Split

gestartet von ‎15.01.2014 16:05 , bearbeitet ‎28.01.2014 14:05 (993 Ansichten)

Angelsächsische Bezeichnung für: Teilung.

 

Allgemein bedeutet Splitting im Börsenwesen:

Die Aufteilung einer Aktie bzw. eines Investmentanteils, deren Kurs bzw. Preis auf einen sehr hohen Betrag gestiegen ist, in zwei oder mehrere neue Papiere, deren Gesamtwert mit dem Wert des alten Wertpapiers übereinstimmt (Splits sind vermögensneutral). In den USA ist Splitting eine gängige Methode im Aktienwesen. In Deutschland findet dieses Verfahren besonders bei Anteilscheinen von Investmentgesellschaften Anwendung.

Zweck: Die Vermeidung von optisch zu hohen Preisen von Investmentanteilen bzw. von zu hohen Kursen bei Aktien (aus schweren sollen leichte Wertpapiere gemacht werden). Eine Verkleinerung bewirkt also, dass das Wertpapier dem Anleger attraktiver erscheint. Somit erhält auch der Investor, der nur über einen geringen Betrag verfügt, die Möglichkeit, Investmentanteile oder Aktien zu kaufen; die Handelbarkeit der Effekten nimmt zu.

 

Aktien:

Beim Split kommt es:

  • zu einer Erhöhung der Stückzahl der auf das Grundkapital einer Aktiengesellschaft ausgegebenen Aktien, der Anteil am Grundkapital bleibt unverändert
  • zu einem der Aufteilung entsprechend geringeren Kurs

Beispiel:

Ein Anleger besitzt 100 Aktien mit einem Nennwert von insgesamt 5000,- EUR (Nennwert je Aktie: 50,- EUR). Nun wird ein Split von 1:10 durchgeführt. Der Aktionär erhält somit 1000 Aktien, nun mit einem Nennwert von 5,- EUR je Aktie. Der Gesamtnennwert liegt weiterhin bei 5000,- EUR. Angenommen, die 100 Aktien werden vor dem Split mit einem Kurs von je 800,- EUR an der Börse gehandelt. Der gesamte Kurswert beträgt also 80.000,- EUR. Dann hat der Anleger nach der Spaltung 1000 Aktien, allerdings ist nun der Kurs auf 80,- EUR gesunken.

 

Die Teilung führt bei nennwertlosen Aktien zu einer Verringerung des Anteils jeder einzelnen Aktie am Ertrag und am Gesellschaftsvermögen der AG. Der Aktiensplit ist keine Kapitalerhöhung , das Aktienkapital wird lediglich neu aufgeteilt. Somit ist dieses Verfahren auch nicht zu verwechseln mit der in Deutschland üblichen Ausgabe von Berichtigungsaktien (Gratisaktien), bei der sich das nominelle Grundkapital erhöht.

 

Investmentanteile: Steigt der Investmentanteil aufgrund von Kurssteigerungen der Fondspapiere extrem an, kann ein Split durchgeführt werden, damit der Anteil wieder auf ein besser handelbares, niedrigeres Preisniveau gelangt.

 

Verfahren: Führt die Investmentgesellschaft einen Split durch, werden entsprechend des Verhältnisses neue Anteile herausgegeben, zu einem entsprechend der Aufteilung niedrigeren Preis.

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