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Gewinne optimieren, Verluste begrenzen

von am ‎14.12.2018 10:30
1 Kommentar

Was gerade für Einsteiger im Wertpapierhandel wichtig ist, erklärt Thomas Plettner, Kundenbetreuer im Team für die PlatinumStars, die besonders aktiven Kunden der Consorsbank.

 

Gegen 10 Uhr 1.000 Stück zu 1,65 Euro gekauft. Zehn Minuten später zu 1,77 Euro verkauft. 120 Euro in zehn Minuten, kein schlechter „Stundenlohn“. Am Nachmittag das gleiche Wertpapier noch zweimal gekauft – dann aber den Ausstieg verpasst. Hohe Buchverluste türmen sich auf. Sechs Stunden schwitzen. Kurz vor Handelsende verkauft. Unterm Strich bleiben immerhin noch 80 Euro.

 

Workshop für Einsteiger

 

Das Beispiel ist nicht aus der Luft gegriffen: Es ist eine der ersten Folien im Workshop „Trader-Grundwissen: Sie fragen, wir antworten“, der von der  Consorsbank in verschiedenen deutschen Städten angeboten wird. Zu den Referenten gehört Thomas Plettner. Der 45-Jährige weiß aus persönlicher wie beruflicher Erfahrung, wo beim Trading die Stellschrauben sitzen und wo die Fallstricke lauern. Er ist seit dem Jahr 2000 bei der Consorsbank und eXchange Trader an der Frankfurter Wertpapierbörse.

 

 

Thomas Plettner, Kundenbetreuer im Team für PlatinumStars, beantwortet 5 Fragen zum Einstieg ins Trading

 

Was muss man fürs Trading mitbringen? Interesse an wirtschaftlichen Trends und Marktentwicklungen, natürlich. „Ich muss die Story kennen, die an den Märkten gerade gespielt wird“, stellt Plettner fest.

 

Gespür für die Märkte entwickeln

 

Ein Handelstag beginnt für Trading-Experten wie Plettner immer schon vor Börseneröffnung. Ein Blick auf die Tagesvorschau ist selbstverständlich. Liegt die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten an? Sind Nachrichten von Notenbanken zu erwarten? Bei solchen Veröffentlichungen kann der Trend schnell drehen oder drastisch verstärkt werden.

 

ActiveTrader nutzen

 

Besonders gut klappt die Vorbereitung und das Handeln nach Einschätzung von Plettner mit der kostenlosen Handelssoftware der Consorsbank, dem ActiveTrader. „Ich habe damit alle Märkte und Kursentwicklungen im Blick: Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Devisen – und natürlich auch Nachrichten.“ Die Oberfläche lasse sich bedarfsgerecht konfigurieren, so dass jeweils ein ganz persönlicher Handelsbildschirm entstehe. „Ich kann live verfolgen, wie die einzelnen Märkte zueinander in Beziehung stehen.“

 

Konsequent handeln

 

Um Zusammenhänge geht es auch in der Frage der eigenen Handelsstrategie. Die muss letztlich jeder für sich selbst finden. „Es kommt darauf an, wie viel Zeit und Geld man einsetzen kann und will“, unterstreicht Plettner. „Manche handeln auf Basis von fünf Minuten, manche in Zeiträumen von Wochen oder Monaten. Manche wollen kurzfristige Trends gezielt nutzen, andere ihr langfristig ausgerichtetes Depot optimieren.“ Wichtig sei, eine gewählte Strategie nicht gleich fallenzulassen, wenn sie einmal nicht aufgeht. „Wer Erfolg haben will, muss konsequent handeln.“

 

Verluste begrenzen

 

Die Risikobegrenzung ist eine der wichtigsten Stellschrauben, durch die Trader Einfluss auf ihre Depotentwicklung nehmen können. Je höher der Verlust wird, desto größer wird nicht nur der finanzielle Druck, sondern auch der mentale. Ein Fehler ist, Verluste auszusitzen oder bei sinkenden Kursen einen in die Verlustzone gerutschten Wert nachzukaufen. „Es lohnt sich nicht, gegen den Markt Recht behalten zu wollen“, stellt Plettner fest.

 

Gewinne laufen lassen

 

Erzielt jemand bei zehn Trades neun kleine Erfolge, läuft aber beim zehnten in einen nicht begrenzten Verlust, kann das alles zunichte machen. „Wer seine Gewinne laufen lässt, kann es sich leisten, schlechte Trades vorzeitig mit Verlust zu beenden“, ist sich Plettner sicher. „Es reicht dann eine Trefferquote von 50 Prozent oder weniger aus, um langfristig Gewinne zu erzielen.“

 

Fazit:

  • Achten Sie darauf, welche Story gerade an den Märkten gespielt wird
  • Handeln Sie konsequent
  • Optimieren Sie Gewinne und beenden sie verlustreiche Trades vorzeitig

Welche Grundregeln helfen Ihnen beim Trading? Teilen Sie uns Ihre Meinung in einem Kommentar mit.

Kommentare
von Sebanstian
am ‎17.12.2018 18:44

Was soll ich mit meinen China Aktien machen ? Die meisten sind in der Verlustzone !