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Dweird
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Selten als Kunde so unwillkommen gefühlt...

Dass ein Unternehmen von einem anderen gekauft/geschluckt wird, kommt vor, und man muss als Kunde damit leben. Aber selten habe ich ein Bank erlebt, die eine Umstellung so schlecht managt. Laut einer Direktbanken-Übersicht hatte die DAB ca. 582.000 Kunden - im Vergleich zu Consors vor dem Merge mit ca. 843.000. Beide nicht die Marktführer, aber eben auch keine kleinen Fische. So sollte man erwarten, dass die hochbezahlten Finanz-Fachkräfte dort wissen, was sie tun. Aber leider geht auch hier nicht unbedingt Größe mit Expertise und Erfahrung einher. Jedenfalls sollte man doch erwarten können, dass so ein Umstieg von langer Hand geplant und vorbereitet wird.

Stattdessen:

- Dass man sich als DAB-Kunde an ein neues Portal-Layout gewöhnen muss - geschenkt. Aber dass ein Bank-Portal Ende 2016 so unübersichtlich und un-informativ sein kann, hätte ich nicht gedacht.

- Über Jahre gepflegte Überweisungsvorlagen sind plötzlich weg - vor allem für Drittlands-Überweisungen, die ja gerade sensibel sind, weil sie eben nicht nur mit IBAN funktionieren. Die Preise für Drittlandsüberweisungen sind 62% höher als bei der DAB und dauern auch noch länger bis zur Wertstellung! Und in den Kontobewegungen kann man im Nachhinein, wenn die Überweisung endlich gebucht wurde, noch nicht mal mehr Original-Betrag und -Währung sehen, sondern nur noch den €-Betrag.

- Die System-Umstellung fand am 11.11. statt. Die neuen Bank- und Kreditkarten sollten parallel verschickt werden. Passiert ist bis heute nichts. Laut Hotline-Auskunft vom 25.11. würde man jetzt mit dem Versenden der neuen Karten beginnen! Übrigens können DAB-Kunden ohne Visa-Card seit dem 11.11. nicht mehr kostenlos Bargeld abheben - weil das bei Consors eben nur noch mit Visa geht - die aber noch nicht verschickt wurde. Aussage der Hotline dazu: Das hätte ja in den Unterlagen gestanden und man hätte sich ja vorher mit ausreichend Bargeld versorgen können. Allein so eine Aussage ist eine Frechheit!

Abgesehen davon, dass in den zahlreichen, ähnlich aussehenden Hochglanzprospekten mit wenig Inhalt, die man in den Monaten vorher erhalten hat, eben nicht drinstand, dass man damit rechnen muss, dass der Versand der neuen Karten erst Wochen nach der Umstellung beginnt - wenn überhaupt.

- Dass die selbstständigen Kunden mit ihren Firmenkonten, um die die DAB ausdrücklich geworben hat, im Consors-Geschäftsmodell gar nicht vorgesehen sind, ist ein weiteres Unding. Klar - grundsätzlich ist das Geschäftsentscheidung, die man akzeptieren muss. Aber in einer professionellen Kundenbeziehung zu einer Bank darf man erwarten, dass die Bank den Kunden IM VORFELD der Umstellung über diesen Umstand informiert und nicht im Nachhinein banal kündigt.

- etc.pp....

Aber was soll man sagen - was nichts kostet, taucht eben nichts.

Consors ist wirklich ein gutes Beispiel dafür. Bleibt tatsächlich nur, sich eine andere Bank zu suchen.

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Kassandra1
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Nachricht 2 von 7 (2.990 Ansichten)

Betreff: Selten als Kunde so unwillkommen gefühlt...

Die 843.000 Kunden, die die CB vorher schon hatte, stimmen zwar, sind jedoch nicht realistisch.

Ich habe im letzten Jahr mal ein Tagesgeldkonto bei der CB eröffnet. Ungefragt und ungewollt habe ich gleich ein Depot dazubekommen. Mit dem habe ich nichts gemacht. Nachdem die Zinsen immer niedriger wurden, habe ich das Tagesgeldkonto wieder gelöscht. Die CB hat allerdings das Depot (welches ich nie aktiv eröffnet habe) weiter geführt. Damit bin ich auch einer der 843.000 Kunden. Zumindest auf dem Papier. 

 

Traue nur der Statistik, die Du selbst gefälscht hast. Smiley (traurig)

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Checko
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Nachricht 3 von 7 (2.884 Ansichten)

Betreff: Selten als Kunde so unwillkommen gefühlt...

[ Bearbeitet ]

@Dweird

 

Ich kann da nur zustimmen. Es wurde viel versprochen und nichts eingehalten. Dabei hat der DAB-Kunde doch nur den status-quo erwartet. Das kann Consors aber nicht und versetzt uns in die Banken-Steinzeit zurück.

 

Angesichts dieser Vorkommnisse mache ich mir Sorgen, ob hier angesichts eines französischen Eigentümers überhaupt noch die Sicherheit gewähleistet ist. Ich erwäge, mein Depot lieber zu einer in Deutschland ansässigen Bank zu verlagern.

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MaierM
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Nachricht 4 von 7 (2.814 Ansichten)

Betreff: Selten als Kunde so unwillkommen gefühlt...

Zu all den negativen Punkten kommt dazu, daß man umgekehrt meist schöne Willkommensgeschenke bekommt, wenn ein neues Konto eröffnet wird. Beispielweise 100 Euro für Neukunden. Die Consorsbank dagegen behandelt die Ex-DABler wie gekaufte Kunden, in jeder Hinsicht.

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traderjoe52
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Nachricht 5 von 7 (2.621 Ansichten)

Betreff: Selten als Kunde so unwillkommen gefühlt...

Hallo "Dweird",

ich habe das Gefühl oder eigentlich bin ich mir sicher, daß sich die Consors bei der Übernahme völlig verschätzt hat was da auf Sie zukommt. Sie ist vollkommen überlastet.

Bin mal gespannt ob sie beispielsweise in den übernommenen Depots die Einstandskurse und somit die zu versteuernden Veräußerungs-Gewinne in den Griff bekommt?

Gruß traderjoe52

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epe
epe
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Nachricht 6 von 7 (2.597 Ansichten)

Betreff: Selten als Kunde so unwillkommen gefühlt...

[ Bearbeitet ]

Da kann ich nur zustimmen- ganz offensichtlich haben da die zuständigen Leute einfach sich nicht wirklich mit dem Zustand bei der DAB befasst, sondern geglaubt, das was man bei Consors macht, das sei schon sicher das Optimum.

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CB_Sonja
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Nachricht 7 von 7 (2.541 Ansichten)

Re: Betreff: Selten als Kunde so unwillkommen gefühlt...

[ Bearbeitet ]

Liebe Community Mitglieder,

 

vielen Dank für Ihre ausführlichen Schilderungen und offenen Worte. Wir bedauern, dass Sie nicht zufrieden mit unserem Angebot und Service sind. Als Community Moderatoren können wir zwar nicht aktiv Veränderungen bewirken - bitte seien Sie jedoch versichert, dass wir Ihr Feedback an die im Haus verantwortlichen Stellen weiter geben.

 

Bzgl. den Einstandskursen:

 

Inzwischen wurden die in den DAB-Systemen geführten Einstandskurse eingespielt. Ausgenommen davon sind Bestände, die seit dem Kauf auf ein anderes Depot übertragen wurden oder die später zum Teil wieder verkauft wurden. Diese Einstandskurse haben nur informativen Charakter und haben keinen Einfluss auf die Besteuerung.

 

Ich hoffe, das hilft Ihnen etwas weiter.

 

Viele Grüße aus Nürnberg,

Sonja

Community Moderator

 

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