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
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@Appaloosa 

 

Man kauft am besten die richtigen Aktien zum richtigen Zeitpunkt. Und dann legt man sich ein paar Jahre schlafen (frei nach Kostolany). Welche es sind, hängt von deiner Risikoneigung und deinem Anlagehorizont ab. Daytrader handeln völlig anders als Langfristanleger.


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Beiträge: 1306
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Hallo @Appaloosa ,

...auch wenn @fuchsartig der Meinung sein sollte, dass ich in einer überheblichen Art geantwortet haben sollte und dies für ihn ein Markenzeichen von mir zu sein scheint, so möchte ich die Bemerkung von @fuchsartig  einfach einmal ignorieren, zumal wir uns glücklicherweise auch nicht weiter kennen. Waste of time.....;).

Zur Sache: Das Kaufen von Aktien im Plus oder Minus ist immer eine relative Betrachtungsweise und hängt in großem Maße von deinem Anlagehorizont ab und natürlich auch von deiner Nervenstärke, auch einmal größere Buchungs-Verluste in der Schwankungsbreite der Märkte hinzunehmen.

Man könnte natürlich mit einer stop loss Order nach dem Kauf eventuelle Verluste eingrenzen, aber dann müsste man dann auch vorher konsequent diese auch vorher einplanen. Welches Risiko bin ich bereit einzugehen. Stop loss Order bedeutet, dass du z.B. für 100€ X-Aktien zum Kurs von 20,00€ kaufst und du, wenn es gegen dich laufen sollte und deine Timing-Entscheidung schlecht war, eine stop loss Order für z.B. 18€ über eine gewisse Zeitdauer aufgibst. Das würde bedeuten, dass du ein Verlustrisiko von 10% bewußt eingehen würdest und konsequent durch deine stop loss Order umsetzen könntest. Bei höherem Risiko, dann eben tiefere stop loss Order setzen.

Umgekehrt könntest du dann das Spiel auch in die Gewinnrichtung treiben, indem du z.B. bei positiver Entwicklung den stop loss nach oben korrigierst. Z.B. deine Timing-Entscheidung war gut und die Aktie läuft in die Gewinnzone und steht nach einer gewissen Zeit bei 23€. Um auf jeden Fall einen Gewinn zu realisieren, könnte man den stop loss immer wieder nachziehen, z.B. auf 22€ (das wären dann schon einmal ca.10% Gewinn, sollte der Kurs entsprechend unter 22€ fallen; realisiert würde der nächste handelbare Kurs nach Auslösen der 22€ Marke ( das kann etwas tiefer oder aber auch etwas höher sein, je nach Kursfeststellung nach Erreichen deiner Schwelle....).

Aber dieses ganze Theater mache ich persönlich sehr selten. Ich schaue regelmäßig auf die Märkte bzw. auf meine Werte und wenn ich der Meinung bin, ich sollte mal Gewinne realisieren, dann verkaufe ich halt.

Sollte dein Anlagehorizont über mehrere Jahre/Jahrzehnte gehen, dann würde ich fast sagen, dass dein Kauf-Timing über die Zeitachse nach vorne eher von untergeordneter Bedeutung ist und du die Aktien wohl auch über einen längeren Zeitraum halten möchtest.

Du kaufst z.B. heute Allianz zu 177€, .....die würde dann nach deinem Kauf vielleicht in den nächsten Wochen/Monaten dann abschmieren auf z.B. das März-Tief von 115€, dann hättest du rein formal zunächst einmal nur einen Papier-Buchverlust von -35%. Ok, das wäre natürlich ärgerlich (klar, könnte auch noch weiter nach unten gehen, aber das würde ich momentan eher mal ausschließen wollen, aber man weiß ja nie....;). Noch ist nix passiert, deine Allianz-Aktien sind nur weniger wert als zum Kaufzeitpunkt.. Also Nerven bewahren und abwarten. Bei einem Risikomanagement, wie ich es eingangs mit der stop loss Order erklärt habe, wäre dir der etwas dickere Buchverlust erspart geblieben, aber das ist Geschmacksache......

Wenn du abwarten kannst und z.B. die Corona-Geschichte einmal vorbei ist und sonst nix schlimmes passiert, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich die Allianz-Aktie wieder erholt und Kurssteigerungen erzielt werden. Das Februar 2020-Hoch war bei 232€. Spekulierst du darauf, dass sich der Kurs wenigstens bis dahin erholen sollte, dann hättest du bis dahin einen Kursgewinn von ca. 31% erzielt. Bist du der Meinung, da geht noch mehr (dazu kann man sich ja mal den Mehrjahres-Chart anschauen...), dann behältst du das Teil einfach weiter. So eine Aktie wie z.B. die Allianz ist auch aus Sicht der Dividendenrendite eine schöne Variante. Jedes Jahr im Mai wird eine Dividende von zuletzt  9,60€ pro gehaltener Aktie gezahlt (Vorjahr 9,00€, schau dir mal die Dividenden-Historie dazu an, die Historie trifft eine Aussage über die zu erwartenden Dividenden, wenn in der Vergangenheit über Jahre/Jahrzehnte alles gut lief....).

Am Stichtag, wenn die Dividende ausgezahlt wird, entsteht an diesem Handelstag zunächst ein Kursabschlag in Dividendenhöhe; die Kurse stellen sich danach aber wieder nach den üblichen Markterwartungen neu ein,.......bis zum nächsten Jahr usw.......

Also schau vielleicht auch bei deinen zukünftigen Entscheidungen auch immer auf gute Dividendentitel nicht nur in D, z.B. auch in US oder UK oder, mußt du halt schauen.

Wähle aber am einfachsten steuereinfache Länder aus (D, UK,US,NL,....., google mal steuereinfach/Quellensteuer..., dann findest du eine Länderauswahl, die unkompliziert ist).

By the way: Allianz habe ich nur beispielhaft genommen, ist aber unabhängig davon ein guter Dividendentitel aus deutschen Landen........

Hoffe, du konntest etwas von dem Zeugs gebrauchen, dass ich dir hier hingetextet habe....

Und hoffe zusätzlich, dass das ganze Getexte mit Überheblichkeit nix, aber auch gar nix zu tun hat, wie unser Freund und Kupferstecher @fuchsartig so liebsam bemerkte......;).

 

Liebe Grüße+gute Entscheidungen+stay healthy

onra

 

 

 


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@onra Also ich finde Sie sympathisch, zumal Sie es hier detailliert erläutern. Vielleicht das nächste Mal versuchen nicht allzu "verurteilend" zu antworten 🙂
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
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Hallo @lareineadi ,

.....zunächst danke für die Symphatie unbekannterweise.......;). Das ist lieb.....;).

Was meine ursprüngliche Antwort zu Beginn des Thread angeht:

1) .....hatte das zunächst als Scherzfrage eingestuft.......:), daher ...."ernstgemeint/fake..."

2) ...im zweiten Teil der Anfrage habe ich sachlich auf die Anfrage mit x, y, z und z' geantwortet, so dass die Anfrage eigentlich klar von mir beantwortet wurde. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

3) That's it.....heißt doch nichts anderes als ..."so ist es oder das ist es...."

4) Was ist denn jetzt daran verurteilend???

5) Würde mich über ein entsprechendes Feedback sehr freuen, bin immer für berechtigte Kritik zu haben und bin darüberhinaus auch noch jemand, der selbstkritisch durch Leben geht....;).

 

Liebe Grüße

onra

 


Gelegentlicher Autor
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@onra Sie hatten mir mal bei meiner 1. Frage hier im Forum nett geantwortet und weitergeholfen 😉 daher die Sympathie

LG
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
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Hallo, @onra ,

ich muss gestehen, dass mir die Eingangsfrage auch ziemlich "><((((*> -artig" vorkam, weshalb ich nicht darauf antworten wollte.

 

Kein Grund, in Dich zu gehen:

Kommunikation ist, wenn jede(r*) das Seine entnehmen darf.

 


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Hallo @Appaloosa  Deine Frage: [...]Kauft man besser Anteile die im Moment im Minus od. im Plus sind? [...] Viel wichtiger, aus der Sicht eines Langfristanlegers -dazu hast du bis jetzt noch nichts gesagt- ist die Qualität der Aktie. Das studieren eines Langfristcharts hilft immer bei der Auswahl. Schau dir mal den Chart von Danaher an, dann weissst du was ich meine. Auch das Betrachten der Dividendenzahlungen über, sagen wir mal 10 Jahren sagt viel über die Qualität einer Aktie aus.

Und jetzt zum  Preis: Der spielt überhaupt keine Rolle. Die Börse kennt auf lange Sicht nur eine Richtung: Nach oben, seit es sie gibt.

 

Danaher? Hab ich nicht. Zu geringe Dividende.

 

[...]Wenn ich das richtig gesehen habe, dann ist nach dem Handel direkt ein Minus auf dem Konto, unabhängig von der Ordergebühr.[...] Nach dem Kauf ist die Position immer im Minus. Wegen der Ordergebühr.

 

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
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Hallo @vibou ,

....deine Aussage: "...der Preis spielt überhaupt keine Rolle. Die Börse kennt auf lange Sicht nur eine Richtung: Nach oben, seit es sie gibt....".

Das ist natürlich immer relativ zu den **bleep**-Ereignissen zu sehen und das sollte man auch unbedingt wissen.

Z.B. hatte ich in 2000 eine gute Portion Qiagen ( Neuer Markt..., you know....) für ca. 40€ das Stück gekauft. Die stand 2003 dann bei ca. 5€. Ich war immer der Meinung, dass das eine Qualitätsaktie ist; nur hat das bis 2003 irgendwie niemanden überzeugt. Erst ab diesem Zeitpunkt waren wohl überwiegend alle davon überzeugt und siehe da, die Kurse gingen nach Norden, nur dass ich immer noch in der Nähe des Nordpols stand und auf die Expedition wartete, die mich unterstützt. Und ich stehe immer noch da. Da die Qiagen-Aktien noch Altbestand sind, habe ich natürlich Bestandsschutz für Steuerfreiheit. Nach 20 Jahren steht das Teil momentan bei ca. 38€. So viel dazu, ob Markttiming eine Rolle spielt.....! Wäre ich erst 2003 eingestiegen, dann sähe das Spielchen völlig anders aus. Ich hätte vielleicht bei 5-10€ gekauft und würde mich heute über einen steuerfreien Gewinn von etwa 380-760%  freuen können, sofern ich diesen Gewinn heute realisieren würde.

Gut zur Zeit des Neuen Markts war ich 20 Jahre jünger und hatte noch reichlich Anlagehorizont übrig. Aber ich bin immer noch im Minus mit dem Teil, Steuerfreiheit hin oder her. Natürlich muss ich meinen Anlagehorizont nochmals um ein paar Jahre verlängern, um von einem steuerfreien Verkauf profitieren zu können. Es gibt immer 2 Seiten der Medaille. Das sollte man immer im Blick haben, so markttimingmäßig.....;).

Da helfen auch schon einmal basisinvestmentmäßig die ein oder anderen Sparpläne, die einem das Marktiming insofern abnehmen, als das du monatlich konsequent kaufst.

Später muß man dann sehen, dass man mit gesammelten Erfahrungen auch erfolgreicher bei den Anlageentscheidungen sein kann.

Wäre ich beim Einstieg so 60 Jahre alt gewesen, dann hätte ich rein statistisch das Teil wohl nicht überlebt und es wäre dann wohl eher den Erben als Nullnummer überlassen worden. Nach der Fußstapfen-Geschichte werden wohl die wenigstens etwas davon haben können, von meiner genialen Investmententscheidung in 2000.....;).

 

Liebe Grüße+Glück/Erfolg+Coronafrei

onra

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Hallo @onra [...]Ich war immer der Meinung, dass das eine Qualitätsaktie ist; [...] Tja, da gehen die Meinungen auseinander. Ich selbst war damals nicht der Meinung, dass Quiagen eine Qualitätsaktie sei, heute evtl. schon. Hier zur Orientierung: ROCHE ist eine lupenreine Qualitätsaktie, auch Substanzwert genannt. Aber wie dem auch sei, es wird wohl kaum Anlgeger geben, die nicht in den letzten 20 Jahren, Titel haben abschreiben müssen. Auch ich: WORLDCOM, AIG (ein Substanzwert, seiner Zeit), CITIGROUP und noch ein paar andere. Dazu kommt noch, dass ich dereinst gerne in fallende Messer gegriffen habe. Heute gehe ich es gemütlicher an mit Sparpläne auf ETFs. Ruhiger Schlaf, niedriger Puls, programmierter Erfolg.

 

Dein Quiagen-Drama wird dich sicher nicht ruiniert haben.  Höchstens maßlos ärgern. Lass den Titel laufen. Es wird bestimmt noch werden. Natürlich ist es ein schöner Mis t, wenn so ein Titel, auf so viele Jahre, keine Dividende ausgeschüttet hat.

 

Übrigens: Der Kaufpreis spielt keine Rolle.


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Hallo @vibou ,

.....ja, alles im grünen Bereich, auch mit dem ein oder anderen Fehlgriff. Das passiert uns allen immer mal wieder; die Summe über alles ist hier der ausschlaggebende Punkt für den Anlageerfolg. Fallende Messer kenne ich auch zur Genüge....;). Allerdings bei meiner Qiagen-Entscheidung von damals war das Messer noch in einer aufsteigenden Flugrichtung, ehe die Wurfparabel ihr Maximum erreicht hatte und eine Richtungsumkehr durch die Schwerkraft einsetzte. Klar, anfangs dachte ich,......wird schon wieder usw, das kennst du ja auch....

Das Hadern mit solchen Ereignissen habe ich mir natürlich längst abgeschminkt und aus Fehlern kann man bekanntlicherweise ja auch nur lernen, sollte man zumindest.

Aber was ich ursprünglich zur Sache sagen wollte, war der Fakt, dass eine gewisse Timing-Entscheidung beim Investmentzeitpunkt eines Einzelinvestments immer ein sehr wichtiges Kriterium ist und der Kaufpreis relativ dazu immer eine Rolle spielt, um auf diesen Bezugspunkt seinen Erfolg oder Mißerfolg beziehen zu können.

 

Weiterhin viel Glück/Erfolg+keep your chin up

onra

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