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Aufsteiger
Beiträge: 4
Registriert: 04.02.2021

Liebe Community,

 

ich hoffe, ich darf euch auch einige Anfänger Fragen stellen. Besser jetzt, also zu spät Smiley (überglücklich)

 

Ich habe mein Depot eröffnet und möchte mich primär mit ETF-Sparplänen beschäftigen. Also diese auf lange Zeit beibehalten (min. 15 Jahre). Ab und an würde ich aber auch gern den ein oder anderen Einzelwert kaufen, wenn mich die "Vision" eines Unternehmens anspricht.

Ich habe im Zuge der Gamestop Geschichte etwas recherchiert, was hier überhaupt passiert ist und mir auch mal von YouTube erklären lassen, was Shorten bedeutet und was Leerverkäufe sind. Hier kam dann auch auf, dass es bei solchen "Geschäften" sogar möglich ist, mehr zu verlieren, als man einsetzt. Das klingt für mich gruselig und absolut nicht nach meiner Art der Geldanlage.

 

Daher nun meine Frage(n):

 

Ist es möglich, dass ich mich als Anfänger beim Kauf einer Aktie oder beim Anlegen eines ETF Sparplanes irgendwie vertue und durch Anfängerfehler mehr verliere, als ich auf dem Verrechnungskonto habe? Dass ich z. B. nicht "normal" kaufe, sondern einen Leerverkauf tätige? Oder dass ich beim Kauf statt 10 Stück versehentlich 100 Stück eingebe (obwohl ich gar nicht genug auf dem Verrechnungskonto habe) und somit ins Minus wandere?

 

Ich hoffe, ich konnte meine Frage einigermaßen verständlich formulieren und sorry für die Anfängerfrage. Aber lieber einmal zu viel gefragt, als dann das Nachsehen haben.

 

Lieben Dank für Feedback.

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
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Bei einem Kauf kannst du dich natürlich in der Menge vertun, deshalb eine Order vor dem Drücken des Buttons "kostenpflichtig ordern" immer noch mal prüfen. Ist nicht anders wie im wahren Leben.

 

Einen Leerverkauf statt eines Kaufs kannst du nicht tätigen. Und deinen maximalen Verfügungsrahmen findest du auf der Umsatzseite des Verrechnungskontos oben rechts. Das ist die Höchstsumme, über die du im Aktienhandel verfügen kannst.


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Hey Hawkwind, 

 

vielen Dank für deine nette Antwort!

 

"Bei einem Kauf kannst du dich natürlich in der Menge vertun, deshalb eine Order vor dem Drücken des Buttons "kostenpflichtig ordern" immer noch mal prüfen. Ist nicht anders wie im wahren Leben." 

 

Da hast du natürlich absolut recht! Sollte so etwas allerdings trotzdem passieren (darf es natürlich nicht) und ich würde mehr kaufen wollen, als ich auf dem Verrechnungskonto habe, erscheint dann eine Fehlermeldung? Rein aus Interesse.

 

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
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Wie gesagt: entscheidend ist nicht das Verrechnungskonto, sondern der Verfügungsrahmen. Schau dir die Erklärung (das kleine "i") des Wertes an.


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Hallo, @FreddyFresh ,

das System motzt nicht, wenn der Kontostand auf dem VK nicht reicht, sondern wenn der Verrfügungsrahmen nicht reicht.

Dieser berechnet sich so (lt. Infobutton neben dem max. Verf.Rahmen):

Bei der Berechnung des maximalen Verfügungsrahmens werden folgende Bestandteile berücksichtigt:

- Guthaben von Verrechnungs- und Tagesgeldkonto innerhalb eines Kontoverbundes
- etwaige Kreditverträge
- der Beleihungswert Ihres Wertpapierdepots
- offene Wertpapierkaufaufträge

Bitte beachten Sie, dass bei Inanspruchnahme einer Kontoüberziehung, Überziehungszinsen fällig werden.

 

Für's erste solltest Du bei Deiner Wertpapierauswahl nicht über die Risikoklasse 4 hinausgehen (s. unter >Einstellungen >Berechtigungen); das ermöglicht Dir so manchen Kauf gar nicht erst => freiwillige Selbstbeschränkung.

Mache Dich - am besten an einem richtigen Bildschirm - mit dem System vertraut; es ist vergleichsweise mächtig.

 

Meine 2 speziellen Tipps für Anfänger:

Wage in Ruhe spielerische "Trockenübungen" OHNE Session TAN; so lange Du keine TAN eingibst, passiert auch nichts.

Mache nichts, wenn Du vorher nicht genau weisst, was nachher passiert.

 

 


Aufsteiger
Beiträge: 4
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Danke auch dir für deine tolle Antwort! Das mit dem Verfügungsrahmen habe ich jetzt verstanden 🙂 Unter Berechtigungen steht bei mir "Risikoklasse 1". Verstehe ich richtig, dass egal was ich innerhalb der Risikoklassen 1 - 5 mache, das maximale Risiko der totale Verlust meines eingesetzten Kapitals ist? Zum Beispiel ich kaufe Aktien eines US Start Up (sollte Klasse 5 entsprechen)?

Erst ab der nächsten Stufe "Produkte mit höchstem Risiko *" läuft man Gefahr, mehr zu verlieren als man einsetzt? Für die ich sowieso noch weitere Dokumente ausfüllen müsste. Was ich natürlich nicht plane!

Erst ab "Produkte mit höchstem Risiko *" läuft man Gefahr, mehr zu verlieren als man einsetzt?
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
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@FreddyFresh :

So ist es. Bis Risikoklasse 5 kannst Du "nur" einen Totalverlust erleiden.

 

Für Deine Kaufvorhaben (Fonds, Standardaktien) brauchst Du mindestens RK 3; die Änderung von RK 1 auf bis RK 5 kannst Du online selbst durchführen. Zu empfehlen ist "allmähliches Hoch-Hangeln" mit steigender Erfahrung.


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Super 🙂 Vielen Dank, dass du dir die Zeit für deine Antwort genommen hast! Damit hast du mir sehr geholfen.
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