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
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Registriert: 27.08.2017

Hallo an alle,

 

Ich bin Aktien und Fonds Anfänger und habe mal eine Frage. Wäre super nett wenn ihr mir helfen könntet. Es geht um den A0Q8NC ETFS DAXglobal Gold Mining GO

 

Das ist ein unfounded swap welchen ich gerne kaufen möchte. Ich verstehe aus dem Key Investor Document nur ein paar Dinge nicht:

 

Nachbildung: Um den Index nachzuverfolgen, schließt die Gesellschaft überwiegend „Total­Return­Swap”­Vereinbarungen mit einer oder mehreren „Swap­Gegenparteien” (d. h. Investmentbanken).

--> Was heißt das? Ich dache SWAP ETFs dürfen maximal 10% in Swap Geschäfte investieren und der Rest muss selbst im Fonds physisch hinterlegt sein und jetzt steht hier ÜBERWIEGEND drin?

 

 

---> Weiterhin steht dort: das schreckt mich jetzt total ab obwohl ich vorher viel Gelsen habe, dass SWAP-ETFs gar nicht so viel Risikoreicher wären als physische und das Risiko ja eh auf 10% begrenzt wäre und jetzt lese ich das hier:

 

- Falls eine Swap­Gegenpartei nicht mehr bereit oder fähig ist, Swaps mit dem Fonds einzugehen, wird der Fonds nicht mehr in der Lage sein, den Index nachzubilden.

- Externe Dienstleister (wie Swap­Gegenparteien oder die Depotstelle der Gesellschaft) können in Konkurs gehen, ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Fonds nicht nachkommen oder Eigentum des Fonds nicht zurückgeben.

- Es besteht keine Kapitalgarantie oder Absicherung in Bezug auf den Wert des Fonds. Anleger können ihr gesamtes im Fonds angelegtes Kapital verlieren. Ich fände es super nett, wenn ihr mir eure Einschätzung dazu mitteilen würdet.

 

--> Auch habe ich mal gehört (Qulle weiß ich nicht mehr) dass manche SWAP-ETFs mehr wie 10% swappen würden, aber dann sollte man darauf achten, dass die Sicherheiten zu 100% aus AAA-Anleihen bestehen. Nur wenn das hier in dem Fall auch so wäre, würde es für mich doch den Sinn verfehlen. Ich suche ja geziehlt nach einem Goldminen ETF als Absicherung und Hedge, falls mal eine große Krise kommt und Geld nichts mehr wert wäre. Dann ist man mit Edelmeltallen sehr gut bedient. Jetzt frage ich mich, ob dieser Goldminen-ETF sein Ziel dadurch verfehlt, da scheinbar nichts physisch hinterlegt ist und die SWAPs im Falle einer Geldentwertung wertlos sein würden?

 

Wie ist eure Einschätzung dazu? Ich bin noch nicht so lange dabei, es wäre super nett, wenn ihr für einen Anfänger verständlich mit Bezug auf den A0Q8NC ETFS DAXglobal Gold Mining GO auf meine Fragen eingehen würdet

 

Viele liebe Grüße Andreas

3 ANTWORTEN 3

Enthusiast
Beiträge: 760
Registriert: 22.11.2016

Zu deinen eigentlich genannten Fragen kann ich dir leider keine Antwort geben. Allerdings würde ich meine persönlich Meinung zum Thema Gold vs. Geld nichts mehr wert mitteilen wollen.

 

Ich lese an viele Stellen Emfehlungen Gold zu kaufen, weil das Geld bald nichts mehr wert sein könnte.

Sollte es zu diesem Weltuntergangsszenario tatsächlich irgend wann einmal kommen, bringen Anteile an Goldminen nichts mehr. Was will man als Gegenleistung zu seinen Anteilen erhalten? Wo kann man diese Anteile dann überhaupt handeln? Alle Broker sind auf den Handel mit Geld eingestellt, welches aktuell ja nichts wert ist. Ich denke eher, dass in einem solchen Szenario keine Börse mehr offen sein wird.

 

Aus meiner Sicht kauft man Goldminen, weil man davon ausgeht, dass die Aufwendungen der Minen um das Gold zu fördern im Verhältnis zu einem steigenden Goldpreis immer rentabler werden.

 

Gold zu Absicherung kaufen, kann man machen, wenn es in die eigene Strategie passt.

Wer allerdings davon ausgeht, dass Geld nichts mehr wert sein könnte, müsste es an einen sicheren Ort lagern, zu dem nur er/sie Zugang hat. Allerdings frage ich mich, ob ich in diesem Szenario mein Brot für ein Stück Gold hergeben würde und wenn ja was ich verlangen würde. 1g, 1 kg oder mehr? Mit Gold könnte ich nur handeln, wenn ich jemanden finde, der Gold hat oder haben will aber nicht davon leben. Da kommt es dann eher darauf an, dass man ausreichend Reserven hat.

Sollte also wirklich diese Tag X einmal eintreten, werde ich vermutlich andere Probleme haben, da ich mich auf einen solchen Tag nicht vorbereiten werde.


Enthusiast
Beiträge: 813
Registriert: 08.12.2014

Hallo @giri,

 

von ETFs halte ich mich aktuell eher fern, weil ich den Aufwand nicht scheue direkt in Aktien zu investieren. Aus diesem Grund kann auch ich nicht direkt etwas zu Deiner Frage sagen. Allerdings bestätigt das meine Meinung zu ETFs, dass diese zumindest für unerfahrene Anleger völlig unerwartete Risiken beinhalten können, die Heute kaum jemand auf dem Zettel hat. Nicht nur ich, sondern eine ganze Reihe Profis sehen die starke Entwicklung zum ETF-Investment durchaus auch kritisch. Allerdings muss man natürlich zugeben, dass das relativ konkurenzlos ist, wenn man ohne viel Aufwand und Wissensaufbau in Aktien investieren will.

 

Ich teile da die Ausführungen von @urvater, möchte jedoch noch bisschen was ergänzen.

 

Meine Meinung zu großen System-Krise:

 

Bricht das Zahlungsystem komplett in sich zusammen, ist es das Beste wenn man Sachwerte hat. Aktien, also Firmenanteile sind Sachwerte und somit geeignet sein Vermögen bei einem Währungscrash zu schützen. Das können aber natürlich auch Immobilien oder Edelmetalle sein. Eine besondere Eignung von Edelmetal-Firmen kann aber auch ich hier nicht erkennen. Ich Gegenteil, wichtig wäre es in solide und große Firmen mit einem funktionierenden Geschäftsmodel zu investieren. Am besten Firmen die Dienstleistungen und Güter zur Verfügung stellen die auch bei großen wirtschaftlichen Verwerfungen unverzichtbar sind. Also so ganz grob Grundnahrungsmittel, Hygieneartikel Medizinbereich. Wenn Du wirklich massive Verwerfungen erwartest, ist dann halt auch jede beteiligte Partei ein potentieller Risikofaktor. Das ist zum Teil der Grund wieso ich verstärkt direkt in Aktien und nicht nur in Finanzprodukte investiere.

 

Zum Thema Gold bzw. Edelmetalle kann man sagen, das dass halt ein super Medium ist Werte zu erhalten und zu transportieren. Vorteil ist eben, Edelmetalle kann man Vergraben und Edelmetalle kann man in die Tasche stecken. Und mit hoher Wahrscheinlichkeit haben die nach der großen Verwerfung ihre Kaufkraft unverändert erhalten.

Allerdings ist das meiner Meinung nach eben eher ein Medium um die Werte über die Krise zu retten, statt damit in der Krise zu zahlen. Sollte die Versorgung mit Artikel des Grundbedarfs zusammenbrechen kann auch Gold und Silber eine dramatische Inflation erleben. Ich habe schon Aussagen gehört, dass das zum Beispiel im Balkankrieg so passiert ist: "Den goldenden Ehering für nen Sack Kartoffeln getauscht". In so einen Fall ist ein funktionierendes soziales Netz und zumindest Vorräte für 2-3 Wochen wohl der beste Rat.

 

Und die Frage die man sich halt sowieso immer stellen sollte, rentiert der Aufwand sich gegen solche Extremereignisse abzusichen? Die Wahrscheinlichkeit persönlicher Lebensrisiken wie Arbeitslosigkeit und/oder Krankheit sind doch ungleich höher als ein Systemcrash. Also ist die eigene finanzielle Situation gesund? Hat man ausreichend liquide Rücklagen? Auch hier das Thema, stimmt das soziales Netz?

 

Ich sehe hier eben die Gefahr das man so fixiert auf das eine Szenario ist, dass man andere Risiken eingegangen ist, die einem beim eintreten anderer Szenarien dann auf die Füße fallen. Oder dass man so viel Renditepotential verschenkt hat, dass der Vermögensaufbau nicht voran kommt. Hierzu also auch der Gedanke baut man erst Vermögen auf oder gibt es ein großes Vermögen das man erhalten möchte? Das kann andere Maßnahmen erfordern.

 

Gruß

Myrddin


Enthusiast
Beiträge: 638
Registriert: 14.11.2016

Ein bemerkenswerter Fragekomplex für einen "Anfänger". Ich hoffe ja, das ist kein Trollbeitrag...

1. Wenn man sich gegen einen Kollaps des ganzen Finanzsystems (so verstehe ich hier "Geldentwertung") versichern möchte, sollte man das m.E. nicht am Finanzmarkt tun,.

2. Bei Rohstoff ETFs sind physisch replizierte (hinterlegte) unüblich, weil der Logistikaufwand viel zu hoch wäre. Vielmehr sind diese meines Wissens in der Regel voll synthetisch replizierend mit Swaps, d.h. zu 100%. Ein generelles Limit, erst recht bei lediglich 10% ist mir nicht bekannt und ergäbe sich höchstens aus den Einzelbedingungen des ETFs. Bei ETF's hat man generell ein Kontrahäntenrisiko und bei synthetischen ist dieses naturgemäss grösser. Dazu kommt, dass diese in der Zusammensetzung sehr deutlich vom Charakteristikum des Basisinstruments abweichen können. Die Details der Zusammensetzung und wie diese gewährleistet, dass das Basisinstrument trotzdem präzise abgebildet wird, ist eine absolute Profifrage, welche die tiefere Einarbeitung in das Vertragswerk sowie Interna des spezifischen ETFs und ggf. der Swaps erfordert. Genauer betrachtet ist das auch keine Frage mehr, sondern der Auftrag ein Gutachten zu erstellen. Und ich bezweifle, dass das hier Jemand, der das kann, so beiläufig und für ein "Like" und "Frage gelöst!" liefern wird.

3. Physisch hinterlegt ist bspw. XETRA Gold: DE000EWG0LD1, kein ETF, sondern ein ETC, das aber die hier skizzierten Bedürfnisse vielleicht eher befriedigen könnte: https://www.lynxbroker.de/etf-der-woche/sollte-man-in-xetra-gold-investieren/

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