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ILKA80
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Betreff: Grundregeln beim Handel mit Aktien (eigene Erfahrungen)

Hi Ihr, das ist ja schon eine prima Trading-Checkliste geworden. Toll! Wie sieht es denn mit bestimmten saisonalen Trends aus? Gibt es
typische, saisonale Aus- oder Einbrüche, die man im Blick haben sollte?
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Startrader0378
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Betreff: Grundregeln beim Handel mit Aktien (eigene Erfahrungen)

Guter Hinweis!

 

Mitte März sind gehäuft markante Tiefs festzustellen (wie auch dieses Jahr) und natürlich September / Oktober. Eine sehr gute Zeit beginnt im Dezember bis ca. 09.01.. Dort sehen wir sehr häufig steigende Kurse.

 

Aktuelle Einschätzung zum Gesamtmarkt - es geht in Richtung 10.000 Punkte. Ich bin mir sicher, dass wir die schon im Mai sehen werden!

ILKA80
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Betreff: Grundregeln beim Handel mit Aktien (eigene Erfahrungen)

War reine weibliche Intuition, gibt ja schließlich auch Sommer- und Winterschlussverkauf Frau (zwinkernd)

 

Gibt es denn bestimmte Gründe für den typischen wiederkehrenden Preisverfall im Frühjahr und Herbst an der Börse und den Schwung nach oben zum Jahreswechsel? 

Startrader0378
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Betreff: Grundregeln beim Handel mit Aktien (eigene Erfahrungen)

Am Ende des Jahres wird das so genannte "Window-Dressing" betrieben. Das führt häufig zu steigenden Kursen. Für die saisonal schlechten Monate habe ich jetzt keine Erklärung parat. Das letztlich auch egal. Ich arbeite mit Wahrscheinlichkeiten und sobald diese über 50 % liegen, ist man an der Börse profitabel. :-)

InvestorLegend
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Betreff: Grundregeln beim Handel mit Aktien (eigene Erfahrungen)

Mir fehlt in der Diskussion noch ein Gesichtspunkt: Jeder Anleger sollte sich darüber klar sein, welchen Anlagehorizont er hat.

Wer kurz- oder mittelfristig kaufen und verkaufen will, also im eigentlichen Sinne handeln (engl. traden) will, ist im Tageschart gut aufgehoben (mal abgesehen noch schnelleren Anlagen im Stunden- oder Minutenbereich). Dann sitzt man aber tendenziell auch den ganzen Tag vor dem Bildschirm.

Wer eine langfristige Perspektive hat, sollte sich gar nicht um die täglichen Ausschläge kümmern, sondern die Wochen- oder Monatscharts betrachten.

Die Kunst ist dabei, konsistent in der Zeitebene zu bleiben. Ich verfolge u.a. auch eine langfristige Perspektive, also eigentlich investieren statt handeln. Lediglich zum Kauf oder Verkauf gehe ich in den Tages- oder Stundenchart.

Mit welchen Instrumenten man dann vorgeht, ist meines Erachtens gerade in der langfristigen Perspektive gar nicht mehr so entscheidend. Grundsätzlich sind alle Informationen in den Kursen (und Volumen) enthalten. Die grundlegende Technik mit Widerständen, Unterstützungen und diversen geometrischen Figuren hilft schon weiter, dies ist aber häufig auch von der individuellen Sicht auf den Chart geprägt. Ich nutze darüber hinaus auch gleitende Durchschnitte. Diese sind auf die jeweilige Kurskompression (Tag/Woche etc.) abzustimmen. Persönlich nutze ich im Stundenchart den 20er GD, im Tageschart den 200er und im Monatschart den 50er.

Als langfristiger Investor hat für mich die Fundamentalanalyse auch eine hohe Bedeutung. Kurz- und mittelfristig kann sich der Kurs den Fundamentaldaten durchaus diametral entgegengesetzt entwickeln, auch für eine längere Zeit. Dessen muss man sich bewusst sein und  ggf. sehr konsequent vorgehen und auch bei starken Kursrückgängen investiert bleiben. Das kann schon sehr weh tun! Auch ist die Fundamentalanalyse auch nicht so ganz einfach durchzuführen. Methodisch korrekt müsste man einen inneren Wert ermitteln, unterhalb dessen man den Titel kauft und später oberhalb des inneren Wertes wieder verkauft. KGV, KUV oder Kurs/Cash Flow bieten ganz gute Indikationen, sind aber immer auch von den Bilanzierungsvorschriften und der Politik des jeweiligen Unternehmens abhängig.

Letztlich sollte sich jeder Anleger auch Gedanken über eine Vorauswahl der Werte machen, in die er investieren will. Denn schon bei Betrachtung der Werte der grossen europäischen und amerikanischen Indizes sowie einiger asiatischer Werte kommt man schnell auf 1000 Aktien. Die kann niemand mehr tracken!

Niemand kann in die Zukunft schauen, aber es gibt eine grosse Menge an Papieren, die über einen langen Zeitraum (ich schaue mir 10 Jahre an) überdurchschnittliche Renditen >10% pro Jahr bieten. Und dies bei unterdurchschnittlichem Risiko, gemessen an Verlustmonaten in der Vergangenheit. Dies ist keine Garantie für die Zukunft bringt aber generell zusätzliche Sicherheit. Ich habe mir auf diese Weise ein Portfolio von ca 200 Werten zusammengestellt, aus dem ich mir durch Schnitt eines gleitenden Durchschnitts oder Brechen einer Widerstandslinie oder passender fundamentaler Kennzahlen Werte zum investieren aussuche.

ILKA80
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Betreff: Grundregeln beim Handel mit Aktien (eigene Erfahrungen)

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@Startrader0378ah, Danke, "Window-Dressing" leuchtet ein.

@InvestorLegend:
"Denn schon bei Betrachtung der Werte der grossen europäischen und amerikanischen Indizes sowie einiger asiatischer Werte kommt man schnell auf 1000 Aktien. Die kann niemand mehr tracken!"

Hat denn da noch niemand ein Tool für entworfen/erfunden, was aus diesen 1000 stets die auffälligsten 100 automatisch auf den Schirm ruft und Signale setzt??

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Berliner
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Betreff: Grundregeln beim Handel mit Aktien (eigene Erfahrungen)

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Gute Idee, @ILKA80. Wäre natürlich schön, wenn man in so einem Tool auch individuell filtern könnte. Also z.B., dass man nicht in Rüstungswerte investieren will oder so.

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ILKA80
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Betreff: Grundregeln beim Handel mit Aktien (eigene Erfahrungen)

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Guten Morgen @Berliner und @all,

würde mal davon ausggehen, dass solch ein Tool nur mit Trading-Profis optimal entwickelt werden kann, bzw. falls es so etwas bereits gibt, die T-Profis daran beteiligt waren.

 

Ob derartige Einstellungen zu den Must-Haves gehören, kann ich schlecht beurteilen. Schön wäre es - wenigstens als Option für die Idealisten Frau (zwinkernd)! Geht es aber irgendwann nicht immer nur um den größten Ertrag und damit um das größte Erfolgs-Erlebnis, was einen Trader so antreibt? Wieviel Idealismus kann sich ein Trader dabei wirklich leisten?

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Startrader0378
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Betreff: Grundregeln beim Handel mit Aktien (eigene Erfahrungen)

Selbstverständlich gibt es bereits solche Handelssysteme, die automatisiert Kaufen und Verkaufen. Aber dann übernimmt die Maschine und die Software muss regelmäßig auf die veränderten Marktverhältnisse angepasst werden. Ich trade lieber selbstständig.

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Berliner
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Betreff: Grundregeln beim Handel mit Aktien (eigene Erfahrungen)

Da gebe Dir Recht, @Startrader0378, ich würde auch nicht ein Computerprogramm für mich traden lassen. Aber es wäre ja interessant, wenn ein Tool mir als Anfänger Tipps geben würde, was eventuell sinnvoll sein könnte. Entscheiden würde ich natürlich immer noch selbst wollen. Ist ja schließlich auch mein Geld…

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