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Aufsteiger
Beiträge: 2
Registriert: 08.12.2014

Hallo zusammen,

 

ich benötige Hilfe wegen einer Verkaufsabrechnung, die ich nicht nachvollziehen kann. Vielleicht übersehe ich einfach irgendwas?

 

Verkauft wurden alle angesammelten Anteile am dbx1da aus einem Sparplan, 43,93333 Stücke insgesamt und verteilt auf zwei Orders (43 + 0,93333 Stücke). Die Sparplanausführungen fanden von 2013-2016 und dann nochmal von 2018-2019 statt und waren im Rahmen der Sparplanaktionen immer ohne Ausgabeaufschlag.

 

Weil ich die Sparrate zwischendurch mal um krumme Beträge erhöht habe, um überschüssiges Geld zu investieren, kam ein insgesamt investierter Betrag von 4.461,39 € zustande. Es wurden bis dato keine Vorabpauschalen entrichtet.

 

Der Verkauf aller Stücke erfolgte nun zu einem Kurs von 116,080000 €, vor Kosten und Steuern ergibt das 5.099,78 € Rohertrag. Nach meiner Rechnung beträgt der KAPST-pflichtige Kapitalertrag dann 638,39 €. PortfolioPerformance kommt auf 639,40 €.

Die Abrechung weist jedoch einerseits einen "VeräußerungsVERLUST nach Differenzmethode" von 296,99 € (286,98 + 10,01) und einen KAPST-pflichtigen KapitalERTRAG von 731,60 € aus. Ich habe keinen blassen Schimmer, wie der Ertrag zustandekommt.

 

Über die Jahre wurden die folgenden Ertragsthesaurierungen ausgewiesen:
2014 - 0,00 €
2015 - 33,61 €
2016 - 57,00 €
2017 - 87,39 €
2018 - 86,86 €
Summe - 264,86 € (0,03 € Rundungsdifferenz zur Abrechnung)

 

Wie sich der Veräußerungsverlust errechnet, habe ich wohl gerade herausgerfunden, wenngleich der ausgewiesene Betrag um mehr als nur ein paar Rundungscent abweicht: 
In der Mitteilung zur fiktiven Veräußerung zum 31.12.2017 steht für 31,34786 Anteile ein Kurs von 125,88, also 3946,07 €. Beim Verkauf waren diese Anteile 31,34786 * 116,08 € = 3638,86 € wert, was einen Verlust von 307,21 € ergibt. Die danach angesparten 12,58547 Anteile haben zusammen 1450 € gekostet. Die Veräußerung brachte 12,58547 * 116,08 = 1460,92 € und damit 10,92 € Gewinn. 10,92 - 307,21 = -296,29 € Verlust, wobei ich 0,70 € "Rundungsdifferenz" ziemlich viel finde).

 

Vielleicht noch zur Ergänzung die anderen Werte aus den beiden Abrechnungen (Abrechnung über Börse + Abrechnung der Bruchstücke):
Gebühren insgesamt - 18,93 € (18,93 + 0)
Steuern (KAPST + Soli) - 20,46 € (20,46 + 0)
Angerechneter Sparerpauschbetrag - 646,60 € (646,60 + 0)
Anrechenbare ausl. Quellensteuer - 7,40 € (7,40 + 0)
Bemessungsgrundlage KAPST - 77,60 € (77,60 + 0)
Verrechnungstopf Allg. nach dem Geschäft - 7,05 € (0 + 7,05)
Besitzanteilige Vorabpauschale - 14,98 € (14,92 + 0,06)
Teilfreistellungsbetrag - 93,57 € (90,55 + 3,02)
Teilfreistellungsquote 30%
Ergebnis fiktive Veräußerung 31.12.2017 - 678,06 € (678,06 + 0)
Akkum. thesaurierte Erträge fikt. Veräußerung 31.12.2017 - 264,89 € (264,89 + 0)

 

Meine Fragen dazu:
Wie kommt der ausgewiesene KAPST-pflichtigen Kapitalertrag zustande?
Wieso wandern lt. Abrechnung der Bruchstücke 7,05 € als Verlust in den allg. Verrechnungstopf?
Wozu steht da was von Vorabpauschale, wenn für diesen ETF nie welche gezahlt wurde?

 

Lieben Dank im Voraus für Ihre Hilfe!

Viele Grüße

Uli

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
Aufsteiger
Beiträge: 2
Registriert: 08.12.2014

Kaum abgeschickt, kommt mir zumindest für die erste Frage wohl die Erleuchtung. 

 

Folgendes habe ich gerade noch gerechnet:

Die ersten 31,34786 Stücke haben mich im Sparplan insgesamt ja 3011,39 € gekostet. Beim fiktiven Verkauf wurden dafür 3946,07 € erlöst. Macht einen Gewinn von 934,68 € (fiktiv). Davon darf ich nach dem blöden neuen InvStG nun aber nur 70 % des danach aufgelaufenen Verlusts von 296,29 € abziehen, also 207,40 €.

 

934,68-207,40 = 727,28 € KAPST-pflichtiger Kapitalertrag. 

Ist das richtig gerechnet? Das wären dann aber Rundungsdifferenzen von 4,32 €. Ganz schön viel. 

 

Viele Grüße

Uli

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