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Die Top 10 der dividendenstärksten DAX-Unternehmen

von am ‎20.03.2018 11:03 - zuletzt bearbeitet am Mittwoch
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Aktiengesellschaften weisen große Unterschiede in Bezug auf die Dividendenrendite auf. Worauf gilt es zu achten?

 

Anleger, die Aktien erwerben, setzen in der Regel auf Kurssteigerungen, um die Unternehmensanteile später gewinnbringend zu verkaufen. Doch auch Dividenden stellen einen wichtigen Aspekt beim Aktienkauf dar: Es handelt sich dabei um die Ausschüttungen eines Teils des Gewinns, den die Aktiengesellschaft erzielt hat.

 

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Unternehmen verfolgen allerdings eine unterschiedliche Dividendenpolitik. Während einige Gesellschaften Jahr für Jahr hohe Ausschüttungen an ihre Anteilseigner vornehmen, thesaurieren andere ihre erzielten Gewinne, um Investitionen oder andere Wachstumsstrategien umzusetzen.

 

Die Dividendenrendite als Bewertungskriterium

 

Um Aktien im Hinblick auf ihre Dividendenhöhe vergleichen zu können, verwenden Analysten die Dividendenrendite. Diese ergibt sich als Quotient aus der Dividende im Verhältnis zum aktuellen Aktienkurs. Fachpublikationen veröffentlichen regelmäßig Listen, aus denen Investoren entnehmen können, welche Aktiengesellschaften sich durch besonders hohe Dividendenrenditen auszeichnen. Es sollte dabei auch überprüft werden, ob die Dividende aus dem Gewinn oder der Substanz des Unternehmens ausgeschüttet wird. In letzterem Fall lässt sich die Dividendenrendite künstlich aufbauschen, obwohl der eigentliche Wert des Aktienunternehmens sinkt. Zudem sollten die Dividenden über einen längeren Zeitraum konstant sein oder noch besser regelmäßig angehoben werden.

 

Die Berechtigung zum Dividendenbezug

 

Die Hauptversammlung entscheidet als gesetzliches Organ einer Aktiengesellschaft über die Verwendung des Gewinns. Die Anteilseigner des Unternehmens treffen sich auf der Hauptversammlung und stimmen über diesen und weitere Punkte, wie zum Beispiel die Entlastung des Vorstands oder die Feststellung des Jahres- beziehungsweise Konzernabschlusses, ab. Die Aktionäre erhalten eine Einladung zur Hauptversammlung und müssen sich anschließend dazu anmelden. Für die Teilnahme am Aktionärstreffen ist es unabdingbar, dass der Anteilseigner die Aktie am 21. Tag vor der Hauptversammlung in seinem Depot hält.

 

Die Teilnahme an der Hauptversammlung ist jedoch keine Voraussetzung für den Bezug der Dividende. Um in den Genuss der Ausschüttung einer Aktiengesellschaft zu kommen, reicht es bereits aus, die Aktie einen Tag vor dem Ex-Dividenden-Tag zu besitzen. Als Ex-Dividenden-Tag bezeichnen Fachleute den Tag, an dem es zum Abzug der Dividende vom Börsenkurs kommt. So notiert beispielsweise eine Aktie, deren Wert vor diesem Tag bei 15,00 Euro liegt und für die eine Dividende in Höhe von 0,70 Euro beschlossen wurde, am Ex-Dividenden-Tag (ohne Berücksichtigung von anderen kursbeeinflussenden Faktoren) bei 14,30 Euro. Hierzulande fällt der Ex-Dividenden-Tag regelmäßig auf den Tag, nachdem die Hauptversammlung über die Gewinnverwendung beschlossen hat.

Deutsche Aktiengesellschaften zahlen ihren Anteilseignern eine Jahresdividende. Dagegen entscheiden sich ausländische Unternehmen, insbesondere US-amerikanische Aktiengesellschaften, häufig auch für quartalsweise oder halbjährlich zu überweisende Dividenden. Einige Unternehmen überweisen ihren Aktionären sogar monatliche Ausschüttungen.

 

Die steuerliche Behandlung von Dividenden

 

Dividenden gehören genau wie Zinsen oder Gewinne aus dem Verkauf von Aktien und anderen Wertpapieren zu den Einkünften aus Kapitalvermögen. Deren Versteuerung erfolgt in Deutschland durch die Abgeltungssteuer. Deren Höhe beträgt pauschal 25 Prozent, zuzüglich des Solidaritätszuschlags und gegebenenfalls der Kirchensteuer. Die depotführende Bank zieht diese Beträge automatisch ab und überweist sie an das zuständige Finanzamt.

 

Die Top 10 der dividendenstärksten DAX-Unternehmen

 

Im Ranking der zehn deutschen DAX-Aktiengesellschaften, deren Dividendenrenditen Spitzenwerte erreichen, sind viele prominente Unternehmen zu finden. Die Hitliste führt der Energieversorger RWE an, dessen Dividendenrendite für das Geschäftsjahr 2017 gut drei Prozent über der des Zweitplatzierten liegt – der ProSiebenSat.1 Media SE mit Sitz in Bayern. Hier eine Aufstellung der dividendenstärksten DAX-Unternehmen aus Deutschland (Schlusskurs 28.02.2018):

 

DAX-Werte

Nächster HV-Termin

Dividendenrendite 2017

RWE

26.04.2018

8,82 %

Pro7SAT.1

16.05.2018

5,96 %

Daimler

05.04.2018

5,20 %

Deutsche Telekom

17.05.2018

4,83 %

Munich Re

25.04.2018

4,67 %

BMW

17.05.2018

4,22 %

Allianz

09.05.2018

4,16 %

BASF

04.05.2018

3,49 %

Vonovia

09.05.2018

3,48 %

Eon

08.05.2018

3,47 %

 

Fast alle genannten Aktiengesellschaften konnten ihre Dividendenrendite im Vergleich zum Jahr 2016 steigern. Lediglich die Munich Re erzielte zum vorangegangenen Geschäftsjahr keine Verbesserung und blieb konstant.

 

Nicht nur im DAX finden sich Unternehmen, die mit einer für Anleger äußerst attraktiven Dividendenrendite beeindrucken: Als Spitzenreiter des kleineren MDAX sticht z. B. die Aareal Bank AG heraus. Im Jahr 2017 lag die Dividendenrendite des Unternehmens aus Wiesbaden bei 5,65 Prozent. Im TecDAX zeigt Telefónica Deutschland mit einer Rendite von 6,57 Prozent die beste Performance – im SDAX ist die bet-at-home.com AG der Primus im Bereich Dividendenrendite. Die Gesellschaft mit Fokus auf Online-Gaming und Sportwetten erzielte mit ihrem Geschäftsmodell im Jahr 2017 eine Dividendenrendite von 6,05 Prozent.

 

Natürlich bieten auch die ausländischen Märkte jede Menge Aktientitel mit einer überdurchschnittlichen Dividendenrendite. Deutsche Anleger sollten bei dividendenstarken Titeln aus dem Ausland allerdings bedenken, dass die Ausschüttungen der ausländischen Konzerne in deren Heimatwährung erfolgen. Daraus resultieren, wie zum Beispiel beim britischen Pfund aufgrund der Verwerfungen durch den Brexit, erhebliche Wechselkursrisiken. Zusätzlich kann durch die Quellensteuer – einer Art Kapitalertragssteuer für ausländische Anleger – die Rendite zusätzlich geschmälert werden. Auch in Deutschland sind Kursgewinne neu erworbener Titel seit dem Jahr 2009 ausnahmslos steuerpflichtig. 

 

Fazit:

 

  • Die Gewinnausschüttung erfolgt bei Aktiengesellschaften in Form von Dividenden, die von der Hauptversammlung zu beschließen sind.
  • Ein Vergleich der Dividendenrenditen liefert wichtige Informationen bei der Auswahl von Aktien.
  • Wer dividendenstarke Titel aus dem Ausland erwirbt, muss Währungsrisiken und Quellensteuer in die Berechnung der Rendite einfließen lassen.

 

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Lesen Sie mehr dazu in der aktuellen Sonderausgabe des Magazins. 

 

 

Kommentare
von
am ‎20.03.2018 17:51

Blogs, die sich auf Aktien beziehen, finde ich gut.

Zu den Dividendenrenditen der Top ein Hinweis: Da sich die Aktienkurse permanent verändern, wäre es sinnvoll , Bezugskurs und Dividende zu nennen, so dass der Leser immer die aktuelle Dividendenrendite bestimmmen kann.

Ganz hervorragend ist die aktuelle Sonderausgabe des Magazins My Dividend.

Vielen Dank für die Verlinkung. 

von
am ‎20.03.2018 19:52
Dem Dank schließe ich mich an.
von Lex_Luthor
am ‎21.03.2018 11:40

Ich setze seit längerem auf Freenet aus dem TecDax und bin damit bisher sehr gut gefahren!

Top solides Unternehmen! Ich liebe fette Dividenden und steigende Kurse noch viel mehr! Da sind die Aussichten bei Freenet einfach Top!

von Edesli
‎21.03.2018 11:59 , bearbeitet ‎21.03.2018 12:01

Dividendenrenditen zahlen sich oft auch aus, indem ich die Aktie mit Dividendenabschlag kaufe, so daß ich steuerlich eventuell besser gestellt bin - und die monetäre Auszahlung vernachlässige. Im Bestand ist der Dividendenzufluss obligatorisch - es sei denn, man tradet vor- und nach dem Zahltag.

von Dela905
am ‎21.03.2018 18:04

Was nützt eine fette Dividende, wenn der Kurs wie z. B. RWE in der Spitze bis zu 90% fällt.

von Erhard
am ‎21.03.2018 19:05
Guten Abend, ich kann Dela905 nur Recht geben. Und kerzengerade auf den im aktuellen Magazin interviewten Herr Brandmaier vom Stuttgarter Aktienklub verweißen. Und an Consors eine Bitte: In den Aktiencharts des Magazins sollten mal 10, 20 oder besser 30- 40 Jahre Kursvelrauf und Dividendenverlauf aufgezeigt werden. DAzu Aussagen seit wann das Unternehmen Dividende zahlt und seit wann es diese regelmässig steigert. Dann kann sich jeder selber ein deutlich objektiveres Bild machen. Um mit Brandmaier zu argumentieren: Der Kurs muß von links unten nach rechts oben laufen. Und die Dividende seit mindestens 20 Jahren fließen und regelmässig steigen. Von diesen "Wunderaktien" gibt es mehr als mann glauben sollte. Siehe Startegie des Stuttgarter Aktienklubs. Ich fahre damit auf jeden Fall hervorrragend, ohne schlaflose Nächte und konstanten, streßfreien Kurs- und Dividensteigerungen. EInen schönen Abend EB
von
‎21.03.2018 22:18 , bearbeitet ‎21.03.2018 22:50

Sorry, @Erhard

du hast wohl den Titel des Blogs nicht richtig gelesen.und die Aufgabe einer Bank nicht richtig verstanden. Und wir diskutieren eigentlich in der community über Börse und nicht hier im Blog.

Aber ich will hier nicht kneifen.

Ich finde es ja gut, dass dieser Blog bei Kunden Zustimmung und Interesse findet.

Inhaltlich gibt der Blog nicht viel her, um so mehr aber die Sonderausgabe My Dividends.

Der Blog listet laut Überschrift nur die Aktien mit der höchsten Rendite auf, sagt aber nichts über die Qualität der Aktien aus, auch nicht, ob sie für eine Langfristanlage taugen.

Eine Bank ist (und will es auch nicht sein,) keine Börsenzeitung oder kein Börsenclub, der gegen Entgelt Börsentipps gibt.

Ich kenne den Stuttgarter Aktienclub gut und habe etliche empfohlene  Aktien auch in meinem Depot. Bei allem Respekt sollte jeder selbst seine eigene Strategie entwickeln.

Auch Brandmaier und sein Team liegen häufig mit ihren Empfehlungen daneben.

Außer Brandmaier gibt es auch in D gute Leute , die etwas von Börse verstehen.

Einiges findest du in der Beilage.

Und in den USA  gibt es viele Börsenversteher, deren Wissen jeder bei gurufocus. com und seeking alpha abrufen kann.

Ja, es gibt sie, die Dividendenaristokraten oder den Dividendenadel, die du als Wunderaktien bezeichnest. Aber auch sie können richtig im Kurs schwächeln, wie man gerade sieht.

Merke:Aktien sollte man nie zu Höchstkursen kaufen, auch nicht die "Wunderaktien".

Bei RWE , aber auch bei KO, PG, JNJ oder ...... ist das Risiko einfach zu groß.

Jetzt schreibe ich aber nur noch in der Community.

 

von Erhard
am ‎23.03.2018 09:41
Hallo erich12, mir erschließt sich jetzt nicht, warum der Beitrag hier nicht passen soll. Aber darum geht es nicht. Und der Rest ist Ansichtssache, vor allem unter dem Aspekt des Anlagezeitraums. Kurzfristig betrachtet, und das war der Aufhänger für mich, kann man vieles positiv darstellen. 5 oder 6 jahre sind für mich nach wie vor Kurzfrist und die aktuelle Schwäche nicht mehr wie ein kurzer Dipp im Aufwärtstrend. Auch gehe ich davon aus, dass sehr viele, die die Ausgabe lesen, nicht so versiert im Umgang mit Aktien sind wie du und sich von kurzfristigen Erfolgen anlocken lassen. Also genau die RWE's dieser Welt unreflektiert kaufen. In diesem Sinne Gruß Erhard