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Junior Depot - Zugriff ab Volljährigkeit einschränkbar?

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Hallo,

 

laut Beschreibung haben Kinder ab Volljährigkeit volle Verfügbarkeit und Verantwort auf das für die angelegte Junior-Depot, sehe ich das richtig?

 

Wenn ja - ist es möglich, diese Verfügbarkeit einzuschränken? Mir geht es darum, dass man von 18jährigen wahrscheinlich noch nicht den verantwortungsvollsten Umgang mit solchen Summen erwarten kann. Mit Einschränkung meine ich z.B., dass die Zustimmung eines Elternteils für Transaktionen notwendig wird. Oder ggf. auch der komplette Zugriff noch länger bei den Eltern bleibt.

 

Weiß hier jemand etwas dazu?

 

Vielen Dank

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@FrankTT   lese einfach mal die Beiträge oben. Da steht schon fast alles drin.

 

Das Geld des Kindes ist des Kindes. Das Depot 17 Jahre auf das Kind laufen lassen und dann auf dich übertragen dürfte meines Wissens steuerlich kritisch sein. Denn die Erträge liefen auf den Steuerfreibetrag oder die NV-Bescheinigung des Kindes - also nicht auf deinen!!

 

Alles andere ist Glaskugel oder Kaffeesatz. Wer weiß heute, wie die Kinder in 18 Jahren ticken. Vielleicht bist du bis dahin auch schon tot und es wäre dir eh egal, weil du es nicht mehr mit bekommst?!?!

 

Glaube immer an das Gute im Menschen und insbesondere an das Gute in deinen Kindern (wobei der Glaube in der Pubertät schon auf eine harte Probe gestellt wird 🙂 ).

Du hast es in der Hand, sie mit dem nötigen Rüstzeug zu versehen und finanziell zu bilden.

 

Aber wegen vager und diffuser Ängste die Kraft des Zinseszinses nicht zu nutzen wäre der absolut falsche Weg.

 

Wenn du den Daumen drauf behalten willst, mache ein Unterdepot auf deinen Namen. Dann entscheidest du später. Geht halt von deinem Freistellungsauftrag ab und der spätere Übertrag oder die spätere Schenkung hat dann ihre eigenen Probleme oder ihre eigene Dynamik.

 

Wir hatten Minderjährigendepots. Die gingen mit 18 auf die Kinder über und gut.

Es ging gut, aber natürlich hätten sie das Geld auch für *bleep*, *bleep*, *bleep* oder *bleep* (um möglicherweise anstößige Inhalte zu vermeiden 🙂 ) ausgeben können. Aber irgendwann müssen sie mal selbst entscheiden, groß werden und auch ihre eigenen Fehler machen können.

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(...) einen Depotübertrag oder so etwas veranlassen (...)

@FrankTT :

Das käme einer unentgeltlichen Schenkung *) ohne Gegenleistung gleich.

 

Solange Dein Kind (zwischen dem 7. und dem 18. Geburtstag) nur beschränkt geschäftsfähig ist, könnte dies nur durch Willenserklärung des Kindes mit der Zustimmung der gesetzlichen Vertreter, also der Eltern, bewirkt werden.

(Dies ist nur meine Sicht der Dinge, kein Rechtsgutachten.)

 

Wenn das fast volljährige Kind da mitspielt, haben die Eltern etwas falsch gemacht ...(lol), sprich: die erzieherische Balance zwischen Egoismus und Altruismus nicht so ganz hin bekommen.

 

*) Schenkungsteuer in dem Fall:

Eltern fallen in Schenkungsteuerklasse II, Freibetrag 20.000 EUR, darüber 15 % Steuer bis zu einem übertragenen Vermögen von 75.000 EUR, usw. bis zu 43 %, wenn's denn mehr als 26.000.000 EUR sind.

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Hallo @FrankTT  Du schreibst: [...]Nur, was wenn der Junior mit 18 schlichtweg noch nicht die nötige Reife hat? [...] Da hast du dann etwas falsch gemacht. Aber was sollts, es ist ja nicht mehr dein Geld.

 

[...] Oder würde das steuerlich Probleme verursachen?[...] Damit ist auf jeden Fall zu rechnen.

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Vielen Dank für die Antworten!

Ich bin da im Grunde schon bei euch. Man sollte alles tun, um die richtigen Werte vorzuleben und dann müsste es schon klappen. Manchmal kommt nur leider das Leben dazwischen 😉

 

@vibou Wenn es so einfach wäre, und nur von den Eltern abhängt, wie sich ein 18 Jähriger entscheidet 😉 

 

Eine Alternative wäre noch: 50/50 Split. 50% gehen auf das Junior Depot 50% werden selbst angelegt. Mit 18 werden dann die Pläne besprochen und das Budget dazu ggf. quasi verdoppelt. Ist doch ein Idee...

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Hallo @FrankTT  [...] Wenn es so einfach wäre, und nur von den Eltern abhängt, wie sich ein 18 Jähriger entscheidet 😉 [...] So einen Zufall, gerade habe ich einen Artikel gelesen, in dem eine Studie erwähnt wird, in der sichtbar wurde, dass die Gene darüber bestimmen, zu einem nicht zu vernachlässigenden und von den Eltern nicht beeinflussbaren Teil, wie ein Kind sich im späterem Leben  entwickelt. Hätte ich den Artikel früher gelesen, hätte ich das Maul gehalten.

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@FrankTT   im Endeffekt musst du dich mit der ganzen Chose wohlfühlen. Wenn 50:50 für dich ok sind, dann ist es so. Du verschenkst vielleicht den Steuervorteil für die einen 50%, hast dafür aber die Finger drauf.

Selbst wenn du dann, bei guter Führung, die restlichen 50% "nachverschenkst" wirst du vermutlich nicht in irgendwelche Freibetragsprobleme kommen.
Oder du kannst "deine" 50% gezielt in die Ausbildung deines Nachwuchses investieren, also Auslandssemester oder so was.

Allerdings solltest du trotzdem im Hinterkopf haben, dass das Geld dem Kind geschenkt wurde und eigentlich diesem auch gehört.

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@maultasch Nur um Missverständnisse zu vermeiden: Natürlich gehört alles, was dem Nachwuchs geschenkt wird auch dem Junior. Wenn also jemand anderer Geldgeschenke macht, dann wandert das in das Juniordepot. Ich möchte aber eben auch aus meinem Einkommen einen Betrag X im Monat für den Junior sparen. Und das würde ich 50/50 aufteilen. Sprich einen Teil schenke ich gleich und den anderen dann eben in 18 Jahren... (Da ist es dann quasi nur eine Schenkungsabsicht) 😉 Also ich nehme niemandem etwas weg...

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Hallo @FrankTT   [...] Natürlich gehört alles, was dem Nachwuchs geschenkt wird auch dem Junior.[...] So ist es. Egal woher das Geld kommt, es ist dem Nachwuchs geschenkt. Ich würde daher keine komplizierte Tricks versuchen.

[...] Und das würde ich 50/50 aufteilen. Sprich einen Teil schenke ich gleich und den anderen dann eben in 18 Jahren..[...]  Nicht leicht zu verstehen. Also die Hälfte, die du nicht gleich verschenkst wandert für die nächsten 18 Jahren wohin?

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@FrankTT    es ist löblich, dass du parallel noch für deinen Nachwuchs was ansparst. Dann kannst du ja wirklich sauber trennen. Die Geschenke gehen ins Depot des Juniors und du sparst zusätzlich in einen Depotposten, der in deinem Depot ist aber gedanklich vielleicht schon oder auch nicht mal dem Junior gehört. 

 

Der volljährige Junior kann dann mit "seinem" Depot machen was er will, bei guter Führung gibt es von den Eltern noch einen Zuschlag.
Auch ein gangbarer Weg.

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@maultasch ja genau so hab ich mir das vorgestellt.

 

@vibou ich will auch keine Tricks versuchen, sondern nur sinnvoll sparen. Nicht dass Oma und Opa auf die Idee kommen ein Sparbuch anzulegen, mit 0,0001% Zinsen ^^ Maultasch hat das ganz gut zusammengefasst. Ich packe alles geschenkte aufs Juniordepot und die Hälfte von meinem Sparplan auch. Also wenn ich z.B. 100€ im Monat sparen will gehen 50€ auf das Juniordepot und 50€ auf einen Sparplan bei mir im Depot. Irgendwie so...

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