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Junior-Depot: Finanziell vorsorgen

von am ‎30.07.2019 08:58

Von klein auf zu sparen lohnt sich: Mit dem Junior-Depot können Sie Ihrem Kind schon heute ein Finanzpolster für die Wünsche von morgen schaffen.

 

Ob Ausbildung, Studium oder das Jahr im Ausland: Welchen Weg Ihr Kind einmal geht, wissen Sie noch nicht. Eines ist Ihnen klar: finanzielle Sorgen sollen ihm dabei nicht im Weg stehen. Wer sich entscheidet, langfristig Geld auf die Seite zu legen, ist auf die anstehenden Ausgaben gut vorbereitet und kann das angelegte Geld für sich arbeiten lassen.

 

Wohin am besten mit dem Geld?

 

Das Sparkonto ist in Anbetracht von Niedrigzinsen wohl keine echte Empfehlung mehr. Da kann man den Geldschein auch gleich in den Sparstrumpf stecken, der ebenfalls keine Rendite zusichert. Wertpapiersparpläne sind wegen der Orientierung am Markt besonders geeignet für langfristiges und regelmäßiges Sparen – denn dadurch hat die jährliche Inflation keinen großen Einfluss auf den Wert Ihres Geldes.

 

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Sparpläne sorgen dabei ähnlich wie ein Dauerauftrag dafür, einen festgelegten Betrag fürs Kind zur Seite zu legen. Schon kleine Beträge von 25 Euro monatlich wachsen bis zum 18. Lebensjahr zu einer Summe an, mit der Ihr Kind unbesorgt durchstarten kann. Auch Einmalanlagen sind dabei möglich. Geldgeschenke wie der 50-Euro-Schein von der Oma, Geld zur Taufe oder das Geburtstagsgeld können so direkt angelegt werden anstatt im Sparschwein zu landen. Bei Wertpapiersparplänen gilt es allerdings, die Kursrisiken zu berücksichtigen, damit am Ende wirklich das gewünschte Guthaben bleibt.

 

Das Consorsbank Junior-Depot

 

Bisher war es nur bedingt möglich, Wertpapiersparpläne im Namen des Kindes anzulegen. Mit dem Wegfall der Risikoklassen stehen Eltern weiterhin in der Verantwortung, das Geld im Interesse des Kindes so sicher wie möglich zu verwalten. Sie können die Wertpapiere nun anhand Ihrer eigenen Kenntnisse und Erfahrungen handeln. Bitte beachten Sie, dass der Handel von Optionsscheinen/Optionen/Futures/CfDs (Contracts for Differences) im Junior-Depot nicht möglich ist.

 

Wichtig: Das Consorsbank Junior-Depot kann nur von den gesetzlichen Vertretern (in der Regel die Eltern) eröffnet werden.

 

Worauf ist bei langfristigen Geldanlagen für den Nachwuchs zu achten?

 

Die Entscheidung für eine bestimmte Anlage ist nicht immer ganz einfach. Sobald man Mutter oder Vater wird, stehen Fragen nach der finanziellen Vorsorge im Raum – schließlich gibt es eine neue Verantwortung, der man so gut wie möglich gerecht werden möchte. Wird die Geldanlage direkt auf das Kind angelegt, ist es so bereits rechtlich im Besitz des Kindes – mit dem 18. Lebensjahr erhält es automatisch den Zugriff auf das Konto oder Depot.

 

Wenn Sie Geld für den Nachwuchs anlegen, gibt es ein paar Dinge zu beachten: 

 

  • Rechtliches: Ab der Geburt Ihres Kindes können Sie ein Junior-Depot eröffnen. Dafür brauchen Sie die Geburtsurkunde als Nachweis. Als Erziehungsberechtigter sind Sie bis zum vollendeten 18. Lebensjahres in der Pflicht, Geldanlagen im Namen Ihres Kindes verantwortungsvoll zu führen. Das Geld gehört Ihrem Kind, die Verwaltung übernehmen Sie. Mit dem 18. Lebensjahr überträgt sich diese Verantwortung auf Ihr Kind.
  • Finanzamt: Das angesparte Kapital auf dem Junior-Depot gehört allein Ihrem Kind. Die Kapitalerträge (z. B. Zins- und Dividendenzahlungen) sind deshalb Einkünfte des Kindes. Es muss ein eigener Freistellungsauftrag bzw. eine eigene Nichtveranlagungs-Bescheinigung eingereicht werden.
  • Freibeträge beim BAföG: Dem Nachwuchs kann eine Ausbildungsförderung nach dem BAföG verweigert werden, wenn das Vermögen einen bestimmten Freibetrag übersteigt. Derzeit liegt der Freibetrag bei 7.500 Euro, ab dem Wintersemester 2020/2021 gilt ein Freibetrag von 8.200 Euro.

 

Welche Vor- und Nachteile bieten die verschiedenen Sparpläne?

 

Für den langfristigen Vermögensaufbau Ihres Kindes eignen sich besonders Sparpläne in Fonds, ETFs und Aktien.

 

ETF-Sparplan 

ETFs (Exchange Traded Funds) sind Indexfonds. Das bedeutet, Sie bilden den Markt ab. Dabei werden sie nicht aktiv gemanagt. Ein Exchange Traded Fund ist ein Bündel von Wertpapieren, das aus den gleichen Aktien oder Anleihen besteht wie ein zu Grunde liegender Index (z.B. Dax, Dow Jones etc.). Ziel ist es, dessen Kursentwicklung möglichst genau nachzubilden – so profitieren Sie langfristig von der Entwicklung eines ganzen Markts. Da ETFs aus vielen verschiedenen Wertpapieren bestehen, fallen Kursschwankungen häufig geringer aus als bei einzelnen Aktien oder Anleihen. Sie sind daher weniger riskant als einzelne Wertpapiere. Eine Geldanlage in einen ETF-Sparplan bietet große Flexibilität, was das Festlegen der Raten angeht. Sie können jederzeit damit Starten, Pausieren oder Beiträge anpassen, sobald Sie ein Junior-Depot eröffnet haben. Mehr als 250 ETF-Fonds erhalten Sie bei der Consorsbank ohne Ausgabegebühr.

 

Nachteile:

 

  • ETF-Sparpläne mit Investmentprodukten können deutlichen Kursschwankungen unterliegen
  • da ein ETF kein aktives Fonds-Management besitzt, wird er sich selten besser als der dazu­gehörige Index entwickeln

 

Fonds-Sparplan

Ein Fonds besteht aus vielen einzelnen Wertpapieren wie Aktien, Anleihen, Immobilien und mehr. Damit ist Ihre Investition deutlich breiter gestreut als bei einer Einzelaktie. Kleinere, flexible Sparraten, die regelmäßig und automatisch ausgeführt werden, machen den Vermögensaufbau mit einem Fondssparplan einfach und bequem. Bei der Consorsbank haben Sie über 570 Fonds zur Auswahl, in die Sie im Rahmen eines Sparplans investieren können.

 

Nachteile:

  • Anlagerisiko, basierend auf aktivem Fondsmanagement
  • Verluste aufgrund von Kursschwankungen

Tipp: Bei der Consorsbank haben Sie Zugriff auf verschiedene Sparpläne - von ETFs (Exchange Traded Funds) bis hin zu Aktien über Fonds lassen sich verschiedene Produkte für das Junior-Depot auswählen. Die Depotführung ist bei der Consorsbank kostenlos.

 

Aktien-Sparplan

Mit dem Kauf einer Aktie werden Sie Miteigentümer einer Aktiengesellschaft. Sie sind Aktionär und besitzen in der Regel einen Anspruch auf Gewinnbeteiligung. Auch hier kann die Sparrate optional erhöht werden. Wichtig: Bei Aktien-Sparplänen kann es wie bei allen Wertpapier-Sparplänen zu hohen Kursschwankungen kommen.

 

Nachteile:

  • Risiko durch Investments in Einzelwerte
  • Dividende nicht garantiert

Bei Wertpapieren  gibt es ein generelles Kursrisiko. Dieses gleicht sich allerdings langfristig in der Regel aus, denn: bei niedrigen Kursen erwirbt man höhere Stückzahlen für den gleichen Betrag. Wenn diese wieder steigen, gleicht sich der Wertverlust der bereits gehaltenen Werte langfristig aus. Man spricht vom Durchschnittskosteneffekt.

 

Für die Anlage in einen Sparplan für Ihr Kind brauchen Sie zunächst ein Junior-Depot als Basis für einen Sparplan. Hier können Sie das Junior-Depot eröffnen.

 

Fazit:

 

  • Es ist ratsam, möglichst schon ab der Geburt mit einem Sparplan zu beginnen, um das Geld möglichst lange für sich arbeiten zu lassen
  • Im Gegensatz zu traditionellen Ansparformen wie Sparbuch, Tagesgeldkonto und Co. können Sparpläne auf Fonds, ETFS und Aktien höhere Renditechancen bieten
  • Rechtliche und steuerliche Belange sollten beachtet werden. Die Consorsbank leistet keine Beratung in steuerlichen Angelegenheiten, kontaktieren Sie hierzu bitte Ihren Steuerberater

 

Wie legen Sie Geld für Ihren Nachwuchs an? Wir freuen uns auf Ihren Beitrag!