abbrechen
Suchergebnisse werden angezeigt für 
Stattdessen suchen nach 
Meintest du: 

Was sind Anleihen?

18.06.2024 11:43

Ihre Geldanlage soll Zinsen abwerfen und nur geringe Risiken aufweisen? Dann können Anleihen ein interessantes Investment für Sie sein. Mit mehr als 12.000 Anleihen bietet die Consorsbank ein umfangreiches Angebot an diesen verzinslichen Wertpapieren.

 

 

 

 

  • - Mit Anleihen können Sie Zinserträge vereinnahmen
  • - Das Ausfallrisiko des Emittenten und die Laufzeit beeinflussen die Höhe der Verzinsung
  • - Anleihen verschiedener Emittenten und Laufzeiten berücksichtigen (Risikostreuung)

 

 

So funktionieren Anleihen

 

Anleihen sind Wertpapiere, die z. B. von Staaten oder Unternehmen (Emittenten) ausgegeben werden. Vereinfacht gesagt leiht sich ein Emittent bei den Käufern der Anleihen einen Geldbetrag. Dieser wird am Ende der Laufzeit zurückgezahlt. Während der Laufzeit werden in der Regel Zinsen gezahlt. Diese sind der Preis für das Ausleihen des Geldes.

 

240606_v1_5693_OnSite_Assets_Blog_Anleihen_2000x1080px.jpg

Anleihen besitzen die folgenden wesentlichen Merkmale:

 

  • Nennwert: Der Nennwert oder Nominalwert gibt die Höhe der Geldforderung an, die am Ende der Laufzeit zurückgezahlt werden muss. Weit verbreitet sind Nennwerte in Höhe von 1.000 Euro, 50.000 Euro oder 100.000 Euro.

  • Laufzeit: Anleihen besitzen meist eine feste Laufzeit, sodass der Rückzahlungstermin von Anfang an feststeht. Die Laufzeit kann im Bereich von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahrzehnten liegen.
    Bei manchen Anleihen besitzen die Emittenten ein Kündigungsrecht. Wird davon Gebrauch gemacht, erfolgt eine vorzeitige Rückzahlung des Nennwerts.

  • Rückzahlung: Am Ende der Laufzeit erfolgt die Rückzahlung des Nennwerts zu 100 %.

  • Zinssatz: Die Zahlung der Zinsen erfolgt normalerweise jährlich. Es gibt Anleihen mit einer festen Zinszahlung p. a. über die gesamte Laufzeit. Zudem gibt es Anleihen mit variablen Zinssätzen. Die unterschiedliche Höhe der einzelnen Zinszahlungen kann im Voraus festgelegt werden oder an die Entwicklung eines Referenzzinssatzes gekoppelt sein.

 

 

Anleihen notieren in Prozent

 

Ein Investment in Anleihen weist noch eine Besonderheit auf: Anders als Aktien notieren Anleihen nicht in Euro, sondern in Prozent des Nennwerts. Aus der Prozentnotierung erkennen Anlegerinnen, wie viel Prozent des Nennwerts für den Erwerb einer Anleihe investiert werden müssen.

 

Beispiel: Eine Anleihe mit einem Nennwert von 1.000 Euro wird an der Börse mit 94 % (Geldkurs / Bid) zu 95 % (Briefkurs / Ask) gehandelt. Wer diese Anleihe kaufen wollte, müsste also 95 % des Nennwerts und somit 950 Euro investieren (zzgl. Transaktionskosten und eventuell anfallender Handelsplatzgebühren). Soll eine größere Summe, beispielsweise 10.000 Euro angelegt werden, müssten für 10 Anleihen zu einem Briefkurs von 95 % folglich 9.500 Euro investiert werden.

 

Werden Anleihen nach der Emission gekauft, müssen zusätzlich die bis dahin angelaufene Stückzinsen an die Verkäuferin oder den Verkäufer der Anleihe gezahlt werden. Am Zinszahlungstag erhält die Käuferin oder der Käufer der Anleihe den Zinssatz dann in voller Höhe ausgezahlt.

 

 

Höhere Zinsen signalisieren höheres Ausfallrisiko

 

Die Höhe des Zinssatzes ist abhängig vom allgemeinen Marktzins, dem Ausfallrisiko (Kreditwürdigkeit) der Emittenten und der Laufzeit einer Anleihe. Auch bei Anleihen gilt dabei der Grundsatz: Je höher die Renditechance, desto höher das Risiko.

 

  • Marktzins: Das allgemeine Zinsniveau (z. B. der Einlagensatz der EZB) dient als erste Orientierung, bei welchem Zinssatz potenzielle Käuferinnen wahrscheinlich bereit wären, die Anleihen zu erwerben. Liegt der Zinssatz unter dem Marktzins, braucht es zusätzliche Anreize, die die Anleihe attraktiv machen. Dies kann z. B. ein geringes Ausfallrisiko sein.

 

  • Ausfallrisiko: Je höher die Kreditwürdigkeit der Emittenten, desto geringer ist das Ausfallrisiko (Emittentenrisiko). Damit ist das Risiko gemeint, dass die Emittenten ihre Verpflichtungen zur Zinszahlung und Rückzahlung des Nennwerts nicht erfüllen können. Emittenten mit einer weniger guten Kreditwürdigkeit werden ihre Anleihen mit einem höheren Zinssatz ausstatten, um sie trotz des höheren Ausfallrisikos für Käufer attraktiv zu machen.

    Informationen zum Ausfallrisiko bzw. der Kreditwürdigkeit bieten die Ratingeinstufungen der großen Agenturen Standard & Poor's (S&P), Moody's und Fitch. Zur leichteren Einordnung wird zwischen „Investment Grade“ und „Non Investment Grade“ unterschieden. Die Buchstabenkombinationen „AAA“ / „Aaa“ stehen dabei für beste Qualität mit geringem Ausfallrisiko. Die Buchstabenkombination „BBB-“ / „Baa3“ bildet die Trennlinie zum „Non Investment Grade“ und steht für eine mittlere Qualität der Kreditwürdigkeit.

    Wichtig zu wissen: Die meisten Staaten weisen ein geringeres Ausfallrisiko als Unternehmen auf. Unternehmen mit einer geringen Verschuldung oder guten Geschäftsaussichten besitzen ein geringeres Ausfallrisiko als Unternehmen mit einer hohen Verschuldung oder schwachen Geschäftsaussichten. Für die Geldanlage ist es ratsam, sich auf Anleihen mit einem „Investment Grade“-Rating zu konzentrieren.

 

  • Laufzeiten: Normalerweise steigt die Verzinsung mit der Laufzeit der Anleihe. Der Grund: längerfristige Investments sind mit einem erhöhten Risiko behaftet. So steigt mit zunehmender Laufzeit die Ungewissheit darüber, ob die Emittenten von Anleihen ihre Verpflichtungen erfüllen können.

    Allerdings gibt es Zeiten, in denen die Verzinsung von Anleihen mit kurzen Laufzeiten höher ist als die von Anleihen mit langen Laufzeiten. In solch einem Fall wird von einer inversen Zinskurve gesprochen. Diese lässt sich oft vor einer Abschwächung der Konjunktur oder möglichen Rezession beobachten. Der Grund ist auch hier die erhöhte Unsicherheit darüber, wie stark die Abkühlung ausfällt und ob die Wirtschaft in eine Rezession abgleitet.

 

Tipp:

 

Noch befinden sich die Zinsen auf einem erhöhten Niveau. Doch die EZB hat die Leitzinsen für den Euroraum Anfang Juni bereits um 0,25 % gesenkt. Am Markt werden im zweiten Halbjahr 2024 und im kommenden Jahr weitere Zinssenkungen erwartet. Daher ist es eine Überlegung wert, Ihren Anlagebetrag auf mehrere Anleihen mit attraktiven Zinssätzen und unterschiedlich langen Laufzeiten zu verteilen. So können Sie auch in Zukunft von attraktiven Zinszahlungen profitieren!

 

 

Anleihen können das Depot stabilisieren

 

Anleihen können ebenso wie Aktien an der Börse gekauft und verkauft werden. Investments in Anleihen können dazu beitragen, das Depot breit aufzustellen und verschiedene Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Rohstoffe) zu berücksichtigen. Dabei können Anleihen aus dem Bereich „Investment Grade“ aufgrund ihrer geringeren Kursschwankungen dazu beitragen, die Wertschwankungen des Depots zu stabilisieren.

 

 

Warum steigen Anleihen, wenn die Zinsen fallen?

 

Sinkt das allgemeine Zinsniveau, kann dies bei den an der Börse gehandelten Anleihen mit einem festen Zinssatz zu steigenden Kursen führen. Anleger fragen dann tendenziell solche Anleihen nach, die noch einen höheren Zinssatz bieten. Durch die steigende Kursnotierungen der mit festem Zinssatz ausgestatteten Anleihen sinkt zugleich deren Rendite. Auf diese Weise gleichen sich die bereits umlaufenden Zinspapiere wieder dem aktuellen Marktniveau an. Umgekehrt reagieren Anleihen mit fallenden Kursen auf steigende Zinsen.

 

Wichtig zu wissen: Die Auswirkungen auf den Kurs sind bei Anleihen mit langer Laufzeit (>10 Jahre) höher als bei Zinspapieren mit kurzer Laufzeit (1–2 Jahre).

 

 

Wie kann ich Anleihen kaufen?

 

Anleihen kaufen mit der Consorsbank ist ganz einfach. Dabei steht Ihnen mit mehr als 12.000 Anleihen ein umfangreiches Angebot zur Verfügung. Rund 8.500 in Euro notierte Anleihen können Sie über den Handelsplatz Baader Trading bis zum 30.08.2024 für nur 9,95 Euro pro Order handeln (zzgl. marktüblicher Spreads & Zuwendungen). Wählen Sie beim Kauf der Anleihe den Handelsplatz „Baader Trading“ aus und profitieren Sie von den besonders attraktiven Konditionen.

 

 

Beispiel: Bei einer Standardorder von z. B. 25.000 Euro, die über eine deutsche Börse als Handelsplatz aufgegeben wird, würden normalerweise rund 70 Euro an Gebühren anfallen – im Aktionszeitraum mit dem Handelsplatz „Baader Trading“ sind es nur 9,95 Euro!

 

 

Tipp: Nutzen Sie Ihren Sparerpauschbetrag und richten einen Freistellungsauftrag ein! Damit sind Kapitalerträge wie z. B. Zinsen bis zu einer Höhe von 1.000 Euro (Singles) bzw. 2.000 Euro (gemeinsam veranlagte Ehepaare) steuerfrei.