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Investieren in Gold – Barren, Münzen, Fonds oder direkt im Online-Depot?

von am ‎15.12.2015 10:11 - zuletzt bearbeitet am ‎18.12.2015 11:18  von
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Macht es Sinn einen Teil meines Kapitals in Gold anzulegen? Und welche Möglichkeiten gibt es für mich als Privatanleger? 

 

In diesem Artikel möchten wir diese und weitere Fragen zum Thema „Gold als Kapitalanlage“ beantworten. Außerdem stellen wir Ihnen einen neuen Service der Consorsbank vor: Ihr Gold in Ihrer Depotansicht – zum Kaufen, Verkaufen und Beobachten.

 

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Warum ist Gold so begehrt?

 

Gold hat ein edles Erscheinungsbild, ist leicht zu verarbeiten – und es ist selten. Sein Anteil in der kontinentalen Erdkruste beträgt 0,0000004 Prozent, also etwa 4 Gramm pro 1000 Tonnen Gestein. Der Anteil von Blei liegt im Vergleich bei etwa 0,0018 % Prozent.

 

Der begehrte Stoff wird für Münzen, Baren, Schmuck, Zähne und HiFi-Kontakte verwendet und ist schon seit Jahrtausenden begehrt. Gold als Zahlungsmittel in Münzenform gibt es bereits seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. Spätestens seit dem es Geld in Papierform gibt, wurde es als Reserve von Nationen, Banken und Privatpersonen gelagert. Gold gilt als sichere Geldanlage – und in Krisenzeiten als praktisches Tauschobjekt, egal ob als Münze, Barren oder Schmuck. Immer wenn der Goldpreis wieder vermehrt in den Medien auftaucht, fragen sich auch private Anleger ob und wie sie Ihr Geld in Gold investieren sollen.

 

Gegengewicht in stürmischen (volatilen) Zeiten

 

Ob Aktien, Fonds, Anleihen oder Zertifikate – jede Art von Wertpapier ist im Prinzip hohen Schwankungen ausgesetzt. Wenn Sie Ihr Portfolio vor solcher Volatilität schützen wollen, könnte Gold als Basis-Investment die passende Strategie sein.

 

Gold – als Münzen oder Barren – besitzt eine niedrige bis mittlere Volatilität. Außerdem verhält sich der Goldkurs tendenziell eher entgegengesetzt zu anderen Anlageklassen. Das kann mögliche Kursverluste innerhalb Ihres Portfolios ausgleichen. Schon ein Goldanteil von 2 bis 20% in Ihrem Portfolio reicht, um eine deutliche Wirkung zu erzielen. Zudem ist Gold ein starker Schutz vor jeder Form der Währungsabwertung.

 

Gold und seine Steuervorteile

 

Physisches Gold unterliegt einer einjährigen Spekulationsfrist. Das heißt, wenn Sie Münzen oder Barren aus Ihrem Depot nach einem Jahr oder später verkaufen, müssen Sie keine Steuern auf den erzielten Gewinn zahlen. Verkaufen Sie Gold vor dieser Frist, müssen Sie dies in der Anlage SO Ihrer Einkommensteuererklärung angegeben und versteuern. Außerdem fällt bei physischem Gold keine Abgeltungsteuer an.

 

Damit Sie sich die Fristen Ihres Goldbestandes nicht notieren oder merken müssen, haben wir Ihnen einen Web-Service innerhalb Ihrer Depotansicht zur Verfügung gestellt: Sobald Sie eine Edelmetall-Verkaufsorder tätigen, welche unter die Spekulationsfrist fällt, öffnet sich ein entsprechendes Warnfenster.

 

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Indirekte Gold-Anlage: Aktien, Fonds, Zertifikate und CFDs

 

Sie können aber auch in Gold investieren, ohne dass Sie es tatsächlich in den Händen halten: z.B. mit Wertpapieren auf Goldbasis, wie Goldfonds, Aktien von Goldminengesellschaften oder Hebelprodukten.

 

Die Investitionen von Goldfonds bzw. Fondsanteilen konzentrieren sich üblicherweise auf

Goldminen oder Unternehmen, die mit der Förderung oder Verarbeitung des Edelmetalls zu tun haben. Anleger, die bereit sind für höhere Gewinne auch höhere Risiken einzugehen, können mit Gold-Zertifikaten, -Optionsscheine oder -CFDs handeln.

 

Direkte Gold-Anlage: Barren, Münzen und Schmuck

 

Wenn Sie in Gold investieren möchten, das einen physischen – und nicht nur einen „virtuellen“ Wert besitzt – sollten Sie grundsätzlich zwei Formen voneinander unterscheiden:

 

1. Sammlerobjekte aus Gold

 

Sammlermünzen, Goldschmuck oder Golduhren werden unter Umständen weit über Ihrem Materialwert gehandelt. Dies hängt von der aufwendigen Verarbeitung, aber auch von der Seltenheit bestimmter Objekte ab. So kann z.B. der Wert einer goldenen Rolex innerhalb von wenigen Jahren deutlich steigen.

 

2. Anlagegold

 

Ein relativ einfacher Weg, um Gold in Ihr Portfolio hinzuzufügen ist der Kauf von Barren oder Münzen. Diese werden üblicherweise im heimischen Tresor, im Bankschließfach oder beim professionellen Goldhändler wie z.B. pro aurum gelagert. Viele Kapitalanleger bevorzugen Barren, weil sie etwas günstiger sind als Münzen – ihre Herstellung ist verhältnismäßig einfach und der Preis kommt dem reinen Materialwert am nächsten. Anlagemünzen (auch Bullionmünzen genannt) sollten von Sammlerstücken unterschieden werden.

 

Gold als Zahlenwert im Online-Depot

 

Die Consorsbank bietet jetzt einen neuen Service in puncto Goldanlage an: Ihre Goldbarren oder –münzen als Wert innerhalb Ihres Depots. So können Sie die Wertentwicklung Ihres Goldes – ebenso wie bei Ihren Wertpapieren – direkt in Ihrer Depotansicht verfolgen. Natürlich können sie das Gold auch bequem aus Ihrem Depot heraus kaufen und verkaufen.

 

Ihre Goldbarren und –münzen werden für Sie im Hochsicherheitstresor unseres Partners für Edelmetall, pro aurum, gelagert. Und falls Sie Ihr Gold doch in Ihrem eigenen Tresor verwahren möchten, können Sie es sich auf Wunsch auch gegen eine Gebühr nachhause liefern lassen.

 

Fazit

 

Egal ob schmuckloser Barren oder edle Münze, wenn Sie mittelfristig bis langfristig einen Teil Ihres Vermögens in Gold anlegen möchten, sollten Sie sorgfältig rechnen.

 

Wählen Sie beispielsweise Schmuckstücke so, dass eine gute Wertsteigerung wahrscheinlich ist, wie etwa bei limitierten Auflagen.

 

Physisches Gold hat den Vorteil, dass Sie es ohne Mehrwertsteuer und – über die Consorsbank, ohne Ordergebühren kaufen können, lediglich 0,60% p.a. Verwahrgebühr werden pro Jahr fällig. Dennoch sollten Sie sich bei Goldbarren oder Bullionmünzen unbedingt die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis vor Augen halten. Bei einem Goldbarren von 1000g beträgt diese derzeit ca. 2 % (Stand 11/2015). Es gilt also die Menge des Goldes, den Verkaufspreis und die Kursentwicklung miteinander abzuwägen.

 

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P.S. Mehr zum Goldpreis und zur aktuellen Marktlage erfahren Sie auch im Video-Beitrag des Finanzexperten Markus Koch: „Goldinvestment im Fokus“.

Kommentare
von
‎15.12.2015 14:19 , bearbeitet ‎15.12.2015 19:19

Guten Tag, hab mir das mit dem Goldkauf und der Verwahrung angeschaut. Gut gelöst und wie ich gelesen habe, einmalig unter den Banken. Ich denke das werden einige nutzen, auch wenn die 0,60% (ca. 6€ pro Feinunze im Jahr) Verwahrgebühr entsteht. Super Idee nur bei mir wurde gleich die erste Order gestrichen. Kein guter Anfang.

von
am ‎17.12.2015 12:17

@Inaktives Mitglied

Jeder hat da seine Ansicht. Aber 400-600$? Denke eher an 900$ minimum, ansonsten kann kaum eine Mine das Gold kostendeckend aus der Erde holen. Wer weiß ob das Gold in ein paar Jahren überhaupt in Dollar abgerechnet wird, bei der Verschuldung der USA und den anderen Staaten. Ich sehe es eher in der Währung Renminbi oder einer anderen. Die Zeit wird es bringen.

Vor Jahren hatte ich Gold(1oz) für 400 DM gekauft und keiner dachte das Gold steigt. Der Verkauf lag bei 1300€. Man muss nur warten können.Smiley (zwinkernd)

 

von
am ‎17.12.2015 19:09

Goldkauf mit sicherer Verwahrung bei einer ` vertrauenswürdigen Bank ´ und nicht in einem Schließfach, auch wenn diese Verwahrung etwas kostet, aber völlig sicher und legal ist, ist die beste Idee, von der ich in dieser Woche gelesen habe.

 

Meine erste Erfahrung mit Gold (lang,lang ist es her):

Als Schülerin habe ich mir von meinen knappen und darum mühsam, ersparten Taschengeld eine hübsche Münze, Feingold 999, gekauft, die anläßlich der ersten Mondlandung aufgelegt wurde. Mit meinem, für gute Zeugnisnoten über Jahre geschenkt bekommenen Geld, habe ich mir später diese Münze in Feingold fassen lassen. Und wiederum später habe ich mir die dazu passende Halskette gekauft und war richtig stolz auf meinen ersten selbst verdienten Schmuck, gedacht als Wertanlage. Leider war meine Freude nicht von langer Dauer - obwohl ich diesen Schmuck selten trug, wurde er mir tagsüber fast vor der Haustür gewaltsam vom Hals gerissen und habe nicht wieder bekommen können.

 

Auch hier war´s kein guter Anfang mit Gold und darum teures Lehrgeld.

 

von
am ‎18.12.2015 16:21

Milliarden Menschen in Indien und China sind Gold gläubig und werden Gold kaufen, sobald sie in diesen schnell wachsenden Weltregionen bessereEinkommen haben.

 

Dort in Asien wird in Zukunft der Goldpreis gemacht, baierend auf wachsender Nachfrage.

von
am ‎18.12.2015 16:24

Und noch einen Tip. Goldpreis und Verwahrkosten vergleichen. Auch Degussa Goldhandel bietet diese Dienste an. Und hat in mehreren deutschen Städten, sogar in Pforzheim, Geschäfte.

von
am ‎18.12.2015 20:03

@DerBietigheimer ich hab auch mal wegen den Verwahrkosten geschaut und bin auf eine Firma aus Östereich gestoßen, welche Gold oder andere Edelmetalle steuerfrei einlagert, auch in Deutschland.

Das ist bei einem Barren gleich mal 200€ Unterschied.

Aber als Beimischung zum Depot finde ich das hier nicht schlecht, da man es auch hier gleich Absichern könnte durch Hedging. Da würde ich ganz sicher vorher den Service anrufen, um mich abzusichern bei dem Konzept.

Wie es gehn soll ist hier beschrieben: Hedging Absicherung

Da wäre die Angst vom @Inaktives Mitglied für fallende Kurse unberechtigt.

 

Was ich mich jedoch frage ist, was passiert wenn die Comex kein registriertes Gold mehr hat. Muss sich die Comex dann selbst Gold leihen von Banken, oder Gold zukaufen?

 

Siehe Comex cornern

 

Ich hab mich noch nicht entschieden, wo ich meine sehr wenigen Ersparnisse anlege, doch bei den geringen Zinsen suche ich stark nach allem was funktionieren könnte.

von
am ‎28.12.2015 11:20

Hallo @Brachttaler,

 

wir haben gelesen, dass Sie Probleme mit der ersten Order hatten.

Hat das inzwischen bei Ihnen geklappt?

Sollten Sie noch Probleme haben, freut sich Ihr persönliches Betreuungsteam über einen Anruf bzw. eine Nachricht. Die Kollegen klären das gerne für Sie!

 

Herzliche Grüße aus Nürnberg,

Ihr Community Team

von
am ‎28.12.2015 13:41

Werd mich persönlich melden.