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Zahlreiche Fehlbuchungen zum Teilrechteverkauf Safehold (WKN A2PEU1)

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Im Zuge eines automatischen Teilrechteverkaufs von Safehold (WKN A2PEU1, hervorgegangen aus iStar WKN 929187) wurden bei mir zahlreiche identische Transaktionen auf dem Verrechnungskonto ausgelöst, storniert, erneut ausgelöst und erneut storniert. Nunmehr sehe ich 48(!) Transaktionen auf dem Konto. Davon sind mir maximal zwei erklärbar (eine mögliche Korrektur der steuerlichen Handhabung des Teilrechteverkaufs), und auch nur für diese zwei Transaktionen existieren Belege in meinem Onlinearchiv.


Die Summe der 48 Transaktionen beträgt exakt Null, also 0,00 Euro.


Ein Hinweis an den Consorsbank-Support vorgestern führte zu keinerlei Reaktion.


Wenn ich Pech habe, dann ist dies ein individuelles Problem nur auf meinem Konto. Aber möglicherweise ist das auch ein systematisches Problem der Handhabung der WKN A2PEU1 (bzw. deren Vorläufer WKN 929187).

 

Kann mir das bitte jemand erklären? Und vielleicht sogar noch einen Hinweis geben, wie man in so einem Falle (Kontobewegungen ohne Buchungsbeleg) vorgehen soll, wenn einen der Support mal wieder ignoriert?

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
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@VicT 

Da das Wertpapier ein REIT ist, sind Korrekturbuchungen am Ende des Geschäftsjahres normal. Da der REIT die Erträge erst zum/nach Geschäftsjahresende auf die korrekten Steuertöpfe bucht, muss jede! Ausschüttung entsprechend storniert und neu abgerechnet werden. Am Ende ändert sich nichts am Betrag, aber es MUSS eine steuerlich korrekte Neuabrechnung erfolgen. Da ein REIT jeden Monat ausschüttet bzw. ausschütten muss, können bei einer Neuabtrechnung einige Buchungen und Belege zusammenkommen.

 


Regelmäßiger Autor
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@immermalandersschrieb:

> Da das Wertpapier ein REIT ist, sind Korrekturbuchungen am Ende des Geschäftsjahres normal (...)

> Da der REIT die Erträge erst zum/nach Geschäftsjahresende auf die korrekten Steuertöpfe bucht

 

Dies ist mir bekannt, hat aber mit dem beschriebenen Problem absolut gar nichts zu tun. Es geht hier nicht um REIT-Ausschüttungen in irgendeiner Form, sondern um schlichten Buchungs-Quatsch in Zusammenhang mit einem automatischen Teilrechteverkauf.

Zwischenzeitlich hat dies auch Consors zugegeben:


> Leider sind bei Ihnen Buchungen mehrfach erfolgt. Grund war ein technischer Fehler.


Na ja, kann vorkommen, aber 48 mal? Und dies dann zunächst nicht zu bemerken, um dann erst nach mehrmaliger Aufforderung durch den Kunden aktiv zu werden? Na supi, das stärkt das Vertrauen in die Bank ungemein....


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Hallo liebe Community,

vielen Dank für Ihre zahlreichen Nachrichten und den Austausch untereinander.

Es stimmt, dass es bei uns am Mittwoch, den 12.04. aufgrund einer technischen Änderung im Buchungssystem zu mehrfachen Cash-Buchungen bei abgerechneten Orders gekommen ist. Für die Unannehmlichkeiten möchten wir uns entschuldigen.

Inzwischen haben wir alle Cash-Buchungen (auch die korrekten) storniert. Die Neuabrechnung erfolgt sodann in Kürze.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Viele Grüße

CB_Evelin
Community-Moderatorin

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
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Update:


Heute (18.04.) hat sich telefonisch ein (überaus freundlicher) Consorsbank-Mitarbeiter gemeldet. Er gab an, dass ich einer der ganz wenigen Consorsbank-Kunden sei, bei dem anlässlich eines Serverumzugs technische Fehler aufgetreten seien. Dies hätte sich in 48 Fehlbuchungen niedergeschlagen, diese seien nunmehr korrigiert.


Eine kurze Diskussion darüber, warum solche offenkundigen Fehler (24 vollkommen identische Buchungen auf einem Konto!) nicht proaktiv von Consorsbank-Prüfsystemen aufgedeckt würden (wie es sie in anderen Banken gibt wie ich aus eigener Anschauung weiß), verlief ergebnislos: Einerseits gab der Mitarbeiter an, solche Systeme seien auch bei der Consorsbank im Einsatz und hätten in meinem Fall auch tatsächlich angeschlagen. Angesichts dieser Aussage blieb aber völlig unklar, warum die Consorsbank dann den Kunden (also mich) nicht informierte, sondern sich erst Tage nach meinem schriftlichen Hinweis dazu herabließ, mir gegenüber das Problem auch nur zu bestätigen. Akzeptable (geschweige denn gute!) Kundenkommunikation geht definitiv anders.

 

Meine am 12.04. in derselben Mail an die Kundenbetreuung gemeldeten schweren technischen Fehler setzen sich unterdessen weiter unverändert fort, und befänden sich laut anrufendem Mitarbeiter weiter in der "Klärung" bei der Consorsbank-IT. Na dann.


Regelmäßiger Autor
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Absolut unglaublich:


Nach der Nummer (siehe oben) hat die Consorsbank jetzt (im November 2023) mehrere dieser Buchungen aus dem November 2022 erneut storniert, und erneut neu abgerechnet. Diesmal so zu meinen Lasten, dass ich nunmehr nachträglich beim zugehörigen Verrechnungskonto für mehrere Monate im Soll stand. Ursache seien (schon wieder) „steuerlich geänderte Investmentpreise“. Und ich soll jetzt, im November 2023, eine neue Steuerbescheinigung für 2022 bekommen. Ihnen ist schon klar, dass die meisten Betroffenen die bisherige Steuerbescheinigung schon längst gegenüber dem FA vorgelegt haben?

 

Keine weitere Kommunikation dazu, keine Erläuterung, keine Enschuldigung (die gab es zuletzt ja auch nur pauschal nachträglich).


Geht’s noch? Alles frisch? Was ist passiert?

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
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@VicT 

Ist der Steuerbescheid schon bestandskräftig, könnte man einen Antrag auf "Änderung aufgrund neuer Tatsachen" stellen (§ 173 AO). Läuft die Einspruchsfrist noch bzw. man hat noch keinen Steuerbescheid erhalten, kann man versuchen den Steuerbescheid mit den neuen Angaben einzureichen.

 

Hier sieht man wieder, dass ein Investment in REITs nicht ohne Risiko ist. Ich persönlich würde mich von diesem Wert trennen. Wer seine Steuern zum Jahresabschluss nicht korrekt angeben kann, hat mein Geld nicht verdient.

 


Regelmäßiger Autor
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@immermalanders  schrieb:

Wer seine Steuern zum Jahresabschluss nicht korrekt angeben kann, hat mein Geld nicht verdient.

 


Die Position kann ich nachvollziehen.


Nur: Liegt das erneute Chaos am REIT oder an der Consorsbank? Beim letzten Durcheinander hat die Consorsbank erst auf Nachfrage durch mich kleinlaut "technische Fehler" eingestanden. Da hätte ich nach über vierzig überflüssigen Buchungen durch die Consorsbank nunmehr doch eine proaktivere Kommunikation erhofft. Oder überhaupt irgendeine Kommunikation. Aber da erwarte ich von der Consorsbank offensichtlich deutlich zuviel.

 

Ich halte übrigens über ein Dutzend weitere REITs. Die steuerliche Problematik etwaiger Reklassifizierungen ist mir bekannt. Unschön, aber wirtschaftlich harmlos. Was hier passiert ist, eben aber nicht mehr. Und da dies exakt die Buchungen betraf, welche die Consorsbank bereits laut eigenem Eingeständnis mehrfach komplett versemmelt hat, bin ich natürlich schon skeptisch, wer der Verantwortliche für dieses Desaster ist. Dass ich diesbezüglich tief enttäuscht bin vom totalen Kommunikations-Blackout seitens der Consorsbank, dürfte nachvollziehbar sein.

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