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vibou
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Betreff: Tabakindustrie

Die Luft wird also doch nicht rauchfreier.

 

Hier eine Einschätzung vom Stuttgarter AktienBrief:

 

British American Tobacco muss erst mal nicht reduzieren
Dass Tabakaktien seit zwei Jahren enttäuschen, hat mehrere Gründe. Einer davon ist, dass die US-Behörden 2017 angekündigt hatten, den (abhängig machenden) Nikotinanteil in Zigaretten gesetzlich drastisch senken zu wollen. Die Folgen wären klar: Weniger Kunden würden Tag für Tag den Drang verspüren, zur Zigarette zu greifen, mit Druck auf Umsatz und Gewinn der Tabakfirmen. Offenbar sind die Pläne nun aber zu den Akten gelegt worden. Als am Mittwoch die Internetseite der Gesundheitsbehörde halbjährlich aktualisiert worden ist, war der Vorschlag nicht mehr enthalten. Ob es daran liegt, dass die Tabakunternehmen erfolgreich interveniert haben, oder ob die Behörde sich zunächst einmal drängenderen Problemen wie der E-Zigaretten-Regulierung zuwenden möchte, ist unklar. An der Börse wurde die Änderung jedenfalls positiv aufgenommen, die Aktie von British American Tobacco legte 4 Prozent zu. Kein Wunder: Mit einem Umsatzanteil von 38 Prozent und einem Gewinnanteil von über 40 Prozent ist der US-Markt für BAT entscheidend. Wir empfehlen die Aktie weiterhin zum Kauf, Anlegern sollte aber bewusst sein, dass die Tabakbranche aufgrund der strengen Regulierung möglicherweise mehr Risiken bietet als andere Branchen.

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vibou
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Betreff: Tabakindustrie

Gelesen im Stuttgarter AktienBrief:

Durchatmen bei British American Tobacco
Die Aktien von British American Tobacco (BAT) sind an unserem Redaktionstelefon seit Langem ein Gesprächsthema. Hauptsächlich natürlich wegen der Kurstalfahrt in den letzten beiden Jahren. Zuletzt zeigte sich bei BAT jedoch ein ganz anderes Chartbild: Seit Oktober 2019 sorgte ein 30-prozentiger Kursanstieg bei den Anlegern erst einmal für Aufatmen. Gründe für die Kurserholung gibt es einige, beflügelt wurden die Anteilscheine aber vor allem von guten Nachrichten der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA. Diese hat ihre Pläne, den Nikotingehalt in den Zigaretten deutlich zu senken, zumindest einmal verschoben. Weniger Nikotin in den Glimmstängeln würde die Suchtgefahr beim Rauchen deutlich senken und wäre deshalb für Tabakkonzerne eher negativ. Die zweite gute Nachricht der FDA betrifft das wachsende E-Zigaretten-Geschäft. Die Gesundheitsbehörde hat Anfang des Monats ein Verbot von E-Zigaretten mit Geschmacksrichtungen wie beispielsweise Frucht, Kaugummi oder Minze angekündigt. Nicht vom Verbot betroffen sind die Geschmacksrichtungen Tabak und Menthol, was wiederum viele Marktbeobachter anders erwartet hatten. Die beiden Nachrichten sind für BAT durchaus als wichtig einzustufen, schließlich erwirtschaften die Briten rund 40 Prozent des Jahresumsatzes und -gewinns in den USA. Und nicht nur das: Im Geschäft mit den Tabakverdampfern und E-Zigaretten präsentierte BAT zuletzt Wachstumsraten von fast 30 Prozent. Experten erwarten deshalb über Jahre hinaus Steigerungen beim Konzerngewinn und bei der Dividende. Natürlich ist auch weiterhin Geduld und Durchhaltevermögen notwendig, schließlich kann sich die Nachrichtenlage auch wieder einmal drehen. Aber: Wer jetzt einsteigt (oder nachkauft) sichert sich die BAT-Aktie immer noch mit einem satten Rabatt und einer hohen Dividendenrendite.

 

Swedish Match obenauf
Muss der Nikotingehalt in Zigaretten gesenkt werden, um die Suchtgefahr zu verringern? Verbietet die US-Gesundheitsbehörde Glimmstängel mit Mentholgeschmack oder bleiben sie erlaubt? Solche Fragen haben die Aktien der traditionellen Zigarettenkonzerne seit 2017 auf Talfahrt geschickt. Fein raus ist dagegen Swedish Match, der Anbieter von rauchfreien Alternativen wie Snus-Lutschtabak. Zwar hat auch die Aktie der Schweden in den vergangenen zwei Jahren ordentlich geschwankt, doch unterm Strich stimmt das Ergebnis: Mit knapp 50 Euro notiert sie nur knapp unter dem Allzeithoch. Auftrieb gab im Herbst 2019 die Entscheidung der US-Gesundheitsbehörde, dass der Genuss von Snus-Beutelchen im Vergleich zu traditionellen Zigaretten als harmloser bezeichnet werden darf. In der Folge dürften mehr Raucher auf die Produkte der Europäer umsteigen. Das ist zwar keine Garantie für weitere Kursanstiege, zumal schärfere Regulierungen und andere Einschränkungen jederzeit auch Swedish Match treffen können, aus unserer Sicht bietet ein Investment in die Aktie aber weiterhin Chancen.

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vibou
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Betreff: Tabakindustrie

Zuletzt gelesen im Stuttgarter AktienBrief:

BAT ist nicht immun gegen das Virus – verdient aber trotzdem mehr
Nachdem im Mai der Konkurrent Imperial Brands (u. a. Gauloises, West) die Dividende um ein Drittel gekürzt hat, machte sich auch bei manchen BAT-Aktionären ein mulmiges Gefühl breit. Befürchtungen, dass British American Tobacco jetzt ebenfalls die Ausschüttung zurechtstutzen muss, scheinen jedoch übertrieben. Der Tabakkonzern hat zwar diesen Monat seine Jahresprognose leicht gesenkt, rechnet aber nach wie vor mit Wachstum. BAT bekommt die Coronakrise bislang nur in einigen Schwellenländern zu spüren, außerdem ist das lukrative Duty-Free-Geschäft an Flughäfen zeitweise weggebrochen. Dafür laufen die Geschäfte im wichtigen US-Markt hervorragend. Experten erwarten deshalb für dieses Jahr unter dem Strich ein Gewinnplus von über 20 Prozent auf fast sieben Milliarden britische Pfund. Sieht man vom Jahr 2017 ab, als ein Buchgewinn im Zuge der Reynolds-Übernahme das Ergebnis nach oben katapultierte, wäre es das beste Jahr in der Firmengeschichte. Auch der Ausbau bei Alternativen zur herkömmlichen Zigarette wird konsequent fortgeführt. Diese Woche meldete der Konzern, dass der Tabakerhitzer Glo nun auch in Deutschland auf den Markt gebracht wird – ein direktes Konkurrenzprodukt zu IQOS von Philip Morris. Die Tabakbranche bleibt zwar generell ein eher schwieriges Pflaster, BAT ist jedoch zweifellos einer der attraktivsten Branchenvertreter.