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So lebt die Consorsbank Nachhaltigkeit: Einblicke von Karin Groetsch

05.04.2022 10:32

„Um Nachhaltigkeit in Unternehmen zu etablieren, erfordert es vor allem Ausdauer“, weiß Karin Groetsch. „Es ist ein Marathon und kein Sprint.“ Sie und ihr Team für Nachhaltigkeitsmanagement sorgen dafür, dass bei der Consorsbank alle Zeichen auf Grün stehen – etwa mit der Umstellung auf Ökostrom, Papiereinsparmaßnahmen und Vermeidung von Plastik. Damit folgt die Consorsbank der gruppenweiten Strategie der BNP Paribas zu Corporate Social Responsibility (CSR). Das Kernelement der Unternehmensführung basiert auf vier Säulen: Umwelt, Wirtschaft, Mitarbeitende und Gesellschaft.

 

Karin Groetsch gewährt uns anhand von Beispielen interessante Einblicke in den Bereich Corporate Social Responsibility und die entsprechenden Aktivitäten der Consorsbank.

 

Ressourcenschonung für ein nachhaltigeres Bankwesen

 

Sie als unsere Kundinnen und Kunden bemerken natürlich nicht unmittelbar, wenn wir für unsere digitalen Dienstleistungen Ökostrom nutzen. Was Sie jedoch möglicherweise bemerken, sind Einsparmaßnahmen beim Material – etwa Papier. Natürlich laufen bei uns als Onlinebank bereits zahlreiche Prozesse papierlos ab. Zum Beispiel versenden wir die Kontoauszüge längst nicht mehr automatisch per Briefpost, sondern stellen diese elektronisch ins OnlineArchiv. Dort sind die Unterlagen kostenlos und bequem abrufbar. Darüber hinaus bieten wir heute weitere Services online an, die früher per Post abgewickelt wurden. Dazu zählt die unkomplizierte Änderung der PIN.

 

Zudem haben wir sämtliche Eröffnungsprozesse, etwa für Konten, überarbeitet. Das Resultat: Der Papierverbrauch bei der Betreuung von unseren Kunden sinkt deutlich. Online-Videos erklären die genauen Abläufe. So findet sich jeder problemlos zurecht. Und falls nicht, haben Sie als Kundin oder Kunde die Möglichkeit, sich mit Fragen an uns zu wenden.

 

Auf Anfrage versenden wir selbstverständlich Unterlagen per Post – natürlich klimaneutral. In den nächsten Monaten werden wir den Anteil des von Organisationen wie FSC (Forest Stewardship Council) oder PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) zertifizierten Papiers schrittweise auf 100 Prozent erhöhen. Damit tragen wir zu einer nachhaltigeren Holzwirtschaft bei.

 

Ein erster Meilenstein: Rund 70.000 Plastikkarten allein in 2021 eingespart

 

Auch Plastik vermeiden wir zunehmend. Deshalb ist die girocard zum Girokonto keine Standardleistung mehr. Sie lässt sich aber jederzeit für einen Euro pro Monat anfordern. Diese Maßnahme bewirkte im letzten Jahr eine Einsparung von rund 70.000 Plastikkarten. Auch erneuern wir Karten nach Ablauf nicht mehr automatisch und verzichten bei Werbegeschenken auf Kunststoff. Läuft alles nach Plan, sparen wir in den kommenden Jahren noch mehr Plastik ein.

 

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Sozial und fair handeln – für die Mitarbeitenden und die Gesellschaft

 

Bei der Ausstattung unserer Bürogebäude und Arbeitsplätze steht ebenfalls alles im Zeichen der Nachhaltigkeit: Unseren Mitarbeitenden bieten wir fair gehandelten Kaffee sowie ausgewogene Snacks wie Obst und Brötchen in Bioqualität an.

 

Neben der leiblichen Versorgung hat der Umgang mit technischem Equipment einen hohen Stellenwert. Aus Sicherheitsgründen sind unsere IT und Hardware immer auf dem neuesten Stand. Sie bedürfen eines regelmäßigen Austausches. Damit die Nachhaltigkeit nicht auf der Strecke bleibt, werden die Geräte anschließend sinnvoll weiterverwendet. Die AfB GmbH – Europas größtes gemeinnütziges IT-Unternehmen – bereitet unsere ausgemusterte Hardware auf und verkauft diese weiter. Einen gewissen Teil der Hardware, insbesondere Laptops, spenden wir regelmäßig an soziale Einrichtungen, um Kinder mit sozial benachteiligtem Hintergrund schulisch zu fördern.

 

Darüber hinaus liegt uns das direkte soziale Engagement am Herzen: Im Jahr 2021 haben wir über 1.600 Stunden in Kindergärten, Schulen und sozialen Einrichtungen verbracht, dort handwerklich unterstützt und unser Wissen weitergegeben.

 

Nachhaltig mobil mit der Consorsbank: CO2-Emisionen reduzieren

 

Um nachhaltige Mobilität zu fördern, setzen wir bei der Consorsbank auf einen Mix verschiedener Maßnahmen. So prüfen wir bei Geschäftsreisen grundsätzlich, ob diese notwendig sind. Oft lassen sie sich durch den Einsatz von Kommunikationsmedien wie Videokonferenzen vermeiden. Ist die Anwesenheit vor Ort erforderlich, folgen wir dem Prinzip „From plane to train“: Fliegen vermeiden wir bestmöglich. Stattdessen ziehen wir die Bahn als Transportmittel vor – übrigens auch vor dem Dienstwagen. Unseren Mitarbeitenden empfehlen wir beispielsweise für die Hin- und Rückfahrt zum Bahnhof öffentliche Verkehrsmittel.

 

Für den Weg zur Arbeit erhält heute bereits die Hälfte unserer Mitarbeitenden Zuschüsse der Consorsbank zum öffentlichen Nahverkehr. So reduzieren wir CO2-Emisionen, entlasten den innerstädtischen Verkehr und benötigen weniger Platz für Personalparkplätze.

 

Außerdem fördern wir Fahrräder als nachhaltige Pendleralternative zu Bus und Bahn. Unsere Mitarbeitenden haben die Möglichkeit, ein hochwertiges Fahrrad oder E-Bike über die Consorsbank zu leasen. In Zukunft lassen sich die Akkus der E-Bikes an unseren eigenen, sich im Aufbau befindlichen Ladestationen aufladen. Der größere Komfort auf weiteren Strecken macht E-Bikes auch für Mitarbeitende mit längeren Arbeitswegen attraktiv.

 

Um ihren CO2-Fußabdruck zu verkleinern, reduziert BNP Paribas die direkten Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit so weit wie möglich – bei der Mobilität ebenso wie in vielen anderen Bereichen. Sind Emissionen nicht vermeidbar, gleichen wir diese durch Kompensationsprojekte aus.

 

Uns ist klar, dass der Weg zu umfassender Nachhaltigkeit noch weit ist. Doch einen beachtlichen Teil der Strecke haben wir bereits zurückgelegt – und zwar in verschiedenen Bereichen. Einblicke über weitere Aktivitäten der Consorsbank - von nachhaltigen Karten bis hin zu grünen Anlagemöglichkeiten  - finden Sie in Kürze.

 

Weitere Informationen zur Corporate Social Responsibility finden Sie hier.

7 Kommentare

Aufsteiger

Wenn Sie den Bilanzkreis Ihrer "Nachhaltigkeit" richtig ziehen würden, dann würden Sie sehen, dass Ihre Nachhaltigkeit zum großen Teil auf Kostenverschiebung und Aufwand zu Ihren Kunden und "Nicht-Nachhaltigkeitsverschiebung" zu Ihren Kunden besteht.

Kostenpflichtige Girokarte! = Nachhaltig???

Kontoauszüge, etc. werden jetzt beim Kunden ausgedruckt! = Nachhaltig???

Gern würde ich Ihre Definition von "Nachhaltigkeit" zur Kenntnis nehmen.   


Enthusiast

Hallo Herr Langer, 

hallo Community, 

 

ich möchte Ihnen enthusiastisch zustimmen. Sie sind einer der wenigen Menschen, die Leistungsverschlechterung, hohe Gebühren und "Greenwashing" benennen. Es konnte bisher keine einzige Bank nachweisen, daß das dezentrale Drucken der Kontoauszüge beim Kunden wirklich nachhaltig wäre.

 

Zeitverschwendung ist es zudem auch. Bei der Papierpost mache ich einfach den Briefkasten und das Kuvert auf, fertig. 👍

 

Mir kommt es so vor, daß viele Unternehmen einfach ungeprüft Argumente übernehmen. Im besten Fall weiss es die Fr. Groetsch nicht besser. Im schlechtesten Fall ist es bewusst falsche PR. 

 

Denken Sie doch mal nach wie viel Hardware, auch Kassen im Einzelhandel wegen künstlicher Produktalterung weggeschmissen werden. Einfach weil neue Abrechnungssysteme oder smartes Bezahlen mehr Speicher fressen. 

 

So gesehen schadet jede nicht ausgegebene Plastikkarte der Umwelt. Und zwar umso mehr, je öfter das Smartphone zur Zahlung genutzt wird. 

 

Hauptsache aber ein grünes Etikett. 

 

Liebe Grüße

 

Gluecksdrache


Gelegentlicher Autor

Alles, was die Consorsbank bezüglich Nachhaltigkeit tut, ist besser, als es nicht zu tun.

 

@LangerGerd, @Gluecksdrache, zu den Kontoauszügen: Sie meinen also, der Kunde würde die elektronischen Kontoauszüge zu Hause ausdrucken? Machen Sie das echt so? Ich lade die PDFs ab und zu herunter und speichere sie nur ab, wie vermutlich fast alle Kunden, die sie überhaupt herunterladen.

 

Zur eingesparten Girocard: Warum sollte das NFC eines Handys andere Anforderungen an eine Kasse stellen als das NFC einer Plastikkarte? Zudem gibt es ja immer noch die Visa Card. Also: Lieber eine Karte als zwei Karten. Oder meinen Sie, Bargeld wäre das Nachhaltigste?


Enthusiast

Hallo @Haggi, hallo Community, 

 

erst einmal vielen Dank für Ihre wertvollen Fragen zur Nachhaltigkeit. Lassen Sie mich nur einen Satz Ihres Beitrags als Einstieg zitieren: "Alles, was die Consorsbank bezüglich Nachhaltigkeit tut, ist besser, als es nicht zu tun." 

 

Das ist eine sehr starke, leider hicht ganz korrekte Aussage. Eines vorab: Ich finde es gut, wenn Aktien Werte generieren und habe gelegentlich auch einige IT-Werte im Depot. Die an der steigenden Bedeutung dieses Industriezweige teilhaben. 

 

Allerdings möchte ich Sie auf zwei Fallen aufmerksam machen, in die viel zu viele Verbraucher hineintappen: 

1.) Die Annahme der Wertlosigkeit der persönlichen Zeit 

Die Behauptung, dass elektronisch versendete Wertpapierabrechnungen für den Kunden vorteilhaft wären baut sich auf den Säulen "Zeitersparnis" und "Nachhaltigkeit" auf. Das Thema Zeitersparnis lässt sich sehr einfach substantiieren: Sie machen auf dem Weg nach Hause von der Arbeit den Echt-Briefkasten auf und schon haben Sie das Kuvert mit der Abrechnung in den Händen. 

Sie brauchen keinen PC hochfahren, keine Passwörter eingeben oder sich "legitimieren" und müssen die Abrechnung auch nicht auf ein Speicherelement übertragen. 

Den Papier-Briefkasten müssen Sie auch nicht alle vier Jahre austauschen, weil die neuen Anwendungen noch mehr Arbeitsspeicher brauchen. 

Wenn Sie dies tun, dann ziehen Sie meist Ihren Datenbestand über bei einem Dienstleister vorhandene riesige Serverfarmen hinüber. Speichern, verschieben. 

Auch wenn dort eine "Wolke" gezeigt wird, verbraucht dies Unmengen an Energie. 

 

Und hier beginnt bereits die Umformung Ihrer Wahrnehmung. Nach einer vergleichsweise unappetitlichen Diskussion wie viel Energie diese Dienste verbrauchen, wurden die Kommunikationsformen verändert. Jetzt wird nicht mehr gesagt, die Cloud--Speicher verbrauchen soundsoviel Strom wie das Land X. 

Stattdessen wird dieser Energieverbrauch vielfach dem Verkehrssektor, also der "bösen" Bahn und dem "bösen" Auto angedichtet. Denn der neue Begriff lautet "Verkehr und Infrastruktur". 

Mal schauen, ob sich der Begriff durchsetzt. 

 

2.) Ihr umgeformtes Denken und die erlernte Hilflosigkeit beim Begriff der "Nachhaltigkeit". Wenn Sie die Entstehung des Begriffes der Nachhaltigkeit zurückverfolgen, dann landen Sie bei "Denk-Panzern" wie denjenigen, die die UN beraten. Das geht zurück bis ins letzte Jahrhundert. 

Mit diesem Begriff lässt sich sehr gut Politik machen und auch Wertschhöpfung verschieben. Die von Ihnen angesprochenen NFT-Zahlungen sind ein sehr gutes Beispiel dafür. Haben Sie jemals gesehen, daß die Politik oder die IT-Industrie den CO2-Verbrauch eines Smartphones oder einer Suchmaschinen. Suche angegeben hätte? 

Denn letztendlich macht es gar keinen Sinn, Ihr mobiles Endgerät beim Einkaufen weiterhin in ereitschaft zu halten oder zu aktivieren. 

Noch deutlicher wird es vielleicht wenn Sie sich die Formatierung der früheren EC-Karte und der heutigen NC-Zahlung ansehen. 

Die frühere EC-Karte hatte - Wenn die Übertragung zur Bank gestört war - eine Art absolutes Zahlungsversprechen auf der Kart gespeichert. Bis zu dem damals festgesetzten Betrag von 400 DM/200 Euro könnte man sogar ohne Verbindung zum Zentralrechner abheben, einmal am Tag. 

 

Alleine daran wird deutlich, daß die öffentliche Wahrnehmung beim Thema "Nachhaltigkeit" gezielt gelenkt und beeinflusst wird. Es ist ein Milliardenmarkt entstanden, der auf der Verhaltensänderung ("Social Engineering") des Kunden beruht. 

Die Spitze des Energieverbrauchs sind beispielsweise die inzwischen auf Handys oder lokalen Xhips gespeicherten Monatskarten des Verkehrsverbundes. Da das menschliche Auge die Gültigkeit beispielsweise des im Handy gespcieherten Monatsabo nicht mehr prüfen kann ist jedes Mal die Nutzung eines mobilen Endgeräts möglich. 

 

Auch hier argumentieren die Verkehrsverbünde leider vergleichsweise sinnentleert mit dem Argument der Nachhaltigkeit, was ihnen irgendjemand aufgeschrieben hat. 

 

In der Zusammenfassung kann man sagen: Nicht alles, was Ihnen als Bankmitarbeiter oder Kunde von interessierten Kreisen oder Beratern präsentiert wird, hat wirklich mit Umweltschutz zu tun. 

 

Oftmals geht es darum neue dauerhafte Kundenverbindungen zu schaffen und Hilflosigkeit zu erlernen. Sie sollen als Verbraucher möglichst nicht mehr zurechtkommen ohne diesen teuren "Smartphone" - Vertrag abzuschließen. 

 

Ich hoffe dies macht meine Gedanken deutlich, warum Papier bei Monatskarten und Wertpapierabrechnungen um ein Vielfaches schlägt. 

 

Versuchen Sie doch mal bei der Telekom angesichts des Anschlusses vieler Häuser an das neue 1 Gigabit/Sekunde Plastikkabel herauszubekommen wie viel CO2 entsteht, wenn: Sie sich eine Reportage, die am Donnerstag im Fernsehen kommt, nicht über das ohnehin ausgestrahlte Fernsehsignal ansehen, sondern extra zu einem von Ihnen gewählten Zeitpunkt schicken lassen. 

 

Liebe Grüße 

 

Gluecksdrache


Aufsteiger

@Haggi: "Oder meinen Sie, Bargeld wäre das Nachhaltigste?"

Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, was eigentlich "echtes" Geld ist? Bargeld, das ist echtes Bundesbankgeld! Elektronische Geld ist (nur) Giralgeld, also ein Versprechen auf Geld! Nur deshalb gibt es ja zum Verbraucherschutz die Einlagensicherung, also den Schutz von Giralgeld, der im wirklichen Ernstfall nicht klappen sollte. Damit ist elektronisches Geld im Sinne des Besitzer absolut "Nicht-Nachhaltig"!!

 

@Haggi: "Alles, was die Consorsbank bezüglich Nachhaltigkeit tut, ist besser, als es nicht zu tun."

Was ist denn Nachhaltigkeit?

Beispielsweise definiert die EU in ihrer "Taxonomie" auf 600 Seiten Nachhaltigkeitskriterien mit zahlreichen Kriterien, die zueinander in erheblichen Zielkonflikten stehen.

In der "Agenda 2030" der Vereinten Nationen sind nicht weniger als 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung vorgesehen, am Ende steht zum Jahr 2030 das "Paradies auf Erden". Auch hier werden alle Zielkonflikte ausgeblendet, die es aber in der realen Welt der Knappheit zu berücksichtigen gilt. Die Welt ist nun mal in der Bekämpfung von Armut und Hunger nicht friedlich vereint, dies setzt die Agenda 2030 der Vereinten Nationen aber voraus.

 

Unter diesem Aspekt ist das "Nachhaltigkeitsstreben", was die Banken uns vormachen wollen, relativ harmlos.

 

Allen Bestrebungen ist gemeinsam: Definiere ein hehres Ziel; nehme dem Bürger Freiheit und Eigenverantwortung; verschleiere durch Diskursverzerrung; beute es aus - verteile um!

 


Aufsteiger

@Gluecksdrache:

Sie haben vollkommen recht. Es ist wie an der Tankstelle. Aus dem früher gebotenem Service wurde Selbstbedienung und Selberschmutzigmachen - Tankstell kassiert nur noch ab, selbst das Geld muss der Kunde reintragen.

 

Da sich Mutter und Vater Staat immer mehr in das Leben der Bürger einmischen, wird die Selbstverwaltung des Mittelschicht-Bürgers immer zeitaufwendiger, man nimmt uns nicht nur immer mehr Geld sondern auch Unmengen an Lebenszeit. Dies geht sodann einher mit grober Vernachlässigung der Grundpflichten des Staates: Erhalt Verteidigungsbereitschaft, Gesundheitswesen, Infrastruktur, Energiesicherheit, ....

In diesem Kontext ist die staatliche Mähr zu nachhaltigem Handeln nur ein Verschleierungs-, Disziplinierungs- und Abkassiervehikel.

 

Beispiel gefällig: Wie kann man nur so dumm sein, erst alle Kernkraftwerke abschalten, übrigens die sichersten der Welt, dann behaupten das wäre nachhaltig, um dann bei nächste Gelegenheit wegen Stromknappheit nach verstärkten Ausbau von "erneuerbaren" Energien rufen. Das ist grün und dumm, und nicht nachhaltig für den Bürger, noch für die Umwelt, noch für den beabsichtigten, aber zu hinterfragenden, Klimaschutz, denn Deutschland hat trotz verschleuderter Milliarden immer noch den größten CO2-Fußabdruck in Europa. Ein zentraler Planer kann es eben nicht richten (daran ist die DDR grandios gescheitert).    


Enthusiast

Hallo @LangerGerd, @Haggi, @Consorsbank,

 

erst einmal herzlichen Dank für die sehr interessanten Beiträge. Ich möchte einfach nur einen Kernsatz aufgreifen, vielleicht können wir beide sozusagen als Außenstehender der @Consorsbank und insbesondere Karin Groetsch ein bisschen Orientierung bieten und/oder ein Leuchtturm sein. 

 

Mit dem Ziel in erster Linie die Nachhaltigkeit, also die Betriebsfortführung der Consorsbank, zu sichern. Dazu fällt mir Folgendes als Einleitung ein, wenn ich zitieren darf: 

 

"Beispielsweise definiert die EU in ihrer "Taxonomie" auf 600 Seiten Nachhaltigkeitskriterien mit zahlreichen Kriterien, die zueinander in erheblichen Zielkonflikten stehen."

 

Wer auch nur einen kleinen Teil dieser Dokumente liest, dem wird klar: Wir bewegen uns als Gesellschaft in Riesensichritten in eine Gesellschaft, in der nicht mehr die Unternehmen Leistungen marktwirtschaftlich anbieten. Sondern der Gesetzgeber mehr und mehr als zentrale Planungsinstanz dient. Die Menschen, die 1989 in Leipzig auf die Straße gegangen sind, kennen so etwas noch! Brüssel ist auf dem besten Weg dazu und die Consorsbank verschlechtert selbst die wirtschaftlichen Grundlagen.

 

1. Die Nutzung nicht physischer Zahlkarten - Frage zum Nachdenken:

 Ob Sie ernsthaft glauben, daß Apple und Google Ihnen als Bank den Zahlungsverkehr lassen, wenn die Kunden erst einmal an das Smartphone gewöhnt wurden? Eher nicht. Es soll mindestens ein Land geben, in dem Apple schon eine eigene Zahlkarte anbietet.. 

 

2. Lokale Wirtschaft stärken - Unbewiesene Behauptungen nach Hause schicken

Es ist von Consorsbank sehr ungeschickt beispielsweise in diesem Artikel alle Mitarbeiter des Nürnberger und Münchner Flughafens zu beschimpfen. Wenn die Bank darüber nachdenkt Geschäftsreisen möglichst zu ersetzen und die Flughäfen-Mitarbeiter in Kurzarbeit zu zweingen... Warum soll der Flughafen-Mitarbeiter ausgerechnet dort sein Depot führen, wenn das Unternehmen an der Abschaffung seines Jobs arbeitet.

 

3. Dem Mittelstand Selbstbewusstsein zurückgeben 

Da gab es vor etwa zwei Jahren eine Studie des Fraunhofer Instituts, die das allgemeine Narrativ des Elektroautos in Frage stellt. Und eine Kilometerzahl rechnet, bis zu der der Verbrennen sogar umweltfreundlicher ist. Wenn man dann noch ein bisschen höheren Anteil an Biodiesel im normalen Diesel promotet, dann kippt es wieder zugunsten des Verbrenners. In dem kurzen Zeitfenster bis Karl L uterbach die Bevölkerung wieder einsperren möchte kann die Bank hier Mehrwert schaffen und einen emotionalen Vorsprung.erzielen. Also nicht einfach das Nacherzählen, 

 

4. Der Wahnsinn neuer Steuern - etwas zum Nachdenken

Frau Groetsch könnte einen interessanten Artikel darüber schreiben, daß das Ziel der Umweltschonung niemals über der Lebensqualität der Menschen und insbesondere auch den Grenzen der Finanzierung gehen darf. Ich nehme Ihren Hinweis, Herr Langer, zu den 600 Seiten Taxonomie sehr ernst, denn hier entsteht das nächste Bürokratiemonstrum.

 

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2022/04/20220403-fairness-bei-den-co2-kosten-bmw...

Quelle: Offizielles Angebot der Bundesregierung, Pressemitteilung vom 03. April 2022

 

Das BMWI möchte also den Trend sprunghaft steigender CO2-Steuern (FDP Steuersenkungspartei?) fortsetzen und hebt erstmals die 70 Jahre lang in der ehemaligen Bundesrepublik bewährte Tradition auf. Bisher stellten Vermieter Wohnraum kostengünstig zur Verfügung, Mieter trugen die Betriebskosten.

Jetzt aber gibt es ein 10 Stufen-Monster bei denen die Vermieter teilweise zwischen 10 und 100 Prozent der CO2-Abgabe alleine tragen müssen. Dies verschlechtert nicht nur die Wirtschaftlichkeit bereits getätigter Investitionen, sondern ist ein Riesenbeschäftigungsprogramm für Gerichte, Anwälte, Mediatoren und Gutachter.

 

In der öffentlichen Wahrnehmung hat die Bundesregierung dabei noch das Glück, daß die ARDZDFlinge es schaffen die Betriebskostenabrechnung von 2021 Herrn Putin in die Schuhe zu schieben. Obwohl sein gräßlicher Krieg erst im Februar 2022 begonnen hat.. 

 

Denn: Was ist, wenn einzelne Vermieter diese Sanierung nicht tragen wollen oder können, weil die Mietverträge schon lange nicht mehr auskömmlich sind. Auch hier wird das Ziel der Nachhaltigkeit vor allen anderen Dingen gestellt. 

 

Und bitte lassen Sie es im Interesse Ihrer Bank und des Standortes nicht so weit kommen wie die Deutsche Bahn: In dem Sie zum Boykott der eigenen Produkte aufrufen.

 

https://abload.de/img/e3303425e7df5a4612a28k8klq.jpg 

Quelle: Webseite der Deutschen Bahn AG, Selbstbewerbung des "Klimastreiks"

 

Ich drücke uns allen die Daumen.

 

Liebe Grüße

 

Gluecksdrache