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Ausblick bleibt weiterhin unsicher, Rückfälle jederzeit möglich

von vor 2 Wochen (267 Ansichten)

Die Anzahl der Neuinfektionen in Deutschland und weltweit steigen wieder rasant an. Die meisten Länder verlangsamen die Lockerungen der Maßnahmen oder führen teils wieder strengere Beschränkungen ein. So hat Frankreich kürzlich eine Ausgangssperre zwischen 21 Uhr Abends und 6 Uhr morgens in manchen Metropolen wie beispielsweise Paris erlassen. Auch in Deutschland wurden die Beschränkungen ab Erreichen des Frühwarnwertes und der Schwelle von 35 bzw. 50 Neuinfektionen innerhalb der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner wieder verschärft.

 

Diese Woche veröffentlichte der Internationale Währungsfonds (IWF) seinen Ausblick für die Weltwirtschaft. Verglichen mit der letzten Aktualisierung der Zahlen im Juni 2020, korrigierte der IWF die Zahlen für 2020 etwas nach oben. Die Ökonomen rechnen in diesem Jahr mit einem Einbruch der Weltwirtschaft um -4,4 Prozent. Im Juni wurde noch mit einem Rückgang um 5,2 Prozent gerechnet. Grund für die Korrektur war ein überraschend starkes zweites Quartal 2020. Für das kommende Jahr revidierte der IWF seine Prognose ebenfalls. Im Jahr 2021 wird ein Wachstum der Weltwirtschaft um 5,2 Prozent erwartet. Das sind 0,2 Prozentpunkte weniger als noch im Juni erwartet, der Grund hierfür ist zum einen der etwas geringere Einbruch in 2020, aber auch der ungewisse Ausblick aufgrund der Pandemie. Laut Chef-Ökonomin des IWF, Gita Gopiath, wird die Erholung der Wirtschaft “langsam, ungleich, unsicher und anfällig für Rückfälle“ sein. Der IWF bestätigte und verdeutlichte nochmals, wie wichtig die Konjunkturpakete und Maßnahmen der Regierungen und Zentralbanken waren und sein werden, um die wirtschaftliche Aktivität wieder zurück zur Normalität zu begleiten.

 

Die angespannte Situation spiegelte sich diese Woche auch an den Aktienmärkten wider. Am Donnerstag gab der deutsche Leitindex teilweise um mehr als 3 Prozent nach. Mit erhöhten Schwankungen muss in den kommenden Monaten wohl weiterhin gerechnet werden. Entscheidend für das Börsengeschehen wird sein, ob ein weiterer Lock-Down vermieden werden kann und wie stark Beschränkungen des öffentlichen Lebens die wirtschaftliche Aktivität verringern. Bislang werden die Börsen getragen von der relativ schnellen Erholung der Wirtschaft und den hohen staatlichen Ausgabenprogrammen. Die meisten Staaten sind nicht zu einer Wiederholung dieser Anstrengungen in der Lage. Weshalb ein erneuter Lock-Down erhebliche Folgen für die Wirtschaft und die Börsen hätte. Aber nicht nur die Pandemie, auch der US-Wahlkampf und das bevorstehende Ende der Frist zur Verhandlung der Austrittsbedingungen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien werden in den kommenden Wochen für Unruhe sorgen. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass politische Ereignisse meist nur kurzfristigen Einfluss auf die Aktienkurse hatten. Deshalb sollte man sich als langfristig orientierter Investor nicht verunsichern lassen und sich weiterhin entsprechend seiner Risikotragfähigkeit im Markt positionieren.

 

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