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Gelegentlicher Autor
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Hallo, 
in den vergangenen Monaten betrachtete ich sporadisch die Ausführungskurse der Sparpläne im Abgleich zu den Kursen des jeweiligen Tages. Ich gewinne zunehmend den Eindruck, dass dieses zusätzliche stetig steigende planbare Kaufvolumen von den Profis zum gewinnträchtigen Verkauf genutzt wird, auf Kosten der Rendite der sparwilligen Kleinanleger. 

Ich würde es sehr begrüßen, dass man von den starren Zeitpunkten, wie den 1. und 15. eines Monats weggeht. Andere Broker bieten dies zwischenzeitlich auch flexibler an. Frei wählbare Kauftage.

By the way wurde mir vor einem dreiviertel Jahr mitgeteilt, dass man die Preisstruktur des Aktienhandels bei Consors zum Jahr 2022 anpassen würde. Habe ich etwas übersehen?

Danke 

8 ANTWORTEN 8

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Die Preisstruktur sollte tatsächlich angepasst werden. Insbesondere bei Sparplänen sind die 1,5 Prozent dann doch happig. Nun stelle man sich vor, man würde eine Einmalzahlung im Rahmen eines Sparplans von 10.000 Euro in Auftrag geben. Das kostet den Anleger dann satte 150 Euro (!) Gebühren. So etwas ist heute nicht mehr zeitgemäß.

 

Wünschenswert wäre eine generelle Senkung auf z.B. 0,8-1 Prozent pro Sparplan-Ausführung und eine "Deckelung nach oben" von maximal 20 Euro. Andere Töchter der BNP Paribas (z.B. Smartbroker) können dem Kunden solche Gebühren ja auch anbieten, von daher sollte es durchaus im Bereich des Möglichen sein.

 

Im Gegenzug kann man ja andere Dinge und Dienstleistungen im Standard-Banking zur Kosteneinsparung einstellen. Somit mehr Fokus auf Trader bzw. Wertpapier-Investoren (z.B. attraktivere Wertpapier-Kredite o.ä.).

 

LG

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@AMR :

Nur zur Info: Die BNP Paribas hat viele Töchter, die Adoption des von Dir erwähnten Instituts ist aber bisher nicht nachgewiesen.

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@stocksour 

 

Deine Aussage ist falsch. Die "Adoption" ist sehr wohl nachgewiesen. Der Smartbroker hat keine eigene Plattform, sondern nutzt und kooperiert mit der "DAB BNP Paribas" (findet man auch wenn man auf der Seite des Brokers danach sucht). Somit gehören die Consorsbank und der Smartbroker sehr wohl zu ein und derselben Mutter. Auch gilt die Einlagensicherung pro 100.000 Euro auch nur für beide zusammen.

 

Beispiel: Du hast 1 Depot bei der Consorsbank und 1 Depot beim Smartbroker = es besteht nur 100.000 Euro Schutz für den Cash-Bestand für beide, da beide zur BNP Paribas gehören.

 

Wikipedia weiß zur DAB BNP Paribas:

 

"Hingegen blieb der Geschäftszweig der Infrastrukturbank für institutionelle Kunden bei der DAB BNP Paribas. Dazu gehörten u. a. Volkswagen Bank [7] Raisin Bank  (Weltsparen) und Robo-Advisor Ginmon. Zudem ist sie Marktführerin unter Vermögensverwaltern, Fondsvermittlern und Anlageberatern.[8]  Im Dezember 2019 startete der Discountbroker Smartbroker  ebenfalls mit der DAB als Depotbank[9]  und übernahm im Mai 2020 auch den Vermittlerbestand der VW Bank.[10]" 

 

LG

 

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@AMR :

Ohne viel Geschreibe über Gesellschaftsrecht:

 

© Smartbroker 2021 - eine Marke der wallstreet:online capital AG

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Danke für die Aufklärung, wem Smartbroker zugeordnet ist.

Aber offensichtlich gibt es viele Beispiele am Markt, deren Gebührenstruktur attraktiver ist. Vor einem dreiviertel Jahr, hieß es, dass es diesbezüglich eine Überarbeitung geben wird. Wo man anfängt, ob bei dem Kauf / Verkauf von Aktien oder bei den Sparplänen wäre mir egal, Hauptsache es bewegt sich etwas. Danke
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@stocksour 

 

Da ich selbst Kunde sowohl bei der Consorsbank, als auch beim Smartbroker bin, kann ich nur wiederholen: Der Smartbroker ist eigentlich "nur" eine maskierte Abwicklungsplattform der DAB BNP Paribas, welche wiederum "B2B-Partner für Vermögensverwalter" ist (siehe: https://www.bnpparibas.de/de/bnp-paribas/unsere-gesellschaften/). Das muss aber nichts Negatives sein, im Gegenteil. Man muss es nur wissen!

 

Die Schreiben und Formulare des Smartbroker haben allesamt den Kopf der DAB. Auch bekommst du von der DAB dein Depoteröffnungsschreiben. Auch die Schreiben hinsichtlich Freistellungsaufträge gehen direkt an die DAB, nicht an die "Wallstreet Capital". Auch in den AGB wird darauf hingewiesen, dass Vertragspartner immer die DAB ist. "Wallstreet Capital" ist im Prinzip nur der Vermittler (der nebenbei dann auch einen Börsenbriefe usw. verschickt).

 

Dein Hinweis mit der "Marke der Wallstreet Capital" etc. ist daher nichtssagend bzw. besagt juristisch nur das was im Wortsinne drauf steht: Smartbroker ist eine Marke!

 

Falls die Wallstreet Capital irgendwann mal eine Banklizenz hätte, KÖNNTE sie den Smartbroker als Marke mitnehmen und sich von der DAB BNP Paribas abtrennen. Hier würde dann wohl auch ein Wechsel auf eine neue Plattform und IT-Systeme erfolgen müssen. Bis dahin ist Smartbroker aber einfach "nur" die DAB BNP Paribas.

 

Das mit der Marke ist so wie wenn Schorsch Müller eine Versicherungsagentur der Allianz betreibt und diese dann "Sorgenfrei GmbH" nennt. Der Kern und die Produkte sind einfach nur von der Allianz. "Sorgenfrei GmbH" ist die Marke vom Schorsch Müller.

 

LG

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[off topic, hat nichts mit Sparplan-Ausführung zu tun}

@AMR :

Du bist nicht Kunde des Smartbrokers, weil ein Label, im Gegensatz zu einer Gesellschaft/Firma, keine Kunden haben kann.

Aktuell bist Du noch Kunde der Label-Besitzerin wallstreet:online capital ag. Nach dem Squeeze-out der restlichen 3,69% Minderheitsaktionäre, der am 26.01.22 auf der voraussichtlich letzten HV der wallstreet:online capital ag beschlossen werden wird, wirst Du Kunde der übernehmenden wallstreet:online ag sein.

Danach wird im Dienstleistungsvertrag (>Depotführung, >Wertpapierabwicklung) mit der DAB BNP Paribas an die Stelle der vollbanklizenzlosen wallstreet:online capital ag die ebenso vollbanklizenzlose wallstreet:online ag  treten.

 

Aus dieser Konstellation leitest Du ein Mutter(=BNP)-Tochter(=Smartbroker)-Verhältnis ab?

Genauso gut kannst Du ein gesellschaftliches Mutter-Tochter-Verhältnis ableiten, wenn Du als Grundstücksbesitzer die "Winterdienst GmbH" damit beauftragst, Deinen Schnee wegzuräumen und rutschhemmende Vorkehrungen zu treffen.


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@stocksour 

 

Danke für deine umfassenden Ausführungen. Diese treffen insoweit auch zu, stehen aber eigentlich auch nicht im Widerspruch zu meinen Ausführungen. Fakt ist, dass das Depot von der DAB betrieben wird und auch das Verrechnungskonto eine IBAN der DAB BNP Paribas hat. Bis vor Kurzem konnte man sich sogar mit der (inzwischen eingestellten) DAB B2B-App in sein Smartbroker-Depot einloggen. Dein Freistellungsauftrag und die Einlagensicherung gilt ebenfalls nur für die BNP.

 

Nach dem Squeeze out  Ende Januar besteht aktuell eine gewisse Möglichkeit, dass die Wallstreet:Online AG perspektivisch eine Vollbankenlizenz bekommt (vermutlich im ersten Halbjahr 2022) und DANN vermutlich begleitet von einer neuen IT-Plattform (die gerade aufgebaut wird - evtl. auch die schon länger angekündigte App) auch komplett die Depotservices übernimmt. Zumindest kann man das mit etwas Fantasie aus den IR so herauslesen:

 

https://www.wallstreet-online.ag/websites/wallstreetonline/German/4999/news-detail.html?newsID=21692...

 

Sollte dies der Fall sein, könnte es zu einem Ende des Dienstleistungsvertrages mit der DAB BNP Paribas kommen und der Smartbroker "offiziell" und ausschließlich durch die WOC betrieben werden. Dann könnte ein "echter" Neo-Broker entstehen. Hierbei würden sich dann aber auch die IBANs etc. ändern.

 

Bis dahin bleibt es so:

- man ist beim Smartbroker "Kunde" der WO AG 

- die Abwicklung führt die DAB BNP Paribas im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages durch

- diese ist wiederum Tochter der BNP Paribas

 

Unterm Strich verwaltet aber de facto die BNP Paribas dein Geld und wickelt deine Trades für dich ab.

 

Die Entwicklungen hier sind aber sehr spannend und ich glaube im ersten HJ 2022 erfahren wir mehr darüber, wie es mit dem Smartbroker weitergeht.

 

Ich glaube hierauf können wir uns nun einigen 🙂

 

LG

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