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Der aktuellste Artikel: Warum könnten Fonds das richtige für mich sein?: Fonds investieren in viele verschiedene Wertpapiere und ermöglicht damit eine große Risikostreuung, selbst bei geringen Kapitaleinsatz. Sie sind daher für Anleger interessant, die nicht selbst mit einzelnen Positionen ein Depot zusammenstellen möchten und trotzdem auf attraktive Renditen setzen. Dazu steht ihnen ein breites Spektrum an Investmentansätzen zur Verfügung. Bei der Consorsbank haben Sie mehr als 10.000 verschiedene Fonds zur Auswahl, die aktiv (durch Fondsmanager) oder passiv (ETFs) gemanagt werden.   Je nach Ausrichtung investieren die Fonds in Aktien, Rentenpapiere, ETFs oder andere Anlagen. Einige mischen auch verschiedene Anlageklassen miteinander, um verschiedene Risiko-Ertrags-Profile abzubilden. Aus der Vielzahl der angebotenen Fonds können Sie somit diejenigen wählen, deren Anlagestrategien zu Ihrer Risikobereitschaft passen. Es gibt Fonds, die nur in Anleihen von Schuldnern höchster Bonität investieren. Andere mischen Anleihen und Aktien oder greifen nur auf Aktien zurück. Eine erste Orientierungshilfe, wie risikoreich ein Fonds ist, bieten Ihnen die Risikoklassen für Investmentfonds. Die Skala reicht von 1 (sicherheitsorientiert) bis 5 (wachstumsorientiert/spekulativ).   Den zu Ihnen passenden Fonds finden Sie ganz einfach mit unserer Fond-Suche. Geben Sie einfach Ihre Auswahlkriterien ein und Sie erhalten ein auf Ihr Risiko-Ertrags-Profil abgestimmte Auswahl.   Fonds eignen sich außerdem zum regelmäßigen Sparen. Bei der Consorsbank können Sie mehr als 590 Fonds für einen Fonds-Sparplan wählen. Mehr als 100 davon können Sie ohne Ausgabeaufschlag erwerben.
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Informationen zur US-Quellensteuer

gestartet von ‎30.12.2013 11:30 , bearbeitet ‎06.12.2014 20:16 (32.964 Ansichten)

US-Personen, Citizen, Resident - Definitionen der US-Steuerbehörde

 


US-Person

Die amerikanische Steuerbehörde Internal Revenue Services (IRS) definiert den Begriff der US-Person:

 

Eine US-Person ist entweder ein

  • Citizen – d.h. Nationalität = USA (hierunter fallen qua Definition auch GreenCard-Inhaber)

oder

 

  • Resident – d.h. Wohnsitz = USA (z.B. Aufenthaltsgenehmigung in den USA aufgrund Sonderstatus durch US-Visum)
Citizen: Personen mit US-amerikanischer Nationalität

Alle Kunden mit US-amerikanischer Nationalität (oder gleichgestelltem Aufenthaltsstatus, z.B. GreenCard-Inhaber) müssen ein W9-Formular mit Angabe ihrer Steuernummer einreichen. Liegt der Consorsbank dieses Formular vor, wird bei US-Erträgen (Zinsen/Dividenden/Verkaufserlöse) keine US-Quellensteuer fällig. Liegt das Formular nicht vor, wird bei US-Erträgen eine Quellensteuer
in Höhe von 28% abgezogen. W9-Formulare sind unbefristet gültig.

 

Resident: Personen mit Hauptwohnsitz in den USA (auch Citizen)

Neben der Notwendigkeit der Abgabe eines W9-Formulars gilt für Personen mit Hauptwohnsitz in den USA seit 2002 die so genannte Foreign-Source-Income-Regel, d.h., liegt der Consorsbank ein W9-Formular nicht vor, werden neben den US-Erträgen (Zinsen/Dividenden/Verkaufserlöse) auch alle anderen Erträge mit 28% Quellensteuerabzug abgerechnet.

 

Achtung: Durch verschärfte Vorgaben der amerikanischen Steuerbehörde wird die Consorsbank zukünftig bei US-Persons, die kein W9-Formular abgeben, die Kontoverbindung auflösen müssen.

 

Zusätzlich bitten wir zu beachten, dass wir Personen mit einer US-amerikanischen Nationalität sowie Personen, die im Besitz einer unbefristeten US-Aufenthaltserlaubnis sind (Greencard), keine Eröffnung einer Konto-/Depotverbindung anbieten können bzw. eine vorhandene Konto-/
Depotverbindung kündigen müssen, sofern der Hauptwohnsitz in die USA verlagert wird.

 

NRA (Non Resident Alien): Natürliche Personen – (keine US-Person)

Für diese Kunden (nicht in den USA wohnhafte natürliche Person, die nicht US-Persons sind) ist grundsätzlich kein besonderes Legitimationsdokument (W-8BEN Formular) erforderlich. Die Höhe des US-Quellensteuerabzuges ist vom jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zwischen den USA und dem entsprechenden Wohnsitzland abhängig.

 

 

Das W-8BEN Formular

 

W-8BEN Formular – Notwendigkeit zur Einreichung

Die Einreichung des W-8BEN Formular ist notwendig, wenn bei einem NRA-Kunden Abweichungen zwischen der Nationalität (i.d.R. das Ausstellungsland des Legitimationsdokuments) des Kunden, dem Land des Hauptwohnsitzes und dem Land einer eventuellen Versandadresse bestehen. Liegt auch nur bei einem dieser Kriterien eine Abweichung des Landes vor, muss der Kunde ein W-8BEN Formular im Original einreichen. Sollte das Land des Hauptwohnsitzes vom Land der Versandadresse abweichen, ist darüber hinaus noch eine formlose Erklärung für diesen Umstand notwendig.


Das Formular W-8BEN dokumentiert, dass der Aussteller als Nicht US-Bürger im Ausland lebt und deshalb Wertpapierverkäufe steuerlich nicht belastet werden und dass ein nach entsprechendem DBA günstigerer Quellensteuersatz auf US-Dividenden und auf US-Zinsen gewährt werden kann. Das W-8BEN Formular hat ab dem Ausstellungsjahr eine Gültigkeit für die folgenden 3 Jahre. Bei Nichteinreichung des W-8BEN Formulars unterliegen US-Zins- und Dividendenerträge dem erhöhten Quellensteuersatz von 30%. Ein Erwerb von weiteren US-Gattungen ist nicht mehr möglich.

 

Konten für Minderjährige

Minderjährige unterliegen nach den Anforderungen der amerikanischen Steuerbehörde besonderen Dokumentationspflichten. Die Consorsbank wird diese Dokumente (z.B. Geburtsurkunde) einfordern. Ein ebenfalls notwendiges W-8BEN Formular ist von jedem Erziehungsberechtigten zu unterschreiben und im Original einzureichen. Ohne die erforderlichen Dokumente behält die Consorsbank den Quellensteuerabzug in Höhe von 30% auf US-Zins- und Dividendenerträge ein. Ein Erwerb von weiteren US-Gattungen ist zusätzlich nicht mehr möglich.

 

Kunden von Vermögensverwaltern/Fonds-Vermittlern (soweit nicht durch PostIdent legitimiert)

Um den Anforderungen der US-Steuerbehörde gerecht zu werden, benötigen wir von diesen Kundengruppen zur vollständigen Legitimation eine Ausweiskopie (leserlich und nicht geschwärzt).

Gegebenenfalls ist auch ein W8-BEN-Formular im Original erforderlich (auch bei
vorliegenden PostIdent). Liegen uns diese Unterlagen nicht vor, behält die Consorsbank den Quellensteuerabzug in Höhe von 30% auf US-Zins- und Dividendenerträge ein.

 

 

Personen- und Kapitalgesellschaften

 

Personengesellschaften

Generell benötigen wir von Personengesellschaften ein W8-IMY-Formular, eine Negativerklärung (keine US-Personen beteiligt), sowie die Einverständniserklärung zur Offenlegung bestimmter Informationen gegenüber externen Prüfern. Auf US-Zinsen und US-Dividenden fällt für Personengesellschaften grundsätzlich eine Quellensteuer in Höhe von 30% an. Unter bestimmten Voraussetzungen, wie z.B. bei Abgabe der Vollständigkeitserklärung (Auflistung der Beteiligten mit Angaben zu Nationalität und Adresse), Einreichung notwendiger W-8BEN Formulare etc., sind auch niedrigere Quellensteuersätze gemäß dem jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommen möglich. Sind an der Personengesellschaft auch US-Persons beteiligt, ist eine Kontoeröffnung als Personengesellschaft nicht möglich. Eine Verlagerung des Firmensitzes in die USA zwingt uns, die Konto-/Depotverbindung zu kündigen.

 

Kapitalgesellschaften

Gemäß Artikel 28 des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Deutschland und den USA haben Kapitalgesellschaften, Genossenschaften und Vereine Anspruch auf Verminderung des US-Quellensteuersatzes, sofern die Schranken für die Abkommensvergünstigungen (»Limitation of Benefits – LOB«) eingehalten werden. Dies wird uns gegenüber mit dem Formular »Erklärung zur Vermeidung von Missbrauch des Doppelbesteuerungsabkommens USA« (»LOB-Formular«) angezeigt. Das Formular ist unbefristet gültig. Ohne dieses Formular behält die Consorsbank den vollen Quellensteuerabzug in Höhe von 30% auf US-Zins- und Dividendenerträge ein.

 

 

Regelungen für unsere Kunden

 

Kunden mit regelmäßigen Verbindungen in die USA

Erhalten wir Hinweise von Kunden in Form von regelmäßigen Überweisungen in die oder aus den USA, Angabe von US-amerikanischen Telefonnummern oder Versandadressen in den USA sowie Hinweise in Form einer amerikanischen Geburtsurkunde, USA als Geburtsland oder das Vorhandensein einer GreenCard, muss die Consorsbank den Kunden auffordern, seine Steuerpflicht in den USA zu klären bzw. zu widerlegen. Hierzu überprüft der Kunde seine Steuerpflicht ggf. zusammen mit dem Generalkonsulat der USA:


U.S. Consulate General Frankfurt
Internal Revenue Service
Giessener Str. 30
60435 Frankfurt/Main
Tel: 49 69 7535-3834 or 3823
Fax: 49 69 7535-3803
Email: IRS.Frankfurt@irs.gov

 

Erhält die Consorsbank eine schriftliche Erklärung der US-Steuerbehörden zur Nichtveranlagung bzw. kann der Kunde der Consorsbank Gründe für seine Beziehungen in die USA ohne gleichzeitigen Besitz einer US-amerikanischen steuerlichen Veranlagung erläutern, kann die Kontoverbindung auch ohne die Einreichung des W9-Formulars fortgeführt werden.

 

 

Weitere Informationen zum Thema US-Steuern

 

Internal Revenue Service - IRS (englisch)
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