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Countdown: Die erfolgreichsten Marken der Welt

von ‎07.02.2014 15:55 , bearbeitet ‎24.04.2017 14:23
6 Kommentare

Marken begleiten uns durchs Leben

 

Wie prägend Marken und vor allem auch ihre Namen sein können, beweisen sogenannte Deonyme. Keine Angst – jetzt geht es nicht um diverse Mittelchen gegen Körpergeruch. Es geht um Wörter, die von Eigennamen abgeleitet sind. Als Eigenname kann genauso die Bezeichnung einer Marke oder eines Unternehmens stehen. Ein bekanntes Deonym ist zum Beispiel der Markenname „Tempo“.

 

Dieser hat sich derart fest in unser Bewusstsein eingebrannt, dass wir automatisch „Tempo“ sagen, aber sicherlich nicht böse sind, wenn uns jemand ein ganz normales Papiertaschentuch reicht. Nur wenige Marken- oder Unternehmensnamen schaffen es, den Sprachgebrauch derart zu verändern.

 

Sprachliche Aspekte sind aber selbstverständlich nicht die entscheidenden Faktoren, die Auskunft darüber erteilen, wie wertvoll eine Marke oder ein Unternehmen ist. Hier gibt es ganz andere Kennzahlen: so etwa handfeste Geschäftszahlen und viele weitere Aspekte.

 

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Im Folgenden spüren wir den 5 wertvollsten Marken des Jahres 2013 nach. Wir stützen uns dabei auf das Ranking „Best Global Brands“, welches das Marktforschungsinstitut Interbrand jährlich herausgibt und das eine Top 100 der wertvollsten Marken vorstellt. Mehr darüber, wie diese Ergebnisse zustande kommen, erfahren Sie direkt bei Interbrand. Dort können Sie auch die Begründungen einsehen, warum es welche Marke auf den gerade aktuellen Platz schaffte. Wir geben Ihnen hingegen hier lediglich einen ersten allgemeinen Überblick über die Top 5.

   

Platz 5: Wie wird man der reichste Mann der Welt?

 

Nur wenige Wege führen an Microsoft vorbei. Kein Wunder also, dass das 1975 von Bill Gates und Paul Allen gegründete Unternehmen auch beim Ranking „Best Global Brands 2013“ einen der Spitzenplätze einnehmen kann. Schauen Sie sich zu Hause einmal um: Sicherlich findet sich auch bei Ihnen Hard- oder Software der Firma Microsoft. Bereits 2012 konnte Microsoft Platz 5 des Rankings belegen. Es war aber auch schon einmal mehr drin – so unter anderem 2011 der 3. Platz und 2007 Platz 2. Um Bill Gates muss sich dennoch niemand Sorgen machen: Laut eines Rankings von Bloomberg ist der 1955 in Seattle Geborene aktuell wieder der reichste Mensch der Welt (Stand: 30. Januar 2014).

 

Platz 4: Ein Urgestein mit zahlreichen Betätigungsfeldern

 

Platz 4 im Ranking „Best Global Brands 2013“ geht an einen Riesen im IT-Bereich. Die Geschichte von IBM lässt sich bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts zurückverfolgen. Zu diesem Zeitpunkt war an heutige Computer zwar noch nicht zu denken – kommt Zeit, kommt allerdings auch Entwicklung.

Dass IBM eine lange Erfolgsgeschichte verbuchen kann, wird durch einen Blick in ehemalige Rankings von Interbrand deutlich. So landete IBM beispielsweise 2012 auf Platz 3, 2011 sogar wie schon mehrmals zuvor auf Platz 2. Platz 4 ist 2013 allerdings auch in der Hinsicht ein kleiner Dämpfer, dass es IBM von 2000 bis 2012 immer unter die Top 3 geschafft hatte.

  

Platz 3: Ein Geheimrezept mit Folgen

 

Nach den Plätzen 4 und 5 haben Sie keine Lust mehr auf IT, Computer und Software? Das passt gerade gut. Lehnen Sie sich zurück, entspannen Sie sich und nehmen Sie ein kühles Getränk zu sich – zum Beispiel eine Cola. Damit wären wir auch schon bei Platz 3 im Ranking „Best Global Brands 2013“ von Interbrand. Dass es Limonade schafft, Microsoft und IBM zu toppen, hätten Sie nicht gedacht? Nun ja, eigentlich ist es vielmehr eine Überraschung, dass Coca-Cola 2013 „nur“ den 3. Platz belegen kann. 2012 war es sogar Platz 1, genauso wie 2011, 2010, 2009 … kurz gesagt, wie in allen Rankings von Interbrand, die auf den unternehmenseigenen Internetseiten einsehbar sind.

 

Platz 2: Bunte Internetwelt

 

Erinnern Sie sich noch an die einleitenden Sätze dieses Artikels? Auf Platz 2 des Rankings „Best Global Brands 2013“ treffen wir nun endlich auf einen Unternehmensnamen, der es geschafft hat, ein Deonym hervorzubringen. Oder haben Sie noch nie den Satz „Moment – ich google das mal schnell!“ gesagt? Ein Tag ohne Google ist für viele gar nicht mehr vorstellbar. Dabei geht es mittlerweile oft um mehr als nur die Suchmaschinennutzung.

 

Mit Webanwendungen von Google können Nutzer zum Beispiel Daten austauschen, diverse Softwarelösungen von Google machen das Leben bunter und auch im Bereich Internet-Marketing ist Google nicht wegzudenken. You Tube, Street View, zum Teil Android, GMail, Ad Sense – hinter all dem und einigem mehr steckt Google. Im Gegensatz zu Microsoft, IBM und Coca-Cola tummelt sich Google noch nicht allzu lange auf einem der 5 Spitzenplätze des Interbrand-Rankings. 2012, 2011 und 2010 belegte der Konzern zwar Platz 4, davor waren die Top 5 für Google aber noch nicht zu erreichen. Dafür, dass das Unternehmen jedoch erst seit 1998 existiert, lässt sich diese Bilanz natürlich mehr als sehen.

  

Platz 1: Was hat Obst mit Computern zu tun?

 

Da verkauft jemand seinen alten VW-Bus, um einen Teil des Startkapitals für sein Unternehmen zu gewinnen, tut sich mit Freunden zusammen und das Resultat ist? Genau: Apple, ein enorm erfolgreicher Konzern, der sich der Herstellung von Unterhaltungselektronik, Computern, Software und Betriebssystemen verschrieben hat. Daran hat Steve Jobs wohl im Traum nicht gedacht, als er 1976 gemeinsam mit Steve Wozniak und Ronald Wayne durchstartete. Gut, es gab harte Jahre für Apple, die auch von der enormen Konkurrenz zu Microsoft geprägt waren. Aber darüber können Apple-Liebhaber aktuell lachen.

 

Platz 1 ist ein echter Erfolg: 2012 war für Apple „nur“ Platz 2 drin, 2011 Platz 8, 2010 Platz 17 und noch tiefer wollen wir an dieser Stelle allen Apple-Freunden zuliebe nicht in die Geschichte des Rankings eintauchen. Eines lässt sich aber sicherlich aus den jährlichen „Best Global Brands“-Platzierungen von Apple schlussfolgern: Mit entsprechendem Innovationsgeist ist eine Aufholjagd offenbar immer möglich!

Kommentare
von ILKA80
am ‎16.02.2014 13:57

"Deonym" - wieder was dazugelernt! Bei mir lief das bisher immer unter Synonym. Dazu fallen mir noch TESA, UHU und PRITT als Stellvertreter für die einzelnen "Aggregatszustände" der Kleber ein. Fallen Frau Tilly (Pril) und die gute alte Clemetine (Ariel) im weitesten Sinne eigentlich auch unter die Kategorie "Deonym"?

von GERRIT
am ‎16.02.2014 14:35

hieß die nicht clementine? und war das nicht palmolive? mir fallen dazu spontan noch frau antje, herr kaiser, die lila kuh, der sarotti mohr und natürlich lurchi ein.

von GERRIT
am ‎16.02.2014 14:40

ach, und natürlich der bär von bärenmarke. was habe ich damals meine eltern traktiert dorthin mit mir in den urlaub zu fahren damit ich den bären treffen kann...Smiley (fröhlich)

von ILKA80
am ‎19.02.2014 10:03

stimmt Palmoliv und natürlich Clementine, da hatte wohl meine Tatstatur gehakt. Pril waren doch die netten Blümchen, oder?

von schibbi
am ‎22.02.2014 19:23

Auf dieses "Wissen" kann man getrost verzichten. Hier fehlt die Ermittlung des Markenwertes und die Kriterien.

 

Frau Clementine und die Reihenfolge der letzten 5 Jahre nützt niemendem.

von ILKA80
am ‎22.02.2014 21:39

Hi Schibbi, ich weiß nicht, ob ich Deinen Kommentar richtig deute. Wie ermittelt man denn den Markenwert? Meiner Meinung nach hat Ariel damals mit Klementine (hab den Namen gerade noch einmal nachgegooglet - äh, oder gegoogelt? ;O) die Marke so emotional und mit einem erstklassigen Erinnerungswert aufgeladen, dass es lange Jahre zu einem der meistgekauftesten Waschmittel wurde = einer sehr starken Marke.