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Hallöle,hätt da mal ne Frage bezüglich etc sparpläne. Es steht manchmal bei etfs kostenlos bis z.B.2021 ,wenn ich diesen dann bespare bis zu diesem Zeitpunkt was soll ich dann tun, einen neuen kostenlosen etf suchen, oder mit Gebühr weiterlaufen lassen.Sonst habe ich ja z.B. in 10Jahren 20 verschiedene etf, und wie siehts steuerlich aus.Wäre nett wenn mir jemand helfen könnte

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
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Hallo,

...wenn du immer die gleiche ETF-Sparplan-Anlagestrategie bei möglichst geringen Orderkosten  fahren möchtest und du von dem Kostenvorteil der Angebote profitieren möchtest, bleibt dir wohl nur dieser Biss in den sauren Apfel und betreibst ähnlich wie beim Strom-/Gasanbieter-Wechsel ETF-Hopping, vorausgesetzt es stehen auch zukünftig, also über 2021 hinaus (X-trackers), gewisse Sparplan-Angebote zur Verfügung, die dir entsprechen.

Man könnte auch mal die Pferde tauschen, da muss man halt schauen.

Liebst du die Übersichtlichkeit, dann wären halt Ordergebühren für die außerhalb des Angebotszeitraumes georderten ETF-Sparpläne fällig...:(

Man könnte auch überlegen, das ganze in gößeren Tranchen über Einmalinvestitionen zu bewerstelligen, um ggf. Ordergebühren zu optimieren. Müsste man mal den Rechenschieber zücken......

 

LG

onra

 

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Erstmal vielen Dank für die Antwort Onra,

wenn ich dass richtig verstanden habe heißt dass z.B. 1mal msci world (x-trackers) und dann Gebühren oder Hopping 1mal x-trackers,1mal Lyxor usw. Habe ich beim Verkauf dann irgendwann einen Nachteil wenn ich viele Positionen in etf's habe oder fahre ich mit Gebühren und nur einer besser.

 

 

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
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Die Frage nach den Kosten regelt sich durch die Größe deiner Anteile. Ab 2000 € entsprechen die Ordergebühren den Mindestgebühren. Sind dann deine Anteile im Kurswert kleiner als 2000 € sind die pozentualen Gebühren eben teurer.

Weitere Nachteile entstehen nicht, wenn man mehrere ETFs sein Eigen nennt.

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
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Merce für die Antwort Urvater,
sehe ich dass richtig,jeder Sparplan sollte mindestens zu 2000Euro bespart sein und alles ist paletti?Bin Neuling und noch nicht so ganz fit in diesen Dingen.
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
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Hallo, @Wissenshunger :

Deine Frage nach den Kosten beim Verkauf hat @urvater etwas "sehr übergreifend" beantwortet.

 

Wenn Du 5 verschiedene ETFs im Bestand hast, zahlst Du beim Verkauf mindestens 9,95.- je ETF.

Wenn Du 20 verschiedene ETFs im Bestand hast, zahlst Du beim Verkauf auch mindestens 9,95.- je ETF.

Macht in Summe mindestens rund 150.- Mehrkosten beim Verkauf.

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
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Vielen Dank für die schnelle Rückmeldung Enthusiast, immer wieder schön sein Wissen auszubauen
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
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Hallo W.H.,

........also beim Ausstieg fallen dann allerdings die Verkaufsgebühren an und zwar je Position des ETF's. Bedenke! Der Verkauf erfolgt nur über einen Börsenplatz! Die Performance-Betrachtung solltest du bei gleicher ETF-Stategie über alle Positionen machen, da nach einer gewissen Zeit ja wieder ein neuer ins Spiel käme.

Was du beim Kauf an Gebühren zahlst bzw. nicht zahlst ist die eine Seite der Medaille.

 

Beim Verkauf über die Börse entstünden pro WKN meines Wissens folgende Kosten:

(sonst schau mal bitte im Preisverzeichnis nach......( Verkauf außerbörslich über Tradegate Exchange keine Börsenplatzentgelte!)

 

1) Grundpreis: 4,95€

2) Provision: 0,25% des Ordervolumens

Für1) und 2) mindestens 9,95€......maximal 69€

3)Courtage/Transaktionsentgelt: je nach Börsenplatz 0,08% des Volumens

4)Börsenplatzgebühr. meist konstant 2,50€

5) Hoffe, habe nichts vergessen!

 

Diese Ausstiegsbetrachtung käme dann natürlich für jeden einzelnen ETF in Betracht.

 

Besparst du nach dem Angebotszeitraum den gleichen ETF weiter und das Angebot wurde nicht verängert, dann fallen pro Kauf dann 1,5% des Ordervolumens im Sparplan an.

 

Also jetzt einfach mal einige fiktive Beispiele über mehrer Jahre, vielleicht sogar 10 Jahre und mehr mit mehreren Annahmevarianten durchrechnen und die Ergebnisse vergleichen.

In erster Näherung.....

10 Jahre lang monatlich 200€ in 5 verschiedene ETF`s, da Angebots-Hopping:

Gebühren Kauf: 0€, da immer Angebot zu 0€

Nach 10 Jahren Verkauf aller 5 Positionen auf einen Schlag.

Verkauf über Börse: angenommen, man hätte bei jedem ETF sogar Gewinne gemacht, wovon wir alle ausgehen wollen, hätte man nach 10 Jahren ein Volumen von 24000€ + z.B. 2400€ Kursgewinn = 26400€ (der Einfachheit halber, jeder ETF hatte den gleichen Ertrag).

Das wären pro Position 5280€:

Gebühren: 4.95€ + 13,20€ + Courtage 0,08% (4,22€) + 2,50€ = 24,87€

Das ganze x 5 wären 124,35€ Verkaufsgebühren über eine Börse.

Ginge das ganze über Tradegate Exchange, dann fielen die Börsengebühren weg und man könnte 5x 6,72€ = 33,60€ abziehen.

Dann wäre man bei 124,35€ - 33,60€ = 90,75€

 

Jetzt einmal das ganze mit einem ETF, der 2 Jahre im Angebot wäre und danach aus der Angebotspalette fallen würde.

Also 2 Jahre mit monatlich 200€ = 4800€

8 Jahre dann 19200€ mit 1,5% Ordergebühren bei Kauf. Die Gewinnentwicklung soll so sein wie oben beschrieben. Allerdings ziehe ich hier schon einmal vom Ertrag jeweils die 1,5% Ordergebühr ab, die ja nicht investiert werden und den Ertrag entsprechend schmälern (Zinzeszinsbetrachtung mal außen vor; das wären von den 19200€ immerhin 288€).

Am Ende ergäbe sich dann der Verkuf von nur einer Position mit einem Volumen von

24000€ + 2400€ - 288€ = 26112€.

Gebühren hier börslich:

4,95€ + 65,28€ = 70,23€, es gilt hier der maximale Betrag nach Gebührenverzeichnis von 69€! + 20,89€ (Courtage 0,08%) + 2,50€ = 92,39€

Wenn das ganze über Tradegate Exchange gehen würde dann abzüglich der Börsengebühren von 23,39€. Dann wären wir bei 69€.

Weniger Gebühren im 2. Fall. Aber, man muss ja noch die 288€ an zusätzlichen Gebühren berücksichtigen, die ja zu einem geringeren Ertrag geführt haben.

 

Fall1:                                                                                                                                                Volumen mit Ertrag:                                                                                                                   26400€ - 124,35€ (Börse) = 26275,65€                                                                        26400€ - 90,75€ (Tradegate) = 26309,25€

 

Fall2:                                                                                                                                      Volumen mit Ertrag:                                                                                                                        26112€ - 92,39€(Börse) = 2601,96€                                                                              26112€ - 69€ (Tradegate) = 26043€

 

Das ganze ergäbe dann in erster Näherung! eine Differenz von 256,04€ (Börse) oder

266,25€ (Traegate).

Also würde sich das Hopping bei vergleichbaren Performances auszahlen. Bestünde allerdings die ETF-Sparplanangebotsgeschichte mehr als 2 Jahre, müsste man einige Varianten dazu rechnen. Im Idealfall bei 10 Angebotsjahren mit 0% Ordergebühr, wovon ich momentan nicht ausgehe, ist die Variante mit nur einer Position natürlich die bessere.

Es ist also so wie immer. Hinterher ist man klüger und weiss eigentlich erst dann, ob man es richtig gemacht hat oder eben auch nicht. Aber es geht ja Gott sei Dank nicht um horrende Beträge..........

 

Steuerlich ist die ganze sache sowieso Hose wie Jacke.......

 

War zwar ein bischen Maikäferarbeit, aber ich wollte selbst auch einmal schauen wie sich der ganze Gebührendschungel darstellen würde. Hoffentlich habe ich keine Fehlerteufel eingebaut oder gedanklichen Unsinn gerechnet. Habe nicht noch einmal draufgeschaut.

Sollte jemand gravierende Fehler entdecken  oder sonstige Anmerkungen haben, danke immer gern, bin gerne lernfähig........:).

 

Man sollte auf jeden Fall auch einmal andere Varianten mit anderen Zeitfenstern oder Teilverkäufen betrachten, aber tendenziell sollten sich bei wenigen Tranchenverkäufen ähnliche Ergebnisse ergeben......

 

Ergänzung: Zu beachten wäre natürlich auch noch der wichtige Hinweis von @Lerwick, dass es im Laufe der Anlagedauer zu der ein oder anderen steuerschädlichen Fusion/Verschmelzung von ETF´s kommen kann, die dann automatisch einen Verkaufs/Kauf-Vorgang auslöst, der dann der Abgeltungssteuer unterliegt und zwar zu einem Zeitpunkt, den man nicht selbst in der Hand hätte. Dieses Ereignis ist natürlich bei nur einem ETF wesentlich gravierender als bei einem Bestand von mehreren.......

In diesem Zusammenhang wäre vorher auch einmal das ETF-Volumen zu prüfen, da die Wahrscheinlichkeit einer Fusion bei kleinen Volumina ungleich gößer ist als bei größeren.

Das Domizil auch im Auge behalten, da eine länderübergreifende Fusion mit ISIN-Änderung ebenfalls steuerschädlich sein kann. Z.B. von GB-ISIN auf IE-ISIN oder LU-ISIN oder auf was auch immer. Bei dem derzeitigen BREXIT-Theater ist vieles möglich, insbesondere für GB-ISIN's.

 

LG

onra

 

 

 

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@onra: Quod erat demonstrandum.

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Hallo stocksour,

.....ja, ja Latein ist die Mathematik der Sprachen, aber mehr auch nicht. Mathematisch gibt es keinen eindeutigen Beweis für die ein oder andere Variante, weil die ganze Betrachtungsweise davon abhängig ist, wie lange ein Angebotssparplan läuft und wie lange man von der 0€ Order profitieren kann. Geht die Werbeaktion flöten, dann musst du die 1,5% Kauforderkosten ja wohl gegenrechnen, alles andere wäre unseriös..........

 

LG

onra

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