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stocksour
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Betreff: Einschätzung zur Marktentwicklung

Hallo, @badisch ,

vorab eine Ergänzung zu Deinen aufschlussreichen Ausführungen zum Thema Influenza-Viren:

Wir erinnern uns kaum noch, dass die hohe Fallzahl 17/18 maßgeblich der Tatsache geschuldet war, dass die damalige Grippe-Impfkampagne mit dem Dreifachwirkstoff - und nur der wurde von den GKVen bezahlt - am damals entscheidenden 4. Virenstamm völlig vorbei ging. Viren sind  tückisch, und ich meine es nicht zynisch, wenn ich sage, dass in unserer Gegend wenigstens das Klinikpersonal mit dem Vierfachwirkstoff geimpft wurde; so viel ich weiß lassen die GKVen seit 18/19 ebenfalls den 4-fach-Wirkstoff zu.

 

Was ich aktuell für die "Post-Corona-Zeit" auf meiner Playlist habe, ist zum einen der weitere Logistikbereich, wie

Deutsche Post

Fraport

HHLA

TUI (zähle ich einfach mal dazu)

 

Teilweise wird, wie bei vielen Finanztiteln, schon wieder die Totalpleite gespielt.

ING z. B. schrammte letzte Woche knapp an einer Dividendenrendite von 10% vorbei ...

Citigroup kann ich (in EUR) billiger kaufen als vor 3 Jahren ...

Von beiden habe ich aber genug!

 

Zunächst versuche ich aber, Gelassenheit zu bewahren und weder Kauf- noch Verkaufsdruck aufkommen zu lassen.

Allerdings:

Der Spassfaktor bei diesem Geschäft war auch schon mal höher ...

 

 

 

 

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badisch
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Nachricht 242 von 485 (1.178 Ansichten)

Betreff: Einschätzung zur Marktentwicklung

[ Bearbeitet ]

@stocksour Ja mit dem quasi wirkungslosem Impfstoff hast du recht. Aber wir hatten jeden Winter viele Todesfälle durch Grippe/Influenza Viren und noch nie hatte das solche weltwirtschaftliche Auswirkungen wie bei dem Corona Virus. Ich suche für mich ja nur nach einer Erklärung für diese (Börsen)Hysterie. Ich denke mal dieser Virus ist nur ein großer Felsbrocken der die Lawine in der zuvor heiß gelaufene Börse ausgelöst hat.

 

@stocksour Der Spassfaktor bei diesem Geschäft war auch schon mal höher ...

 

Heute werden wir vielleicht einen neuen "schwarzen Montag" erleben. Die asiatischen Börsen haben schon reagiert, der Ölpreis ist im freien Fall (fast 30% Minus) weil die Russen mit den Saudis streiten, unser (verbündeter) Dammwärter Erdogan macht die Schleusen auf und fordert die Flüchtlinge auf illegal in die EU zu gehen, in Italien kommen wieder große Wirtschaftssorgen wegen dem Virus auf was sehr wahrscheinlich heute auch die Banken stark belasten wird, der kleine Rocketman in Nordkorea schießt mal wieder einige Raketen in den Himmel, die halbe Welt flutet mit neuem Geld die Märkte und England hat`s am schlimmsten getroffen  - Meghan und Harry verlieren ihren "senior royal Status"Frustrierter Mann.

 

Das ist doch der perfekte Cocktail für einen Börsencrash.  Heute purzeln die Stop Loss wie Domino Steine, die Shortzocker machen den Champus auf und einige Kleinanleger werden eine Schnappatmung bekommen wenn sie in ihr Depot schauen.

 

Also wenn das kein Spassfaktor ist Lachender MannFrustrierter Mann

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DerBietigheimer
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Betreff: Einschätzung zur Marktentwicklung

UND KOMMENDEN FREITAG HABEN WIR EINEN FREITAG DEN 13. !
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vibou
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Nachricht 244 von 485 (1.129 Ansichten)

Betreff: Einschätzung zur Marktentwicklung

@badisch   schreibt: [...]Ich denke mal dieser Virus ist nur ein großer Felsbrocken der die Lawine in der zuvor heiß gelaufene Börse ausgelöst hat.[...]

So ist es. Aber die Misere hat nicht der Virus ausgelöst, sondern unsere Reaktion darauf.

Wir habe ganze Betriebsstätten geschlossen, ganze Regionen abgeriegel, die Leute nach Hause geschickt, usw. Diese Maßnahmen sind wahrscheinlich richtig, aber die Wirtschaften auf unserem Globus sind not amused. Ich schließe mich dem folgenden Beitrag an:

[...] Lehren aus der Crash-Geschichte:
 
Dabei kann ein Blick zurück in die Crash-Geschichte helfen. Seit 1950 hat es insgesamt 38 größere Korrekturen von 10 Prozent oder mehr im S&P 500 gegeben. Das entspricht einer Korrektur rund alle 1,81 Jahre. Insofern ist der jetzige Rückschlag - [...] - ohnedies überfällig.
Börsen-Korrekturen haben aber nicht nur eine gewisse Regelmäßigkeit, sie sind jedesmal in der Geschichte bislang gute Einstigesgelegenheiten gewesen. In ihnen stecken  statistisch mehr Chancen als Risiken. Seit 150 Jahren gab es ab einer Haltedauer von 20 Jahren keinen einzigen Zeitpunkt, an dem man als Investor Verluste gemacht hätte. Das umfasst sogar die Weltwirtschaftskrise von 1929 – und somit die wohl größte Börsenkrise, die die Investoren jemals zu durchleiden hatten.
Korrekturen dauern statistisch gesehen exakt 196 Tage. Das heißt im jetzigen Fall: Bis August sollte man wieder investiert sein. Was Korrekturen jedoch allesamt gleich haben: sie werden über kurz oder lang wieder durch steigende Aktienkurse aufgeholt. Seit 1950 hat es jedoch mehr als 18.000 Tage mit steigenden Kursen gegeben und lediglich über 7.000 Tage mit fallenden Kursen. Statistisch gesehen sind die Gewinnaussichten daher noch immer ein Argument, sich zu engagieren. Vielleicht ist die Coronakrise auch genau die Gelegenheit, auf die man nun seit acht Jahren vergebens gewartet hat. Das wäre der schwarze Schwan bald wieder weiß. [...]

Habe heute wieder ETFs 3,5% billiger eingekauft als am Freitag. Die nächste Order, mit einem Limit 3,5% unter dem heutigen Kurs ist schon gesetzt. So mache ich weiter bis keine Liquidität mehr da ist.

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Gluecksdrache
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Betreff: Einschätzung zur Marktentwicklung

Mein herzliches Danke für die wunderbare Analyse, @badisch!

 

Was ich ganz persönlich noch in meiner Glaskugel & als Ergänzung sehe: Ein paar Anleger, die ein bisschen zu früh wieder einsteigen. Roboter (traurig)

 

Bitte, bitte gaaaaaaaaaaaaaanz vorsichtig agieren. Es ist echtes Geld, was Ihr investiert.

 

Liebe Grüße

 

Glücksdrache

 

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badisch
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Betreff: Einschätzung zur Marktentwicklung

@Gluecksdrache Was ich ganz persönlich noch in meiner Glaskugel & als Ergänzung sehe: Ein paar Anleger, die ein bisschen zu frühwieder einsteigen. Roboter (traurig)

 

 

Mann (überglücklich) Da gehör ich ganz sicher mit dazu, da bin ich mir sicher - aber ich nehm`s mit Humor!!!!

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badisch
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Betreff: Einschätzung zur Marktentwicklung

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Also ich bin nochmal in den Keller gegangen und habe eine Flasche vom guten Roten aus dem Bordueaux geholt - der hilft etwas - hoffentlich, wobei - ich hätte vielleicht lieber eine Flasche Weißen nehmen sollen, die Farbe vom Roten erinnert mich stark an mein DepotMann (traurig).

Was ich mal wieder feststellen muß, die Ami`s verhalten sich einiges robuster als wir DAX`ler, z.B. eine Tesla hat Stand 18 Uhr "nur" 12,70% verloren, unsere Daimler die ja eine viel moderatere Bewertung hat 13,6% minus (vielleicht liegt`s an dem neuen schwedischen CEOMann (zwinkernd)). Ich werde mal bei meinen nächsten Einkäufen eher über den Atlantik schielen und mal schauen ob ich dort auch Schnäppchen einsammeln kann.

 

Übrigens muß ich @erich12 schon recht geben wenn er schreibt, dass die Beteiligung hier im Forum schon zu wünschen läßt. Bei der Comirgendnochwas ist es gelinde gesagt etwas vitaler. Allen weiterhin ein glückliches Händchen ...... Prost.

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Hawkwind
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Betreff: Einschätzung zur Marktentwicklung

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Sogar der TAN-Generator ist jetzt vom Virus getroffen und hat sich bei einer QR-TAN einfach aufgehängt. Erst ein harter Reset brachte Abhilfe. Mann (fröhlich)

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expat
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Nachricht 249 von 485 (855 Ansichten)

Betreff: Einschätzung zur Marktentwicklung

Unabhängig von den jüngsten Entwicklungen beim Öl, was mir eher in die Quere kam, hatte ich am Wochenende beschlossen meine Bestände deutlich zu reduzieren und das dann heute umgesetzt - auch zwecks Verlustbegrenzung (YTD: -25%). Weil ich wegen der Geschehnisse auf dem Ölmarkt dann offenbar nicht alleine war mit diesem Plan, dürften es nun ca. -30% sein. Von +14% noch Mitte Januar... Frustrierter Mann

 

Gegen eine schnelle Erholung von Börse und Lage sehe ich nämlich einige Gründe:
- Das Virus wird nicht einfach verschwinden. Es wird uns noch Monate, wenn nicht Jahre beschäftigen. Und noch zumindest über viele Wochen für schlechte Nachrichten sorgen. Auch die USA scheinen schlechter vorbereitet gewesen zu sein als gedacht.
- Wir befinden uns daher nicht am Ende der Epidemie wie China, sondern am Anfang.
- Ebenfalls wie in China wird die Wirtschaft danach nicht einfach weiterlaufen als wäre Nichts passiert. Die Ausfälle von Personal, Produktionsstätten, Veranstaltungen etc. etc. kosten eine Menge Geld.
- Viele durch Quarantänemassnahmen verursachten Probleme sind uns noch nicht einmal bekannt, geschweige denn quantifizierbar. Einiges wird man von China lernen können, Anderes ist nicht übertragbar.
- Wahrscheinlich wird sich strukturell Einiges ändern, etwa bei der Organisierung der Standorte. Auch das kostet Geld und braucht Zeit, bis Alles wieder läuft wie geschmiert.

 

Sehr bedauerlich ist, dass der russische Rubel so stark zum EUR verloren hat, aber wohl eine Folge des Ölpreis-Crashs und in Verkennung der offenbar ordentlichen Vorbereitung Russlands auf so einen Fall.

 

Eine gute Nachricht ist, dass Rezessionen bisher meist viel kürzer waren als gedacht. Die in den letzten Dekaden waren eigentlich immer sehr schnell vorbei und dann ging es wieder nach Oben. Und bei der Börse bekanntlich meist schon vorher:

 

https://boerse.ard.de/boersenwissen/boersenwissen-fuer-fortgeschrittene/koennen-wir-aus-historischen...

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AndreK
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Betreff: Einschätzung zur Marktentwicklung

Hallo @expat ,

 

Zitat: Das Virus wird nicht einfach verschwinden. Es wird uns noch Monate, wenn nicht Jahre beschäftigen. Und noch zumindest über viele Wochen für schlechte Nachrichten sorgen.

Da gebe ich dir recht. Aber entscheidend ist nicht das Virus, sondern was in den Köpfen der Menschen (hier speziell der Markteilnehmer) vorgeht. Die Menschen vergessen das Virus allmählich weil sie sich daran gewöhnen und damit leben lernen. Das geht schneller als man denkt.

Wenn mal alle "zittrigen Hände" den Markt verlassen habe, kommt der Zeitpunkt an dem auch schlechte Nachrichten keine weiter fallenden Kurse mehr auslösen. Spätestens hier sollte man investiert sein, sonst laufen die Kurse davon.

Da man allerdings diesen Punkt nicht beziffern kann, ist es immer besser in einen Crash hineinzukaufen, nach dem Motto "Kaufen wenn die Kanonen donnern".

Ich gebe zu, dass das mental nicht ganz einfach ist wenn man eine solche Marktsituation zum ersten Mal erlebt, aber es lohnt sich.

 

Den anderen Spruch „Diesmal ist alles anders“ höre (oder lese) ich seit 40 Jahren bei jedem Crash, aber der Verlauf war trotzdem immer der gleiche.