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Mnadust
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3 Fragen zu Faktorzertifikaten

Liebe Community - ich habe 3 Fragen zu Faktorzertifikaten und bin komplett neu in dem Thema: ich ahlte es kurz und präzise: 

 

1.) ich beobachtete ein Zertifikat und wollte 1000 stk. kaufen - der Kostenausweis zeigte mir den Preis zum Kurswert + Einstiegskosten = 412,45 EUR -- nun stand aber bei Gesamtkosten bei einer angenommenen Haltedauer von 3 Jahren Gesamtkosten 6321,49 eur oder 1580,37 % (Produktkosten 6296,59 + 24,90 Dienstleistungskosten) unter 2. Einzelkosten nochmal Eistiegskosten, Laufende Kosten (Haltedauer) 6194,79 usw. -- sind diese Kosten vom Käufer tatsächlich zu tragen??? Ich vermute nicht 

 

2.) Kann ich die Zertifikate zu jedem Zeitpunkt (Vorausgesetzt die Börse ist offen) zum momentanen Kurs verkaufen? Wer kauf die Zertifikate zurück? 

 

3.) Warum kann ich manche Zertifikate z.B. Vormittags kaufen, Nachmittags nicht mehr - "es sind keine Volumen verfügbar" etc. weleche Parameter oder wer gestalter die Verfügbarkeit ? 

 

Sicher sehr grundlegendes Wissen, aber es interessiert mich brennend und im Netz finde ich dazu nichts vertrauenswürdiges .. 

 

Danke vielmals, wenn jemand sein Wissen kurz teilen würde - Danke Micha. 

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onra
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Betreff: 3 Fragen zu Faktorzertifikaten

[ Bearbeitet ]

Hallo @Mnadust ,

...würde Faktorzertifikate nicht über so einen langen Zeitraum halten, der Faktor geht immer in beide Richtungen, also äußerste  Vorsicht. Geeignet sind die Teile dann, wenn es Indikationen gibt, die dich deiner Meinung nach veranlassen, für eine gewisse abgeschätzte Zeit dein Underlying nach Norden oder Süden zu begleiten und dann auch von vorne herein ein Ausstiegsszenario angedacht ist.

Kaufen kannst du sinnvollerweise über die Star-Partner Emittenten für 4,95€ pro Trade.

Es gibt hier immer mal wieder Angebote von den Star-Partner-Emittenten (BNP Paribas, Citi, Societe Generale, J.P. Morgan......., das wechselt immer mal wieder, mußt du halt schauen) für einen bestimmten Zeitraum für 0€ zu handeln, wenn du mindsetens 1000€ Handelsvolumen hast.

Handeln ist auch über die möglichen Börsenplätze möglich; hier fallen aber die üblichen Börsengebühren an (vgl. Preis-/Leistungsverzeichnis).

Du kannst zu den Handelszeiten über den Direkthandel oder eben über einen möglichen Börsenplatz kaufen/verkaufen. Die Kurse stellt der Emittent zeitgleich zur Bewegung des Underlyings. Börsenkurse werden dann ähnlich/gleich sein, abgesehen von den Gebühren.

Meines Wissens kannst du tagsüber zu den Handelszeiten des Emittenten immer kaufen/verkaufen. Börsen dito....

Bei welchem Teil hast du festgestellt, dass nur vormittags was geht und nachmittags nicht mehr? Uhrzeiten?

Was deine Eingangsfrage zu den Kosten mit Einstiegskosten und tralala... angeht, so würde ich einfach dein investiertes Volumen+Gebühren als Einstiegskurs ansetzen. Bei Verkauf berücksichtigst du den Verkaufskurs+Gebühren. Die Differenz ist dein Ertrag, am besten positiv!

Z.B. 1000€ Zertifikat Faktorx4 long auf ABC über StarPartner im Aktionszeitraum gekauft:

Einstiegswert: 1000€ + 0€ Gebühren (wegen > 1000€).

Deine gewünschte Richtung und Einstiegszeitpunkt waren richtig; nach 2 Wochen mit ein paar Zacken nord-und südwärts, aber in der Summe gut gen Norden steht der Kurs dann so, dass deine Anteile einen Wert von 1900€ hätten. . Du verkaufst das Zertifikat z.B. über den Direkthandel.

Du erhältst die 1900€ abzüglich der Gebühren für den Verkauf. Ist der Angebotszeitraum für den > 1000€ Handel abgelaufen, dann betragen die Gebühren eigentlich 0,25% des Handelsvolumens (4,75€) + Provision 4,95€ = 9,70€. Die Mindestgebühr beträgt allerdings immer 9,95€. Also liegst du hier mit deinen 9,70€ etwas unterhalb der Mindestgebühr, die zu zahlen wäre.

Dein Ertrag: 1900€-9,95€ - 1000€ = 890,05€

Hast du noch den Sparerfreibetrag von 801€ voll am Start, dann fielen für 89,05€ Abgeltungssteuer+Soli+ggfs. Kirchensteuer an.

By the way: Welches Faktor-Teil hast du dir denn ausgeguckt? Vielleicht hilft dir hier noch der ein oder andere Kommentar von anderen Forenteilnehmern weiter......Smiley (zwinkernd).

 

Liebe Grüße

onra

 

 

 

 

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Mnadust
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Nachricht 3 von 10 (279 Ansichten)

Betreff: 3 Fragen zu Faktorzertifikaten

Hallo Onra, danke für deine Antwort - ja das scheint mir auch alles logisch und nachvollziehbar - ich wollte bei Consors kaufen, da ich da schon meine Depot habe - nun verstehe ich die Kostenausweise eben überhaupt nicht und wollte daher sicher gehen, hier keinen argen Fehler zu machen ... 

auf dem Foto siehst du auch welches Zertifikat ich mir gorgestellt hatte ... LG. 

 

ConsorsFaktor.jpg

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onra
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Nachricht 4 von 10 (276 Ansichten)

Betreff: 3 Fragen zu Faktorzertifikaten

Hallo @Mnadust ,

....leider ist dein Bild bei der Consorsbank noch in der Prüfung, so dass ich momentan nur einen leeren Bilderrahmen zu sehen bekomme, mit der Bemerkung seitens der Consorsbank, dass das Bild noch in der Prüfung ist.......

Vielleicht einfach die WKN angeben, das reicht aus.....

Liebe Grüße

onra

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Mnadust
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Nachricht 5 von 10 (268 Ansichten)

Betreff: 3 Fragen zu Faktorzertifikaten

Hallo Onra - hier wäre ein Link - ich habe mal die Kostenaufstellung hochgeladen -- 

vlt. können Sie mir dazu auch sagen, warum diese großen Kosten bei den Gesamtkosten stehen bzw. wie das zu interpretieren ist .. 

lg. Micha. 

 

https://indd.adobe.com/view/ca719a39-f51f-45de-b558-63e4ad77a166

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onra
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Nachricht 6 von 10 (247 Ansichten)

Betreff: 3 Fragen zu Faktorzertifikaten

[ Bearbeitet ]

Hallo @Mnadust ,

mit dem Kostenkram kenne ich mich nicht besonders aus, aber vielleicht meldet sich ja jemand hier im Forum zu deiner Anfrage, der hier mehr Durchblick hat als ich.

Also 10x short auf Wirecard. Das ist weniger eine Geldanlage als vielmehr Spielcasino.

Hast du dein Faktorx10 short auf Wirecard schon gekauft? Z,B. gestern...? Dann hättest du heute schon mal Faktor 10x nach Süden in den Teich gesetzt, weil das Teil heute so 20%  nach Norden gegangen ist. Die Bezugsgröße wird in der Betrachtungsweise jeden Tag neu gespielt. Hast du das Teil schon seit einigen Tagen, dann Glückwunsch und auch mal Gewinne eintüten. Das ist eigentlich bei so einem Wert wie Wirecard eher "russisches Roulette"......Smiley (zwinkernd). Wahrscheinlich waren auch die Bilanzen der Vorjahre unter der Rubrik "fake news" anzusiedeln. Vielleicht gibt es den Laden aufgrund der gezielten Luftbuchungen in den nächsten Monaten gar nicht mehr, who kwows...? Auf Wirecard wurde eine Menge short gespielt, die momentane Bilanzgeschichte ist für meine Begriffe nun einer der letzten Sargnägel für den Laden......

Deine ursprüngliche Anfrage zielte auf eine Haltedauer von 3 Jahren ab. Das ist nix für Faktorzertifikate.

Würde dir eher dazu raten, vernünftige langfristige  Investments zu planen und von mir aus mit einem bischen Spielgeld zu experimentieren. Erfahrungen bringen dich weiter. Aus Schaden wird man klug, dieser Spruch ist zwar altbacken, aber immer noch eine der wichtigen Weisheiten.....Smiley (zwinkernd).

 

LG

onra

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Hawkwind
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Betreff: 3 Fragen zu Faktorzertifikaten

Der Kostenausweis kommt ständig. Schau mal hier und dort in dem weiterführendem Link.

 

Die Suchfunktion bringt noch mehr Beiträge.

 

Mehr Gedanken würde ich mir über die Aussage von @onra bzgl. "mehr Spielkasino als Geldanlage" machen.

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vibou
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Betreff: 3 Fragen zu Faktorzertifikaten

Hallo @onra   Ich habe aus Versehen auf "Antworten" statt auf Like geklickt. Jetzt antworte ich eben. Deiner Einschätzung im Fall Wirecard ist nichts hinzu zu fügen.

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stocksour
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Betreff: 3 Fragen zu Faktorzertifikaten

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Hallo, @Mnadust ,

zur Funktionsweise und den Risiken von Faktorzertifikaten hier einen Wiipedia-Beitrag, der im wesentlichen das zusammenfasst, was @onra auf seine deutlich herzhaftere Art schon in seiner quasi live-Berichterstattung beschrieben hat.

 

Zum "Kostenkram" bei Zertifikaten:

Der amtlich verordnete Kostenausweis - hier die hymnischen Vorschusslorbeeren der Bafin darauf - hilft niemandem wirklich weiter, auch wenn er so tut.

 

Je komplexer ein Zertifikat konstruiert ist, desto mehr verkommt der Kostenausweis zur Farce.

Das von Dir erwähnte Faktorzertifikat wird früher oder später von den eigenen "internen" Kosten (Absicherung des Emittenten, Finanzierungskosten für den Hebel, börsentägliche Anpassung des Zertifikats an das underlying) "aufgefressen".

Diese Kosten findest Du in Deinem Beispiel-Kostenausweis auf 3 (!!!) Jahre hochgerechnet; dem allgemein empfohlenen kurzfristigen Halten entspricht das sicher nicht.

 

Zertifikatespezialist bin ich übrigens keiner, habe auch nur sehr selten Zertifikate / ETCs im Depot, und wenn, dann solche, die mein Rechenzentrum unter dem Scheitel nicht übermäßig strapazieren.

 

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onra
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Betreff: 3 Fragen zu Faktorzertifikaten

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Hallo @all,

.....ja, dann war es doch schon der letzte Sargnagel für Wirecard, das wohl nun in die ewigen Jagdgründe eingehen wird.......insolvent!

https://www.4investors.de/nachrichten/boerse.php?sektion=stock&ID=143797&etcc_med=Push

Grüße

onra

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