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Investiert bleiben oder Haus tilgen?

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
Regelmäßiger Autor
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Hallo Zusammen,

ich sollte eine Entscheidung treffen . . .

Bei unserer Hausfinanzierung (privates EFH) haben wir einen Kredit in CHF aufgenommen (wir haben ein Gehalt in CHF und eins in EUR) bei einer deutschen Bank.

Wir haben nicht getilgt, sondern in 6 verschiedenen Fonds (EUR) monatlich angespart.

 

Der Kredit läuft immer ein Jahr, verlängert wird im Mai, mittlere 6-stellige Summe.

 

In wenigen Monaten (Mai/Juni/Juli) "könnte" die Summe ausreichen um den Kredit zu tilgen.

Dann müssten wir alles Angesparte versilbern, wären schuldenfrei und könnten die bisherige monatliche Ansparrate "verleben" oder wieder von null anfangen zu sparen/investieren.

 

Alternativ könnte ich alles weiterlaufen lassen und die Fonds würden an weiteren Steigerungen partizipieren. In 5-8 Jahren könnte (!) eine kleine/mittlere 6-stellige Summe übrig bleiben nach der Tilgung.


Momentan sind wir Mitte Fünfzig und wollen sicher keine 10 Jahre mehr arbeiten.

Meinungen?

Danke + Gruss

Fritzfips

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
Regelmäßiger Autor
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Als ich den ursprünglichen Beitrag gelesen habe kamen mir die selben Gedanken wie @stocksour sie schon geschrieben hat.

 

Und dem möchte ich anfügen:

 

Ich denke ein Crash sitzt sich im abbezahlten Haus deutlich entspannter aus.

Dass dieser kommen wird, damit rechnet wohl jeder. Nur wie immer ist das WANN die große unbekannte Größe. In deinem Fall wäre mir einfach der Zeitraum zum geplanten Ruhestand zu gering, daher würde ich auch raten das Haus abzubezahlen.

 

Alles meine Meinung natürlich und soll kein verbindlicher Ratschlag sein.

 

Lass uns wissen was du machst. Finde ich mal ein spannendes Thema abseits von "Beschwerden/Bashing".


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Hallo an Alle,

vielen Dank für Eure Meinungen. Es war eine interessante Diskussion, die ich von meiner Seite hier schliessen kann (ihr könnt gerne noch weiter diskutieren 😉 . . . ).

 

Das Beispiel "gebranntes Kind" von stocksour mit der Häusle-Finanzierung von 2007/2008 ist genau das, was ich fürchte. Die Börsen sind jetzt so lange gelaufen, da kommt irgendwann der Rücksetzer. Auch wenn es nur noch gleichbleibt, habe ich keinen Vorteil mehr, wenn ich die Fonds weiterlaufen lassen.

Bei gleichbleibenden Börsen hätte ich nichts verloren, nur ein Jahr ruhigeren Schlaf verloren.

Bei einem Rücksetzer von 30% muss es danach schon wieder 50% aufholen um auf den gleichen Wert zu kommen. Auch das würde mich nicht in den Ruin treiben, aber dann wäre eine "Früh-Verrentung" ausgeschlossen. Würde mich ärgern . . .

 

Daher hoffe ich jetzt noch auf 3 gute Monate und werde dann im Mai alles verkaufen und den Hauskredit tilgen. Sell in May . . .

Zur neuen/weiteren Vermögensbildung sind dann gut 2.000 EUR/Monat frei. Ich hab dann ein bezahltes EFH, kann gut schlafen und bin eigentlich nicht mehr gezwungen weiteres Vermögen anzusparen, ich könnte es auch verleben.

 

Es war eine angenehme Diskussion mit konstruktiven Beiträgen.

 

Danke + Gruss

Fritzfips

 


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So ein Sch§$%.

Wie ich euch im letzten Post mitgeteilt hatte, hatte ich mich doch entschlossen den Kredit am Stichtag im Mai zurückzuzahlen, damit ich vor einem Crash sicher bin und ruhig schlafen kann.

Jetzt reicht die angesparte Summe voraussichtlich nicht mehr und ich muss min. ein Jahr weiter meine Fonds besparen und weiter zuzahlen.

Ärgerlich! Hätte das nicht noch bis Mai warten können. Sell in May . . .

 

Gruss

Fritzfips

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
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Warte erst mal ab was bis Mai passiert. Könnte sich doch auch noch erholen bis dahin.
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
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Wenn die ganze Sache so eng war und Du bei Erreichen der Schwelle nicht liquidiert hast - warum? Gordon Gecko hat zwar gesagt, dass Gier gut ist ... aber das kann auch nach hinten losgehen.


Regelmäßiger Autor
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Antwort an Checko:

Der Kredit ist erst im Mai abzulösen. Er wird dann üblicherweise immer um ein Jahr verlängert. 

Nein, im Januar hat die angesparte Summe noch nicht gereicht. Als ich den Thread gestartet hatte, hätte es nach meiner Hochrechnung genau Mai 2018 gereicht. Am Ende der Diskussion waren die Börsen schon weiter gelaufen, dann hätte es vielleicht schon im März 2018 gereicht.

Jetzt ist meine Hochrechnung ziemlich genau um ein Jahr nach hinten geworfen. Wir werden sehen, wie es sich entwickelt.


Gecko dürftest Du zu mir sagen, wenn ich mein Finanzierungssystem noch 10 Jahre weiterlaufen lassen würde, obwohl die Summe zur Tilgung gereicht hätte. Das war ja der Ausgangspunkt dieser Diskussion.

 

Gruss Fritzfips

 

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
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Hallo @Fritzfips,

ich sehe es wie @SmithA1 - noch ist Polen nicht verloren. Mach keinen Ritt auf der Rasierklinge draus! Ob Fristen (Kreditkündigung, evtl. Pfandrechtsfreigabe) einzuhalten sind hast Du ja bestimmt schon geprüft. Und behalte die Zinsentwicklung im Auge.

Schön, dass Du uns auf dem laufenden hältst.

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
Regelmäßiger Autor
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Hallo stocksour,

 

ja, alles wird gut. Ich habe ja kein Problem, dann dauert es eben noch. Und wenn es 30% absacken würde, hätte ich ja auch kein ernsthaftes Problem.

 

Es ist nur ärgerlich. Jetzt habe ich diese Diskussion angefangen, mich zum Schluss entschieden zu tilgen, alles hat so schön gepasst. 

hätte, hätte, Fahrradkette

 

Danke + Gruss

Fritzfips

 

 

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