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Differenzkontrakte: Staatsanleihen, Aktien, Fonds – ja! Aber was sind CFDs?

24.04.2017 12:57

Sie besitzen seit einigen Jahren ein gut diversifiziertes Depot und kennen sich mit Staatsanleihen, Aktien und Fonds aus. Doch als fortgeschrittener Trader interessieren Sie sich für weitere Möglichkeiten an der Börse zu handeln? Dann möchten wir Ihnen in diesem Artikel das Thema CFDs näher bringen.

 

Was sind CFDs?

 

CFD bedeutet Contract for Difference, zu Deutsch: Differenzkontrakt. Damit ist ein Ausgleichsgeschäft zwischen Kauf- und Verkaufspreis eines Basiswertes gemeint. Mit einem CFD haben Sie die Möglichkeit darauf zu spekulieren, ob der Preis eines Basiswerts steigt oder fällt. Außerdem müssen Sie die Basiswerte – also z.B.  Aktien, Aktienindizes, Wechselkurse oder Rohstoffe – nicht in voller Höhe kaufen. Sie hinterlegen lediglich eine Sicherheitsleistung, die so genannte „Margin“.

 

Was sind CFDs.jpg

 

CFD am Beispiel DAX

 

Ausgangssituation:

  • Der DAX steht bei 10.000 Punkten.
  • Sie Kaufen ein CFD auf den DAX und hinterlegen eine Margin von 2% des Basisbetrages, also 200 Euro.

Basiswissen:

  • Der Wert eines DAX-CFDs entspricht in etwa dem Index-Stand.
  • Ein DAX-Punkt entspricht in der Regel 1 Euro.
  • Mit dem Kauf eines CFD gehen Sie „long“, d.h. Sie spekulieren auf einen Kursgewinn des Basiswerts.

 

Positive Entwicklung:

 

  • Nach vier Wochen steht der DAX bei 11.000 Punkten, das ist eine Differenz von 1.000 Punkten.
  • Mit der Margin von 2% des Basisbetrages haben Sie mit 200 Euro Kapitaleinsatz einen Gewinn von 1000 Euro erzielt. Bitte beachten Sie das für die Haltedauer noch ON Kosten von 3,5 % anfallen.
  • Das sind 10% auf den Basiswert und durch den Hebel 50 auf den Kapitaleinsatz bezogen 500%

Negative Entwicklung:

 

  • Nach einem Jahr ist der DAX auf 3.000 Punkte gefallen.
  • Es ist ein Verlust von 7.000 Euro entstanden.
  • Das sind 800% bezogen auf den Kapitaleinsatz und 40% bezogen auf den Basiswert. 

Börsenhandel für Fortgeschrittene.jpg

 

Sprechen Sie CFD? Wichtige Begriffe im Umgang mit CFDs:

 

Wer sich für den Handel mit CFDs interessiert, sollte sich mit folgenden Prinzipien bzw. Begriffen vertraut machen:

 

  • Long-Position (long gehen): Sie kaufen und profitieren von einem steigenden Kurs.
  • Short-Position (short gehen): Sie verkaufen und profitieren von einem fallenden Kurs.
  • Basiswert: Der Basiswert kann z.B. eine Aktie, ein Index, eine Anleihe oder ein Rohstoff sein. Die Entwicklung eines CFDs orientiert sich zu 100% am Basiswert.
  • Margin: Die Margin ist die Investitionssumme – bzw. Sicherheitsleistung –, die zum Eröffnen einer CFD-Position hinterlegt werden muss.
  • Hebel: Der Hebel gibt an, wieviel Prozent Gewinn (bezogen auf die gezahlte Investitionssumme) verbucht wird, wenn der Basiswert um 1 Prozent steigt. Beim obigen Beispiel beträgt der Hebel: 50.
  • Spreads: Spreads beschreiben die Differenz zwischen dem An- und Verkaufspreis.
  • Margin Call: Wenn die Margin einen bestimmten Prozentsatz des Gesamtkapitals ausmacht wird ein margin Call versendet. Es gibt 2 Arten von Margin Calls. Einen bei 80% und einen bei 90%. Wenn die Margin 100% des Gesamtkapitals ausmacht, wird die Position zwangsgeschlossen. 

Cortal Consors Blog.png

 

Fazit

 

Contract for Differences, CFDs, sind relativ unkomplizierte Derivate, mit denen man an steigenden und fallenden Kursen verdienen kann – und das mit geringem Kapitaleinsatz und einem lohnenswerten Hebel. Obwohl der Handel mit CFDs nicht viel komplizierter ist, als der klassische  Aktienhandel, sind CFDs nichts für Börseneinsteiger!

 

Denn neben den großen Chancen, birgt der Handel mit CFDs auch ernstzunehmende Risiken. Je nach Broker kann eine Nachschusspflicht verlangt werden. Und diese kann – falls Sie nicht damit gerechnet haben – Ihr Budget für den CFD-Handel plötzlich und dramatisch übersteigen.

 

Bevor Sie also Ihr Portfolio mit CFDs ergänzen, sollten Sie sich genau informieren!

 

Zum Beispiel mit Hilfe unserer Webinare oder mit der Stichwortsuche im Cortal Consors Wissens-Bereich.

 

Auf unserer Produktseite, finden Sie konkrete Möglichkeiten mit CFDs zu handeln – und zwar ausschließlich ohne Nachschusspflicht.

 

Cortal Consors Blog.png

 

Sie überlegen noch, ob Sie Ihr Geld in CFDs anlegen sollten? Dann probieren Sie es doch einfach vorher mit unserem kostenlosen CFD-Demokonto aus:

 

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