schwanken auch die Werte von Immobilien. Die Risiken sind je nach Art des Investments sehr unterschiedlich. Eine Faustregel: Je stärker die Konzentration auf eine einzelne Immobilie, desto riskanter ist das Investment. Sind in einem Portfolio mehrere Immobilien enthalten, können Wertverluste bei einer oft durch die Wertentwicklung bei anderen ausgeglichen werden. Anders als zum Beispiel bei Aktien, von denen man sich wohl kaum nur eine ins Depot legt, ist der direkte Kauf von mehreren Immobilien für die meisten aber keine Alternative.

3) Flexibilität:

Die zeitliche Bindung des Kapitals wird häufig vernachlässigt, ist aber inzwischen sehr bedeutsam. Der Hintergrund: Früher waren ein beständiger Arbeitsplatz und eine mehr oder weniger vorgezeichnete Lebensplanung für viele Menschen ganz normal. Heute ist das für viele anders. Ob Jobwechsel oder Zuwachs in der Familie: Sparpläne können einfach vorübergehend ausgesetzt werden. Wenn man schnell einmal an sein Erspartes will, lassen sich Wertpapiere auch vergleichsweise leicht verkaufen. Eine Immobilie ist nicht so rasch wieder zu Geld gemacht – selbst bei guter Marktlage. Für den Kauf einer Immobilie oder Eigentumswohnung gilt ein Anlagehorizont von zehn Jahren als Minimum. Indirekte Immobilieninvestments haben geringere „Eintrittsbarrieren“: Man kommt leichter an sie heran und benötigt wesentlich weniger Einstiegskapital. Sparpläne gibt es beispielsweise schon ab 10 Euro im Monat.

Aus dem Lexikon
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  • Mit einem Sparplan werden in der Regel für einen festen Zeitraum regelmäßig feste Beträge gespart. Durch „kleine“ monatliche Sparraten können Sparer gezielt Vermögen aufbauen. Ein Sparplan ist äußerst flexibel...Mehr lesen

Sinnvoll anlegen

Zum klassischen Kriterien-Dreisatz gesellt sich seit einigen Jahren ein weiterer Faktor hinzu. Umschrieben wird er häufig mit englischen Bezeichnungen wie „Purpose“ oder „Meaning“. Gemeint ist, dass sich der Sinn der Geldanlage für immer mehr Anleger nicht auf monetäre Kriterien beschränkt. Umwelt- und Klimaschutz sind Aspekte, die bei der Geldanlage in Immobilien ebenfalls eine Rolle spielen können. Auch soziale Erwägungen sind manchen wichtig – beispielsweise der Gedanke, Wohnraum für andere zu schaffen oder indirekt zum Beispiel den Bau von Pflegeimmobilien zu unterstützen.

 

Über die Consorsbank lässt sich auf den verschiedensten Wegen und nach individuellen Kriterien in Immobilien investieren.

 

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Im nächsten Kapitel erfahren Sie, was beim Kauf einer Immobilie als Geldanlage wichtig ist.

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