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Aktiengewinne nach 5 Jahren Haltedauer wieder steuerfrei?!

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Gelegentlicher Autor
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Hallo liebe Aktionäre: es ist soweit: meine Petition, in der ich die Steuerfreiheit von Kursgewinnen nach 5 Jahren Haltedauer fordere, ist freigegeben worden. Deshalb die Bitte an euch: lest euch die Petition durch und ZEICHNET BITTE MIT! Es ist ja auch in eurem Interesse!


Und wenn ihr jemanden kennt, der Interesse an der Mitzeichnung haben könnte: leitet die Info bitte weiter!

 

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2018/_06/_30/Petition_81977.nc.html

 

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Routinierter Autor
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Ich bin zwar Aktionär, aber nicht zu 100% auf Eigennutz ausgerichtet. Daher: nein, in meinem Interesse ist das nicht; mein Interesse ist diametral der Petition entgegengesetzt. Wenn dann eher die Dinge, die derzeit bevorzugt sind, ebenfalls gleich besteuern.

 

(Ganz großes Thema: Immobilien. Sowohl bei Eigennutzung als auch als Anlageobjekt, hier haben wir in Deutschland fast schon eine Steueroase. Keine Besteuerung der eingesparten Miete und keine Besteuerung von Wertzuwächsen bei längerer Haltedauer. Andernorts ist beides völlig selbstverständlich, sogar in der Schweiz.)

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Gelegentlicher Autor
Beiträge: 17
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Auch ich zahle als Aktionär gern meine Steuern. Allerdings reicht es, die Dividenden zu versteuern. Alles andere unterliegt eh der Inflation. Soweit ich weiß, wird in vielen Ländern der Verkaufserlös bei Aktien nicht so rigoros versteuert wie in Deutschland. In Frankreich ist der Steuersatz gestaffelt, je nach Anlagedauer. Und genau dies will ich auch: wer fürs Alter spart, soll belohnt und nicht vom Fiskus ausgenommen werden" In der Schweiz sind Aktiengewinne für Privatpersonen sogar steuerfrei, wie man im Internet lesen kann.

https://www.moneyland.ch/de/boersengewinne-steuern
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Autorität
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@Monarch

 

Einen tatsächlichen Wertzuwachs bei Immobilien gibt es in gefragten Lagen. Ansonsten ist das höchstens ein Inflationsausgleich. Meine Mutter hat im Jahre 2000 ihr kleines Häuschen für 220.000 DM verkauft. Die Baukosten lagen im Jahr 1963 bei 60.000 DM. Sieht nach einem großen Gewinn aus. Der Erlös hätte aber gerade für den Kauf der kleinen Wohnung (40 m²) gereicht, in die sie gezogen ist. Sie hat die Wohnung nicht gekauft sondern gemietet, weil das wirtschaftlicher war. Und vergleiche mal die Preise für Lebensmittel und Öl und das Einkommen von 1962 und 2000. Dann siehst Du, dass es keinen wirklichen Wertzuwachs gegeben hat.

 

Und warum sollte man bei einem selbst genutzten Haus eine fiktive Miete versteuern? In der Immobilie ist eine Menge Kapital gebunden, das man anderweitig ertragreicher anlegen könnte. Wenn man das mal durchrechnet, dann ist eine selbstgenutzte Immobilie ein Luxus. Und um überhaupt den Wert zu erhalten muss man im Laufe der Zeit noch viel Geld rein stecken.

 

Ich bin übrigens auch nicht zu 100% auf Eigennutz ausgerichtet. Ich spare und lege das Geld an, um im Alter nicht meinen Sohn und/oder die Allgemeinheit belasten zu müssen. Und ich bin dagegen, dass das durch Steuern auf die Substanz torpediert wird. Es reicht schon, dass ich im Vergleich zu anderen Einkünften durch die Doppelbesteurung der Ausschüttungen von Aktiengesellschaften einen höheren Steuersatz zahle. Der liegt nämlich weit über den 25% Abgeltungssteuer. Durch den Wegfall des Halbeinkünfteverfahrens ist die Steuerlast für Aktionäre nicht gesunken sondern gestiegen. Und das ganz besonders für Anleger mit nicht so hohem Einkommen.

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Autorität
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Keiner zahlt gerne Steuern.

Wer gefragt wird, wie eine "gerechte"  Besteuerung aussehen soll, erklärt meist, dass vor allem die Anderen mehr zahlen sollen, die Millionäre, die Immobilienbesitzer, die ....

Die Besteuerung von Einkommen und Vermögen wird von den Politikern des Landes gemacht. Der einzelne Bürger hat nur bei der Wahl die Möglichkeit, seine "richtige" Partei zu wählen.

Petitionen haben kaum Aussicht auf Erfolg.

Ich würde mir auch wünschen, dass Aktiengewinne nicht grundsätzlich besteuert würden, sondern wie früher steuerfrei blieben oder nach erst nach einer längeren Haltedauer, ob nach 5 , 10 oder... , ob gestaffelt. oder?

 

Aktionäre in D müssen seit 2009  mit schlechteren Bedingungen leben.

Wer klug war, hat genügend Aktien als Altbestand gekauft, die jetzt steuerfrei sind.

Viele haben aber gerade zu dieser Zeit Aktien verkauft, weil  die Kurse in 2008 wegen der Finanzkrise massiv einbrachen.

Ja, es tut weh, wenn jetzt jeder Gewinn mit  25% + soli (+ Kist) besteuert wird.

 

Wer es positiv sieht.

Aktionäre zahlen nicht mehr als die Abgeltungssteuer.

Gut für vermögende Leute, die für sonstige Einnahmen bedeutend höhere Steuern bezahlen müssen und deren Vermögen steuerfrei ist. 

Aktionäre mit geringeren Einnahmen brauchen nicht die volle Abgeltungssteuer bezahlen.

 

Als Aktionär macht man ja auch nicht nur Gewinne , sondern auch Verluste. Durch taktisches Gewinn . und Verlust machen wird so mancher Gewinn durch einen Verlust neutralisiert und steuerfrei gemacht.

Ich finde, die wirklichen Verlierer sind die, die immer noch auf Spareinlagen, Lebensversicherung, etc. setzen. Einige erzielen aus diesen Kapitaleinlagen so wenig Erträge, dass sie steuerfrei bleiben.Frustrierte Smiley

 

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Wie @Sigrid_W geschrieben hat, zahlt der Aktionär mehr als die Abgeltungssteuer, weil ja schon im Unternehmen alle Gewinne versteuert wurden.

Trotzdem ist diese Petition naiv und nicht umsetzbar. Verluste werden innerhalb von 5 Jahren verkauft und Gewinne werden laufen  gelassen, damit der Fiskus in die Röhre schaut.

Wenn man etwas für die Alterssicherung machen wollte, müsste man den Sparerfreibetrag erhöhen und gerade der wurde in der Vergangenheit kontinuierlich gekürzt.

Die Politik ist also gerade auf dem gegensätzlichen Weg und die SPD hat in den Koalitionsvertrag eingebracht, dass Zinsen von Anleihen künftig voll mit dem Einkommenssteuersatz versteuert werden sollen.

Mich wundert wirklich, dass so eine Petition zugelassen wurde. Vielleicht starte ich auch mal eine, damit ich künftig gar keine Steuern mehr zahlen mussSmiley (fröhlich)

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@juvol

 

Trotzdem ist diese Petition naiv und nicht umsetzbar. Verluste werden innerhalb von 5 Jahren verkauft und Gewinne werden laufen  gelassen, damit der Fiskus in die Röhre schaut.

 

Das kann aber auch leicht nach hinten los gehen. Die Gewinne können innerhalb der 5 Jahre wieder dahinschmelzen. Wobei der deutsche Steuersparer daran nicht denken wird.

 

Dass viele Sparer an niedrig bis gar nicht verzinslichen Anlagen und Lebensversicherungen festhalten ist ihre eigene Wahl. Es zwingt sie niemand dazu.

 

Dass unsere Herrschaften Politiker zur Eigenvorsorge aufrufen, dann aber denen, die sich darum wirklich kümmern, Knüppel zwischen die Beine werfen wie z. B. die Kürzungen des Sparerfreibetrages und die Benachteiligung der Aktienanlage gegenüber spekulativeren Anlagen ist ein Unding.

 

Verluste aus Optionsscheinen, Zertifikaten usw. können mit Zinsen und Dividenden verrechnet werden. Die aus Aktien nur mit Gewinnen aus Aktien.

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Fünf Jahre Haltedauer sind viel zu lange und unterstütze ich daher nicht. Wer in solchen Zeiträumen plant, wechselt im Verkaufsjahr einfach sein Steuerdomizilland und hat damit das gleiche Ergebnis.

 

Sonst finde ich ebenfalls, dass der Aufbau von Vorsorgekapital, um später Niemandem zur Last zu fallen, inkl. Staat, in DE zu stark behindert und zu wenig gefördert wird. Nach meinem Eindruck scheint der Gedanke einer grösseren Anzahl unabhängiger und wohlhabender Bürger dem Interesse vieler PolitikerInnen zuwiderzulaufen. Wo es keine oder zu wenig Bedürftige gibt, kann man schlecht verteilen und gefährdete somit seinen eigenen Job und den seiner Clientel bzw. WählerInnen. Erst neulich habe ich beiläufig erfahren, wer mit derzeit ca. 617'000 Angestellten der grösste private Arbeitgeber in DE ist: die Caritas.

 

In dem Zusammenhang hat unser Fiskus mE auch weniger ein Einnahmen- als ein Ausgabenproblem. Beides sollte deutlich zurückgefahren werden, damit den Bürgern mehr bleibt; nicht zuletzt mehr Freiheit. Nachdem der Zug in den letzten Jahren leider in die umgekehrte Richtung deutlich Fahrt aufnahm, habe ich jedoch Zweifel, dass ich das noch erleben werde. Sehr wahrscheinlich hingegen erlebe ich noch den zügigen Ausbau der Besteuerung fiktiver Gewinne. Irgendwann vielleicht sogar auf Tagesbasis. Das administrative Know-How und die technische Infrastruktur dafür sind bereits vorhanden, wie man u.a. bei Fonds und REITs sehen kann. Die Entwicklung geht mithin genau in die umgekehrte Richtung dieser Petition.

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"Wenn man etwas für die Alterssicherung machen wollte, müsste man den Sparerfreibetrag erhöhen und gerade der wurde in der Vergangenheit kontinuierlich gekürzt."

 

Einverstanden. So eine Petition würde auch ich unterstützen! 🙂

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Bei der Einkommenssteuer kommt die Hälfte der Steuerzahler für nur gerade für 7,5% des Steueraufkommens auf, verursacht aber mindestens die Hälfte der Steuererhebungskosten (IMHO eher den Grossteil davon). Diese 50% der ESt-zahler könnte man durch einen erheblich höheren Freibetrag, vielleicht 25-30 TEUR, vollständig und wahrscheinlich sogar kostenneutral aus der ESt-pflicht entlassen.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/recht-steuern/einkommensteuer-10-prozent-zahlen-50-prozent-149...

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