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
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Neben den üblichen Verdächtigen gibt es vermehrt auch warnende Stimmen von amerikanischen Großbanken.

Es sind teilweise schon wahnwitzige Bewertungen im Markt, Coinbase oder Tesla sind dafür gute Beispiele.

Die an den Börsen gehandelten Firmen sind überwiegend von Covid gar nicht betroffen.

Spannend wird was in Deutschland passiert, wenn das Kurzarbeitergeld ausläuft und das Insolvenzrecht wieder voll greift.

Da könnte es durchaus Stimmungsdämpfer geben.

Aber eine vernünftige Alternative zur Börse gibt es derzeit nicht und deshalb werde ich es machen wie beim letzten Mal.

Als es abwärts ging, habe ich über enge Stopps viele Aktien verkauft und bin später günstiger wieder eingestiegen.

Das hat sich trotz der kurzen Abwärtsphase gelohnt und meine Rendite um mehr als 10 Prozent gesteigert.

Unter stärkster Beobachtung steht derzeit mein Bitcoin Investment, wo aus einer Spaßposition mein größter Depotposten geworden ist.

Aber auch da lasse ich die Gewinne laufen, solange es weiter aufwärts geht.

Es sind jedenfalls spannende Zeiten und trotzdem dürften alle Investierten deutlich in der Gewinnzone liegen, egal welche Strategie sie gewählt haben.  


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Nur damit Ihr alle Bescheid wisst:

"Sell in May" kostet Rendite

Mit dem nahenden Ende des Monats April wird wie üblich auch schon wieder über das Motto "Sell in May and go away" gesprochen. Das Befolgen dieser möglicherweise bekanntesten aller Börsenweisheiten zehrt aber lediglich an der Rendite, wie Fondsmanger Sven Lehmann von der Vermögensverwaltung HQ Trust für den US-Index S&P-500 errechnet hat.

Zwar habe die Rendite derjenigen, die von Mai bis September nicht investiert waren, immerhin jährlich 6,3 Prozent betragen, sagt er mit Blick auf die vergangenen 150 Jahre. "Am besten wäre es allerdings gewesen, gar nicht zu verkaufen", so Lehmann. Denn dann hätte die Wertentwicklung bei jährlichen 9,2 Prozent gelegen.

 

Quelle bzw. Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/ros

(END) Dow Jones Newswires

April 19, 2021 06:10 ET (10:10 GMT)


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Nur damit Ihr alle Bescheid wisst:

@stocksour 

Ich kann nicht so ganz erkennen, ob du die Ergebnisse von Sven Lehmann nur zur Diskussion stellen willst oder ob  langfristiges Investieren dein Handeln bestimmt.

"Modernes Investieren" geht ja heute bei vielen Privatanlegern anders und ist erfolgreicher, sagen die "trend is your Friend" Fans. 

Es kann ja sein, dass Spekulieren mit Trendaktien mehr Performance bringt. Ob das auch langfristig gilt, wage ich zu bezweifeln.

Es ist mir auch egal, ob Trendnachfolge erfolgreicher ist als "Kaufen und Liegen lassen". Mir reichen 6-8% p.a. Zuwachs allemal, und das mit wenig Risiko und ohne Hin und Her.

Große Vermögensverwalter legen a la Buffett an und verändern ihre Depots nicht merklich. Black Rock ist in fast allen großen Unternehmen beteiligt mit einem fast konstanten Prozentsatz.

Ich orientiere mich sehr an der Anlagestrategie und an den Depotwerten der Itzehoer und der Stuttgarter.

 

Um die Kurve wieder zum Thema zu bekommen, hier ein Kommentar von J. Brandmaier

 

 

Joachim Brandmaier (59): „Höhenangst auf einem Berg kann angebracht sein. An der Börse ist aber jeder Gipfel nur Zwischen­station zum nächsten."

 

Hausse, die Zeit der Ernte?


Liebe Leserinnen und Leser,

eine Hausse ist doch die schönste Zeit an der Börse. Auch die Zeit der Ernte? Wenn die Aktien über einen längeren Zeitraum steigen, fühlt sich der Börsianer wie im Paradies. Täglich schaut er mehrmals auf den Wert seines Depots und hat regelrechte Glücks­gefühle beim Anblick seiner Aktien, gleichzeitig wächst aber auch die Verlustangst. Schließlich will man den neu erworbenen Reichtum nicht gleich wieder verspielen.

Wie also verhält man sich richtig: Gewinne laufen lassen – wie es in einem alten Sprichwort heißt? Oder gilt eher das andere alte Sprichwort: Vom Gewinne mitnehmen ist noch keiner arm geworden?

DAX und Dow Jones klettern derzeit nahezu jeden Tag auf neue historische Höchststände, aber so richtig freuen sich nicht alle Börsianer. Die einen nicht, weil sie mit Aufkommen der Coronakrise im April letzten Jahres ihre Aktien entnervt verkauft haben. Die anderen sind zwar investiert, leiden aber jetzt unter akuter Höhenangst. Muss einem angesichts der jüngsten Bestmarken tatsächlich schwindlig werden?

Meine Meinung kennen Sie: Kurzfristig ist an der Börse alles möglich. Deshalb kann ich nicht ausschließen, dass sie sich nach dem rasanten Aufschwung eine Auszeit nimmt. Selbst heftige Rückschläge sind jederzeit drin. Mit diesem Risiko müssen wir als Börsianer leben. Wir müssen uns aber auch damit abfinden, dass kein Mensch vorhersehen kann, WANN die Aktien das nächste Mal einen Schwächeanfall erleiden. Es kann nächste Woche so weit sein, aber eben auch erst in ein paar Jahren. Darauf zu spekulieren, ist pure Glücksache.

Was uns weiterhilft, um erfolgreich zu investieren, ist der Blick auf die langfristige Marsch­richtung der Börse – und die zeigt seit über 100 Jahren ganz klar nach oben. Auch wenn wir es in den turbulenten und teils schmerzhaften Zeiten seit der Jahr­tausendwende womöglich vergessen haben: Langfristig betrachtet sind neue Höchststände an den Aktienmärkten die Regel – und kein Grund, das große Flattern zu bekommen.

 

 

Entscheidend ist letztendlich die Auswahl der richtigen Aktien. Setzen Sie auf Unternehmen, mit denen Sie durch **bleep** und dünn gehen können. Sachwerte bei denen meist auch noch während man diese besitzt eine gute Dividende hinzukommt, gedeiht und wächst! 

Zitat Ende

 

Procter & Gamble ist schon seit über 30 Jahren die Lieblingsaktie des Herausgebers.

Mit dieser Aktie kann ich auch schon lange gut schlafen.  Gestern hat PG zum 65. Mal die Dividende erhöht. jetzt 0,87€.

Ich habe die Kursschwäche zu einem weiteren Nachkauf genutzt. 111,80€.

 


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"Nur damit Ihr alle Bescheid wisst".

Hallo, @erich12 :

Der Beitrag war ausschließlich ironisch gemeint, somit nicht diskussionswürdig.
Sven Lehmann war mir überhaupt kein Begriff. Was bewegt einen Fondsmanager (kraft Ausbildung Finanzmathematiker, kraft Amtes Vermögensverwalter), eine von der Realität überholte Börsenweisheit sinnlos 150 Jahre zurück zu rechnen?
Weil er es zu können glaubt, und weil es kaum jemand nachprüfen will oder wird.

 

Solche Ergebnisse tangieren mein Anlageverhalten nicht im geringsten, genauso wenig wie eine Reihe weiterer, z.B. "in diesem Fachblatt" nachzulesender Weisheiten, abgesehen von der letzten: "Niemals alle Eier in einen Korb legen"

 


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@stocksour 

Danke für die Aufklärung. Ironie lässt sich in einem SM Forum nicht so einfach erkennen. 

Es würde mich aber jetzt  doch interessieren, wie du deinen diversen Eier aus dem riesigen Haufen herauspickst und wie lange du sie hältst.

 

Apropos : Lehmann 9%.  Ich brauche nicht so lange theoretisch zurückrechnen. In den letzten 10-12 Jahren hat mein Depot locker diese Marge erzielt. Sandkastenspiele sind das eine, Fakten etwas anderes, gell?

 

Was zählt, ist aber die Zukunft. Die Börse nimmt immer diese vorweg, wie die hohen Kurse in der jetzigen Krise zeigen.

 

Wenn die Krise vorbei ist, schaltet die Börse meist auf Abwärtstrend.

Noch sind die Ampel auf Grün gestellt, zumindest in den USA. Im Billionen Projekt Bidens sehen viele Amis große Chancen.

Deutsche sehen "naturgemäß" vor allem Risiken, nicht nur an der Börse.

Ich habe in meinem Handeln die Weisheiten von Buffett und Kostolany verinnerlicht. In diesem Sinne agieren auch Brandmaier und Co.

Solide Dividendenpapiere zu tiefen Kursen kaufen und liegen lassen.  Dividendenaristokraten erzielen alleine durch die Erhöhung der Dividende  eine erstklassige Performance.


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Das Billionen Dollar Projekt Bidens wird aber nicht gleichmäßig alle amerikanischen Aktien befeuern.

Was aber alle betrifft ist die gewünschte Erhöhung der Kapitalertragssteuer von 20 auf 39,5 Prozent.

Ich denke so einen Punkt kann man nicht nur als Deutscher durchaus als Risiko sehen.

Und wenn die Unternehmenssteuern wieder angehoben werden, wird das auch Einfluss auf die Unternehmensergebnisse haben.

Als Aktionär ist man gut beraten sowohl die positiven, als auch die negativen Meldungen zu beachten.


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@juvol 

Mit meiner Aussage "typisch deutsch" habe ich dich nicht gemeint . In bezug Risiko spielst du in einer anderen Liga. Und ich meine damit auch nicht die "jungen Wilden" , die jetzt zuhauf an die Börse drängen und "Robin Hood" spielen.

 

Pauschalurteile treffen nie auf alle zu, aber auf ganz viele.

Das sagt Bernecker  : Amerikaner sehen in einem Geldgeschäft vor allem Chancen, Deutsche vor allem Risiken.

Wer reicher geworden ist, kann man überall nachlesen.

 

Du hast recht. Bei der Betrachtung einer Aktie sollte man  Chancen und Risiken gegeneinander abwägen und dann Investieren, wenn man die Chancen höher einschätzt als die Risiken.

Das gelingt nur, wenn man das Unternehmen so gut wie möglich kennt. So kann man auch erkennen , ob das Unternehmen unterbewertet ist. Je preiswerter man die Anteile bekommt, umso geringer ist das Verlustrisiko.

Du weißt selbst, dass dies nicht immer so klappt. Auf die Gesamtperformance aller Aktien kommt es an.

 

Klar, nicht alle Untenehmen werden an diesem Projekt zusätzliche Umsätze machen. International aufgestellte Rohstoff- ; Bau, Industriekonzerne werden sicherlich dabei sein. z.B.  BHP, Rio Tinto, Caterpillar , Heidelberg Cement . Deren Kurse sind ja im letzten Jahr schon fulminant gestiegen und sind trotzdem noch preiswert und zahlen eine ordentliche Dividende.

 

Ich kenne mich nicht mit den Unternehmenssteuern aus. Soweit ich weiß sind diese im Vergleich zu anderen Ländern sehr niedrig.

Vor allem Trump hat den Unternehmen Steuergeschenke gemacht, sie gegen Steuerforderungen aus dem Ausland geschützt.

Nicht umsonst machen US Unternehmen exorbitante Gewinne, so dass sie Jahr für Jahr Dividenden erhöhen und milliardenschwere Rückkäufe eigener Aktien vornehmenkönnen.

 

Nein, US Unternehmen leben in einem "Paradies" , auch die Aktionäre. (vielleicht in einem kleineren , wenn die Steuern erhöht werden.

Selbst Buffett war oder ist das zuviel. Er sagte einmal: Meine Sekretärin zahlt mehr Steuern (prozentual) als ich.

 

Wie das in D ist, muss man nicht näher erläutern. Unsere Politik lässt keine Unternehmens- und Börsenkultur zu.

Sorry, jetzt bin ich aber etwas vom Thema abgekommen.

 

 

 

 

 

 


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Ich bin der Meinung, dass man nur dann sinnvoll aussteigen kann, wenn man es macht, so lange der Himmel bei strahlender Sonne blau ist. Also niemand etwas Böses erwartet. Wie das jetzt rund um den Erdball der Fall ist. Sobald die ersten Regentropfen fallen, wollen alle gleichzeitig aussteigen. Weil natürlich die meisten ihr dickes Portfolio vor dem Absturz retten wollen. Aber dann ist es zu spät und man kann nur noch mit Verlust verkaufen. Der Trigger für eine solchen Stimmungsumschwung ist dann irgendein Ereignis, was KEINER erwartet hat bzw. was keiner erwarten konnte. Weil ja der Himmel momentan so blau ist. Man soll die Party verlassen, wenn es am schönsten ist.

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@fredott 

Du hast mit deiner Meinung recht , wenn du Börse als kurzfristige Spekulation siehst.

Dein letzter Satz deutet darauf hin.

 

Ich sehe Börse als langfristiges Hobby, das nicht nur Spaß macht , sondern bisher viel Geld eingebracht hat.

In meinem Alter muss ich mich nicht mehr um Vermögensbildung zur Altersvorsorge kümmern.

 

Soll ich jetzt bei "strahlendem Börsenwetter" meine Aktien teilweise oder ganz verkaufen?

Wenn ja, was mache ich mit dem Cash? Aufs Sparkonto legen? Nullzinsen.

 Immobilien kaufen?  Zu teuer, bringt mit Sicherheit Ärger?

Gold kaufen ? Keine Zinsen, nur Kosten

Alles auf den Kopp hauen ? Dafür bin ich zu sehr "Schwabe"

Mehrere Jahre auf Weltreisen? Das macht meine Frau nicht mit.

 

Ich bleibe bei meinem Hobby.

Ich investiere auch nicht in Trendaktien, sondern in Qualitätsaktien, die es auch noch in 10, 20 Jahren gibt.

 

 

 


Gelegentlicher Autor
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Nein, eher keine kurzfristige Spekulation, sondern eine langfristige. Ja, einige Monate oder Jahre Cash halten und nach z.B. 30% Rückgang bei Aktien wieder gerne voll einsteigen. Einige Jahre Cash während einer Baisse ist doch kein Problem. Gibt zwar keine Zinsen, aber wenn die Börse nach geschätzt 12 Jahren Aufschwung längere Zeit nach unten geht hat man doch mit Cash nichts verloren. Man muss natürlich einen Parkplatz ohne Minuszinsen suchen. Das wird immer mehr zur nächsten Herausforderung werden. Geldmarktfonds konnte man früher zum Parken benutzen. Aber die verlieren ja im aktuellen Umfeld auch. Ja, bei Immobilien ist es im Moment definitiv eine Blase. Um alte Autos oder Kunstgegenstände zu kaufen muss man sich in diesem Markt gut auskennen. Usw. Also bliebt nur Cash. Wenn es sein muss bar im Schließfach. Darüber denke ich tatsächlich schon nach. Wie gesagt: Alles vor dem Hintergrund, dass Aktien nach dem langen Aufschwung irgendwann/demnächst (??) auch wieder verlieren werden. Und dass ich dann wieder einsteige. Das wieder Einsteigen ist dann auch nicht ganz so einfach. Denn wie findet man da den richtigen Zeitpunkt.

Nichts gegen die Idee, Qualitätsaktien langfristig zu halten. Aber das ist halt nicht meins: Jeder nach seiner eigenen Überzeugung.

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