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Die wichtigsten Fragen zum mobilen Bezahlen

von ‎16.06.2020 08:00 , bearbeitet ‎02.07.2020 14:51
14 Kommentare

Mobiles Bezahlen ist seit 2018 in der Bundesrepublik möglich. Wer ein neueres Smartphone besitzt, liest seine Karten in Apple Pay oder Google Pay ein. Doch wie funktionieren die elektronischen Geldbörsen? Diese Antworten auf die wichtigsten Fragen zum kontaktlosen Bezahlen sollten Sie kennen.

 

Mit welchen mobilen Geräten kann ich mobil zahlen?

Das mobile Bezahlen funktioniert mit neueren Mobilgeräten, die über iOS oder das Android-Betriebssystem verfügen – also auch beispielsweise mit der beliebten Apple Watch.

 

Mobiles Bezahlen.jpg

 

Wo ist das mobile Bezahlen schon möglich?

Rund 75 Prozent der Läden in Deutschland sind inzwischen auf kontaktloses Bezahlen eingestellt, mit ca. 800.000 NCF Terminals. Bei vielen bekannten Ketten, etwa Lebensmitteldiscountern, Elektrofachgeschäften, Drogeriemärkten oder Tankstellen und auch online werden die Bezahl-Apps akzeptiert. In die Apps können Sie alle Ihre Karten einlesen – Voraussetzung ist natürlich, dass die jeweiligen Banken mit den mobilen Zahlungsapps kooperieren.

 

Welche Beträge kann ich kontaktlos bezahlen?

An allen Akzeptanzstellen mit dem Wellensymbol bezahlen Sie kontaktlos bis einschließlich 50 Euro. Für Beträge darüber müssen Sie Ihre PIN eingeben. Voraussetzung ist, dass der Händler Ihre Terminals hierfür angepasst haben. Mit Apple Pay und Google Pay zahlen Sie immer ohne die Eingabe einer PIN, unabhängig vom Betrag.

 

Woran erkenne ich, ob ich mit dem Smartphone zahlen kann?

Das Handy für mobiles Zahlen zu nutzen, ist in allen Geschäften möglich, in denen Sie auch kontaktlos zahlen können. Das charakteristische Wellen-Symbol findet sich auf der Kreditkarte oder EC-Karte, ebenso auf dem Kassenterminal des Geschäfts und meist schon prominent angebracht an oder neben der Eingangstür. Im Zweifelsfall können Sie nachfragen – da erst ein Viertel der Bundesbürger mobil zahlt, hauptsächlich jüngere Kunden, hat das Kassenpersonal in manchen Geschäften zwar davon gehört, die Apps aber selbst noch nicht in Aktion gesehen.

 

Welche Technologie macht mobiles Bezahlen möglich?

Mobiles Bezahlen beruht auf NFC, der sogenannten Near Field Communication. Der Funkstandard kommt bei Kredit- und Debitkarten mit dem Wellensymbol zur Anwendung. Das Smartphone muss ebenfalls mit einem NFC-Chip ausgerüstet sein. Aber auch ohne NFC-Technologie ist mobiles Zahlen möglich. In diesem Fall erzeugen die mobilen Geldbörsen einen QR-Code auf dem Bildschirm des Handys. Das so generierte Code-Quadrat kann an der Kasse eingescannt werden.

 

Mobiles Bezahlen als Kunde bei der Consorsbank

Kunden mit einem Girokonto bei der Consorsbank und der Visa Card oder Visa Card Gold können die Karte mit Apple Pay auf dem iPhone oder mit Google Pay auf einem Android-Gerät hinterlegen. Zusätzlich brauchen Sie unsere Secure Plus App auf Ihrem Smartphone. Anschließend genügt es, das entsperrte Handy am Lesegerät an der Kasse entlangzuführen. 

 

Was geschieht beim Zahlen per Handy mit meinen Daten?

Vor allem für kleine Beträge ist mobiles Bezahlen zweifellos praktischer, als in den Münzen im Portemonnaie zu kramen. Allerdings sorgen sich die Deutschen um die Sicherheit ihrer Daten. Was nur wenige Kunden wissen:

 

  • Weder der Händler noch die mobile App speichern die übermittelten Daten
  • Die NFC-Technologie erlaubt das Auslesen der Daten nur auf Distanzen von höchstens vier Zentimetern
  • Eine PIN, der Fingerabdrucksensor und die Aktivierung der Gesichtserkennung auf dem Handy sorgen für zusätzlichen Schutz

An der Kasse besteht also wenig Gefahr von Datenmissbrauch. Unmittelbar nach dem Start der mobilen Zahlungsdienste verzeichneten einige Banken jedoch eine Flut von Phishing-Versuchen. Kunden erhielten E-Mails zu vorgeblichen neuen Sicherheitsmaßnahmen gerade beim mobilen Bezahlen, mit der Aufforderung, sich in den Kundenbereich einzuloggen.

 

Welche weiteren Sicherheitsfunktionen gibt es?

Wenn Sie mobiles Zahlen bereits nutzen oder demnächst aktivieren möchten, können Sie sich durch einige zusätzliche Maßnahmen schützen.

  • Die Software des mobilen Endgeräts oder der Smartwatch sollte immer auf dem neuesten Stand sein
  • Besondere Schutzhüllen oder Einlegekarten blockieren das Auslesen von NFC-fähigen Karten sowohl aus dem Smartphone als auch aus der Geldbörse.
  • Wer seine Abrechnungen in der Banking-App regelmäßig prüft, kann handeln, wenn es zu Fehlbuchungen kommt
  • Bei NFC-fähigen Karten kann im Einzelfall eine Obergrenze für Transaktionen festgelegt werden
  • Beim Verlust des Handys sollten Sie Ihre Konten und Karten sofort sperren lassen – die dafür notwendige Rufnummer bewahren Sie besser nicht auf dem Gerät auf

Mobiles Bezahlen macht den Alltag komfortabler

Die Liebe der Deutschen zum Bargeld ist ungebrochen, doch immer mehr Nutzer schätzen die Möglichkeit, an der Ladenkasse zumindest kleinere Transaktionen per Handy zu erledigen. Anwender können auf Bargeld und Karten verzichten, greifen aber nach Berichten zu einer Kombination. Denn NFC ist relativ verbreitet, allerdings noch nicht überall akzeptiert – ebenso wie Kreditkarten.

 

Wie ist Ihre Einstellung zum mobilen Bezahlen? Welche Erfahrungen haben Sie in der Corona-Krise mit dem mobilen Bezahlen gemacht? Teilen Sie uns und anderen Lesern Ihre Meinung mit!

 

Kommentare
von
am ‎03.07.2020 18:33

oh je, was ist denn hier los ?

 

Digitalisierung nein Danke oder so ?

 

Also anonymer wie Apple Pay geht doch gar nicht. Bei den Tokens die Apple generiert weiß derjenige bei dem ich einkaufe rein gar nichts von mir, nicht einmal über was für eine Art von Karte ich bezahle, also bitte nochmals schlau machen bevor so ein Quatsch hier erzählt wird.

 

Mike O.

von
am ‎03.07.2020 20:43

Nein, es geht nicht um Digitalisierung nein danke. Dass der Verkäufer mit einem Apple Token nichts anfangen kann, ist eine Pseudoanonymität. Die Gauner in Cupertino können schon. Wer bezahlt, bekommt Deine Daten. So einfach kann das Leben sein.

Dass man heutzutage die technischen Möglichkeiten hat, vollständig anonymes digitales Bezahlen zu realisieren und zwar in jeder Skalierung, ist nicht erst seit Bitcoin bekannt. Es gibt leider Bestrebungen genau das zu verhindern. 

von
am ‎03.07.2020 21:49

also ehrlich ich bin seit 15 Jahren Apple Kunde und die "Gauner" von Cupertino haben mich nicht ein einziges Mal mit einer einzigen eMail bez. Werbung oder sonstigem Unfug belästigt, was ist denn um Gottes Willen das Problem.... Die machen einfach super gute Produkte, fertig... ok, Google und Amazon mag da anders unterwegs sein, aber das kann ich nicht beurteilen... bin halt' ein "Apple Opfer" ;-)

von
am ‎03.07.2020 22:11
Das bezahlen bis 50 € funktioniert in den größeren Märkten sehr gut.
Die Kontrollmeldung ist sehr schnell auf dem Smartphone.

von
am ‎04.07.2020 15:36

Der Mensch ist ein Bequemlichkeitstier geworden.
Mit jeder weiteren Möglichkeit, bargeldlos zu bezahlen, wird eben dieses abgeschafft und der Mensch wird gläserner.

von
am ‎05.07.2020 00:19

Mobiles Bezahlen besser ohne App
Solange die Consorsbank keine neutrale Darstellung der tatsächlichen Datenübermittlung durch die App-Makler, wie Google und Apple vorsieht, kann ich dieser unsicheren Bezahlmethode kein Vertrauen schenken. Auch wird die angebliche Vorteilslage für den Kunden nur geschönt dargestellt. Objektiv betrachtet, ist die Girocard sicherer und tausendfach leichter als mobiles Bezahlwerkzeug gebenüber einem Smartphone, das sowieso bei jeder Finanz-Anwendung im Netz Angriffen ausgesetzt ist!!!
Gut, dass die Consorsbank noch nicht so weit ist, die Plastikkarten abzuschaffen.

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