Mobiles Bezahlen im Urlaub

von am ‎01.09.2020 14:10 - zuletzt bearbeitet am vor 2 Wochen
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Sommer, Sonne, Strand und Corona: Wer dieses Jahr in den Urlaub fahren will, kommt um das Virus nicht herum. Falls sie ihren Urlaub schon gebucht haben oder geschäftlich außer Landes verreisen müssen, brauchen Sie auf das kontaktlose Bezahlen aber nicht verzichten – das kann gerade jetzt das Leben erleichtern. Im Ausland gibt es allerdings Besonderheiten zu beachten.

 

Nutzen Sie bereits Apple Pay oder Google Pay?

Dann gehören Sie zu den 25 Prozent der Bundesbürger, die der neuen Technologie aufgeschlossen gegenüberstehen. Bei den Jüngeren unter 30 Jahren sind es schon mehr als 40 Prozent. Zum Vergleich: In den Niederlanden zahlen 51 Prozent der Bevölkerung mit mobilen Apps, in der Türkei sogar 65 Prozent – so die Ergebnisse einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC aus dem Jahr 2019.

Wer mit dem Smartphone zahlt, kann auf die Geldbörse im Urlaub ganz verzichten. Das sorgt für Unbeschwertheit im wahrsten Sinne des Wortes. Denn das Handy hat man in der Regel ohnehin dabei, schon allein wegen der Urlaubsfotos.

 

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Wie sicher ist Mobile Payment?

Das mobile Bezahlen funktioniert genauso wie das kontaktlose Zahlen per Karte. An dieser erkennen Sie die Kontaktlos-Funktion am Wellensymbol. Dank NFC, der „Near Field Communication“, können die für die Zahlung benötigten Daten über sehr kurze Distanzen übertragen werden – maximal vier Zentimeter Abstand sind möglich. Der Händler muss mit einem entsprechenden Terminal ausgerüstet sein. Die Mehrheit der Händler in der Bundesrepublik ist bereits auf NFC eingestellt, ebenso im europäischen Ausland, in den USA/Kanada und in Asien.

Vor dem Bezahlvorgang muss das mobile Gerät entsperrt werden. Die Gefahr, dass Hacker sich in der Warteschlange im Drogeriemarkt mit Hightech-Datenscannern Zugriff auf die Kreditkartendaten verschaffen, ist eher gering. Auch die Möglichkeit, dem Nutzer wie am Geldautomaten über die Schulter zu schauen und die PIN auszuspähen, entfällt.

Allerdings steht und fällt die Sicherheit beim mobilen Bezahlen im Urlaub ebenso wie daheim mit der Sicherheit des Smartphones. Eine Sperre durch ein sicheres Passwort, noch besser durch Fingerabdruck, und ein aufmerksamer Umgang mit dem Gerät sind unbedingte Voraussetzungen.

 

Mit welchen Kosten müssen Kunden im Ausland rechnen?

Wer sein Handy auf Reisen für Zahlungsvorgänge nutzen will, sollte sich vorab über mögliche Kosten oder Einschränkungen informieren.

 

  • Kosten für Auslandstransaktionen: Ob Gebühren anfallen und wie hoch diese sind, hängt von der verwendeten Karte ab. Sogenannte Auslandseinsatzentgelte sind prozentuale Anteile des Transaktionswertes. Sind Abhebungen oder Zahlungen mit der Karte nur innerhalb des Euroraums oder ab einem Mindestbetrag kostenfrei, gilt dies auch für das Mobile Bezahlen.
  • Ländersperren: Nicht wenige Finanzdienstleister nutzen eine Art von Geoblocking – damit wird das Limit der Kredit- oder Debitkarte in einigen Ländern automatisch auf null gesetzt. Das gewünschte Limit kann auf Anfrage freigeschaltet werden. Bei der Consorsbank ist derzeit geplant, bis Ende 2020 eine solche Ländersperre einzuführen
  • Internet- und Roamingkosten: Innerhalb der Europäischen Union entfallen Gebühren für das Roaming. Bei Urlaubsreisen außerhalb der EU gehen mit dem mobilen Bezahlen jedoch Kosten einher, die vorher erfragt werden sollten. Das gilt besonders, wenn man sich auf eine Kreuzfahrt begibt. Der Reiseveranstalter gibt Auskunft über die Einzelheiten.

Welche Karten können hinterlegt werden?

Wie viele und welche Karten hinterlegt werden können, hängt von der verwendeten App und von der Bank ab. Kredit- und Debitkarten werden von Google und Apple Pay dann akzeptiert, wenn der ausstellende Finanzdienstleister mit dem Bezahldienst kooperiert. Kunden mit einem Girokonto bei der Consorsbank können die Visa Card oder Visa Card Gold hinterlegen.

 

Was tun bei Verlust oder Diebstahl des Handys?

Auch auf Reisen kann das Handy abhandenkommen – sei es durch Diebstahl oder Verlust. Dann heißt es: Rasch handeln und die  Kredit- oder Debitkarte sperren! Zu diesem Zweck gibt es eine zentrale Sperrrufnummer +49 69 66 57 13 33 (24h), alternativ rufen Sie als Kunde direkt bei Ihrer Consorsbank an unter +49 911 369 12 40.

Wer unterwegs sichergehen will, sollte eine bewährte Kombination von Zahlungsmitteln dabeihaben: neben dem Smartphone eine Karte und Bargeld für kleinere Ausgaben.

 

Lernen Sie die Vorzüge des mobilen Bezahlens kennen

Nach wie vor gilt in Deutschland: „Nur Bares ist Wahres.“ Dennoch ist abzusehen, dass der Anteil der Kunden, die ihre Kreditkarte im Handy hinterlegen, steigen wird. Die jüngeren Nutzer sind bereits jetzt vermehrt an Bord, wenn es um Zahlungen mit Google Pay oder Apple Pay geht – Tendenz steigend. In anderen Ländern ist das Zahlen per Smartphone Alltag. Das macht die Kreditkarte im Urlaub zu einer attraktiven Option. Die Sicherheit des Handys ist für Reisende dabei wichtig, ebenso wie mögliche Auslandsgebühren.

 

Wichtig: Der Handy-Schutzbrief ist einer von vielen Services für Nutzer der Visa Card Gold. Denken Sie daran, sich vor Ihrem Urlaub beim Versicherer zu registrieren.

 

Sie haben noch keine Visa Card Gold? Dann sollten Sie sich über die vielen Vorteile wie den Handyschutzbrief und die Reiserücktrittsversicherung informieren.

 

Fazit:

  • Das Bezahlen mit dem Smartphone erleichtert Zahlungen im Urlaub und auf Geschäftsreisen.
  • Unterwegs machen Apple Pay und Google Pay die Kreditkarte überflüssig.
  • Auf die Sicherheit und Kosten des mobilen Bezahlens sollten Kunden auf Reisen besonders achten.

Kommentare
von
am ‎01.09.2020 16:53

"Unterwegs machen Apple Pay und Google Pay die Kreditkarte überflüssig."

 

Theoretisch scheint das so zu sein. Allerdings ist es mir in der Praxis schon mehrmals passiert, dass das kontaktlose Bezahlen mit dem Handy nicht funktioniert hat und Fehlermeldungen kamen. Mit der kontaktlosen Karte (dieselbe, die bei Google Pay registriert ist) war das Bezahlen dann doch möglich. Seitdem nehme ich die Karte doch immer mit.

 

Zudem gibt es bei Google Pay - wie sollte es sonst sein - durchaus Datenschutzbedenken, s. mobilsicher.de.

 

Darum benutze ich Google Pay nur noch, um auch Beträge über 50€ ohne Eingabe der PIN am potenziell corona-kontaminierten Bezahlterminal bezahlen zu können.

von
‎02.09.2020 11:36 , bearbeitet ‎02.09.2020 11:38

Ich würde sogar noch weiter gehen, und die Begriffe Urlaub, unterwegs und auf Reisen ersatzlos streichen. Das funktioniert nämlich auch in der Heimatregion meist sehr gut.

Auf die Sicherheit des Smartphones achte ich - Empfehlung für Jede/n - immer!

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