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schaedl
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Betreff: Geschäftskonto von DAB Bank

dann zur Klärzung nochmal:

8-10k € Umsatz davon ca. 65% abgeschöpfter Gewinn der aufs "Privat" konto umgebucht wurde. Reicht das als "Hängenbleibende" Summe?

Der Dispo war nur als "Notreserve", wenn mal ausnahmsweise Rechnungen später als geplant beglichen wurden. Da muss ich keinen "Kredit" für 2% aufnehmen, da ich diesen ja laufend verzinse und nicht nur die ein/zwei Wochen, bis wieder ausgeglichen ist.

Ich habe bisher immer noch keine vernünftige Erklärung für das Verhalten der Consors.

Wie gesagt, ist mir wurscht, ich bin jetzt weg hier. Ein Jahr Consors reicht mir.

 

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Oh-No_John-Snow
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Betreff: Geschäftskonto von DAB Bank

Okay, @schaedl, dann lässt sich jetzt dein Unmut etwas besser verstehen.

Stimmt schon, das ist sehr unkooperativ von der Consorsbank, wenn man dir innerhalb von Wochen so viel abverlangt und die Verschiebung und Umbuchung von Reserven fordert.

 

Allerdings ist das aus meiner Erfahrung nicht erst seit kurzem so. Der Dispo wird gerne der Privatperson aufgedrängt, denn da ist die Erlangung eines Titels (bei Pfändung etc.) einfacher. Du als Privatperson sollst also privat für den Dispo haften, und nicht dein Unternehmen. Als Freiberufler ist der Unterschied für uns zwar trivial, für die Bank jedoch nicht, dass es uns zweimal gibt.

Wenn du erlaubst; mich würde noch die Branche interessieren, in der du arbeitest bzw. in der du deine Umsätze erzielst. Nicht wegen dem sagenumwobenen Gewinn von 65%, sondern um festzustellen, ob da zielgerichtet Branchen ausgesondert werden.

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expat
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Betreff: Geschäftskonto von DAB Bank

[ Bearbeitet ]

Dass bei der Compliance nicht gerade Kommunikationsgenies sitzen, wurde ja hier schon mehrfach festgestellt und beschränkt sich leider keineswegs auf Consors. So ist das eben, wenn man meint, man könne überall Teilzeitstellen schaffen und (wahrscheinlich) wirtschaftsfremde QuereinsteigerInnen einstellen, um in Kontobewegungen und Akten herumzuwühlen und Kundenanschreiben zu verfassen. Für Manche sicher ein Traumjob. Das Resultat ist weniger traumhaft.

Der andere und grundlegendere Punkt ist, das die Bank überhaupt Kunden, insbesondere jahrzehntelange Altkunden, unter die Lupe nimmt und mit hohem Aufwand nach Kritikpunkten sucht. Durchreguliert wie heute alles ist, mit mehrfach pro Jahr ändernden seitenlangen AGB und nochmal seitenlangen Zusatzvereinbarungen alle paar Monate findet sich gerade bei wirtschaftlich aktiveren, vermögenderen oder zumindest unabhängigeren Kunden mit vielen Bankverbindungen auch ins Ausland fast immer Irgendetwas zu reklamieren oder nachfragen. Ziel ist es vermutlich, nur noch uniforme Standardkunden zu haben. Ob das wirtschaftlich klug ist, muss Consors selbst wissen. Für uns Altkunden ist es einfach eine neue Welt. Unsere neue Welt.

Ich kenne die Welt von davor noch und bin von der heute ganz sebstverständlichen, permanenten Schnüfflerei in meinen Kontobewegungen ("Monitoring") sowie der turnusmässigen Durchleuchtung meiner Kundenakte ("Compliance Check") gar nicht angetan. Nicht weil ich "etwas zu verbergen" hätte, sondern weil ich sowas 1. aus Staaten kenne, die uns jahrzehntelang als feindliche Diktaturen präsentiert wurden und 2. ich nicht einsehe, weshalb ich einer kleinen Bankangestellten jederzeit sämtliche meiner Transaktionen plausibel machen sollen müsste.

 

Der Thread hier zeigt schön auf, wohin das führt: totale Transparenz sämtlicher Transaktionen und Aktivitäten gegenüber Jedermann. Wer das nicht will, ist verdächtig und speziell zu untersuchen.

Diese Kritik richtet sich keineswegs exklusiv an Consors. Wie immer schon setzt man nur Befehle Gesetze um.

EIne Consors spezifische Kritik ist allerdings, sich als Online-Bank zu präsentieren, aber keine zu sein, wie man ebenfalls im letzten Fall hier gut sehen kann, Keine meiner Banken hat jemals soviel Briefpost inkl. Papiermagazine produziert wie Consors. Adresskontrolle hin oder her, aber man kann es auch übertreiben.

Oh-No_John-Snow
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Betreff: Geschäftskonto von DAB Bank

Volle Zustimmung.

 

Was es für einen Sinn haben soll, Bestandskunden mit immerwährend neuen "Innovationen" in Tarif- und AGB-Änderungen zu treiben, nur um sie dann wieder zu drangsalieren, sich mit den neuen Gegebenheiten abzufinden oder eine neue finanzielle Heimat zu finden... - es erschließt sich mir nicht.

 

Mit meiner anderen Internet-Bank habe ich letzte Woche ein sehr nettes Telefonat geführt. Dort sind die Mitarbeiter des aufgekauften Institutes sehr ernüchtert - und sprechen genau deine Sprache, @expat. Die ersten Erfinder des deutschen Internetbanking in Hamburg werden zur Strecke gebracht - allerdings geht das dort sogar so weit, dass die Direktbank Standard-Leistungen wie die EC-/Giro-Karte streicht, aber gleichzeitig ganz dreist Gebühren erhebt. Für ein Geschäftskonto.

Da kann ich die traurigen Mitarbeiter schon verstehen: man kann dort nur noch Lebewohl sagen, denn in die Kundendaten darf dort niemand mehr schauen. Dort endet das Business-Konto zum Jahresende.

 

 

Mal sehen, wie lange mein Geschäftskonto völlig unverändert bei der Consorsbank weiterläuft. Oder was man sich ausdenkt für mich, um mich loszuwerden.

 

Aktuell gehe ich aber davon aus, man will mich behalten.

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schaedl
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Betreff: Geschäftskonto von DAB Bank

[ Bearbeitet ]

Wieso ist der Gewinn sagenumwoben? Und wieso im Dativ? Smiley (zwinkernd)

Ich bin Tragwerksplaner/ Bauingenieur und stelle Honorare nach HOAI.

Die 35% Kosten sind Büromiete und -einrichtung, Beiträge und Versicherung, Computer und Software und bei Bedarf zugekaufte Fremdleistungen.

Angestellte habe ich nicht. Der Gewinn entspricht einem Bruttoangestelltengehalt zuzüglich des AG Anteils an den Versicherungen. Also alles ganz reell.

EDIT:

Übrigens, alle meine Konten laufen auf meinen Namen, keines auf die "Firma". Als freier Beruf haftet man immer mit dem Gesamtvermögen. Es macht also für die Bank keinen Unterschied für welchen Zweck die einzelnen Konten verwendet werden. Ein höherer Aufwand erschließt sich mir auch nicht. Ich habe mal die Buchungen gezählt. privat sind es ca. 100 Buchungen im Monat, auf dem für das Büro genutzten Konto etwa 40 Buchungen.

So jetzt aber zurück zum Umsatz machen...

 

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Oh-No_John-Snow
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Betreff: Geschäftskonto von DAB Bank

Danke, @schaedl. Das ist interessant.

Bisher ging ich davon aus, dass Berater und Planer eher verschont blieben. Dann geht es vielleicht jetzt wirklich los. Aber es war bei dir auch ein Konto im Betriebsvermögen, richtig?

 

Alle Konten, die nicht im Betriebsvermögen laufen, waren seit der Übernahme von der DAB in die Consorsbank ohnehin nur geduldet bzw. wurden sukzessive gekündigt.

Die höheren Anforderungen gelten bei Geschäftskonten und machen dem Bankhaus Arbeit wegen der Geldwäsche-Gesetzgebung. 

 

In der jüngeren Vergangenheit werden zudem die Fälle häufiger, in denen eine Kontokündigung „aus heiterem Himmel“ erfolgt und der Betroffene – nach Gründen bei seiner Bank nachfragend – damit konfrontiert wird, dass ihm keine Auskünfte erteilt werden. Hier liegt die Vermutung nahe, dass dies mit den Monitoring-Aufgaben der Bank zusammenhängt. Banken haben nach den Geldwäschebekämpfungsvorschriften umfangreiche Überwachungsaufgaben gegenüber den staatlichen Stellen zu erfüllen. Standardisiert werden daher sämtliche Umsätze auf jedem einzelnen Konto einem Monitoring unterzogen. Dieses Monitoring erfolgt vollautomatisch. 
Bei der Geldwäsche geht es nicht nur um Drogengeschäfte und Terrorismusfinanzierung, sondern um eine ganze Reihe von Straftaten. Sie reichen bis zur Steuerhinterziehung und werden allesamt als „geeignete Vortaten“ zusammengefasst. Daher sind die in der Banken-EDV hinterlegten Parameter äußerst umfangreich. Gibt es Auffälligkeiten, sind die Banken verpflichtet, diese als Verdacht zu melden. Diese Auffälligkeiten können vielgestaltig sein und reichen von Geldeingängen von Auftraggebern, die auf einer der zahlreichen Überwachungslisten stehen, bis hin zu häufigen Bareinzahlungen und dergleichen mehr. Da jedoch Banken oft nicht gewillt sind, eine einmal auffällige Kontoverbindung länger individuell zu überwachen, wird nicht selten bevorzugt, die Geschäftsverbindung ohne Angabe von Gründen ordentlich zu kündigen. Der Kunde steht dann vor einem Rätsel.

Quellehttps://www.ikz.de/detail/news/detail/aerger-mit-dem-geschaeftskonto-was-darf-die-bank/

 

Aus diesen Überwachungspflichten heraus vermeiden es viele Banken, Freiberuflern und Selbstständigen ein Konto anzubieten. Es gibt schlicht zu wenig Überblick, ob die Geldbeträge, die dort eingehen, wirklich alle "sauber" sind. Da ist ein Konto für Privatpersonen im Regelfall einfacher.

So sagte man mir das mal vor ein paar Jahren in der Sparkasse, als die dort OS-Plus eingeführt haben, eine Sparkassen-Banksoftware bei denen, über die alles läuft.

 

Ich hoffe, die Consorsbank hält noch ein wenig die Füße still.

Oder, noch besser: es gibt endlich mal etwas zum Lesen zu den Bedingungen für ein ordentliches Geschäftskonto.