Vermögenswirksame Leistungen

gestartet von am ‎09.01.2014 10:13 (14.900 Ansichten)

Unter Vermögenswirksamen Leistungen versteht man Geldleistungen, die ein Arbeitgeber für einen Arbeitnehmer in einer gesetzlich vorgesehenen Anlageform anlegt.

 

Zu den unter Vermögenswirksamen Leistungen geförderten Anlageformen zählen z. B. Sparverträge über Wertpapiere oder Bausparverträge.

 

Vermögenswirksame Leistungen dienen der Vermögensbildung des Arbeitnehmers und werden unter bestimmten Voraussetzungen vom Arbeitgeber und vom Staat gefördert. Vermögenswirksame Leistungen können entweder vom Arbeitnehmer bzw. Arbeitgeber alleine oder von beiden gemeinsam getragen werden.

 

Grundsätzlich können alle Arbeitnehmer, Beamte, Richter, Soldaten oder Auszubildende Vermögenswirksame Leistungen beantragen. Ob und in welcher Höhe Beiträge zu Vermögenswirksamen Leistungen vom Arbeitgeber tatsächlich geleistet werden, hängt in der Regel von Betriebsvereinbarungen oder Tarifverträgen ab.

 

Die staatliche Förderung besteht in steuer- und sozialabgabenfreien Arbeitnehmer-Sparzulagen. Sie ist abhängig vom zu versteuernden Einkommen des Arbeitnehmers. Die Grenze lag 2010 bei 17.900 EUR für Alleinstehende und 35.800 EUR für gemeinsam veranlagte Verheiratete

 

Ein VL-Vertrag muss mindestens sechs Jahre bespart werden, anschließend liegt er bis zum Ende des Jahres still. In der Folge kann der Arbeitnehmer nach sieben Jahren über das angesparte Vermögen verfügen. In der Regel muss der Arbeitnehmer keine 7 vollen Jahre warten, da der Beginn eines VL-Vertrages immer der 01.01. des Abschlussjahres ist, auch wenn die erste Einzahlung z.B. erst im Dezember erfolgt ist.

 

Vorteile:

  • Zuschüsse vom Staat und gegebenenfalls vom Arbeitgeber
  • Zusätzliche Einzahlungen vom Arbeitnehmer sind möglich.

 

Nachteile:

  • Nicht alle Anlagemöglichkeiten sind auch VL-sparfähig.
  • Der Arbeitnehmer hat sieben Jahre lang keinen Zugriff auf das im Rahmen von VL gesparte Vermögen.
  • Je nach Wahl der Anlageform entstehen dem Anleger Kosten wie zum Beispiel Ausgabeaufschläge.

 

Literatur:

Dittmann, Haderer und Happe. Steuern sparen 2010 leicht gemacht. München: 2010, S. 253 f., Opoczynski, Michael. WISO Altersvorsorge Berater. Frankfurt / Main: 2007. S. 87-89.

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