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In 9 Schritten vom Anfänger zum profitablen Trader

von ‎24.04.2018 11:20 , bearbeitet ‎26.04.2018 07:25
4 Kommentare , 1 Like

Beim Trading reizt das schnelle Geld – doch auch „Trader werden“ will gut vorbereitet sein. Wie Sie in neun Schritten zum profitablen Trader werden können, lesen Sie hier.

 

Im Vergleich zu den klassischen Anlegeformen wie Sparbuch, Girokonto, oder auch der Bausparvertrag gelten Aktien für knapp die Hälfte der Deutschen als Spekulationsobjekt. Laut der Studie der „Aktion pro Aktie“ haben 40 Prozent der Befragten über die Investition in Aktien nachgedacht – nur etwa ein Viertel von ihnen haben daraufhin tatsächlich Aktien gekauft. Der Grund dafür ist einfach: Ein großer Anteil der Befragten fürchtet, Geld zu verlieren oder die falschen Aktien zu kaufen.

 

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Fast die Hälfte der Studienteilnehmer, die noch keine Aktien besitzen, gab zudem an, dafür kein Geld übrig zu haben. Dabei ist die Geldanlage in Wertpapiere schon mit geringen monatlichen Beträgen möglich. Auch das Risiko von Aktien kann bis zu einem gewissen Grad gesteuert werden. Eines stimmt: Trading will gelernt sein. Allerdings ist es nicht so schwer, wie viele denken. Wir zeigen Ihnen neun Schritte, die Ihnen den Einstieg erleichtern.

 

1. Welcher Anlegetyp sind Sie?

 

Der Grund, warum viele Deutsche ihr Geld auf das Sparbuch oder das Tagesgeldkonto schieben, ist das geringe Risiko. Allerdings kann Ihr Geld bei diesen Anlageformen über die Zeit an Wert verlieren: Niedrige Zinsen bei jährlich steigender Inflation entwerten das Geld auf lange Sicht. Im Gegensatz dazu bieten Aktien, ETFs, Zertifikate und Optionsscheine die Chance auf höhere Renditen – gleichzeitig aber besteht auch ein gewisses Risiko.

 

Damit Sie einen guten Einstieg ins Trading haben, sollten Sie vorher ihre persönliche Risikotoleranz abwägen. Als Faustformel dient: Je spekulativer die Anlageform, desto größer die Aussicht auf hohe Gewinne, aber auch unter Umständen entsprechende Verluste. Durch die vorherige Reflexion über die eigenen Erwartungen im Hinblick auf Gewinne und Verluste können Sie gezielt eine entsprechende Anlageform wählen. Bei Aktien können Sie zum Beispiel einzelne Unternehmen auswählen, von denen Sie sich eine gute Entwicklung versprechen. Investieren Sie in Aktien mehrerer Unternehmen, reduziert eine breite Streuung der Aktien dabei in der Regel das Risiko des Verlusts. Streuung meint, dass die Unternehmen, in die Sie investieren, so weit wie möglich voneinander entfernt sein sollten, z.B. aus einer komplett anderen Branche stammen sollten.

 

2. Mit realistischen Erwartungen herangehen

 

An der Börse dauerhaft Geld zu verdienen erfordert Ausdauer, Fleiß und Selbstdisziplin. Sie brauchen viel Zeit zum Lernen und Üben, bevor Sie nachhaltig Erfolg haben. Generell gilt: Je besser Ihr Know-how ist und je erfahrener Sie sind, umso besser sind Ihre Prognosequalität und Gewinnwahrscheinlichkeit. Und: Umso sicherer und routinierter bewegen Sie sich in den notwendigen Handels- und Informationstools bzw. kennen und verstehen die verfügbaren Ordertypen und Handelsplätze zum idealen Verwalten ihrer Trading-Aktivitäten.

 

Tipp: Sie fühlen sich unsicher, ob Sie genug Zeit haben? Fangen Sie mit „Paper Trading“ an. (Siehe Punkt 6). Beim Handel mit fiktivem Geld merken Sie schnell, wie viel Zeit sie benötigen und wie viel Zeit Sie haben. Denn allgemein kann man sagen:  je mehr man handeln will, desto mehr Zeit muss man investieren.

 

3. Auswahl des richtigen Brokers

 

Beim Trading sagt man landläufig „Im Einstand liegt der Gewinn“. Und dazu gehören auch die Gebühren, welche für den Kauf und Verkauf der Wertpapiere anfällt. Bei der Auswahl ihres Brokers sollten Sie deshalb auf niedrige Gebühren und guten Service achten – gerade wenn Sie viel traden möchten. Vergleichsportale wie www.broker-test.de können die Auswahl des passenden Brokers erleichtern.

Bei der Consorsbank beispielsweise kostet ein (Aktien-)Trade ab 9,95 EUR pro Order. Darüber hinaus gibt es mit den Consorsbank Star Partnern für Optionsscheine und Zertifikate die Möglichkeit, ausgewählte Emittenten für 4,95 EUR fix pro Auftrag zu handeln. Jeden Monat einen davon sogar für 0,00 EUR ab 1.000 EUR Ordervolumen.  Für Neukunden und alle Kunden, die in den letzten 24 Monaten keine Wertpapiere gehandelt haben, kostet ein Trade bei der Consorsbank derzeit 3,95 EUR für ganze 12 Monate. 

 

Neben der preislichen Situation sollten Sie sich anschauen, welche Handels- und Informationstools Ihnen zur Verfügung stehen. Zu Beginn ihrer Karriere dürften die Funktionen der klassischen Web-Oberfläche reichen. Einige Broker bieten auch Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, sollten Sie unbedingt einen Blick auf unseren kostenfreien Active Trader der Consorsbank werfen. Ein Handelstool, das explizit für engagierte Trader entwickelt und kontinuierlich weiter verbessert wird.

 

4. Trading-Wissen erwerben

 

Ohne Know-how können Ihre Handelsaktivitäten zu einem reinen Glücksspiel mutieren. Und das wollen Sie in Hinblick auf den langfristigen Erfolg sicher nicht.  

 

Um für den Einstieg ins Trading gerüstet zu sein, sollten Sie sich umfassendes Wissen erwerben zu:

 

  • den unterschiedlichen Handelsplätzen
  • den (gängigen) Basiswerten, Aktien, Rohstoffen, usw.
  • den verschiedenen Ordertypen wie Market, Limit, Stop Buy, Stop Loss, Trailing Stop Loss
  • der fundamentalen und technischen Analyse
  • einem disziplinierten Money Management
  • möglichen Handelsstrategien und (Börsen-)Psychologie

 

Online-Webinare, Blogs und Foren können beim Aufbau Ihres Wissens rund um das Thema Trading gute Unterstützung leisten. Die Consorbank bietet Ihren Kunden Seminare und Webinare rund um das Thema Trading.  Alternativ können Sie auch über die Aktion pro Aktie Tipps zum Trading einholen.

 

 

 

5. Eigenen Handelsplan erstellen

 

Wissen Sie, was entspanntes Trading ausmacht? Sich nie ohne eigenen Plan ins Trading zu stürzen. Es gibt zwar viele einfache, aber auch sehr komplizierte Strategien, die auf nur einen Click im Web das schnelle Geld versprechen. Wer sie nachahmt, sollte sich jedoch immer überlegen, warum jemand sein Wissen kostenfrei oder gegen Geld bereitwillig mit Anderen teilt, wenn er doch selber glänzend damit verdienen kann.

Erfolgreiche Trader besitzen eine eigene Handelsstrategie, die einfach ist und zu ihrer Persönlichkeit passt. Erstellen Sie sich einen individuellen Handelsplan, mit dem Sie sich klare Regeln für ihr Trading aufstellen, diese verfolgen und ein klares Bild von Chance und Risiko eines Trades bekommen

 

Ihr Handelsplan sollte folgende Punkte umfassen:

 

  • Zeitfenster des Trades und von Ihnen für das Trading im Allgemeinen
  • Basiswerte und Produkttypen, die sich betrachten wollen (sie werden nie das ganze Universum gleichzeitig betrachten können!)
  • erwartetes Kursziel für einen bestimmten Trade
  • Positionsgröße, die sie sich leisten können (bedenken Sie hierbei: Geld, dass sie mal verloren haben, können Sie nicht mehr investieren, sondern müssen es sich erst “zurückverdienen”)
  • Stop Loss-Marken für einen möglichen Ausstieg und zum Begrenzen des (initialen) Risikos

 

6. Üben mit Paper Trades

 

Mit einem Demokonto können Sie bei einigen Banken mit sogenannten „Paper Trades“ üben. Sollte Ihr Broker kein Demokonto anbieten, können Sie alternativ auch eine Excel-Tabelle nutzen. Durch das regelmäßige Notieren von Kursen und Ihrer Reaktion erkennen Sie, ob Ihr Handelsplan tragfähig ist. Passen Sie den Plan gegebenenfalls an, wenn Sie sich unwohl damit fühlen oder ihre Gewinn-Verlust-Quote nicht zu Ihren Erwartungen passt.

Die Consorsbank bietet ein kostenloses Demo-Konto an - hier können Sie es testen.

 

Erst wenn Ihre Paper Trades erfolgreich sind, sollten Sie sich an echte Trades heranwagen. Aber Vorsicht: Beim Umstieg von Paper Trades auf echte Trades kommen Ihre Emotionen stärker ins Spiel, da es ab sofort um echtes Geld geht. Daher ist es auch immens wichtig, dass Sie ihr Paper Trading sehr ernst nehmen und nicht einfach „zocken“.

 

7. Mit kleinen Beträgen handeln

 

Unerfahrene Trader neigen dazu, die Gewinnchancen zu über- und das Risiko zu unterschätzen. Starten Sie Ihre Handelstätigkeit erst mit kleinen Beträgen und setzen Sie nicht Ihr gesamtes Kapital auf einen einzigen Trade. Zu Beginn Ihrer Trader-Karriere geht es nur um Konsistenz und nicht darum, vom Trading zu leben. Erhöhen Sie Ihre einzelnen Positionen erst, nachdem Sie konstant profitabel traden.

 

Beachten Sie: Verlorenes Geld kann nicht mehr für Sie arbeiten. Einen Kapitalverlust von 10 % gleichen einen Ertrag von 11,5 % aus. Bei einem Kapitalverlust von 50 % brauchen Sie einen Gewinn von 100 %.

  

8. Emotionen kontrollieren

 

In jedem Kurs des Basiswerts fließen folgende Faktoren ein:

 

  • das Verhältnis von Angebot und Nachfrage
  • die Erwartungen an das jeweilige Wertpapier des Marktes
  • emotionale und mentale Verfassung des Marktes

 

Erfolgreiche Trader sind nicht nur Experten in Sachen Wissen und Handelstechniken. Sie können vor allem ihre eigenen Emotionen kontrollieren. Auch die Emotionen anderer Akteure an der Börse sollten bei der Einschätzung der aktuellen Lage beachtet werden. Je nach ihrer Interpretation der Situation kann sich so dem idealen Ein- bzw. Ausstiegszeitpunkt angenähert werden.

 

9. Stop Loss-Marken setzen

 

Die menschliche Psyche erschwert die Akzeptanz eines Verlusts. „Let profits run, but cut losses“ hört sich einfach an. Aber Sie werden in der Realität feststellen, dass einen schnell der Zweifel einholt, wenn es nicht wie gewünscht läuft. Die ideale Möglichkeit, um seine Emotionen technisch in den Griff zu bekommen, ist die so genannte Stop Loss-Order. Diese Order-Art sorgt per Definition dafür, dass Sie Ihre Gewinne laufen lassen können und ihr Verlustpotential begrenzen. Durch diese klare Grenzsetzung ermöglichen Sie sich den konsequenten Ausstieg, wenn Sie zu emotional werden.

 

Aktien bieten zwar ein gewisses Risiko, doch gerade in Zeiten der Null-Zins-Politik können sie unter Umständen mittel- bis langfristig die Inflationsrate ausgleichen.

 

Übrigens: Sie möchten nach längerer Pause wieder ins Trading-Geschäft einsteigen oder haben noch kein Depot bei der Consorsbank? Für Neukunden und alle Kunden, die in den letzten 24 Monaten keine Wertpapiere gehandelt haben bieten wir Ihnen 3,95€ pro Trade für ganze 12 Monate. 

 

Fazit:

 

  • Wer Traden will braucht Zeit, Muse und Disziplin
  • Dennoch kann jeder mit dem Trading beginnen
  • Jeder Trader sollte seinen Risikoappetit und seinen Kapitaleinsatz genau kennen
  • Die wichtigsten Erfolgsfaktoren für den perfekten Start sind der Aufbau des eigenen Wissens, ein eigener Handelsplan und das Bewusstsein über die Funktion unserer menschlichen Psyche

 

Was halten Sie vom Trading? Haben Sie schon einmal mit dem Gedanken gespielt, die ersten Schritte zu wagen? Teilen Sie uns Ihre Meinung und Erfahrungen gerne in einem Kommentar mit.

 

 

Dieser Artikel dient lediglich der Information und stellt keine Kaufempfehlung dar. Die Blogredaktion übernimmt damit keine Gewähr und/oder Haftung für die Vollständigkeit und Aktualität sowie Richtigkeit der Inhalte.

 

 

Kommentare
von
am ‎25.04.2018 19:31

Guter Bericht.

Mir war nicht bekannt, dass CB ein Demokonto anbietet.

Wie komme ich abe ohne Link zu diesem Konto?

Ich habe vergeblich gesucht.

von
am ‎26.04.2018 12:27

Hallo @erich12,
 

vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Demokonto.

Sie finden es manuell auch unter „Wertpapierhandel -> Wertpapierdepot -> Demokonto testen“.

Kleiner Tipp: Wenn Sie das Demokonto als Favorit ablegen, können Sie direkt vom Startfenster Ihres Browsers aus auf das Demokonto zugreifen.
 

Mit besten Grüßen

CB_Andy
Community Moderator

von
am ‎26.04.2018 17:50

Ohne Hilfe hätte ich das Demokonto nicht gefunden. Danke

von Marry
am ‎11.05.2018 19:38

Aus dem "Fazit" gefällt mir die These:

 

  • "Wer Traden will[,] braucht Zeit, Muse und Disziplin".

Dass Trader Zeit brauchen und Selbstbeherrschung war mir geläufig. (Übrigens kann man durchs Traden wohl auch seine Selbstdisziplin üben.) Dass man zum Traden aber auch auf die Muse angewiesen ist, war mir neu. 

Um Unterschied zur Muße, also der freien Zeit, in der man in Ruhe seinen Interessen nachgehen kann, ist die Muse (griechisch Μοῦσα) ja eine Person, die einen anderen Menschen zu kreativen Leistungen inspiriert, d.h. begeistert. So heißt es von den Dichtern, dass die Muse sie küsst = ihnen Inspirationen zukommen lässt. Wo finde ich nun eine Muse, die mich zu kreativen (produktien?) Kauf- und Verkaufhandlugen inspiriert? Ist etwa

Warren Buffett eine Muse, die uns zum Kauf von Apple-Aktien stimuliert? Das hieße doch eher dem Trend hinterherlaufen...