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Aktienmärkte auf Rekordkurs – Anleger bleiben skeptisch

von am ‎17.07.2020 10:19 (597 Ansichten)
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In dieser Woche erreichte der DAX ein neues Rekordhoch seit Ausbruch der Coronakrise und auch das Allzeithoch des DAX bei 13.789 rückt immer näher. Im Gegensatz dazu steht weiterhin die gedrückte Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern, auch wenn sich diese in den letzten Wochen verbessert hat. Ein bei der Nachrichten Agentur Reuters veröffentlichtes Gespräch mit dem UBS-Manager Josef Stadler gibt jetzt Hinweise auf eine mögliche weitere Entwicklung. Die Schweizer Großbank ist bekannt dafür, sehr vermögende Kunden weltweit zu betreuen. In den vergangen Wochen haben diese ihr Anlageverhalten gravierend verändert. Während des Crashs haben viele der Kunden Aktien gekauft und teils sogar mit Krediten die Käufe finanziert. Rückblickend dürfte dieses Verhalten ein sehr lukratives Geschäft gewesen sein. Denn die Aktienkurse stehen derzeit nur knapp unter den Hochs von Februar 2020. Der DAX legte seit seinem Tief im März bereits knapp 50% zu. Allerdings nehmen die superreichen Familien (so genannte Family Offices) nach Aussagen des UBS-Managers nach und nach die erwirtschafteten Gewinne mit und investieren stattdessen in Wohnimmobilien, Private Equity sowie in Firmen-Deals. Auch von anderen Vermögensverwaltern ist zu hören, dass ihre Kunden aktuell hohe Cash-Bestände halten. Diese durchaus gesunde Skepsis ist neben der Zentralbankpolitik eine gute Unterstützung für die Finanzmärkte.

 

Natürlich ist das Verhalten von Milliardären ein mögliches Indiz für die künftige Entwicklung, aber noch lange keine Garantie. Anleger die während des Kursverfalls Aktien nachgekauft haben, können auf satte Gewinne bei ihren Zukäufen blicken. Aber ist es jetzt sinnvoll sich komplett von seinen Aktien zu verabschieden? Die Antwort ist ganz klar Nein! Die Zentralbankpolitik und die Maßnahmen der Regierungen unterstützen die Wirtschaft bei ihrem Aufschwung. Die EZB bekräftigte auf ihrer gestrigen Ratssitzung, dass sie die aktuellen Instrumente flexibel einsetzen wird, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise effektiv zu bekämpfen. Natürlich kann es im weiteren Verlauf zu erneuten Rücksetzern kommen, als langfristiger Investor sollte man sich davon jedoch nicht beeindrucken lassen. Ein mögliches sinnvolles Verhalten ist jetzt, kein überproportionales Risiko mit seinem Depot einzugehen, sondern sich mit einer neutralen Aktienquote innerhalb seiner Risikoneigung zu positionieren. So ist man bei Rücksetzern nicht mit großen Verlusten konfrontiert, aber bei weiteren Kursanstiegen dennoch mit im Boot.

 

 

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