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cjoen
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Registriert: 04.12.2018
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Akzeptierte Lösung

Wertlose Aktien > Verlust steuerlich absetzten

Wenn man eine fast wertlose Aktie verkaufen kann, so können die Verluste laut einem neuen BFH-Urteil (Az. VIII R 32/16) als Verlust geltend gemacht werden.

 

Was passiert, wenn man eine Aktie nicht mehr verkaufen kann, weil kein Handel mehr stattfindet und somit kein Verkauf möglich ist?

Gibt es hier auch anhängige Verfahren, die diesen fast gleichen Umstand berücksichtigen?

Denn nur so bekommt man die Verluste in den Verlustverrechnungstopf.

 

cjoen

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stocksour
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Beiträge: 504
Registriert: 21.07.2017
Nachricht 2 von 6 (832 Ansichten)

Betreff: Wertlose Aktien > Verlust steuerlich absetzten

[ Bearbeitet ]

Zunächst: Wann hast Du die Aktien gekauft?

Wenn VOR 2009, brauchst Du Dir keine Gedanken mehr zu machen ...

 

Wenn NACH 2008, kannst Du den mir letztbekannten Stand unter dem thread "Altlasten im Depot" nachlesen.

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cjoen
Aufsteiger
Beiträge: 2
Registriert: 04.12.2018
Nachricht 3 von 6 (779 Ansichten)

Betreff: Wertlose Aktien > Verlust steuerlich absetzten

Leider vor 2009 gekauft. Vielen Dank für die Erinnerung.

Trotzdem bleibt die Frage weiterhin aktuelle und ist bestimmt nicht nur für mich interessant.
Deshalb bin ich auf weitere Aussagen gespannt.

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CB_Bianca
Moderator
Beiträge: 31
Registriert: 24.09.2018
Nachricht 4 von 6 (677 Ansichten)

Re: Betreff: Wertlose Aktien > Verlust steuerlich absetzten

Hallo @ cjoen,

 

vielen Dank für Ihren Beitrag. 
 
Gerne haben wir Ihre Anfrage zur Klärung an die zuständigen Kollegen unserer Fachabteilung weitergeleitet. Sobald uns eine Rückmeldung vorliegt, werden wir Sie an dieser Stelle selbstverständlich umgehend informieren. 
 
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.
 
CB_Bianca 
Community-Moderatorin

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Betzpe
Aufsteiger
Beiträge: 1
Registriert: 01.02.2019
Nachricht 5 von 6 (225 Ansichten)

Betreff: Wertlose Aktien > Verlust steuerlich absetzten

Ich habe im Jahr 2010 erworbene, jetzt ohne Kurs nicht mehr handelbare Aktien entgeltlich durch Depotübertragung Consors-intern auf meinen Sohn übertragen. Ich hätte erwartet / mir gewünscht, dass bei mir der (Total-) Verlust damit festgestellt und mit den im Verrechnungstopf vorhandenen Gewinnen verrechnet werden würde; ich also mit der Verlust-Verrechnung eine Steuer-Gutschrift erhalten würde.

 

Ergebnis: In diesem Fall ist die Bank wohl lt. Durchführungs-VO und / oder Richtlinie zum Einkommensteuergesetz verpflichtet den Fall mit der Pauschalmethode zu versteuern. Das bedeutet, dass mir fiktiv 30 % des seinerzeitigen Einstandswertes von ca. 3.500 € als Gewinn angesetzt werden und für diesen Gewinnbetrag Abgeltungssteuer zu entrichten habe.

Es ist meine Sache, diese "Ungerechtigkeit" dann in dem steuerlichen Verfahren zur Einkommensteuer 2019 im Jahre 2020 mit dem Finanzamt zu klären. In dem späteren steuerlichen Verfahren ist zu berichtigen / zu ändern die Berechnung von Abgeltungssteuer zu Feststellung eines Verlustes von ca. 3.500 € - also eine Differenz von ca. 1.800 € zu meinen Gunsten.

 

Ich frage mich natürlich auch, warum in Ansehung der Entscheidung des BFH vom 12.06.2018, Az.: VIII R 32/16, die Banken weiter staatliche Steuer-Anweisungen zu befolgen haben, die überholt sind. Man geht wohl davon aus, dass sich viele "Betrogene" nicht weiter um eine Berichtigung der Sache im kümmern und so die zu Unrecht berechnete Steuer beim Staat verbleibt. Das ist faktisch Diebstahl.

 

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immermalanders
Autorität
Beiträge: 2529
Registriert: 06.02.2015
Nachricht 6 von 6 (185 Ansichten)

Betreff: Wertlose Aktien > Verlust steuerlich absetzten

@Betzpe

[...] Ich habe im Jahr 2010 erworbene, jetzt ohne Kurs nicht mehr handelbare Aktien entgeltlich durch Depotübertragung Consors-intern auf meinen Sohn übertragen. Ich hätte erwartet / mir gewünscht, dass bei mir der (Total-) Verlust damit festgestellt und mit den im Verrechnungstopf vorhandenen Gewinnen verrechnet werden würde; ich also mit der Verlust-Verrechnung eine Steuer-Gutschrift erhalten würde. [...]

Um die Position als Verlust geltend zu machen, muss diese, wenn ich mich richtig erinnere, verkauft bzw. wertlos ausgebucht werden. Bei einem Wertpapierübertrag mit Gläubigerwechsel werden unter umständen Steuern fällig.

 

[...] Ich frage mich natürlich auch, warum in Ansehung der Entscheidung des BFH vom 12.06.2018, Az.: VIII R 32/16, die Banken weiter staatliche Steuer-Anweisungen zu befolgen haben, die überholt sind. [...]

Weil dies die aktuell gültigen Steuer-Anweisungen sind, die befolgt werden müssen. Bis, nach einem solchem Urteil, die neuen Steuer-Anweisungen erlassen werden, kann eine ganze Weile vergehen.

 

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