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Hallo zusammen,

 

nach den Trixereien mit **bleep**-Ex Geschäften scheint es jetzt ein neues "Geschäftsmodell" zu geben; diesmal bei und mit ADRs. Laut Handelsblatt sollen da Banken - natürlich ist unser deutsches Flaggschiff auch wieder dabei - Steuererstattungen auf Dividendenzahlungen von nicht existierenden (= nicht hinterlegten) Aktien in Form von ADRs ergaunert haben.

 

Das wirft bei einem wie mir, der z.B. ADRs (WKN A117ME) auf den chinesischen Alibaba im Depot hat, die Frage auf ob hier tatsächlich die entsprechenden Aktien der Alibaba hinterlegt sind. Telefonisch konnte mir die Consorsbank hierzu keine endgültige Antwort geben. Man meinte nur (und das wird wohl auch so sein), dass diese A117WE seit 2014 an den Börsen gehandelt wird und dass bisher hierzu keinerlei Unregelmäßigkeiten bekannt geworden seien.

 

Hat irgend jemand hierzu genauere Informnationen? In diesem Zusammenhang zu ADRs generell und nicht nur die A117WE betreffend. Anders herum gefragt: kennt jemand einen Kontroll Mechanismus, mit dem man abfragen / erfahren kann ob einem ADR tatsächlich eine Aktie hinterlegt ist?

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@Joergl:

Dein Beitrag hat mich auf Wikipedia, Stichwort "American Depositary Receipts" gelenkt, wo das Thema recht verständlich aufbereitet ist; ([off topic] ich habe dort auch gleich eine "verdiente" steuerlich absetzbare Spende hinterlassen).

 

Bei BABA, die ich auch halte, sehe ich das Problem des Dividendenstrippings nicht - mangels Dividende.

Da ADRs aber im Grunde Zertifikate sind, kommt zum Kursrisiko des Underlyings auch noch das Emittentenrisiko des Herausgebers des ADRs.

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Warum das CB-System das schlichte, unverfängliche, grundsätzlich wertfreie lateinische Wort für "mit", gesprochen "kum", im Titel ständig zu **bleep** konvertiert? Ein Zensurautomat?

 

Ich hatte mich schon gefragt, weshalb @Joergl **bleep** schreibt, gebe die Frage aber hiermit an die Moderatoren weiter.

 

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> Warum das CB-System das schlichte, unverfängliche, grundsätzlich wertfreie lateinische Wort für "mit", gesprochen "kum", im Titel ständig zu **bleep** konvertiert? Ein Zensurautomat?

Vermutlich, weil es im englischen eine etwas andere Bedeutung hat.
Ob das in diesem Fall notwendig ist, ist eine andere Frage.
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@ChrisKI:

Danke für die "Aufklärung". Da bekommt doch das ganze Thema einen völlig neuen Touch!

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Lachender Smiley

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Sie haben Recht, bei den Alibaba ADRs kann es keine solchen Betrügereien geben weil keine Dividenden gezahlt werden. Das war aber nicht der Kern meiner Frage. Mir ging es darum herauszufinden, ob man bei einer ADR die tatsächliche Hinterlegung der Akltien überprüfen kann.

Ich sehe ADRs nicht als eine andere Art von Zertifikaten (bei denen der Emittent mit seinem Kapital eine Wette gegen den Käufer eingeht) an sondern lediglich eine Art der Übermittlung einer Aktie, die (z.B. bei uns) nicht direkt gekauft werden kann. Das ist entschieden etwas anderes. Hier geht es nicht um eine Wette sondern nur um die Vermittlung einer Aktie.

 

Sind Sie da anderer Meinung bzw. haben Sie dazu andere Informationen? Ich lerne immer gerne dazu.

 

Einen schönen Tag noch

Joergl

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@Joergl:

Mir ging es darum herauszufinden, ob man bei einer ADR die tatsächliche Hinterlegung der Akltien überprüfen kann.

Du und ich werden es mit unseren bescheidenen Befugnissen nicht können; wir könnten nur einen Antrag bei der SEC stellen mit der Bitte um Beantwortung der Frage nach der tatsächlichen Hinterlegung der Aktie für das ADR. Jahre später ... wenn überhaupt ...

 

Wenn ich ein ADR kaufe, prüfe ich, ob es an der Nasdaq oder einer anderen US-Börse gelistet ist. Wenn dem so ist, wurde auf jeden Fall mindestens ein Level II-ADR-Programm aufgelegt. Hierbei müssen neben dem Form F-6 auch die zugrundeliegenden Aktien nach den Bestimmungen des SEA bei der SEC registriert und die Berichts- und Offenlegungsanforderungen der jeweiligen Börse beachtet werden.

Mehr Sicherheit gibt es für BABA, ICBC und Konsorten nun mal nicht. "Take me or leave me" sagt das ADR.

 

Ich sehe ADRs nicht als eine andere Art von Zertifikaten (bei denen der Emittent mit seinem Kapital eine Wette gegen den Käufer eingeht) an sondern lediglich eine Art der Übermittlung einer Aktie, die (z.B. bei uns) nicht direkt gekauft werden kann.

 

Wenn Dir für ADR der Begriff "Zertifikat" nicht passend erscheint, wie wär's mit "Hinterlegungsschein" (Def: Ein Hinterlegungsschein ist ein Zertifikat (!), das die Hinterlegung des Rechts an einer Aktie verbrieft.)?

 

Zertifikat = Wette gegen den Käufer:

Oft, aber bei weitem nicht immer! Es gibt solche und solche.

Wie willst Du z. B. auf einen Aktienindex spekulieren, wie auf Brent oder WTI, ohne selbst große Tanks zu haben, wie auf Edelmetalle, ohne einen reichlich bemessenen Tresor?

Gegen Zertifikate, die als Anlagevehikel nur der Wertentwicklung des Underlyings folgen, ist doch grundsätzlich nichts zu sagen.

 

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