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Corona bestimmt weiter den Kapitalmarkt – Geldpolitik sollte nachlegen

von vor 2 Wochen (298 Ansichten)

Zum Wochenauftakt führten positive Nachrichten aus der Erprobung eines Corona-Impfstoffs zu einem beachtlichen Kursfeuerwerk. Nach deutlichen Kursverlusten in der letzten Oktoberwoche konnte sich der DAX 30 von seinem Oktoberschlussstand bei 11.556 Punkten bis zu einem Hoch bei 13.216 Punkten am 11. November erholen. Sowohl die Kursverluste, Stichwort immer mehr „Lock-Downs“, als auch die Kursgewinne standen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Dagegen hatten die US-Präsidentschaftswahlen als auch die Brexit-Verhandlungen so gut wie keinen Einfluss auf die Finanzmärkte.

 

Die in dieser Woche veröffentlichten Inflationszahlen zeigten für Europa und die USA rückläufige Preissteigerungsraten. Auch die Industrieproduktion entwickelte sich bereits im September in der EU und dem Vereinigten Königreich schwächer als erwartet. Hierzu passt, dass der Präsident der Notenbank der USA, Jerome Powell, zusätzliche Anstrengungen der Zentralbanken und Regierungen weltweit zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie forderte. Viele Finanzmarktakteure erwarten, dass die EZB in ihrer Sitzung am 10. Dezember weitere Maßnahmen zur Lockerung der Geldpolitik beschließen wird.

 

Auf der jährlichen Konferenz zur Geldpolitik der EZB haben viele Redner darauf hingewiesen, dass die Pandemie die Struktur der Wirtschaft nachhaltig verändern wird. Vor allem die Digitalisierung wird schneller voranschreiten. Der Appell an die Finanzminister lautet: Investitionen in die Digitalisierung und Bildung zu Fördern und gleichzeitig die negativen Folgen in Bezug auf Arbeitsmarkt und Vermögensverteilung abzufedern.

 

Für die Anlagemärkte gilt weiterhin die Warnung vor beidem: zu viel Optimismus – die Impfstoffe gegen Corona sind noch nicht einsatzbereit, Rückschläge sind weiterhin jederzeit möglich – und gleichzeitig vor zu viel Pessimismus – die Geldpolitik und die Finanzpolitik unternehmen anhaltend große Anstrengungen um die Wirtschaft am Laufen zu halten. In der Summe ergibt sich damit ein vorsichtig optimistischer Ausblick auf die Aktienmärkte. Allerdings zeigt die letzte Oktoberwoche, dass starke Nerven immer wieder notwendig sind.

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